Anddies Mottenkiste: Die 70er Jahre

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  • #6328099  | PERMALINK
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    Clemente

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    Tja, ich hoffe ich werde dem Album ein wenig gerecht:

    Jethro Tull – Songs from the Wood (1977)

    —  “Songs from the Wood“ – 4:52
    —  “Jack-in-the-Green“ – 2:27
    —  “Cup of Wonder“ – 4:30
    —  “Hunting Girl“ – 5:11
    —  “Ring Out, Solstice Bells“ – 3:43
    —  “Velvet Green“ – 6:03
    —  “The Whistler“ – 3:30
    —  “Pibroch (Cap in Hand)“ – 8:27
    —  “Fire at Midnight“ – 2:26

    Die 1978 erschienene Platte „Songs from the Wood“ ist bereits das Zehnte Studioalbum der Band.
    Das Album markiert einen gewissen Übergang im Stil der Band, es gilt als Beginn einer Folkrock-Phase bestehend aus der SftW und den beiden Nachfolgealben. Das macht sich im Sound der Band insofern bemerkbar, als dass er in meinen Ohren etwas „erdiger“ und „weicher“ wird und vom Eindruck her teils irgendwie traditionell ist. Das liegt – denke ich jedenfalls – daran, dass vermehrt akustische Instrumente verwendet werden bzw. die E-Instrumentierung etwas in den Hintergrund tritt. Trotzdem bleibt die Musik echt Tull, die Songs sind immer noch recht eigenwillig und komplex. Wer „richtige“ Folk-Songs erwartet, sollte besser die Finger vom Album lassen.
    Am ehesten kann man sagen, dass man sich musikalisch wohl dem lyrischen Konzept des Albums anpasst. Es geht um das Leben auf dem Land/Dorf (Songs from the Wood) und um Sagenfiguren (Jack in the Green). Dabei handelt es sich besonders um romantisch verklärte Vorstellungen von vergangenen Zeiten. Dazu passt gut die immer etwas melancholische Grundstimmung der Stücke, die jedoch auch gerne von fröhlichen Passagen unterbrochen werden.
    Melancholisch soll nicht heißen traurig, aber oft wird dadurch eine gewisse Feierlichkeit erreicht.
    Was mir immer wieder auffällt ist, dass zwar oft eine gewisse Grundstimmung vorherrscht, die dann in kurzen Zwischenphasen konterkariert werden (Beispielsweise ist „The Whistler“ in den Strophen eher melancholisch, doch der Refrain dagegen sehr fröhlich gehalten). Dies trägt sehr dazu bei, dass das Album als sehr abwechslungsreich empfunden wird, jedenfalls geht es mir damit so.

    Anspieltips (wenn man sie so nennen will, da das ganze Album großartig ist):

    The Whistler:
    http://www.youtube.com/watch?v=z9puzRYRIyg

    Velvet Green:
    http://www.youtube.com/watch?v=wty5XDTADZA&feature=related

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    #6328101  | PERMALINK
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    andysocial

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    Black Sabbath – s/t (1970)

    Tony Iommi (g)
    Geezer Butler (b)
    Bill Ward (d)
    Ozzy Osbourne (v)

    Der Anfang. Dieses Album markiert den Anfang warum wir uns alle hier versammelt haben. Ziemlich egozentrisch, machen wir es eine Spur groesser. Dieses Album ist eines der wichtigsten in der Musikgeschichte. Denn wir stehen hier vor einer Revolution. Ein Wegpunkt nachdem die Welt der Musik eine andere war als zuvor.
    Die Geschichte von Black Sabbath zu erzaehlen ginge ein wenig zu weit, die Anekdoten zu Tony Iommis Fingerverletzung, dem anschliessenden Tapen der Finger und Downtuning der Gitarre hat sicherlich schon jeder in der Gala oder Bunten gelesen. Wer nur der YPS Heft kennt, sollte das schnell nachholen. Ach. Ok. Tony Iommis Hand kam in eine Metallpresse, er verlor seine Fingerkuppen und seine Karriere als Gitarrist bei Jethro Tull war im Arsch. Nach einiger Zeit der Lethargie bastelte er sich kuenstliche Fingerkuppen aus Wachs oder Plastik, verringerte durch Runterstimmen der Gitarre die Spannung der Saiten und konnte sich somit wieder halbwegs an der Klampfe zu schaffen machen. Dieses Handicap definierte den schweren, maechtigen, niederwalzenden Klang von Black Sabbath. Soviel mal in Kurzform. Aber kommen wir nun zum Album.
    Mit einem Budget von 800 Pfund mieten die vier Jungs Ende 69 ein Tonstudio und spielten die Platte innerhalb von einem Tag ein. Einige Monate spaeter, am Freitag den 13. Februar 1970 erschien die Platte. Das Cover war mysterioes und ein wenig unbeholfen, ohne Zustimmung der Band prangte auf der Innenseite des Albums ein umgedrehtes Kreuz. Der Ruf war gemacht gegen den die Band noch bis zum Vol. 4 Album kaempfte. Aber wie soll man gegen solch einen Ruf ankommen wenn man ein Album wie Black Sabbath schreibt…

    Der erste Song des Albums ist Black Sabbath. Und wer den Song kennt und die Jahreszahl, andere Bands die es zu der Zeit gab, sich mit Flowerpower ein wenig auskennt der weiss, dass mit diesem opening riff nach dem Donner, dem Regen und dem leisen Glockenschlag eine Revolution ausbricht. 3 Toene, 1 Akkord werden gespielt, nichts weiter. Mit einer Brutalitaet, einer Macht und Heaviness die in dem ganzen Jahrzehnt von keiner anderen Band mehr erreicht wird. Wie deplaziert muss es wirken in einer Zeit als Woodstock gerade am Ausklingen war solch ein Weltuntergangsszenario zu schreiben bei dem Satan auf die Erde kommt und einem flehenden Ozzy Osbourne nur ein oh no, no, please god help me abnimmt bevor dieser fundamentale Riff Ozzys Licht ausloescht. Gegen Ende des Songs kommt ein wenig Fahrt auf, Satan laesst die Verdammten ein wenig herumjagen, in einem fantastischen Gitarrenlauf der in ein Solo fuehrt das nach Verdammnis klingt und in ein kleines, dramatisch gehetztes Ende fuehrt. Is it the end my friend? Satan’s coming around the bend! Ein Meilenstein der Musik. Gaensehaut garantiert.
    Im Grunde ist das Album nicht sonderlich stark, nach Black Sabbath ist man so fertig mit der Welt, so dass man auch nicht mehr braucht. Noch gepraegt von alten Bluestagen als Earth sind alle anderen Stuecke weit weniger radikal.
    So auch das zweite Stueck der Platte, The Wizard. Mit diesem Stueck hab ich schon immer Probleme gehabt. Es nervt mich, wird aber von vielen Sabbathfans geliebt. Eine Mundharmonika eroeffnet das Stueck, ein klassischer Bluesrockriff folgt. Man kann nicht sagen es ist unspektakulaer, es hat einen catchy sound der mich aber bis heute eher nervt.
    Song #3 ist Behind The Wall Of Sleep, bei dem die Band wieder die volle Soundwand auffaehrt. Diesmal jedoch in einem weit offeneren und gelasseneren Riff. Fast schon in einem Anflug von Happypills klingt Tony Iommi hier. Ozzy singt uns dagegen etwas tonnenschweres was uns aber nicht weiter aus dem Konzept bringt. take your body to a corpse. lalala. Nahtlos kommt ein weiteres Highlight:
    N.I.B. Nativity In Black, wie man sich nun geeinigt hat. Ich glaube der Titel kam erst 20 Jahre spaeter auf nachdem sie jeder gefragt hat was NIB denn bedeutet. Ich glaube sie haben einfach wahllos irgendwelche Buchstaben genommen. Das Bassintro ist einer der beruehmtesten Basslaeufe ueberhaupt, ich kann nicht sagen wie oft ich ihn schon von Bassisten beim Einspielen gehoert hab. Aber wenn ich Bass spielen wuerde, es waere auch mein liebstes Stueck. Der Gitarrenriff ist ebenfalls so grundlegend, dass er seither wohl in unzaehligen Songs verbaut wurde. Wie eigentlich alle Sabbath Riffs. Die Lyrics drehen sich mal wieder um unseren Freund Luzifer der uns seine Liebe gibt und uns umgarnt. Fuehlt sich eigentlich ganz geschmeidig an. Der Kopf schwingt bei diesem Brett, das Headbangen muss zu diesem Song eingefuehrt worden sein. Follow me now and you will not regret, leaving the life you led before we met. Fuck yeah.
    Song #5, Evil Woman, ist einer der beschissensten der je von Sabbath auf eine Platte geschmissen wurde. Die einzige Entschuldigung ist, dass sie ihn nicht geschrieben haben, es ist eine Coverversion geschrieben von der Band Crow. Darueber muss man keine Worte finden.
    Song #6 nimmt ein Stilelement vorweg, das sich auf jeder Sabbathplatte findet laesst. Iommi packt seine Akustikgitarre aus, spielt einen Riff bei dem man sich vor Einsamkeit in einem Teppich wickeln will, um danach von einem Riff geweckt zu werden der einem den Kopf platzen laesst. Bei Sleeping Village ist das noch nicht so ausgepraegt wie spaeter, hier kommt es noch weit bluesiger daher, der Fuss wippt, es hat groove, Ozzy hat nach 2 Zeilen Verschnaufpause, der Kopf wackelt und nahtlos geht es in den naechsten Groover ueber:
    The Warning. Wieder ziemlich bluesgeschwaengert, wieder nicht aus der Feder von Black Sabbath. Ich bin sehr froh, dass sie das spaeter sein liessen, denn diese Coversongs gehoeren mit Abstand zum Schwaechsten was die Band rausgehauen hat. The Warning pluegt mit fast 11min ohne grosse Highlights durch die Rille. In der Mitte des Songs kommt eine Bluessolo von Gitarre und Bass, das seinen Geburtsstunde sicherlich irgendwo in einer Maennerhose hatte, aber es passt nicht zum walzenden Rest der Platte.
    Der Abschluss der Platte markiert Wicked World. Das ist wieder unverkennbar ein Sabbath Riff. Heavy Blues. The world today is such a wicked thing. Na klar. Erinnert mich immer ein wenig an Summertime Blues in der Version von Blue Cheer, ebenso ein Klassiker. Der Mittelteil ist grossartig, verlorener geht es kaum, der Song kommt zum Stillstand, bevor sich Iommi wieder besinnt doch nochmals auf die Kacke zu hauen. Man kann sich vorstellen wie er bedeutsam 1min dortsteht, das Solo runterspielt und nachdem es nicht wirklich geglueckt ist mit den Achseln zuckt und es dabei belaesstt es nochmals einzuspielen. Das war die Zeit.

    http://www.youtube.com/watch?v=akt3awj_Ah8

    #6328103  | PERMALINK
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    denk übrigens dran die reviews noch im startpost zu verlinken 😉

    --

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    #6328105  | PERMALINK
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    Nezyraeldenk übrigens dran die reviews noch im startpost zu verlinken 😉

    das ist meeeeeein thread. ich werde eine suchfunktion einbauen und schmetterlinge vergeben, je nach guete des reviews und ob ich das album mag oder nicht.

    #6328107  | PERMALINK
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    palez*anspring*

    Dies halte ich für ein Gerücht, Sir…

    naja du hast in diesem jahrzehnt das aufkommen der grossen relevanten musikrichtungen die immer noch praesent sind in der jugendkultur: metal, punk, techno.

    #6328109  | PERMALINK
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    @andysocial

    Sehr schön beschrieben. Ein essenzielles und daher auch starkes Album! Und das Cover zählt mit zu den besten aller Zeiten! Es verbildlicht die Stimmung des Albums auf eine phantastische Art und Weise.

    @Nuclear Sev

    Ebenfalls schön geschrieben. Währe toll, wenn Du noch ein paar Hörbeispiele einfügen könntest. Würde mich mal interessieren, wie das Album klingt.

    @clansman

    Von Pink Floyd war mir bislang nur die „The Wall“ bekannt, welche mich, abgesehen vom „Titelsong“, nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat. Aber Deine beiden Hörbeispiele sind echt amtlich. Fallen wesentlich rockiger aus als die Stücke auf „The Wall“. Werde ich mir wohl zulegen müssen!^^

    LG, Saro!:mrgit:

    #6328111  | PERMALINK
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    ZZ Top – Tres Hombres
    VÖ: 1973

    Billy Gibson: voc., guitars
    Dusty Hill : voc., bass
    Rube Beard: drums


    Tracklist

    1. Waitin‘ for the Bus
    2. Jesus left Chicago
    3. Beer Drinkers & Hell Raisers
    4. Master of Sparks
    5. Hot, blue and righteous
    6. Move me on down the Line
    7. Precious and Grace
    8. La Grande
    9. Shiek
    10. Have you heared?

    ZZ Top veröffentlichten 1973 mit Tres Hombres ihr drittes Album. Den Musikstil der Band kann man als bluesigen Southern Rock bezeichnen.
    Und genau das, mal nur Blues, mal nur Southern Rock und manchmal beides, wird dem Hörer perfekt dageboten. Im Grunde kann man über dieses Album nicht allzuviel schreiben. Es klingt so, wie ein Album dieses Genres klingen muss! Der vorhin genannte Stil, geschwängert mit Zigarettenqualm, Whiskey und Südstaatenromantik. Wer jedoch die, für die 70er nicht ungewöhnlichen, proggressive Elemente erwartet, wird lange warten können. Das Albumcover spricht Bände. Kein Geschnürkel, keine Eytras, nur drei coole Typen, die abrocken wollen! Die Musik von ZZ Top ist minimalistisch gehalten. Ein Schlagzeug, einen Bass und eine Gitarre, mehr bedarf es hier nicht um eine coole, verrauchte Platte einzuspielen. Rundum ehrlicher Rock!

    Mit Hot, Blue and Righteous und Have you heared? sind zwei reinrassige Bluesnummern vertreten, welche den Hörer wie von selbst, von, auf dem Mississippi in den Sonnenuntergang treibenden Raddampfern träumen lassen. Beide Songs werden grandios zum besten gegeben!
    Mit dem Opener Waitin‘ for the Bus, den Nummern Master of Sparks, Move me on down the Line und Shiek sind ein paar richtig amtliche Southern Rock-Perlen am Start, die ungeschliffen wie sie sind, nicht besser sein können.

    ZZ Top können mit ihrem dritten und meiner Meinung nach besten Werk, gleich zwei Top Hits vorweisen. Zum einen wäre da der Rocker Beer Drinkers & Hell Raisers. Ich kann Euch versprechen, der Name ist Programm! Spätestens beim ersten Refrain, wandert der Blick Richtung Heimbar. Aller spätestens nach dem der Song durchgelaufen ist, hat man sich breits mit ner Pulle Whiskey und ner Packung Marlboro eingedeckt und drückt auf Repeat. Harharhar.
    Hit Nummer zwei ist das wirklich allen bekannte La Grande, bestens bekannt aus Funk und Fernsehen. Der Name sagt Euch nix? Dann schaut Euch doch noch mal den Film From Dusk Till Dawn an. Dachte ich mir doch, dass ihr ihn kennt;-)

    Jesus left Chicago stellt die perfekte Symbiose aus Blues und southern Rock da. Phänomenal!

    Soweit mir bekannt, hat man es auf diesem Album auch nicht mit dem für Southern Rock üblichen, maßlos übertriebenen Amy-Patriotismus zu tun. Ein weiterer Pluspunkt für Tres Hombres.
    Diese Platte verkörpert Southern Rock und den Mississippi. Blues und Whiskey werden Eins. Mit ZZ Top – Tres Hombres könnt Ihr Euch nicht nur die schönste Seite der Südstaaten, sondern auch erdigen Southern Rock in Reinkultur, ins heimische Wohnzimmer stellen. Ähnlich wie Accept’s Balls to the Wall ist auch Tres Hombres mal mit einem Paar richtig dicker Eier versehen! Top!

    Auf dem Re-release sind zudem Live-Versionen der Songs Waitin‘ for the Bus, Jesus left Chicago und La Grange enthalten.

    PS: Auweia! Eine GANZ wichtige Sache hätte ich beinahe vergessen. Kauft Euch auf keinen Fall das sogn. 6-pack!!! Dieses Box-Set enthält zwar bis auf Deguello alle 70er Veröffentlichungen und das 81er Album El Loco, jedoch wurden diese Remixed und es wurde ihnen der 80er Drumsound von Afterburner und Elevator verpasst. GRAUSAM! Kauft Euch stattdessen das Original oder die Original Recording Remastered-Version mit den o.g. Live-Versionen!

    ZZ Top – Beer Drinkers & Hell Raisers
    http://www.youtube.com/watch?v=tVpmob_a_7Y

    ZZ Top – Waitn‘ for the bus/Jesus left Chicago
    http://www.youtube.com/watch?v=nKueHdKJ0jg&feature=related

    ZZ Top – Hot, blue and righteous
    http://www.youtube.com/watch?v=RZyp3i1zwSI

    ZZ Top – La Grange
    http://www.youtube.com/watch?v=7kQKOthaApM&feature=related

    #6328113  | PERMALINK
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    @saro: Beide sehr schön und ausführlich geschrieben. Habe mal zwei Stücke zum Reinlauschen eingebunden.
    Von Pink Floyd solltest du für mein Empfinden die Wall eh nicht als Referenz nehmen. Empfehle dir als Einstieg die schon erwähnte Wish You Were Here und die Dark Side of the Moon sowie – wenn du es psychedelischer magst – stark die Relics oder Saucerful of Secrets.
    Außerdem solltest du dir bei Gelegenheit dringend mal die Live in Pompeii zu Gemüte führen!

    --

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    #6328115  | PERMALINK
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    Sauber, werde mal reinhören und danke für die Tips. Die „Dark Side…“ ist mir natürlich ein Begriff, wenn auch nur vom Hörensagen. Die steht auch schon lange auf meinem Wunschzettel. Aber wie es dann immer so kommt, vergisst man die Hälfte der Wunsch-Platten, wenn man einkaufen geht 😉

    Edit: Habe mir die beiden Songs reingezogen. Alter, wenn DAS mal nicht essenziell ist, weiss ich es auch nicht. Wenn ich da an die ganzen sogn. Folk Metal Bands von heute denke. Die Songs sind hammer! Habe mir die Scheibe und Pink Floyd – Dark Side of the Moon, gerade bestellt^^ Ich höre zwar vor allem Hard Rock und Metal (ausser Black und Nu), bin aber ehrlicher, handgemachter Musik gegenüber generell nicht abgeneigt. Ich mag z.B. auch Gruupen wie „The Pogues“ und „Flogging Molly“. Jethro Tull reiht sich da super ein und wird meinem besten Kumpel mit Sicherheit auch gefallen! Werde ihm die „songs from…“ nach Eintreffen direkt mal zustecken.

    Würde ja auch gerne ein Review über Nazareth schreiben. Allerdings habe ich von denen nur ein Best-of Doppelalbum (übrigens sehr geil) und ein paar LP’s, jedoch keinen Plattenspieler. Hat mir n Kumpel geschenkt. Gehörten seiner Mutter und die hört solche Mucke wohl nicht mehr. Eigentlich sind auf dem Album alle gut bis sehr gut. Insbesondere Telegram, This Flight Tonight, Cocaine und Whisky Drinkin‘ Women (Love Hurts natürlich auch 😉 ). Welche Platten kann man denn von denen empfehlen?

    #6328117  | PERMALINK
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    Ich finds viel schlimmer, dass einem immer so viele andere Sachen dazwischenkommen. „Ach, die Conqueror wurde rereleased, nimmste erstmal die mit, die Exciter läuft dir doch nicht weg“ (Beispiele willkürlich gewählt).
    Denke mal, die DotM „sollte“ man haben.
    Ich habe bei sowas natürlich das Glück, dass ich Zugriff auf die Musiksammlung meines Vaters habe, hehe.

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    #6328119  | PERMALINK
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    NuclearsevIch habe bei sowas natürlich das Glück, dass ich Zugriff auf die Musiksammlung meines Vaters habe, hehe.

    Du Glücklicher! Wenn ich irgendwann mal Gefallen an Andrea Berg und den Flippers finden sollte, kann auch ich auf die Plattensammlung meines Vaters zurückgreifen:twisted: Ok, mein Vater hat auch Rock der 60er, aber alles was mir davon gefällt habe ich bereits (Jefferson Airplane, Nancy Sinatra, Iron Butterfly u.s.w.). Und der Rest, naja, siehst ja 😉

    #6328121  | PERMALINK
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    andysocialnaja du hast in diesem jahrzehnt das aufkommen der grossen relevanten musikrichtungen die immer noch praesent sind in der jugendkultur: metal, punk, techno.

    Da denke ich dir vermitluch zu sehr in Subschubladen, aber Stichwort aufkommen: das zeigt ja eigentlich schon, dass innerhalb dieser Musikrichtungen noch gar keine so große Vielfalt existieren konnte, da viele Ideen noch nicht erdacht, geschweige denn ausformuliert waren.

    Außerdem (da du grosse relevante musikrichtungen die immer noch praesent sind in der jugendkultur erwähnt hast) kam Hip Hop meines Wissens erst in den 80ern auf.

    #6328123  | PERMALINK
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    Saro

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    palez…aber Stichwort aufkommen: das zeigt ja eigentlich schon, dass innerhalb dieser Musikrichtungen noch gar keine so große Vielfalt existieren konnte,

    Was nur logisch ist. Das Selbe hat man wahrscheinlich in den 70ern auch über den Rock der 60er gesagt.
    Rock und der daraus resultierende Metal, schlagen ihre Wurzeln bis in die 50er Jahre.
    Das Ganze muss man sich wie einen Stammbaum vorstellen. Klar gab es in den 70ern noch nicht DIE Vielfältigkeit, wie es sie heute gibt. Wie gesagt, logisch und Dein Kommentar daher, nix für ungut, überflüssig. 😉

    LG, Saro!:mrgit:

    #6328125  | PERMALINK
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    palezAußerdem (da du grosse relevante musikrichtungen die immer noch praesent sind in der jugendkultur erwähnt hast) kam Hip Hop meines Wissens erst in den 80ern auf.

    ich zitiere den grossen Wikipedia Band 84: „Generell sind die 1970er-Jahre im Hip-Hop das Jahrzehnt der Erfindungen. Kool DJ Herc beginnt 1973 als erster DJ, nur den Beat eines Funk-, Soul– oder Discostückes zu wiederholen, anstatt das ganze Stück zu spielen und zwei verschiedene Beats zu montieren (das sogenannte Beatjuggling). Auf seinen Block Partys tauchen auch die ersten B-Boys zum neuen Breakdance auf. Ab 1976 entwickelt Grandmaster Flash weitere wichtige DJ-Techniken wie das Cutting (das zum Beat parallele Einspielen von Tracks), das Backspinning (wo die Platte zur Wiederholung eines bestimmten Abschnitts schnell rückwärts gedreht wird) und das Phasing (bei dem durch die geringfügige Verringerung der Geschwindigkeit eines der beiden Plattenteller ein Phaseneffekt erzeugt wird)….
    Das Rappen lässt sich nicht ganz so klar nachweisen. 1970 erschien zwar das erste Album der Last Poets, deren politischer Rap von der Sprache von Malcolm X und dem Dichter Amiri Baraka beeinflusst war; sie gelten im allgemeinen als Väter des Rap. Das eigentliche „Rappen“ aber entwickelten unabhängig davon die sogenannten MCs, die „Masters of Ceremony“ (wörtlich „Zeremonienmeister“), die Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre die DJs begleiteten, ihn und sich selbst vorstellten“

    🙂

    #6328127  | PERMALINK
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    palez

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    SaroWas nur logisch ist. Das Selbe hat man wahrscheinlich in den 70ern auch über den Rock der 60er gesagt.
    Rock und der daraus resultierende Metal, schlagen ihre Wurzeln bis in die 50er Jahre.
    Das Ganze muss man sich wie einen Stammbaum vorstellen. Klar gab es in den 70ern noch nicht DIE Vielfältigkeit, wie es sie heute gibt. Wie gesagt, logisch und Dein Kommentar daher, nix für ungut, überflüssig. 😉

    LG, Saro!:mrgit:

    Gerade weil es ja eigentlich logisch ist, habe ich mich gefragt, wie andysocial zu seiner Überzeugung, die 70er seien das musikalisch vielfältigste Jahrzehnt, gekommen ist.

    Wobei ich nicht sagen würde, dass die Vielfalt in diesem Zusammenhang zwangsläufig mit der Zeit steigt. Andysocial kam es vermutlich auf die öffentliche Wahrnehmung in der Retrospektive an und darauf, wieviele Stile bei gleich hoher Popularität nebeneinander existieren konnten, aber da ziehen die 70er für mich gegenüber nachfolgenden Jahrzehnten ebenfalls den Kürzeren.

    @Dandyandy: Gnah, gewonnen. :< Hatte da irgendwie allerfrühestens Ende der 70er im Kopf...

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