Kältetod vs. SirMetalhead

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    Thorr’s Hammer – Norge

    Band sagt mir nichts, scheinen auch nicht mehr tätig zu sein. Überhaupt, bis auf eine Demo und eine EP gibts anscheinend nicht viel von der Band. Echter Underground also :haha: Das Bandlogo find ich übrigens hübsch, genau nach meinem Geschmack. Wobei die Kombination aus Namen, Schriftart und der blonden Frau auf dem Cover auf den ersten Blick ja schon gewaltig nach NSBM stinkt… Aber glücklicherweise wissen wir es besser, bzw. Kältetod hat uns ja schon aufgeklärt. Kann also losgehen: Underground ist tatsächlich Programm: Hier handelt es sich vermutlich um das langsamste Stück auf dem Sampler, ein sehr schleppendes Tempo, ein chronisch unterbeschäftigter Drummer, der sich allerdings mit diversen Fill-Ins die Zeit vertreibt, dazu extrem tiefergelegte Gitarren, die auch ordentlich rauschen. Zu dieser Urgewalt gesellt sich ein zierlicher, unschuldiger Frauengesang in Abwechslung mit morbiden Growls. Dadurch, dass Bass und Gitarren meist parallel zu den Gesangsmelodien mitspielen, entsteht eine Art hypnotische Wirkung, die sich recht schnell breitmacht. Allerdings hab ich meistens meine Schwierigkeiten mit Doom dieser Sorte, da es mir oft an einem Spanungsbogen fehlt, der das langsame Konstrukt zusammenhält. Die einzigen, bei denen ich das einigermaßen genießen kann, sind Ahab. Ansonsten bin ich vermutlich einfach nicht für diese Art von Musik geschaffen, bzw. verfüge über zu wenig Aufnahmefähigkeit. Die Tatsache, dass der Gesang recht leise ist und auch die restliche Produktion etwas mager daherkommt, macht es mir leider nicht leichter. Werd auch mit diesem Lied kein Doom-Freund.

    4/10

    #7002393  | PERMALINK
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    #7002395  | PERMALINK
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    Totenmond – Finster Mammut

    Diesen Namen kennt man natürlich, selbst wenn man keinen DM hört. Die Band scheint ja einen gewissen Kultstatus zu genießen. Vermutlich nicht zuletzt wegen den immer wieder auftauchenden Covern von Fleischwald oder eben jener Platte. Höchste Zeit also, dass ich mir selbst ein Bild der alten Hasen mache, die jetzt auch schon über 20 Jahre im Geschäft sind. Stilistisch braucht man sich keine Illusionen machen, hier gibts was auf den Deckel, nach allen Regeln der Kunst. Ein fast punkiger Beat wird gepaart mit auf und ab rasenden Gitarren und tiefen, deutschen Growls. Sehr geradlinig und angriffslustig – macht auf Anhieb Spaß. Ab der Hälfte wird das Tempo rausgenommen, was dem Song gut tut. Die wilde Bestie hat sich ein eine unaufhaltsame Walze verwandelt. Ein wenig schade, dass es bis zum Ende dabei bleibt, ich hätte es nett gefunden, wenn nochmal Geschwindigkeit aufgenommen worden wäre. Und auch der Gesang bleibt im langsamen Teil aus. Es ist zwar nicht langweilig, was die Gitarren machen, die nun im Vordergrund stehen, aber soo weltbewegend ist die Idee jetzt auch nicht, dass sie bis zum bitteren Ende durchziehen müssen hätte. Vermutlich wird das dem Song aber nicht ganz gerecht, da er im Albenkontext durch dieses Zähe bestimmt eine andere Rolle einnimmt. Habe mir deshalb noch ein paar andere Songs der Platte angehört, um das mit berücksichtigen zu können. Der Wechsel zwischen Schnell und Langsam ist ein zentrales Element auf dem Album, vielleicht sogar generell bei der Band. Also will ich das mal für diesen einen Song nicht so eng sehen. Textlich verstehe ich nur ein paar Fetzen, muss aber attestieren, dass die deutsche Sprache sich hervorragend für den Stil eignet. Sie verleiht dem Ganzen zusätzliche Härte und Rohheit. Ich werd jetzt sicherlich morgen nicht gleich zum Plattenladen rennen, um mir das Album zu holen, aber langfristig wird das sicherlich nicht das Letzte gewesen sein, was ich von Totenmond gehört habe.

    7/10

    #7002397  | PERMALINK
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    Watchmaker – Conference Call Immolation

    75-Sekunden Geprügel, ohne Kompromisse. Das Album trägt den charmanten Titel „Kill. Fucking. Everyone.“. Hier wird auf voller Breitseite gekämpft, alle Komponenten fahren jederzeit auf Hochtouren. Also keine künstlerischen Freiräume, keine Instrumentalparts oder Soli. Selbst der Sänger gönnt sich keine Pause. Und so ist es ein kurzweiliges, aber auch recht anstrengendes Unterfangen, diesem Song zuzuhören. Das Einzige, was ich aus dieser Masse herauszuhören vermag ist eine Gitarre, die unbeirrt ihren Weg geht und sich von der Intensität des Rests nicht so wirklich beeindrucken lassen will. Ansonsten fällt es mir schwer, mich da noch nähergehend zu äußern. Das einzige, was mir dazu noch einfällt, wäre: „If all elements are 100%, no one is.“ Weniger wäre mehr, auch wenn das für Grindcore selbstverständlich keine Option ist.

    5/10

    #7002399  | PERMALINK
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    Oh je…irgendwie sammeln sich jetzt am Ende irgendwie alle Song, die dir nicht so sehr zusagen^^
    Aber Totenmond sind klasse…eine der wenigen bands, denen ich diese „Fuck off!“ Einstellung zu 100 % abnehme.
    Und das Watchmaker Album ist ein dröhnendes etwas….wenn man die 30 Minuten überstanden hat habe ich irgendwie das verlangen Freedom Call, oder Amberian Dawn zu hören^^
    Das mit Thorrs Hammer finde ich schade…aber irgendwie konnten bis jetzt alle nichts damit anfangen, denen ich den Song vorgespielt habe..(ich glaube hier im MH-Forum hat Twisty den Song auch nur mit 5, oder 6 Punkten bewertet)

    --

    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7002401  | PERMALINK
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    Zahrim – I Dodens Favn

    Sympathisches Bandfoto – erinnert an die Fotosession von Gorgoroth zur „Twilight Of The Idols“. Nach kurzem Geschwurbel gehts dann auch schon los mit unerwartet harten, bzw. tiefen Gitarren und einem Stakkatto-Beat, der abwechselnd ins Rockige abdriftet. Lupenreiner Black Metal ist das meiner Meinung nach schon nicht mehr, aber muss ja auch nicht immer alles in ne Schublade passen. Der Sänger klingt standesgemäß kehlig, gefällt mir sehr gut. Auch das Cover geht in eine Oldschool-Richtung, Darkthrone wären sicherlich stolz mit sowohl Präsenz als auch Musik der Herren von Zahrim. So richige Laune will allerdings trotzdem nicht aufkommen. Das liegt nicht an der Leidenschaft, mit der die Band vorgeht, denn die ist zweifelsfrei hörbar. Aber irgendwie ergreift mich die Mischung aus polterndem Black’n’Roll und schnellen Hass-Ausbrüchen nicht so wirklich. Hab mir deshalb spaßeshalber mal den Opener der EP angehört („Blodpest“), der sagt mir schon deutlich mehr zu. Hier konzentriert sich die Band auf eine Stimmung, auch wenn zwischendurch mal auf die Bremse getreten wird. Insgesamt nehm ich der Band ihr Image ab, ich sehe gerade auch, dass Herr Ynleborgaz von Angantyr ebenfalls beteiligt ist. Naja, Dänemark ist ja auch nicht so groß 🙂 Insgesamt ein netter Abschluss des Samplers – wäre Interessant, wie die Band heute klingt. Seit 10 Jahren ist nämlich nichts Neues mehr hinzugekommen. Falls das eines Tages mal der Fall sein wird, würd ich reinhören!

    7/10

    #7002403  | PERMALINK
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    Kaeltetod

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    zu Zahrim: drei demos und eine Zusammenstellung dieser Demos auf Cd. Die Zusammenstellung kriegt man, glaube ich, sogar noch ohne Probleme.
    Gerade die erste Demo hat noch mehr Emperor und Darkthrone querweisen, als die letzte von der der Song ist

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    #7002405  | PERMALINK
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    Das war er also, Kältetods Sampler, der mir überwiegend gut gefallen hat. Am wenigsten sagten mir die außergewöhnlichen Stile zu, EBM, Doom, Visual Key, Sludge. Dafür habe ich auch ein paar richtig gute Entdeckungen gemacht, die fast ausschließlich im Black Metal-Umfeld liegen: Gris, Dekadent und Kältetod spielen wunderbaren atmosphärischen BM und hier will ich auf jeden Fall nachlegen. Dawn haben mich mit ihrer Ursprünglichkeit und ihrem Feuer überzeugt und Be’lakor erhalten einen kleinen Sonderpreis dafür, dass sie aus dem Death Metal-Umfeld kommen und unter meinen Favoriten gelandet sind.
    Kann mich nur nochmal für die Zusammenstellung bedanken, hat mir viel Spaß gemacht, mal wieder was Neues kennenzulernen!

    #7002407  | PERMALINK
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    Was Totenmond angeht: unbedingt auch mal „TonbergUrtod“ anhören.
    Wunderbare Band.

    #7002409  | PERMALINK
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    macht auf jeden Fall Lust auf mehr 🙂

    #7002411  | PERMALINK
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    Lese meinen Post nochmal ^^ Sorry: das Totenmond Album heisst natürlich „TonbergUrtod“.

    #7002413  | PERMALINK
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    xTOOLxLese meinen Post nochmal ^^

    wüsste nicht, was ich daran falsch verstanden haben sollte 😐 ^^

    #7002415  | PERMALINK
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    Ich meine: ich habe meinen Post gerade nochmal gelesen und da fühlte es sich so an als würde ich dir eine Band mit dem Namen empfehlen ^^ Egal. War nen langer Tag ^^

    #7002417  | PERMALINK
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    Lunar Aurora – Im Gartn

    Ich habe die Band früher richtig vereehrt..Alben wie „Ars Moriendi“, oder die „of stargates and bloodstained celstial spheres“ waren frür mich zeitweise der Inbegriff von chaotischem, aber atmosphärisch extrem dichten Black Metal. Leider fing die Band mit dem (vorläufigen) Abschluss Album „Andacht“ an, diesem Chaos abzuschwören und stattdessen mehr auf Mid-Tempo, Düsterniss und Erhabenheit zu setzen…wers mag. Im Gartn ist nun vom aktuellsten LA Release „Hoagascht“. Der Song startet schonmal extrem gut…ich liebe solche Intros einfach. Als dann das Lied „richtig“ beginnt verfliegt die erste Euphorie doch wieder recht schnell..Mid-Tempo. Kein Wahnsinn mehr, sondern kontrollierte Schwärze. Denke soetwas rasendes und bösartiges wie „Dämonentreiber“, oder mystisch/chaotisches wie „Die Quelle im Wald“ wird die Band nie wieder schreiben…der hier gehörte Song klingt verdammt sanft (für LA verhältnisse jetzt) der Keyboardteppich taucht den ganzen Song in eine warme und leicht kosmische Atmosphäre, während die Gitarren extrem düster, und glücklicherweise ziemllich „schwer“ klingen.
    Also halten wir fest: LA machen immer noch keinen Gothic Rock :haha:
    Zurück zum Song: er plätschert nur so dahin…es gibt nicht einen Moment (bis auf das Intro jetzt) wo ich sagen muss: Das gefällt mir!
    Man kann jetzt natürlich anbringen LA hätten sich weiterentwickelt, die Songs sind nun „erwachsener“ das Ungestüme Chaos, was den ersten Alben innewohnte hat jetzt einer majestätischen und teilweise morbigen Grundstimmung platzgemacht. Aber ist das (für mich) wirklich das, was ich von LA erwarte? Da muss ich ganz klar nein sagen…ich besitze zwar bis auf die „Hoagascht“ alle LA Alben, aber greife wenn doch nur zu den ersten vieren. (Weltengänger, Seelenfeuer, Ars Moriendi und of Stargates and Bloodstained celestial spheres) Und jetzt wo ich Im Gartn höre habe ich ehrlich gesagt auch absolut kein interesse an dem aktuellen Album. Ich meine klar: Technisch und auch Atmosphärisch ist das ganze hier immer noch einsame Spitze, aber es ist nicht mehr wirklich die Musik/der Sound, den ich mit LA in Verbindung bringe.
    Ich meine schauen wir mal zurück: Den „Durchbruch“ hatte die Band mit „Ars Moriendi“ geschafft..ab spätestens dem Album war die Band eine feste Größe in der deutschen Black Metal Szene. Aufgrund des künstlerischen Chaos, der wahnsinnigen Raserei, des geisteskranken Gesangs und der extrem düsteren und kaputten Atmosphäre wurde das Album schnell zum Klassiker. (was bei der Ars Moriendi auch dem grottigen Sound geschuldet war :haha:).
    Zurück zum Im Gartn: Ich finde den Song einfach schwach…und das so ein Song von LA kommt finde ich irgendwie traurig..man möchte fast (etwas überspitzt formuliert) sagen, dass die Band mit diesem Song ihre Sympathien endgültig bei mir verspielt hat…aber da das nur meine persönliche Meinung ist, würde ich dem ganzen Song eine neutrale 5/10 Punkte Bewertung geben. Wie gesagt wenn LA, dann lieber die Frühwerke.

    --

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    #7002419  | PERMALINK
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    SirMetalhead
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    krass ^^

    Ich meine, ich kann das gut verstehen. Von manchen Bands hat man einfach ein bestimmtes Bild, an dem schwer zu rütteln ist. Ich definiere Lunar Aurora im Übrigen auch in erster Linie über die wilden Frühwerke, die sind grandios. Allerdings hat mich die der entwaffnende Sanftheit dieses Stücks einfach nur umgehauen.

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