Kältetod vs. SirMetalhead

Home Foren METAL HAMMER’s Ballroom Meetingpoint User vs User Kältetod vs. SirMetalhead

Ansicht von 15 Beiträgen - 16 bis 30 (von insgesamt 83)
  • Autor
    Beiträge
  • #7002301  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    Für die Belakor muss man sich Zeit nehmen. Bei mir hat es, glaube ich, ein knappes halbes Jahr gedauert, bis ich dem Album wirklich etwas abgewinnen konnte. Dafür dann aber umso mehr.
    Wenn man sich auf das Album einlässt erwartet einen sehr schöner, melancholischer Melodic DM, der aufgrund seiner ausladenen Songs zum träumen und entspannend einlädt. Man sollte nur nicht den Fehler machen, dass Album nebenbei hören zu wollen, weil das geht mit Sicherheit schief. Wie gesagt: Die „of Breath and Bones“ ist für mich ein richtiges Meisterwerk und mit Sicherheit eines der besten Melodic DM Alben, die ich im Schrank stehen habe.

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002303  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    ja, dieses Melancholische reizt mich schon. Werd mir die Platte auf jeden Fall mal ganz anhören.

    #7002305  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    Black Tusk – Truth Untold

    Hier regiert der Groove, das wird mit dem kurzen Drum-Intro unmissverständlich klargestellt. Soundtechnisch fährt man breite Geschütze auf, die Gitarren wirken sehr massig und neigen auch zu dezentem Rauschen, gerade bei den Powerchords. Der Beat dagegen ist recht punkig, was in einer eigenwilligen Mischung resultiert. Gesanglich würd ich das zwischen Hardcore und Thrash einordnen. Es ist kein wirklicher Klargesang, auch wenn eine tonale Vielfalt drin steckt, aber auch noch kein Shouten. Für 4 Minuten ist das ok, aber generell sagt mit dieser Stil nicht wirklich zu. Pluspunkte gibts noch für die Leadgitarren, die zwischen den Riffs immer mal wieder auflockern.

    5.5/10

    #7002307  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    @Argar: Ja, das ganze Album ist so…gerade in den schnelleren Parts scheppert es extrem…die Atmosphäre ist dabei einfach der Wahnsinn. Argar ist wirklich eine der wenigen Bands, die es auf die Reihe kriegen eine so tiefschwarze, menschenfeindliche und morbide Atmosphäre zu erschaffen ohne dem Kitsch zu verfallen.

    Aber jetzt geht es bei mir weiter mit:

    Firtan – Wogen der Trauer

    Habe ich vorher den song von der Demo als nett, aber nichts besonderes abgetan, muss ich nachdem ich „Wogen der Trauer“ gehört habe mein Urteil über die Band revidieren: Ist das geil! Die Band läuft mit diesem Sound, dieser Atmosphäre und dem Gesang offene Türen bei mir ein….das Keyboard ist einfach nur klasse, die hohe Geschwindigkeit in Zusammenhang mit stampfenden Parts und einer gesunden Portion Chaos lassen mir die Kinnlade gen Boden klappen…unglaublich was die Band hier abliefert…die „Ohoho-Chöre“ ab mitte des Songs wirken absolut nicht kitschig, sondern verdichten nur, die eh schon sehr dichte Atmosphäre. Soweit so gut….aber dann kommt der Mittelteil. Man nimmt kurz den Fuß vom Gaspedal, lässt dem Keyboard etwas mehr platz bevor man wieder etwas schneller wird, anschließend setzen wieder Gitarren und Gesang ein und in diesem Moment wirkt der Song wirklich perfekt…enden tut der Song dann in Raserei. Herrlich.
    Ein paar Worte noch zum gesang: eine deutliche Verbesserung zum Demosong….passt perfekt zum rest des Songs. Das einzige, was man sich sparen hätte können ist das gekeife am Ende..aber egal , es stört jetzt auch nicht sonderlich.
    Ich greife bei diesem Song jetzt einfach mal gaaanz tief in die Punkte Kiste und zücke eine 10/10, weil ich einfach geplättet bin von dem Song. Vielen Dank an dich, dass ich die Band über den Sampler kennenlernen durfte…alleine wäre ich nie auf die band aufmerksam geworden.

    Forefather – Loyalty Bound

    Frage vorneweg: Von welchem Forefather Album ist der Song? Bei den auf Metal Archives verlinkten Alben habe ich leider kein Album gefunden, auf dem der Song enthalten ist.
    Nun aber zum Song: Der Song legt furios los. Up Tempo, dazu eine einprägsame Folk Melodie, ein kurzer Break und weiter gehts im Up Tempo mit einem Krächsgesang, der beim ersten mal hören nicht besonders erscheint, aber nach mehrmaligen hören etwas faszinierendes ausstrahlt. Generell finde ich den Song am besten, wenn die Geschwindigkeit gedrosselt wird und man den Instrumenten etwas mehr Raum zum „entfalten“ lässt..leider ist dieser Abschnitt recht kurz, und der Song endet, wie er begonnen hat. Aber alles in allem ein toller Song…auch wenn dieser es nach dem Firtan Song extrem schwer hatte. 7,5/10

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002309  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    juhu, noch ein Treffer. Mich hat der Song auch umgehauen. Das Album hat noch etliche andere Stimmungen zu bieten, da ist kein Song wieder andere. Zumal die Jungs alle zwischen 21 und 23 sind…

    Der Forefather-Song ist von einer etwas dubiosen Compilation und daher auf keinem Album zu finden. Hab ihn aber dazugenommen, weil die Melodie sich mir ins Gehirn gebort hat. Der andere Song der Band ist da etwas repräsentativer.

    #7002311  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    Book Of Black Earth – Weight Of The World

    Hier herrscht Krieg, und zwar recht geschickt vertont. Man hat die rollenden Panzer und ratternden Maschinengewehre beim Hören geradezu vor Augen. Dies liegt in erster Linie an den variablen Drums und an den tiefergelegten Gitarren. Der Sänger ist ein typisch heiserer Schreihals, das rundet das Bild ganz gut ab. Generell gefällt mir das Szenario eines Schlachtfelds hier sehr gut als Beschreibung: Irgendwie passiert an vielen Ecken etwas, nichts scheint vorhersehbar und immer wieder ertönen Geschütz-Salven und Einschläge. Allerdings hätten mir davon vier Minuten auch genügt, 6:34 finde ich persönlich zu lang. Bin ja generell nicht der größe Verehrer von Death Metal, daher mag ich ihn am liebesten kurz und bündig. Und immer mehr geht mir der Sänger auf die Nerven, was sicherlich ebenfalls an der Länge des Stücks liegt. Qualitativ kann man aber nichts bemängeln, das hat Hand und Fuß. Tretminen-Witz bitte selbst einfügen :haha:

    7/10

    #7002313  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    Coffins – The Frozen Styx

    Vorab gibts erstmal ein Lob für das geile Cover. Zombies steigen aus der Gruft, alles in Blautönen, dazu ein olschool-Logo – mag ich! Der Sound ist die musikalische Variante dessen, was man sieht. Behäbig, verrottet, dumpf. Der Gesang steigt erst spät in den Song ein und ist entsprechend tief. Diese morbide Atmosphäre kenne ich sonst eher in schnellerem Format, beispielsweise von Incantation, die das wunderbar machen. Aber auch das hier hat einen Reiz, auch wenn er in diesem Fall in Einfachheit und Treffsicherheit liegt. So richtig für Aufmerksamkeit sorgt in dieser wohligen Fäulnis eigentlich erst das pulsierende Schlagzeug, das nach ca. 2/3 für einen kleinen Tempo-Anstieg sorgt. Die Untoten haben sich nun endgültig aus ihren Gräbern erhoben und marschieren in neuer Intensität voran. Im Vergleich zum ersten Teil wirkt das fast schon schnell, obwohl es immer noch sehr langsam ist 🙂 Die Lead-Gitarren bringen sich nun auch stärker ein und stinken gewaltig nach Bloodbaths Resurrection Through Carnage. War ich anfangs noch durch das schleichende Tempo irritiert, finde ich diese Steigerung mittlerweile ziemlich gelungen. Ohne das letzte Drittel würde mir vermutlich was fehlen, aber so wird ein Schuh draus!

    7/10

    #7002315  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    Coffins sind klasse…auf dem Album gibt es auch schnellere Song, aber die Band trumpft, meiner Meinung nach, erst so richtig bei den doomigen Songs richtig auf.
    Und bei Book of Black Earth muss ich dir, was den Gesang angeht, recht geben, obwohl mich das jetzt weniger stört. Leider ist der Gesang das ganze Album lang so…dafür ist die musikalische Abwechslung um einiges größer.

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002317  | PERMALINK

    Sanctus

    Registriert seit: 15.11.2005

    Beiträge: 2,343

    Ich konnte mich mit Book Of Black Earth auch nicht anfreunden. Dabei ist King Dude höchstpersönlich dort am Microphon. Allerdings steht ihm die Singer/Songwriter-Musik deutlich besser als Black Metal.

    --

    Exterminate!
    #7002319  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    Forefather – Wolves of Prayer

    So..der zweite Forefather Song…muss ich gestehen, dass der erste Song durch seine Kauzigkeit mich sehr bestochen hat, ist dieser hier irgendwie recht nichtssagend. Die Gitarrenmelodie, der Klargesang und die Mit-Tempo Passagen hören sicht super angenehm an, lassen mich aber leider so gut wie gar nicht aufhorchen. Der Song rauscht einfach an mir vorbei. Vom Gesang her fühle ich mich das eine oder andere mal an Siebenbürgen erinnert…was jetzt nicht unbedingt schlecht ist. Der Klargesang kann dafür punkten. Generell ist der Refrain sehr, sehr stark und verleiht dem Song, in meinen Ohren, doch noch ein bisschen was besonderes.
    Ich bin hin- und hergerissen..schlecht finden tue ich das ganze hier nicht, aber es ist auch nichts, was ich mir permanent anhören könnte….aber für nebenbei doch ganz nett. Da sind die knapp 5 Minuten Spielzeit genau richtig. 6,5/10

    Heimdalls Wacht – Alles ist grau

    Band ist bekannt…haben die damals nicht ne bärenstarke Demo (oder sogar Album?) rausgebracht, die die Band direkt an die Speerspitze des deutschen Untergrund BMs katapultiert hat? (Metal Archives sagt, das von mir gesuchte Album heißt Westfälischer Schlachtenlärm und steht immer noch auf meiner Einkaufsliste…)
    Auch hier finde ich das Album wieder nicht, auf dem der Song drauf ist..aber gut:
    Der Song fängt schonmal Genre typisch mit einem Akkustik Intro an, bevor er losstürmt! Grandios..genau diesen Sound liebe ich. Rauschende Gitarren, hohes Gekeife ein knarziger und kalter Sound. Herrlich.
    Ich bin richtig begeistert…wenn der Song so weiter geht sollte der Höchstpunktzahl nichts mehr im Wege stehen…Betonung liegt auf wenn…aber wie sooft kommt es leider anders: Nach gut drei Minuten (bei neun Minuten Spielzeit) wird ein break gemacht..an sich nicht schlecht. Auch mit den gesprochenen Worten kann ich mich abfinden..aber sobald der Chor einsetzt fühle ich mich eher an deutschrock, anstatt an BM erinnert…oder um es etwas drastischer auszudrücken: Schunkel-Männerchor + Klargesang = irgendwie Bierzelt…leider wird es anschließend nicht besser….irgendwie wird der Song zu schunkellig und..ja… von den Gitarren und der Atmosphäre her zu positiv…an sich würde ich soetwas ja mögen, aber hier wirkt das irgendwie komisch. Selbst als der Song gegen Ende wieder fahrt aufnimmt und kurzzeitig böse klingt, man selber wieder am aufhorchen ist, verfällt sogleich wieder in dieses „klebrige“…sorry, keine Ahnungm aber die ersten drei Minuten sind der pure Wahnsinn..da hätte der Song locker 10 Punkte verdient…durch den Break und wie es anschließend weiter wird die Punktzahl aber leider auf „nur“ 6/10 Punkte gedrückt..finde es immer Schade, dass sooo viel potenzial verschenkt werden musste.

    Lux Divina – An an intense feeling of misanthropy

    Hui…kommen nur mir Drudkh na ca. 01:11 Minuten in den Sinn? Zumindest klingt es ganz stark nach Drudkh..
    Aber das war wohl nur ein kurzer Ausflug in ukrainische Gefilde. Zum Song an sich:
    Der Song startet schnell, eine verzweifelte, aber dennoch erhabene Gitarrenmelodie lässt aufhorchen. Als dann noch der Gesang dazu kommt bin ich hellwach: Super gute Vocals, heiser aber passen perfekt zum Song…und als der Song dann ab 01:11 Minuten etwas langsamer wird, wirkt er einfach episch…als dann noch Klargesang (sehr guter, nicht schief und einfach nur sympathisch) einsetzt fragt man sich, warum man noch nichts von der Band gehört hat. Viel mehr passiert in dem Song auch schon nicht mehr..(obwohl das für einen 6 Minuten Song eigentlich mehr als ausreichend ist). ich gebe dem Song 8,5 Punkte mit starker tendenz nach oben..denn schon beim dritten mal hören, machte der Song noch mehr laune, als bei den ersten beiden malen.

    ————————————————————————————————————-
    ————————————————————————————————————-

    Noch ein paar Worte zur Heimdalls Wacht: Was ich da geschrieben habe klingt jetzt vielleicht negativer, als es eigentlich gemeint ist, aber ich habe gerade im Extrem Metal eine gaaanz tiefe Abneigung gegen alles was in irgendeiner Form diesen „yohoho wir saufen auf Wacken den Edeka Met aus Plastikhörnern!“ auch nur streift..deshalb diese recht negativer Kritik von mir. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass andere Songs der Bands nicht mal annährend diese…“schunkellige“ Atmosphäre versprühen. Werde mich aufjedenfall weiterhin mit der band auseinander setzen.

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002321  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    hehe, interessant. Brauchst dich für vernichtende Urteile nicht zu rechtfertigen. In manchen Fällen gehts mir da wie dir und ich bin total abgeschreckt durch klaren Gesang. Der bewegt sich nämlich tatsächlich oft am Rande zum Kitsch, auch wenn ich persönlich bei Heimdalls Wacht nicht den Eindruck hatte. Hätte vielleicht doch besser einen straighteren Song genommen….

    #7002323  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    Dawn – Malediction Murder

    Wow, was für ein feuriger Einstieg! Die Gitarren flitzen nur so durch die Gegend, dabei ist der Grundrhythmus eigentlich eher im Mid-Tempo-Bereich anzusiedeln. Das stinkt schon gewaltig nach Skandinavien. Man lässt sich aber erstmal Zeit und lässt den Brand erstmal ne Weile wüten, bevor die Vocals einsteigen. Die sind ganz nach meinem Geschmack, viel Gift und Hass. Instrumental erinnert mich das extrem an das Amon Amarth-Debut, auch wenn die Drums hier hin und wieder in BM-Bereiche abdriften. Tolle Mischung jedenfalls, es ereignen sich relativ viele Wechsel, auch wenn Grundstimmung und Beat im Grunde immer die gleichen sind. Aber je länger das so vor sich hin ballert, desto mehr Gefallen finde ich daran. Schon beim ersten Durchlauf habe ich das Gefühl, den Song zu kennen, allerdings auf eine sehr angenehme Weiese und nicht nach dem Motto „Das hab ich alles schon gehört“. Klasse auch, wie sich härtere und filigranere Parts abwechseln, hier hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, ohne dass das Resultat am Ende verkopft klingt. Die Überlänge stört mich überhaupt nicht, ich bin bestens unterhalten. Und gerade gegen Ende muss ich nochmal den Sänger loben, dessen Stimme schön kehlig und „dünn“ klingt und nicht so schwülstig. Kurz: Hier passt alles zusammen, ich will mehr von der Band hören!

    9/10

    #7002325  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    Jo..Dawn sind ne Macht^^
    Das tollste daran ist: es wurden die beiden Alben (Slaughtersun und [COLOR=#f0fff0]Nær sólen gar niþer for evogher) und eine Ep ( [COLOR=#f0fff0]Sorgh på svarte vingar fløgh) neu aufgelegt. Kriegst alle drei Cds auch für wenig Geld bei Amazon.

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002327  | PERMALINK

    Kaeltetod

    Registriert seit: 06.09.2006

    Beiträge: 19,307

    The Martyrium – Der Baum

    Irgendwie erwarte ich bei dem Songtitel Baumkuschelromantik…aber zum Glück wird dieser erste Gedanke nicht bestätigt.
    Denn hier wird spröder, scheppernder und kauziger BM mit Viking Schlagseite zelebriert. Der Sound ist entsprechend schlecht (was ich bei dieser Art von Musik übrigens klasse finde) Der Song spielt sich zum großteil im Midtempo und wird eigentlich nur gegen ende etwas schneller. Hervorheben muss ich auch nochmal die Gitarre, welche mit Ihrer Melodie, die man recht weit im Hintergrund hört, dem ganzen geschepper noch etwas mehr Atmosphäre verleiht. Der Gesang ist recht hoch und klingt nach heiserem Gekeife…nervt mich jetzt aber nicht, weil der Gesang nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt wird.
    Einzige, was ich zu meckern habe: Die gesprochenen, bzw. die gegrunzten Worte zu Beginn und in er Mitte. Ansonsten finde ich den Song ganz nett. 7/10

    Wandar – Raunen

    16 Sekunden Stille..anschließend geht es direkt los. Kein Intro. Kein Akkustikpart. Kein Klargesang…Wandar spielen recht traditionellen BM. Große Viking, oder Folk Querweisen konnte ich jetzt nicht ausmachen…aber egal:
    Der Anfang ist einfach Klasse. Knappe 2 Minuten Raserei mit einer bedrückenden und melancholischen Atmosphäre..teilweise kommen mir ganz entfernt Drudkh in den Sinn. (zumindest was Athmosphäre angeht). Nach 3:40 Minuten gibt es einen Break…aber nur kurz..ein paar gekrächzte Worte..anschließend scheint sich der Himmel bei mir innerhalb 2 km umkreises zu verfinstern.
    Jegliche Melancholie, jegliche bedrückende Atmosphäre ist einfach weg…jetzt herrscht Winter, Sturm und eiseskälte!
    Black Meta, wie er „wahrer“ gar nicht geht…vom Riffing her kommen mir das ein, oder andere mal die BM´ler von Lorn in den Sinn (deren Towards the Abyss of disease Album kann ich nur jedem BM Fan ans herz legen..ne kältere BM Scheibe habe selten gehört). Jedoch verfallen Wandar auch nicht in stumpfe Raserei..es wirkt durchdacht und, wie oben schon beschrieben, eiskalt und genial! Gegen Ende wird nochmal der Stampfrhytmus ausgepackt, jetzt kommt der Viking Anteil…und er passt wie die Faust aufs Auge…nichtmal im Ansatz störend, oder gar kitschig, wird der ganze Song dadurch aufgelockert und lässt mir ein freudiges „wow!“ entfahren. Nach diesem kurzen Ausflug in Bathorymäßige Epic wird die handbremse wieder gelockert und der Song prügelt sich mit nem Chor und dem Anfangriffing zum Höhepunkt. Unglaublich was der Song alles zu Stimmungen transportiert. Alles greift perfekt ineinander und wirkt nicht wie eine lose Aneinandereihung von Songschnippsel. 10/10
    Alles andere wäre für diesen Song eine Beleidung..Hut ab vor dieser band, diesem Song und dem Geschick einen solch übermächtigen BM Song zu schreiben.

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002329  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    oh, die 16 Sekunden Stille kommen glaube ich nur von Youtube 🙂
    Aber schön, dass Wandar dir gefallen. Hatte Bibsch hier im Forum mal vorgestellt, find die auch super.

    The Martyrium sind übrigens die Vorgängerband von Heimdalls Wacht.

Ansicht von 15 Beiträgen - 16 bis 30 (von insgesamt 83)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.