Ljós í Storm vs. SirMetalhead

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  • #7006109  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

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    hehe, verstehe… Cruel Force haben bei mir einfach nicht die richtige Nische besetzt. Dann mag ich doch lieber Bands der Marke Vektor, da klingt das für mich irgendwie stimmiger.

    Und keine Eile mit den Reviews – ich hab auch nicht immer regelmäßig Zeit.

    #7006111  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

    Beiträge: 30,318

    Hetroertzen – Endless Light

    Ok, hierauf war ich gespannt. Bisher ist mir diese Art des „Orthdodox Black Metal“, oder wie auch immer man das nennen will, nicht wirklich geläufig. Natürlich liest man immer wieder Interessante Stories über die Leute, aber letztenendes fand ich noch keinen passenden Einstieg. Am Ende zählt die Musik, also fangen wir mal an: Klanglich ist das top – sauber abgemischt, schön hölzerne Drums, und kraftvolle Gitarren. Der Sänger gibt sich erstmal ein paar leidenschaftlichen Schreien hin, die gerade was die Höhe angeht, meine Erwartungen übersteigen. Das Grundtempo wechselt zwischen schnell und langsam, wobei es mir hier absolut angemessen und wirkungsvoll vorkommt. Die Tiefen Growls und Screams werden vom Chor der Verdammten persönlich begleitet. Wer Funeral Mists „Anti Flesh Nimbus“ kennt, weiß wie effektiv man soetwas einsetzen kann. Dazu gefällt mir extrem gut, wie die Drums den Inhalt unterstützen und zwischen Begleitung und Aufmerksamkeit-Erregen hin- und herwechseln. Überhaupt hat man den Eindruck, dass zu jeder Stelle festgelegt ist, welches Element im Vordergrund steht, fast wie bei einer Bühnenaufführung. Während die langsamen Parts giftig und diabolisch rüberkommen, regiert bei den schnellen vielmehr Ekel und Entsetzen. Und so steigert sich der Song kontrolliert auf einen Höhepunkt („A New Dawn Is Coming!“), der mit Übermacht und Wahnsinn gleichermaßen auftrumpft. Dass hiernach nicht mehr viel kommen kann, ist eigentlich klar, denn so eine Steigerung erlaubt keinen vierten Akt mehr. Es folgt also nur noch wehleidiges Säuseln, bestens intoniert von einzelnen Gitarren und Gesang.
    Ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Der etwas krude Name mag vielleicht zunächst abschrecken und ob man die sakrale Thematik ihnen nun abkauft oder nicht, muss jeder selbst wissen, aber musikalisch ist das ne wirklich spannungsreiche Sache!

    9/10

    #7006113  | PERMALINK

    Ljos i Storm

    Registriert seit: 16.08.2014

    Beiträge: 732

    Freut mich sehr, dass dir der Song gefallen hat. Für mich ist das musikalisch und atmosphörisch auch absolute Oberklasse.
    Du solltest dir von denen auch mal andere Songs anhören, da bei dem Song vom Sampler Kark von Dødsengel als Gastvokalist verteten ist. Dennoch dürften dir die anderen Songs auch zusagen:

    Weitere Empfehlungen in diese Richtung wären eben die genannten Dødsengel, Nightbringer, Acherontas und alles, was so in die Richtung „Nidrosian Black Metal“ fällt (Vemod, Svartidaudi, Mare, …).

    --

    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006115  | PERMALINK

    Ljos i Storm

    Registriert seit: 16.08.2014

    Beiträge: 732

    Crescent Shield – Burn With Life
    Für mich gibt es jetzt eine weitere Runde US Power Metal, der trotz einer eher dünnen Produktion recht knackig daherkommt, und ohne Kitsch und Schnörkel auskommt.
    Es gibt handfestes Speed Metal Riffing mit knackigen Akzenten, dazu einen sehr charkateristischen Gesang der mit einer tollen Melodie und schönes Rasantes Schlagzeugspiel. Tatsächlich ist es hier der Sänger, der bei mir am meisten Eindruck hinterlässt. Der Gesang kommt mit sehr viel Pathos daher, aber überschreitet eben nicht die Grenze zur Kitschigkeit und wirkt ebensowenig aufgesetzt und gekünstelt. Die Stimme des Sänger ist eher erdig, kommt aber trotzdem sehr klar rüber. Das gefällt mir sehr gut, auch weil es mich teilweise an Visigoth erinnert. Die Riffs sind eher Speed/Power Metal typisch gehalten, und könnten ein bisschen mehr in den Vordergrund gedreht werden, aber so bleibt der Akztent auf dem Gesang, und das gefällt mir.
    Insgesamt ein eher kurzweiliger Song, der gut ins Ohr geht, Spaß macht, und dessen Melodien auch hängen bleiben.
    8/10

    --

    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006117  | PERMALINK

    Ljos i Storm

    Registriert seit: 16.08.2014

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    Elite – Aeroløs
    Kein akustisches Vorgeplänkel, keine Kayboardspielchen, keine Flöten, kein Dudelsack oder sonst irgendwas unpassendes, sonder direkt, schwarzgefärbtes Losgeknüppel: Genau soetwas wie den Anfang dieses Songs habe ich mir mit der Frage nach unkitschigem Pagan Metal im Sampler erhofft.
    Sägender Gitarrensound, ein räudiger Schreihals, organischer Drumsound. Soundtechnisch trifft der Song schonmal zum Großteil meinen Geschmack. Der Sänger dürfte etwas leiser gedreht werden und noch etwas mehr Hall abbekommen, aber ansonsten habe ich da nichts dran auszusetzen. Die Riffs sind vorhersehbar und simpel, aber tun ihren Dienst und wissen bei dem guten Gitarrensound gut zu gefallen. Wieder ein eher kurzweiliger Song, zumindest kommt bei mir keine wirkliche Atmosphöre auf (aber vielleicht sollte ich dabei an Pagan Metal nicht die gleichen Anforderungen stellen, wie an orthodoxen Black Metal, oder?), könnte mir aber durchaus vorstellen, mir das auf Albumlänge anzuhören.
    8,5/10

    --

    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006119  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    Krieg – Black Ash Snowfall

    Ah, schön. Von der Band wolle ich mir immer schon was anhören, meine Kenntnisse im US Black Metal sind nämlich ziemlich beschränkt. Und der Song geht auch gleich gut los, atonals Geriffe und einen Sänger mit relativ schlechter Laune. Durch das langsame Tempo bekommt das einen recht rotzigen Charme. Was mir aber irgendwie Probleme bereitet, wird insbesondere bei den schnelleren Passagen deutlich: Hier gibts keine Melodien. Und damit meine ich nicht hochmelodiöse Riffs und Solos, sondern im Allgemein klingt der Song einfach nach nichts. Wie eine Reiswaffel: Man hat etwas im Mund, Zunge und Gaumen haben davon allerdings nicht viel. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass es erst kurz vor Ende mal zu einem kleinen Ausbruch kommt, „The Black Ash Snowfall“ gröhlt der Sänger in neuer Tonlage. Dann ist der Song allerdings auch schon vorbei und auch nach mehrerem Hören ist das Einzige, was sich ein wenig eingeprägt hat, der stampfende Rhythmus. Wollten die Herren einen Song voller Nihilismus und Ablehnung jeglicher Menschlichkeit schreiben, so ist ihnen das auf jeden Fall gelungen. Und nicht zuletzt kommt dieser Black Metal auch aus den USA und nicht aus Skandinavien. Muss ich so hinnehmen, auch wenn das, was ich aus der Musik für mich herausziehen kann, relativ wenig ist.

    4/10

    #7006121  | PERMALINK

    Ljos i Storm

    Registriert seit: 16.08.2014

    Beiträge: 732

    Ja, das mit dem Krieg Song war ein wenig gemein. Ist absolut nicht repräsentativ für den heutigen Sound der Band, das Album von dem der Song stammt ist eigentlich nur stumpfes Geknüppel. Habe den Song eigentlich nur ausgewählt, weil der auf der Live-Scheibe (Kill Yourself Or Someone You Love) so lächerlich angesagt wird („This next song goes out to the total elite, to one who has outlastet you all… This song is for Kanwulf from Nagaroth!!“ – ganz frei). Ist halt Geholze für nebenher, und für mich eher mit dieser lachhaften Ansage verbunden, sodass ich mich immer köstlich amüsiere.

    Hier mal ein paar spannendere Songs, die der Band eher gerecht werden:


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    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006123  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    Beiträge: 30,318

    Das klingt morbide und teilweise verstört, aber deutlich ansprechender! 🙂 Muss mir die Band nach dem Sampler nochmal in Ruhe vornehmen.

    #7006125  | PERMALINK

    Sanctus

    Registriert seit: 15.11.2005

    Beiträge: 2,343

    Gerade die Blue Miasma finde ich wirklich großartig von Krieg!
    Aber auch die anderen Alben sind durchweg gelungen.

    --

    Exterminate!
    #7006127  | PERMALINK

    Ljos i Storm

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    Heimdalls Wacht – Wanderer unter den Sternen
    Die Band sagt mir vom Namen her natürlich was, ich kenne auch schon ein paar Songs von ihnen, aber diesen hier noch nicht.
    Der Song beginnt sehr atmosphärisch mit Rabenkrähen und Chorälen (leider verstehe ich nicht, was da gesungen wird…), was dem Lied von Anfang an einen schwarzen Anstrich gibt. Als das Riffing und der normale Gesang einsetzen wird dieser Eindruck noch bestätigt. Klirrend kalter GItarrensound, ein tierisch wütender Sänger, der sich seinen Weg irgendwo zwischem klassischem Black Metal und extrem angepisstem Punk/Grind bahnt. Der Song prügelt zunächst ordentlich um sich, wirkt dabei aber nicht zu stumpf. In der zweiten Hälfte wird es etwas stampfender, das Schlagzeug kommt ein wenig mehr raus. Gefällt mir in Verbindung mit dem wirklich kalten Gitarrenpart und den brutalen Vocals richtig richtig gut. Bisher der beste Song des Samplers, in allen Bereichen!
    9/10

    --

    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006129  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    Registriert seit: 26.06.2004

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    super, dass er dir gefällt. Der ist bisher nur auf ner MC drauf – denke nicht, dass den viele kennen werden bzw. zu hören bekommen.

    #7006131  | PERMALINK

    Ljos i Storm

    Registriert seit: 16.08.2014

    Beiträge: 732

    Ist die MC noch erhältlich? Wollte sowieso mal bei diesem holländischen Label bestellen, dessen Nennung hier wohl nicht erlaubt ist 😆

    --

    »It dominates the summer dusk, commanding, the screes beneath it, sketched against the cold sky like a reef where tattered clouds are stranding Jónas Hallgrímsson - Gunnarshólmi
    #7006133  | PERMALINK

    King Diamond

    Registriert seit: 14.02.2004

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    Ljós í StormCrescent Shield – Burn With Life
    Für mich gibt es jetzt eine weitere Runde US Power Metal, der trotz einer eher dünnen Produktion recht knackig daherkommt, und ohne Kitsch und Schnörkel auskommt.
    Es gibt handfestes Speed Metal Riffing mit knackigen Akzenten, dazu einen sehr charkateristischen Gesang der mit einer tollen Melodie und schönes Rasantes Schlagzeugspiel. Tatsächlich ist es hier der Sänger, der bei mir am meisten Eindruck hinterlässt. Der Gesang kommt mit sehr viel Pathos daher, aber überschreitet eben nicht die Grenze zur Kitschigkeit und wirkt ebensowenig aufgesetzt und gekünstelt. Die Stimme des Sänger ist eher erdig, kommt aber trotzdem sehr klar rüber. Das gefällt mir sehr gut, auch weil es mich teilweise an Visigoth erinnert. Die Riffs sind eher Speed/Power Metal typisch gehalten, und könnten ein bisschen mehr in den Vordergrund gedreht werden, aber so bleibt der Akztent auf dem Gesang, und das gefällt mir.
    Insgesamt ein eher kurzweiliger Song, der gut ins Ohr geht, Spaß macht, und dessen Melodien auch hängen bleiben.
    8/10

    Der Sänger, Michael Grant, ist leider 2012 gestorben. Er hat u.a. auch bei Onward gesungen. Die könnten Dir ebenfalls liegen.

    --

    Musik Messi (© creeping deathaaa)
    #7006135  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

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    Onward hatte ich zunächst auch drauf, musste ich dann aber leider rauskürzen.

    Und HeidensHart sind unpolitisch- äußern sich eigentlich ziemlich eindeutig diesbezüglich. Kann die nur empfehlen!
    http://forum.metal-hammer.de/showthread.php?20775-SirMetalheads-Empfehlungen-im-Viking-Pagan-Folk-Metal-Bereich&p=2441751#post2441751

    #7006137  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    Leviathan – A Timeless Darkness

    Ok, zurück nach Schweden, das spricht mich nach wenigen Takten schon deutlich stärker an und entspricht im Groben dem, was ich unter Black Metal verstehe: Eine nicht zu glatte, aber differenzierte Produktion, einfache Strukturen, Düsternis. Auch hier wechseln sich langsamere mit schnellen Parts ab, wobei mich erstere ein wenig an Satyricon erinnern, die schnellen dagegen an Mörk Gryning. Auch wenn hier nicht so kompromisslos draufgehauen wird, kann man das gut anhören. Es handelt sich um ein 1-Mann-Projekt aus dem Jahr 2002, dessen einzige Veröffentlichung knappe 37 Minuten dauert. Aber gute Ware muss ja nicht zwangsweise in Massen daherkommen. Und je öfter ich mir den Song anhöre, desto mehr Gefallen finde ich daaran. Vor allem im letzten Drittel beweist Herr Markström kompositorische Qualität. Ein ruhiger Part mündet in einen unwiderstehlichen Sog aus Schwärze und Vernichtung. Dass ihm das ohne jegliche Raserei gelingt, spricht für den Song!

    7/10

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