Kältetod vs. SirMetalhead

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    Death Wolf – World Serpent

    Ah, die Band mit Marduks Morgan am Bass, ich bin gespannt. Black Metal erwarte ich keinen, der fast schon punkige Hardcore ist dann aber doch eine kleine Überraschung. Was soll ich sagen, das ist ziemlich straight, ein fieser Offbeat, dazu satt bratende Gitarren. Hier wird ganz schön Alarm gemacht. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass die Band es schafft, kämpferisch und thrashig zu klingen, ohne diesen Straßen-Charme zu versprühen, der mich bei manchen Bands etwas abschreckt. Das klingt eher wie ne Edel-Version der ganzen Polit-Hardcore-Bands. Das liegt in erster Linie an den Gitarren, die kompakt, aber doch mit Leichtigkeit dahersausen. Es macht tatsächlich den Eindruck, als würde der Band das alles komplett leicht von der Hand gehen, sowohl das Songwriting als auch die Instrumentalisierung. Diese Ungezwungenheit weiß ich zu schätzen. Zumal mir der Song mit gerade mal 3 Minuten nicht besonders kurz vorkommt, die Aufmerksamkeit des Hörers wird konstant gefordert, ohne dass da eigentlich groß was passiert. Geschickt gemacht, runde Sache – macht Spaß!

    7.5/10

    #7002333  | PERMALINK
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    Dekadent – The Divine Penalty

    Das ist dieser typische Stromgitarren-BM-Sound, von dem ich immer noch nicht weiß, wie man das eigentlich nennt. Zumindest brummen die Gitarren angenehm warm. Während die Band erst ein wenig unbeholfen klingt, beweist sie recht bald ein tolles Gespür für Atmosphäre. Alles bewegt sich in langsamen, aber anmutigem Tempo. Drei Namen kommen mir beim Hören unweigerlich in den Sinn. Zum einen ist es Ulvers Nattens Madrigal, hauptsächlich wegen dem Gitarrensound, wenngleich die Instrumente hier deutlich wärmer klingen. Musikalisch, gerade die Kombination aus schleppendem Tempo mit harschem Gesang, bewegt sich das ziemlich nahe an den Frühwerken von Wyrd, welche ich sehr verehre. Besonders an den 51-Minüter Heathen muss ich da denken. Drittens fallen mir The Morningside aus Russland ein, die eine ganz ähnliche Schiene fahren. Anderseits gibt es auch genügend Eigenständigkeit, welche ich an diesem Stück schätze. Ich höre Trauer, aber auch deutlichen Optimismus. Außerdem genehmigt sich die Saitenfraktion deutlich mehr Freiheit, was die Tonhöhe angeht. Überzeugt hat mich dann letztendlich die Stelle ab 1:05, das ist ganz groß. Auch der ruhige Mittelteil wirkt in keinster Weise obligatorisch, sondern stellt sich bald als Anlauf für das Finale des Songs heraus.
    Ich muss ja zugeben, bei dem Cover hätte ich was ganz anderes erwartet. Und nach kurzem Nachsehen muss ich feststellen, dass die alle ziemlich hässlich sind. Das zeigt aber mal wieder, dass man darauf nicht so viel wert legen sollte. Arg viel mehr muss ich eigentlich nicht sagen, das hier trifft meinen Geschmack voll und ganz!

    9/10

    #7002335  | PERMALINK
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    Dir En Grey – Grief

    Ok, hier haben wir es mit einer sehr kontroversen Band zu tun. Anfangs waren sie ja noch Exoten mit ihren Outfits, mittlerweile stört das vermutlich nur noch wenige. Ich selbst hatte bisher nie was mit der Band zu tun, hatte ganz kurz mal reingehört und kann mich an Growls erinnern und die Tatsache, dass ich sie mir damals schon falsch vorgestellt hatte. Auch hier entspricht das Gehörte nicht wirklich meinen Erwartungen. Aber ok: Eine sehr lässiger Bassline zieht sich durch den ganzen Song, das ist fast schone eine Hommage an Sepulturas Roots. Aber es gibt ja noch mehr. Sowohl Gitarren, Drums als auch der Gesang zeigen sich extrem variabel, man vermag eigentlich nicht vorauszuahnen, was als nächstes kommt. Trotzdem folgt der Song klaren Strukturen, innerhalb derer eben eine Menge passiert. Der Sänger deckt wirklich viele Tonarten und Techniken ab, die Gitarren sind mal ausufernd, dann wieder nur pulsiderende Begleitung. Vielmehr erinnert mich das an ne Mischung aus Tool und Korn, und Cradle Of Filth. Wobei ich nicht sicher bin, ob die Band diese Wirkung so beabsichtigt :haha: Nach Trauer („Grief“) klingt mir das aber nicht wirklich. Die Stimmung ansich empfinde ich eher als aufgeladen und steril. Kann mir vorstellen, dass diese Musik auf Albumlänge sehr fordernd, aber auch erfüllend sein kann. Mich persönlich spricht das leider nicht so wirklich an. Qualitativ kann man aber nicht viel meckern und ne Daseinsberechtigung hat das auf jeden Fall.

    6/10

    #7002337  | PERMALINK
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    Fallujah – Sapphire

    Geiles Cover, sehr stimmungsvoll. Ich hatte schon mit PostRock-Gewinsel gerechnet, aber nach wenigen Sekunden donnert die Double-Bass, dazu tiefe Growls und scharfe Gitarren. Das Keyboard aus dem Intro blitzt hin und wieder auf, lässt den anderen Elementen jedoch genügend Raum. Die Stimmung ist irgendwie irre: Während das Keyboard eine Art Traum-Atmosphäre erzeugt, sind die Blasts und Riffs eher auf Vernichtung auf. Anfangs tut man sich ein wenig Schwer, hier Strukturen zu erkennen, aber der Wechsel aus Schroffheit und Melodien prägt sich immer deutlicher durch. So eine Kombination ist mir bisher neu und beim ersten Hören wollten die beiden Extreme noch nicht so recht zusammenpassen, aber mit jedem Durchlauf kommt einem das vertrauter und „normaler“ vor. Perfekte Vertonung für einen Drogen-Absturz: Süßer Wahn trifft auf harte Unkontrolliertheit. Wenn ich jetzt nochmal das Cover ansehe, passt es noch besser zur Musik als zu dem, was ich erwartet hatte. Etwas schade, dass das Lied ausgeblendet wird, hier hätte ich mir eher ein schroffes Ende gewünscht. Oder auch ein sanftes, egal. Irgendjemand schrieb hier vor Jahren mal, dass er Fade-Outs ganz gern mag, weil er so das Musikstück als Teil eines unendlichen Kunstwerks ansehen kann. Fände ich hier am ehesten zutreffend, vielleicht ist das hier tatsächlich nur eine Momentaufnahme. Allerdings frage ich mich dann, wie das im Albumkontext rüberkommt, bzw. welche anderen Ideen die Herren noch haben. Dieser Song ist gelungen, aber man muss das Konzept schon mit ein paar Varianten versehen, sonst besteht die Gefahr, dass der Witz verloren geht. Aber ich nehme an, die Band weiß schon, was sie da macht. Bin immer noch nicht ganz schlüssig darüber, was ich davon halten soll. Grundsätzlich gefällts mir, auch wenn dieses Fremde immer noch bleibt. Aber das ist schließlich auch ein Effekt.

    7/10

    #7002339  | PERMALINK
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    @Dekadent: Woah…damit hätte ich echt nicht gerechnet, dass dir der Song so sehr zusagt. Das Debut, von dem der Song stammt, ist auch mein Lieblingsalbum von ihm. Der Rest ist zwar auch nicht schlecht, hinkt dem Debut um einiges hinterher.

    @Dir En Grey: Habe auch echt lange mit mir gehadert, ob ich diesen Song überhaupt auf den Sampler packen soll. Gibt viele andere Songs der Band, die etwas..sagen wir mal: eingängiger sind, und nicht so chaotisch, wüst und schrill wie Grief. Habe mich im endeffekt aber dann doch dafür entschieden, weil ich fand das der Song ein netter Kontrast zu den restlichen Songs auf dem Sampler ist.

    @Fallujah: Nette Anekdote am Rande: Als ich den Song das erste mal gehört habe, war ich gerade dabei Fantasy Life fürn 3ds zu zocken..(openworld RPG). Jedesmal wenn das Keyboard am Anfang ertönt habe ich dieses Spiel im Kopf und wie ich über eine Grasfläche laufe und Schafe, sowie Bienen bekämpfe. 😀

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    #7002341  | PERMALINK
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    Angantyr – Laenket

    Kennengerlernt habe ich die Band durch das Album „Sejr“, was ich damals ziemlich abgefeiert habe. Leider habe ich die Band danach aus den Augen verloren..selbst das „Sejr“ Album finde ich nicht mehr.
    Umso schöner finde ich es, dass ich jetzt die Möglichkeit habe mal nen neueren Song von der Band zu hören.
    Der Song startet mit Akkustik-Gitarren und Wellenrauschen. Man möchte einfach die Augen schließen und sich treiben lassen. Es klingt wirklich super entspannend, und gar nicht billig, oder kitschig, was manche solcher Intros an sich haben. Nach gut 1,5 Minuten geht der Song richtig los und man wird sozusagen einfach so ins Schlachtengetümmel geworfen. Ich weiß nicht wovon der Text handelt (lt. metal Archives befasst sich die Band mit der skandinavischen Geschichte), aber der Sound würde wirklich perfekt zu einer Schlacht passen. Nach ca. 3 Minuten weicht die erste Euphorie des Kriegers, er realisiert nun das Schlachtengetümmel, er sieht das Gemtzel um sich herum und versteht, dass es hier um Leben und Tod geht und ein kleines bisschen macht sich die Furcht in ihm breit, bevor er sich wieder fängt und sich erneut in die Schlacht stürtzt.
    Ich finde es ja schonmal verdammt positiv, dass so ein Song, solche Bilder vor meinem inneren Auge entstehen lässt. Gerade für eine Band ausm Viking/Black Metal-Bereich ist soetwas ein verdammt großes lob. Im Mittelteil wird dann nochmal kurz in den Stampfrhytmus gewechselt, was dem Hörer eine kleine Verschnaufpause verschafft. (bei knapp 12 Minuten Spielzeit finde ich das durchaus gelungen), bevor es wieder schnell weitergeht. Doch jetzt hat sich der Song irgendwie gewandelt. Die Euphorie, die dem Song am Beginn innegewohnt hat ist verflogen und hat einer leichten Melancholie Platz gemacht, die dem Sound um einiges düsterer erscheinen lässt, als noch zu Beginn. Dieser Part in Verbindung mit dem Gekrächze hat bei mir einfach nur Gänsehaut erzeugt..unfassbar.
    Enden tut der Song dann im Mid-Tempo. Die Schlacht ist vorbei, die Toten werden gezählt und eine dumpfe Stimmung breitet sich über dem Schlachtfeld aus, bevor der Krieger nach vorne schaut, sich seines Überlebens bewusst wird und mit einem Blick in die Ferne die nächste Schlacht erwartet. Bewertungstechnisch muss ich hier jetzt wirklich mehr als 10 Punkte geben…diese Bilder, die mir im Kopf entstanden sind, als ich den Song gehört habe, haben bis jetzt nur zwei Bands gechafft: Summoning und Caladan Brood. Undd das ganze spricht schonmal für Angantyr, weil die beiden zuvor genannten Bands, zu meinen absoluten Lieblingsband gehören. Loben muss ich bei Angantyr auch, dass der Song ohne Keyboard und ohne Klargesang auskommt und trotzdem eine verdammt dichte Atmosphäre erzeugt. Auch der Gesang fügt sich perfekt in das Gesammtbild ein. Ist zwar dauerhaft das gleiche Gekrächze, aber er wirkt trotzdem zu keiner Zeit störend, oder gar nervend. Wie gesagt..die Band hat mit diesem Song wirklich ALLES richtig gemacht. Und da ich dem Firtan und dem Wandar Song schon mit 10 Punkten bewertet habe, bekommt der Angantyr-Song von mir 12/10 Punkte.

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    #7002343  | PERMALINK
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    wow, da krieg ich ja mit meinen noch verhaltenen Punktevergaben fast ein schleches Gewissen *gg* Aber darum gehts ja nicht… Find ich super, dass dir Angantyr so gefallen. Das Forvist-Album ist extrem gut, auch wenn ich Laenket zu den besten Songs zähle. Und auch das davor, Svig, geht in diese Kerbe und ist nicht weniger empfehlenswert. Für mich momentan mit die vielversprechendeste Band in dieser Genre-Schnittmenge.

    #7002345  | PERMALINK
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    Gris – II etait une forêt…

    Das Cover ist mir schonmal wo begegnet, der Name der Band natürlich auch. Trotzdem ist das mein erster tieferer Kontakt mit deren Musik. Das Keyboard-Intro ist sehr gefühlvoll und versprüht eine starke Sehnsucht und Dunkelheit, find ich schonmal riesig. Umso erfreulicher, dass der ganze Song auf diesen Kadenzen aufbaut. Ein langsamer, fast schleppender Beat, warme Gitarren und herzzereißende Vocals. Auf Metal Archives sehe ich, dass es sich vielmehr um ein Projekt handelt, da nur 2 Musiker beteiligt sind. Die haben die Rollen aber bestens verteilt und so kommt eine unglaublich dichte Atmosphäre bei mir an. Ich verstehe leider kein Französisch, aber die Bilder, die mir beim Hören in den Sinn kommen sind eigentlich schnell umrissen: Dunkelheit, ein sternenreicher Nachthimmel, Felder und Wiesen. Für einen kurzen Moment hört die Welt auf, sich zu drehen, dann setzen die Instrumente wieder ein und man kehrt zum Ausgangsthema zurück. Eine sehr friedliche Atmosphäre herrscht in dem Song, allerdings kommt später auch ne Portion Wut dazu, was sich in erster Linie durch die Drums und intensiveren Gesang äußert. Der Mensch ist in diesem Song zunächst im inneren Frieden und losgelöst von Technologie. Diese Ruhe bewirkt jedoch auch das Aufkommen von Verzweiflung und Wut, welche tiefer verborgen lagen. Ich mag ja diese Art von Black Metal sehr und jetzt bin ich auf jeden Fall neugierig, was die Band sonst noch so kann!

    9/10

    #7002347  | PERMALINK
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    Ereb Altor – Sacrifice

    Von der Band besitze ich die „The End“ und von dem Album bin ich mehr als begeistert. Sacrifice ist nun von dem letzten Album Fire Meets Ice und man merkt, dass der BM Anteil um einiges erhöht wurde. Natürlich grüßen an allen Ecken und Enden immer noch Bathory. Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Mir gefielen die „sanfteren“ Ereb Altor auf der The End um einiges besser, als das was die bei Sacrifice abliefern. Die Passagen mit Klargesang können zwar (fast) alles, aber irgendwie fehlt mir dieses beschwörende, diese, ich nenne es mal „Doom-Gesänge“. Bestes Beispiel dafür ist für mich immer noch A new but Past day von der The End. Habe mir den Song auch nochmal direkt nach Sacrifice angehört und muss sagen, dass Sacrifice nichtmal im entferntesten an den anderen Song rankommt. Sacrifice wirkt im direkten Vergleich zu unkontrolliert, zu BM-lastig für diese Band. Ich meine klar, wenn der Song etwas fahrt aufnimm (Sacrifice jetzt) dann muss ich schon aufhorchen, aber es fesselt mich nicht wie die Songs von der The End. Vielleicht kommt diese Ablehnung jetzt auch nur dadurch, dass ich die Band mit der The End kennen- und lieben gelernt habe, aber wenn man die Foren Diskussionen verfolgt scheinen die Meinungen zu dem Fire Meets Ice Album eh sehr weit auseinander zu gehen. Objektiv gesehen ist der Song aber in Ordnung. Technisch gut umgesetzt, die Bathory Epic, und auch deren Stil wird perfekt eingefangen. Da gibt es nichts zu meckern.
    Dennoch fesselt mich der Song zu keiner Zeit…aber ich sehe es mal Positiv: Nachdem ich Sacrifice gehört habe, bekam ich unheimlich Lust darauf mir nochmal die The End zu geben. Aber ich denke das spricht schon Bände. 5,5/10 Punkte.

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    #7002349  | PERMALINK
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    Wodenthrone – Jormundgandr

    Von der Band besitze ich auch das Debut „loss“. An dem Album habe ich den Sound, die Atmosphäre und den Gesang extrem geschätzt. Das Album war jetzt zwar kein Überflieger, aber gerade der recht traditionelle BM mit Viking und Pagan Einschüben hatte schon seinen Reiz. Jormundgandr ist vom zweiten Album Curse. Wie beschreibt das einer in den Youtube Kommentaren so schön: „Sounds like Emperor mixed with a few other influences, but it’s definitely within the realms of Folk and Black metal, whilst still being it’s own entit.“ Beschreibt den Sound der Band eigentlich recht gut. Ist der Song am Anfang noch sehr dem traditionellen BM zugetan, ändert sich der Sound aber der Mitte in soweit, dass die Geschwindigkeit gedrosselt wird, dem Keyboard und den Flöten etwas mehr Platz eingeräumt wird und somit eine wunderschöne Atmosphäre erschaffen wird.
    Als dann noch der Klargesang einsetzt wirkt der Song wunderschön verträumt. Von der anfänglichen Raserei ist nun gar nichts mehr vorhanden und ich muss gestehen, dass mir er Song jetzt am besten gefällt. Und mit dieser verträumten Atmosphäre klingt der Song dann langsam aus. Wenn ich ehrlich bin, hätte die Band den Song auch um ca. 2 Minuten kürzen können, sodass der Break und somit der „ruhigere“ Part früher kommt. Aber egal..der Song macht nach 2,5 Minuten unheimlich spaß.
    8/10 Punkte und ich denke ich werde mir dieses Album auch nochmal zulegen…weil Wodensthrone bestätigen mit diesem Song mal wieder, dass sie zu den besseren Bands des Atmospheric BMs gehören.

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    #7002351  | PERMALINK
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    Cruachan – Prophecy

    Und wieder so eine Band von der ich mir schon immer was anhören wollte….und nun habe ich endlich mal die Möglichkeit dazu.
    Der Song ist vom dem erst vor kurzen erschienen Album Blood for the Blood God. Der ganze Song bewegt sich im Stampfrhytmus…das erste mal klappt mir die Kinnlade zu Boden, als nach 14 Sekunden der Song fahrt aufnimmt und die Violine ertönt….klingt das Klasse. Nicht kitschig, oder wehmütig, sondern einfach kämpferisch. Generell wirkt der ganze Song wie eine Hymne, die für die Schlacht geschrieben wurde. Der (Celtic) Folk Anteil ist natürlich sehr hoch, wird aber glücklicherweise in erster Linie von „echten“ Instrumenten wie Banjo, Bodhrán, Bouzouki, Mandolin, Tin whistle, Violin, Bouzouki,Flutes, Whistles und Pipes (aus Metal Archives kopiert, ging schneller als alles abzuschreiben^^) getragen, anstatt von nem Keyboard. Aber die Gitarren finde ich eh total Klasse…klingen verdammt agressiv, ordnen sich der Violine und den anderen Instrumenten aber „unter“, was jetzt aber nicht schlecht klingt. Der einzige Part, der mir so ein bisschen kopfzerbrechen bereitet ist der Mittelpart wo man wohl versucht die BM Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, was ich jetzt eher als mehr schlecht als recht empfinde. Nach mehrmaligen hören wird es zwar besser, aber so recht passen will dieser Abschnitt in meinen Ohren irgendwie nicht. Muss auch gestehen, dass viel von der Athmosphäre, die am Songanfang aufgebaut wurde durch diesen Ausbruch zerstört wird. Zum Glück dauert das ganze nur eine knappe Minute. Das Ende stimmt mich dafür wieder versöhnlich…8/10 und die Erkenntniss, dass dieses Album her muss….SirMetalhead, dein Sampler wird langsam teuer. :p

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    #7002353  | PERMALINK
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    die letzten beiden Cruachan-Alben haben mich härtetechnisch wirklich überrascht. Keine Waldromantik, sondern richtiges Geknüppel. Hat mir imponiert, da es meiner Meinung nach sehr gut funktioniert.

    #7002355  | PERMALINK
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    Kältetod
    Wandar – Raunen

    16 Sekunden Stille..anschließend geht es direkt los. Kein Intro. Kein Akkustikpart. Kein Klargesang…Wandar spielen recht traditionellen BM. Große Viking, oder Folk Querweisen konnte ich jetzt nicht ausmachen…aber egal:
    Der Anfang ist einfach Klasse. Knappe 2 Minuten Raserei mit einer bedrückenden und melancholischen Atmosphäre..teilweise kommen mir ganz entfernt Drudkh in den Sinn. (zumindest was Athmosphäre angeht). Nach 3:40 Minuten gibt es einen Break…aber nur kurz..ein paar gekrächzte Worte..anschließend scheint sich der Himmel bei mir innerhalb 2 km umkreises zu verfinstern.
    Jegliche Melancholie, jegliche bedrückende Atmosphäre ist einfach weg…jetzt herrscht Winter, Sturm und eiseskälte!
    Black Meta, wie er „wahrer“ gar nicht geht…vom Riffing her kommen mir das ein, oder andere mal die BM´ler von Lorn in den Sinn (deren Towards the Abyss of disease Album kann ich nur jedem BM Fan ans herz legen..ne kältere BM Scheibe habe selten gehört). Jedoch verfallen Wandar auch nicht in stumpfe Raserei..es wirkt durchdacht und, wie oben schon beschrieben, eiskalt und genial! Gegen Ende wird nochmal der Stampfrhytmus ausgepackt, jetzt kommt der Viking Anteil…und er passt wie die Faust aufs Auge…nichtmal im Ansatz störend, oder gar kitschig, wird der ganze Song dadurch aufgelockert und lässt mir ein freudiges „wow!“ entfahren. Nach diesem kurzen Ausflug in Bathorymäßige Epic wird die handbremse wieder gelockert und der Song prügelt sich mit nem Chor und dem Anfangriffing zum Höhepunkt. Unglaublich was der Song alles zu Stimmungen transportiert. Alles greift perfekt ineinander und wirkt nicht wie eine lose Aneinandereihung von Songschnippsel. 10/10
    Alles andere wäre für diesen Song eine Beleidung..Hut ab vor dieser band, diesem Song und dem Geschick einen solch übermächtigen BM Song zu schreiben.

    SirMetalheadoh, die 16 Sekunden Stille kommen glaube ich nur von Youtube 🙂
    Aber schön, dass Wandar dir gefallen. Hatte Dubby mal vorgestellt, find die auch super.

    Jupp! Sehr toller Song und auch n super Album!
    Da soll auch bald was Neues kommen!

    (übrigens hatte ich die mal vorgestellt:evil:)

    #7002357  | PERMALINK
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    Kältetod – Wiederhall der Leere

    Kommen wir also zu der Band, die vermutlich der Namenspate für mein Gegenüber bei diesem Sampler ist. Ich muss zugeben, dass ich von der Band noch nie was gehört habe. Sie hat es seit 2003 auf 3 Alben und einige Demos gebracht, seit 2010 ist es aber anscheinend still geworden. Artwork und Titel sprechen mich schonmal an.
    Nach einem dünnen Keyboard-Intro geht das Inferno los. Hätte erstmal nicht mit so einer Intensität gerechnet, der Song fällt quasi mit der Tür ins Haus. Explosive Drums und eine singende Gitarrenfraktion, dazu klassische BM-Vocals. Von der Stimmung her klingt das für mich sehr warm und melancholisch. Gerade instrumental klingt das stark nach den Hamburgern von Hagal, auch wenn die vielleicht noch einen Tick organischer Klingen. Aber vielleicht liegt das auch am doch recht dürftigen Youtube-Sound. Wäre mal auf die tatsächliche Produktion gespannt, denn grundsätzlich ist das sehr imposant. Vom Tempo her würd ich den Song als langsam einordnen, auch wenn die Drums einem konstant etwas anderes vorgaukeln. Ich mag sowas aber, solange musikalisch etwas passiert. Und das tut es hier auf jeden Fall. Anscheinend stammt dieses Monument gänzlich aus einer Hand. Respekt in diesem Fall, denn das klingt alles sehr homogen und gekonnt und so gar nicht nach einem Ein-Mann-Projekt. Der Song dauert 11 Minuten, aber das ist in diesem Fall auch vollkommen angemessen, denn die Melodien ziehen sich oft über lange Strecken hinweg und erhalten so auch genügend Platz, zu wirken. Ich muss gestehen, dass ich mich schon während des Hörens nach Möglichkeiten umgesehen habe, die Tonträger zu kaufen :haha: Das sollte eigentlich schon alles sagen. Schade, dass es das dritte Werk, Talpfade, anscheinend nur als LP gibt. Der Song hat sich längst in mein Gehirn eingebrannt und ich werde mir sicherlich bald näher mit der Band beschäftigen!

    9/10

    #7002359  | PERMALINK
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    Bibsch(übrigens hatte ich die mal vorgestellt:evil:)

    oooh, sorry! Wird geändert :angel:

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