Arctic Winter – Uch Alder…

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    Some_Kind_of_Psycho

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    Arctic Winter
    Uch Alder…

    Arctic Winter steht für Metal! Und dabei scheut sich die Band überhaupt nicht, sich an einigen Genren zu bedienen. Die 1989 gegründete saarländische Band überzeugt durch ihr sehr abwechslungsreiches Songwriting. „Uch Alder…“ Ist das in der saarländischen Metalszene lang erwartete Studioalbum der Band. Es ist , wenn man so will ein Best Of, da die Gründung der Band ja schon ein paar Jährchen zurück liegt. Einiges an Material hat sich also angesammelt und wurde auf dem 12 Song-Longplayer verewigt. Recordet wurde das Album von Phil Hillen und dem Leadgitarristen der Band John Dee.

    Defcon 5
    Das Album beginnt gleich mit einem meiner absoluten Lieblingssongs der Band, der auch immer ein Highlight auf den Konzerten der Bands ist.
    Ein relativ lang ausgedehntes Intro lässt von Anfang an den sehr druckvollen Sound der Scheibe ohne Kompromisse entfalten. Nach der thrashigen Bridge folgt der Strophenriff, der sich wie eine Hymne im Ohr festsetzt. Dabei nimmt Sänger Mic Winter die Melodie der Gitarren mit. Untermalt wird das ganze mit einem treibenden Doublebassdrumming von Siggi Woll. Danach folgt der Refrain, der allerdings nach der zweiten Strophe noch weiter ausgebaut wird und in einem Blast ausartet.
    Danach folgt ein Gitarrensolo , nach dem sich der Song wieder aufbaut und in die 3. Strophe rast. Noch einmal der unglaubliche Refrain mit dem folgenden Blastbeat, ein Schlussriff á la „Pantera Shredding Skin“ und schon ist der Song vorbei. Trotzdem schafft es der Song auf 4:46 Minuten und es fehlt ihm an nichts.

    9/10 Punkte in meinem persönlichen Ranking.

    Struggle To Live

    Der Song beginnt mit einem simplen Bassgitarrenintro und offenbart anschließend, dass es hier um komplett anderes Futter geht. Der Anfangsriff ist gleichzeitig der Riff, der den Refrain untermalt, episch, rockig und absolut Stadiontauglich.
    Die Strophe erinnert mich immer wieder an Saxon und weiß beim ersten Mal schon zu gefallen. Der Refrain ist nach dem Introriff nun keine große Überraschung mehr, jedoch ist es beeindruckend , welchen Umfang Mic´s Gesangstechnik hat. Von cleanen „Biff Byford“ Parts bis hin zu „Lemmy“ geröhre ist wirklich alles dabei. Jedoch ist sein Gesang komplett originell und klingt nie nach einer Kopie sondern immer nur nach Mic. Der Song ist mit vielen Solos geschmückt (sogar ein Basssolo ist dabei). Allerdings sind es für meinen Geschmack schon fast zu viele. Der Mittelpart , welcher mit einem Bassspiel á la Iron Maiden begonnen wird , finde ich jedoch wieder legendär und absolut episch. Danach nimmt der Song an Geschwindigkeit zu und Siggi Woll zeigt, dass er nicht umsonst „Das Uhrwerk“ genannt wird. Anschließend noch ein paarmal der Refrain und spätestens dann, geht er nicht mehr aus dem Kopf. Mit 6:43 Minuten ist auch dieser Song ein echter Longplayer.

    8/10

    Winterstorm

    Das Lied beginnt mit einem flotten Riderythmuss und man denkt zunächst ,das Lied ginge in eine komplett andere Richtung. Doch dann beweisen Arctic Winter wiedereinmal ihre Fähigkeit viele Genre in ihrem Songwriting unter einen Hut zu bringen , denn der Song geht nach dem Anfangsriff in ein Geknüppel aus Blastbeat und Gekreiche über. Dabei ist jeder Schlag auf dem Drumset genau auf den Punkt und jeder Ton sitzt. Anschließend folgt eine Bridge, die wiederum mit clean Gesang beeindruckt. Der Refrain hat bei mir nicht direkt gezündet, da die Tonart zwischen Bridge und Refrain recht forsch wechselt. Allerdings ging mir nach dem zweiten Durchlauf des Albums der Refrain schon nicht mehr aus dem Kopf. Außerdem habe ich den Song schon live erlebt. Man muss beim zweiten Refrain einfach mitsingen!
    Der krasse Kontrast zwischen Strophe und Refrain wird sicherlich nicht bei jedem zünden, ich war davon allerdings schwer beeindruckt.
    Der Song schafft es auf 6:09 Minuten!

    7/10

    Fireball

    Die Sirene kündigt den nahenden Supergau an? Falsch! Ein weiterer Favorit von mir brettert mit ziemlich anspruchsvollem Riffing daher und klingt sehr ausgewogen.
    Das Drumming tickt und tickt. Ich glaube dazu muss man gar nichts mehr sagen!
    Bei diesem Song fällt mir immer wieder die Basslinie auf, die sehr eigenständig und treibend diesem Song eine sehr entscheidende Würze gibt . Mic Winter schreit, röhrt und bleibt dabei immer melodisch und ausgewogen .
    Das Gitarrensolo ist für mein empfinden das Beste auf dem Album. Das Tapping kommt sauber daher und Der Hihatbeat á la „Run to the Hills“ gefällt mir besonders gut , ehe Siggi wieder mit Doublebass daherholzt.

    Der Refrain ist einfach strukturiert und im Grunde nichts besonderes eben ein typischer Thrashmetalrefrain, allerdings passt er wunderbar in die Thematik des Songs . Der Song schafft es auf 05:40 Minuten

    9/10

    I Dream Infrared

    I Dream Infrared ist einer dieser Songs , die ganz ordentlich aber nicht weltbewegend vor sich hin laufen bis plötzlich ein unerwarteter Höhepunkt diesem Song etwas absolut einzigartiges und ausgewogenes gibt. In diesem Fall ist dieser Höhepunkt ein Duett zwischen Mic Winter und Rubina Amaranth welches durch eine akustische Gitarre perfekt untermalt wird. Besonders bei diesem Song wird deutlich wie ausgewogen und abwechslungsreich der Gesang von Mic ist. Wo in der Strophe noch rohe Kräfte sinnvoll walten, kommt in der Bridge und dem Duett Mics cleane Stimme voll zur Geltung. Rubina Amaranth ist Sängerin der Progressivmetalband Nemesis und für ihre Stimme in der saarländischen Szene bekannt und hochgeachtet. Ich hatte das Glück mich auch schon Live von ihrer Stimmgewalt überzeugen zu können. Auch wenn sie sonst eine Reise über viele Oktaven wagt und dabei einen immer wieder zum Staunen bringt, bleibt sie bei dem Duett mit Mic verhältnismäßig verhalten, was dem ganzen aber nicht schadet, im Gegenteil! Es passt und klingt wunderbar.
    Der Song schafft es auf 04:13 Minuten

    8/10

    The Dark Side of The World

    Eine düstere cleane Gitarre mit ordentlich Moll eröffnet dieses sehr Black Metal angehauchte Stück. Der Anfang erinnert mich an Dissection`s Klassikeralbum „ Storm of the Light`s Bane“ . Wieder präsentiert sich eine Vielfalt an Riffs. Viele davon haben starken Black Metal Einfluss, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die gesamte Atmosphäre in dem Lied passt zum Titel. Der Riff ab 00:30 zieht sich immer wieder durch Lied und trägt wesentlich zur Stimmung bei. Als Producer hätte ich den Drums bei diesem Stück jedoch etwas Hall auf Snare und Toms gegeben, aber das ist ja Haarspalterei und kleinkariert wollen wir ja nicht sein. Nach dem relativ ruhigen Anfangspart geht es flott weiter. Blastbeat ! Dazu hohe Screams á la Pantera „Suicide notes part 2 „ geben diesem Song Abwechslung und Druck. Auch bei diesem Song ist die Bassgitarre sehr prägnant und treibend. Es fällt mir schwer etwas ernsthaft zu kritisieren außer vielleicht die Crowls, die mir persönlich etwas zu lasch klingen, allerdings kann es auch sein ,dass ich mit dieser Meinung mal wieder allein da stehe . Der Song schafft es auf
    06:31 Minuten

    7/10

    Assasin

    Ein kräftiger Riff und eine aggressive Ansprache eröffnet ein Kraftpaket. Die Riffs in diesem Song sägen! . Dieses Lied klingt sehr erwachsen. Das Songwriting beinhaltet alles, was einen Metalsong ausmacht. Kein Welthit aber solide und mit fetten Momenten wie das lange Drumfill von Siggi bei 02:05 .
    Der Song schafft es auf 04:39 Minuten

    7/10

    When Colours Fade to Grey

    Wow! Wieder ein Hit und Ohrwurm. Ich will an dieser Stelle auch anmerken ,dass ich die Songplatzierung sehr gut finde. Es kommt keine Langeweile auf!

    Das akustische Intro lässt erahnen, was noch kommt . Schon fast zu hart für eine Halbballade, jedoch hat das Lied seine ruhigen Stellen.
    Am Besten gefällt mir der Schlagzeugbeat in der Strophe mit den Ghostnotes.
    Der Aufbau dieses Songs ist sehr klassisch. Bands wie Iron Maiden haben viele solcher Songs und haben diese Band weltberühmt gemacht.
    Der Refrain dieses Songs ist direkt im Ohr. Die cleane Gesangslinie untermalt dabei die Shouts.
    Nach dem flotten Teil des Gitarrensolos lässt Powerslave grüßen. Ägyptische Klänge ehe es wieder in einen soliden Schlussriff geht.
    Einer der besten Songs auf der Platte.
    Der Song schafft es auf 05:30 Minuten.

    9/10

    War Of Wrath

    Zugegeben dieser Song hat bei mir nie richtig gezündet. Das liegt in erster Linie an der zweistimmigen Stelle die immer wieder kommt und zum ersten mal bei 01:23 auftaucht.
    Das Intro gefällt mir sehr gut und auch das Gitarrensolo fand direkt den Weg in mein Ohr , lediglich diese eine Stelle vermiest mir den Song ein wenig . Der Song schafft es auf 06:35.

    5/10

    No Time to Die

    Wenn man sich einmal die Mühe macht und einige Leute auf einem Arctic Winter Konzert nach dem „Hit“ der Band fragt , kommt häufig die Antwort „ Ei No Time to Die nadirlisch“
    Und zurecht ! Dieser Song ist eine Hymne und hat wieder alles was ein Hit braucht.
    Der Gesang reicht vom rauen bis zum cleanen , sogar ein wenig Accept ist dabei.
    Zum Refrain muss man überhaupt nichts sagen. Der Gitarrensound beim Solo gefällt mir richtig gut. Der harmonische zweistimmige Gitarrenpart passt perfekt. Am Schluss wird der Refrain noch einmal mit einer akustischen Gitarre unterlegt.
    Auszusetzen gibt es nichts , auch die Platzierung ist vernünftig.
    Der Song schafft es auf 07:16 Minuten.

    9/10

    Avalanche

    Ein langes und ruhiges akustisches Intro mit tiefem cleanen Gesang lässt den Eindruck erwecken, es handele sich hier um eine Ballade. FALSCH.
    Ab 02:10 ändert sich die Grundstimmung des Songs komplett und ein schneller Thrashriff mit treibenden Drums entfaltet sich. Auch die düstere Stimmung ändert sich. Wo im cleanen Part noch Mollakkorde dominierten, wirkt das Riffing im zweiten Teil schon beinahe fröhlich. Dieser Umbruch gefällt mir sehr gut . Auch der Gesang setzt sich schnell fest.
    Der Song schafft es auf 05:50 Minuten

    8/10

    Reality TV

    Der Rausschmeißer ist wieder ein Thrashbrett. Und der Text ist absolut Zeitlos , da der Müll der Heutzutage im Fernsehen läuft genauso unzumutbar ist wie zur Entstehungszeit dieses Songs Anfang der 90ger.
    Die Vocals sind sehr rau und der Text wird regelrecht rausgeschossen, was dem ganzen einen Hardcore-touch verleiht. Der Refrain ist wieder sehr eingängig und ein richtiger Ohrwurm.
    Der Song schafft es auf 04:29 und ist für Arctic Winter Verhältnisse schon fast kurz.

    8/10

    Abschließend bleibt zu sagen ,dass Arctic Winter mit dem Gang ins Studio genau das Richtige getan haben. Viele dieser Songs haben absoluten Hitcharakter und müssen sich hinter niemandem verstecken. Die Jungs sind schon eine Weile im Geschäft und
    haben dennoch meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient.
    Mit dem Gang ins Studio ist ihnen ein gut produziertes ausgewogenes Album gelungen.
    Außerdem kann ich jedem ein Livekonzert der Band nur wärmstens empfehlen.

    Das Album schafft es bei mir auf auf 8/ 10 Punkten

    Verfasst von Dominik Kockler
    Hier könnt ihr euch die Songs vorab kostenlos Downloaden und anhören.
    http://www.arcticwinter.de/aw-uch-alder.html

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
    #6792705  | PERMALINK

    Some_Kind_of_Psycho

    Registriert seit: 10.11.2008

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    Push , los hörts euch an ihr Narren

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
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    Some_Kind_of_Psycho

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    http://www.facebook.com/arctic.winter.3?fref=ts

    hier noch der Link zur Facenbookseite der Jungs

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
    #6792709  | PERMALINK

    Some_Kind_of_Psycho

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    los macht euch doch mal bidde die mühe

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
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    Some_Kind_of_Psycho

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    http://www.arcticwinter.de/aw-uch-alder.html
    hier sind alle Songs zum anhören und downloaden

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
    #6792713  | PERMALINK

    Some_Kind_of_Psycho

    Registriert seit: 10.11.2008

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    Noch einmal für alle http://www.arcticwinter.de/aw-uch-alder.html !!

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    Sing me a song, you're a singer Do me a wrong, you're a bringer of evil The devil is never a maker The less that you give, you're a taker So it's on and on and on, it's heaven and hell !! Oh well!!
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