Emotionale Krüppel leiden nicht unter Entscheidungszwang

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  • #84761  | PERMALINK

    Entropie

    Registriert seit: 03.06.2012

    Beiträge: 30

    Dinge reißen uns mit, wir versuchen das Nützliche daran zu filtern, doch wir erliegen den Emotionen, die mögliche Denkwege uns bieten und während wir aus Bequemlichkeit umkehren wollen, öffnen sich die schweren Türen unserer Evolution und drohen das Fundament unserer Selbstintegrität mit Treibsand zu fluten, wenn wir der Logik nicht nachgehen und unsere Glaubenssätze reifen lassen!

    Aus einer großen Anzahl an Reizen sortiert der messerscharfe Verstand das Natürliche und er liebt es zu erschaffen, die Signale aus dem Nirgendwo zu empfangen, seine Denkphysik mit dem Unmöglichen abzugleichen, um am Ende ein wertvolleres Fazit zu ziehen. Künstler ziehen sich oft temporär zurück, verfallen zeitweiligem (gefühlten) Wahnsinn und wissen wann es Zeit ist die Gedanken zu ordnen.
    Die Unvermeidlichkeit von Sklaverei, dank fehlender Privilegien, drängt uns den minimalen Horizont der Nützlichkeit auf und läßt die Gefühle aufkochen, aber bringt uns gleichzeitig der Masse wieder näher, zwischen der Diskrepanz des Denkbaren und dem aufgezwungenen schlechten Hundefutter, das man uns als Denkhorizont vorsetzt.

    Doch ein Denker kann seine Sehnsucht nur auf dem OP Tisch verlieren, indem man den Hirnlappen weg schneidet. Ansonsten bleibt es ein Drama, wie er sich in wundervolle gerechte Welten denkt, den Menschen Anstöße bietet, für die erst ihre Enkel bereit sein werden und er dann wieder auf die Analogie des Nützlichen prallt, wo Primaten sich ihrem Käfig exzellent anpassen und ihren minimalen Vorteil, gegenüber dem DenkAholic, als globalen Vorteil des Primatentums verkaufen möchten und zeitweise verläßt man die Bühne, verdient ein paar Scheine und kommt als bessere Version zurück.
    Souveräner, durchdachter und mit mehr Liebe zum Detail, Liebe zum Leben, Nähe zu den Menschen, die uns durch ihre Engstirnigkeit zu zeitweiligen Misanthropen machen, weil sie in unsere Welt kacken, uns den Lebensraum streitig machen und wir die Klügeren sind, die das Kind auffangen.

    Das Leben ist kunterbunt für den ungebremsten Verstand und ein starkes Wertesystem kann uns hinunter ziehen und dort folgen gedankliche Strategien der Selbstbewahrung, die letztendlich mit einer neuen Analogie das Gesamtbild abrunden, doch wir werden weiter und weiter und weiter wachsen. Verschnörkelt winden wir uns hin zum Licht, umschiffen die Häßlichkeit des aufgezwungenen Alltags und bleiben dem Denkbaren treu, ja und manchmal brechen wir die Zelte in der alten Kolonie ab und festigen uns mit neuen Klardenkern als Freunden!

    Der Schuh hat gedrückt, das Drama war groß und der Schmetterling überwindet das Dasein am Boden – Ohne Kehrseiten bildet sich kein Kontrast!

    Die Gehirnareale leben das Leben maximal aus, daher schwanken unsere Kompetenzen, während wir tief ins Universum des denkbar Möglichen vorstoßen und stets millionen andere Merkmale wahrnehmen, als es der durchschnittlich zurecht gestutzte Mensch tut. Teilweise erscheinen wir für den Kleingeist extrem oder verwirrt, machen Fehler, verlieren uns im Alltag, aber wir verlieren niemals die Klarheit und auch wenn wir temporär ungenießbar erscheinen, unser Denken im freien Fall ist, so haben wir doch ein Seil geworfen, das den Absturz aus der Gesellschaft verhindert und wir kommen mit neuen Elementen zurück, nach oben, aus extremen gedanklichen Gebieten in denen wir Erstbegeher waren…
    Die Expedition hat sich gelohnt und uns von falschen Freunden und Parasiten gereinigt, denen unser Persönlichkeitsprinzip nicht behagt hat!

    Nagel einen Menschen niemals auf seiner Meinung fest, es ist ein Irrglaube das man nachfolgende Generationen noch mit dem gleichen Schwachsinn ernähren kann und mancher Denker schafft den Spagat zwischen alten Konventionen und dem futuristischen Ziel, wo die Reise letztendlich hin geht für uns alle!
    Ein bisschen Gefühl für die Menschen und das Verständnis, wie sich Verhältnisse mischen und man versteht warum es ein Geschenk für die Mitmenschen ist, was unser Horizont bietet, wenn wir ihn denn in verdaubare kleine Krümel packen können, die wir über Werke an Jedermann verfüttern, um uns aus dem Schattendasein der Andersdenkenden zeitweise in deren Disneyland zu emulieren.
    Es gibt keine falsche Denkweise, nur Menschen die zu lange in ihrer Angst verharren und sich Unrecht antun lassen – Besser jede Gesellschaft bleibt durchstrukturiert autark, bis in das letzte Einzelindividuum, aber sie alle sollten fühlen können, wann es besser ist, unzertrennlich zu agieren und wann die Mächte wieder zerschlagen werden müssen, damit jeder von uns sein Stück Autarkie erwerben kann und ein Schwachsinniger sich nicht mehr als Herr aufspielen kann, um uns alle auszubremsen!

    Die mentale Kraft muß belohnt werden, solange sie saubere Früchte trägt.

    Kranke Lageenergie darf nicht länger vererbt werden und die Karten müssen natürlich gemischt werden, dann stelle dir diesen Ort vor, wo Menschen ihre Gefühle und Ideen ausbauen dürfen und stelle dir vor, die aufrichtige Liebe würde über unser Handeln und Wohlergehen entscheiden, wir wären keine ausbeutbaren blutleeren Handlanger mehr, die notwendigen Schritte würde jeder gerne erledigen und das kunterbunt schädliche Drumherum würde keine Müllberge mehr füllen, weil wir endlich unserem Instinkt folgen dürften, welcher sich jetzt nur mühsam durch Ersatzbefriedigungen im Zaum halten läßt.
    Ich bin kein Freund halbherziger Lösungen, doch sie halten das Schicksal der Massen in Atem, wie den Hund, der der Wurst an der Angel nach rennt, die an sein Hinterteil gebunden wurde.
    Dann kommst du und gibst ihm eine einfachere Lösung, doch er lehnt sie ab, er ist nicht dazu bereit dass sie sein primitives Weltbild ersetzt, welches er über Generation so vererbt bekommen hat, um im Fluß des primitiven Lebens zu bleiben…

    Menschen beharren auf traditionelle Sklaverei und sagen: „Es müsse jeder durch eine gewisse harte Schule“.
    Ich mag Traditionen, Werte und Einigkeiten die auf Symbole basieren, doch ich lehne Pauschallösungen ab. Nur eine gesunde instinktive Entscheidung ist eine wahre Entscheidung und wer sie nicht teilen kann hat das gleiche Recht auf alle Ressourcen, wie jeder andere Mensch auch!

    Und dort krankt ALLES..

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    Weit fort von den Zinnen verblendeten Lärms Dort draußen, weit hinter den Toren Liegt fast unerreichbar das Land, das wir suchten Das "morgen" ist noch nicht verloren ...und Pan spielt die Flöte
    #6688629  | PERMALINK

    Eraze

    Registriert seit: 15.11.2014

    Beiträge: 3

    Wahre Worte und lyrisch einwandfrei niedergeschrieben, ab diesem Punkt der Erkenntnis versteht man dann plötzlich viele Ying-Yang Prinzipien wie von selbst und fängt leicht an kleine Impulse des Lebens zu deuten. Es kommt auch der Glaube einer größeren Bestimmung auf und „Schicksal“ könnte ein denkbares Modell sein. Je nachdem, wie weit man über seinen eigenen Schatten der anerzogenen Konventionen springen kann, löst man alte Muster auf und baut Neue. Plötzlich erkennt man, dass es keine Grenzen gibt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Schöpferkraft ihr volles Potential erlangt hat. Wie Pablo Picasso schon gesagt hat „everything you can imagine is real“!

    Jede Frage löst sich in Luft auf und alle Götter werden vereint in eine Variable. Paradoxes Universum, welches sich selbst kreiert um sich betrachten und über sich nachdenken zu können, glaubt aber während der zeitbedingten Abspaltung der Alleinheit zwecks der Erfahrung, die Welt fällt ihm auf den Kopf. Evolution ist gnadenlose Gnade und Göttlichkeit scheitert nicht an sich selbst 😉

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    #6688631  | PERMALINK

    Eisbecherbrecher

    Registriert seit: 11.05.2016

    Beiträge: 5

    Ja da steckt sehr viel dahinter. Du sprichst wahre Worte.

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