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AutorBeiträge
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Metallica
Auf ihrer WORLD MAGNETIC Tour präsentierten sich Metallica unlängst in Top-Form. In unserer großen Live-Nachlese sinniert unter anderem auch Schlagzeuger Lars Ulrich ungezwungen über Deutschland-Konzerte, künstlerische Enwicklung und Metal-Kollegen.Killswitch Engage
Ihr neues Album ist genauso selbstbetitelt wie ihr Debüt – Neuerfindung oder Wurzelpflege? METAL HAMMER trifft die Melodic Metalcoreler in Des Moines, Iowa, zum Aufklärungsgespräch.Rammstein
Album und Tour stehen bereits in den Startlöchern – Rammstein kehren zurück. METAL HAMMER im Gespräch mit Manager Emanuel Fialik üpber dubiose Ticket-Börsen und das Überraschungspotenzial der neuen Platte.Dream Theater
Auch das zehnte Album der Prog-Profis ist musikalischem Fortschrittsglauben und technischer Versiertheit verschrieben. BLACK CLOUDS & SILVER LININGS brilliert zudem mit düster-harten Zwischentönen.Grave Digger
Das Herz von Grave Digger-Kopf Chris Boltendahl schlägt nicht nur für die Altherren-Sport-Domäne Golf. Mit METAL HAMMER wagt er sogar todesmutig den Tandem-Sprung – am Fallschirm!Die Tour des Monats
Kataklysm
+ Death Angel
+ Keep Of Kalessin
Wer die franko-kanadischen Death Metaller Kataklysm letzten Dezember verpasst hat, hat im Juli noch einmal die Gelegenheit, die Sintflut über sich hereinbrechen zu lassen.METAL HAMMER
präsentiert:Kataklysm
+ Death Angel
+ Keep Of Kalessin01.07. Essen, Turock
02.07. München, Backstage
12.07. Braunschweig, Meier Music HallAlbum des Monats
Dream Theater
BLACK CLOUDS & SILVER LININGS
Prog Metal 6
Roadrunner/Warner
(6 Songs / 75:25 Min.)
Düster orchestrierte Wolken ziehen am einstimmenden Opener-Firmament auf, bevor sich Dream Theater mit ‘A Nightmare To Remember’ in einen überaus hartgekochten Song-Anfang schwingen. Sänger James LaBrie klingt bei seinem ersten Vokaleinsatz zunächst wie die Gesangs-ausgebildete Version von Dave Mustaine – so wütend hat man die Prog-Profis aus Long Island schon lange nicht mehr gehört.Natürlich bleibt es nicht lange bei einem Motiv oder gar Tempo: Dream Theater mäandern auf diesen ersten 16 Minuten durch emotional aufgeladene Chorus- und wie immer erlesene Instrumental-Passagen, lassen teils die Verzerrer-Stimme sprechen und kehren schließlich wieder zur fast schon doomigen Riff-Gewalt zurück. Puh, ziemlich harter Brocken – wenn auch nicht minder großartig. Doch das zehnte Studioalbum der Metal-Konservatoriums-Kollegen kann noch mehr: ‘A Rite Of Passage’, das sich im Director’s Cut mit der Hälfte der Spielzeit des Eröffnungs-Tracks begnügt und in einer noch weiter editierten Version bereits als erste Album-Auskoppelung qualifizierte, macht es einem – nach dem kruden Sprechgesangs-Einstieg – mit seinem Erste-Sahne-Chorus auf Anhieb etwas eingängiger und einfacher.
Schnell noch der Riff-Richtungswechsel in der fünften Spielminute, bevor Petrucci erneut mit einem Muster-Solo auf variabel vertrackter Tempi-Spielwiese brillieren darf. Fein. ‘Wither’ hingegen wirkt schon fast auf Massenwirksamkeit getrimmt: ein fünfminütiges Balladen-Stück erster Güte, Streicher, Piano-Play und TRAIN OF THOUGHT (2003)-Querverweis inklusive. Spiel auf Sicherheit kurz vor der Halbzeit? Keineswegs, sondern die zwingende dramaturgische Verschnaufpause, die Zeit zum Luftholen und Sackenlassen bietet. Denn mit ‘The Shattered Fortress’ setzt bereits der nächste Nackenschlag an: Dieser Song bildet den Abschluss von Mike Portnoys auf SIX DEGREES OF INNER TURBULENCE (2002) begonnener „Twelve Step Suite“, einer inhaltlichen Zwölf-Punkte-Plan-Auseinandersetzung mit den Folgen und Formen des Alkoholismus. Insofern ist der Track auch musikalisch konsequent ein Tour de Force-Ritt samt einiger Growl-Gräuslichkeiten, der erst im letzten Drittel mit einer hymnischen Gesangspassge und cleanem Gitarren-Sound so richtig klar im Kopfe rüberkommt.
Kommen wir zum zart-zerbrechlichen ‘The Best Of Times’: Piano-Tupfer streicheln die strauchelnde Seele, die Geige leidet, Tränchen benetzen die Akustikgitarren-Saiten, und Dream Theater bescheren uns ein elegisches Stück pathetischer Perfektion. Nach knapp drei Minuten setzt dann sogar noch der verspielt melodieverliebte alte IMAGES AND WORDS (1992)-Power-Kick ein, und man glaubt in LaBries Strophengesang fast eine Spur Geddy Lee zu hören.
Trotz des traurigen Anlasses – der Song ist Portnoys an Krebs verstorbenem Vater gewidmet – definitiv das rührig erhabene Epos-Herzstück des Albums und ein schwelgerisches 13-Minuten-Highlight im klassischen frühen Dream Theater-Stil. Derart beseelt, ist man für ‘The Count Of Tuscany’ gewappnet – den 19-minütigen Mammut-Song des Albums. Pink Floyd lassen bereits zu Anfang dezent grüßen, bevor sie nach der ersten Song-Hälfte im Gitarren-Solo unüberhörbar in wabernder WISH YOU WERE HERE-Manier Hallo sagen. Riff- und Rhythmuswechsel geben sich die komplexen Klinken in die Hand – ein finales Prog Metal-Muskelspiel mitsamt offensiv aggressivem wie coolem Killer-Kehrvers. Fazit: Die Band, die unlängst ihre erste Best-Of-Sammlung ironisch-lakonisch GREATEST HIT (…AND 21 OTHER PRETTY COOL SONGS) betitelte, schafft es ausgerechnet mit noch längeren Songs, den größtmöglichen gemeinsamen Metal-Nenner zu treffen und sich damit sogar neue Freunde zu machen. So frisch, bissig, punktiert und musikalisch eloquent klangen Dream Theater schon lange nicht mehr. Und bei diesen opulenten Song-Spielzeiten niemals auch nur für einen Sekundenbruchteil zu langweilen, ist verdammt große Kunst – von aller technischen Kunstfertigkeit mal ganz abgesehen.
Frank Thiessies
Kommentare der Redaktion
Dream Theater machen das, was sie am besten können – auch mit BLACK CLOUDS & SILVER LININGS. Das ist alles blitzsauber produziert, perfekt arrangiert und kompositorisch ohne jedweden Mangel – aber auch etwas ermüdend. Dream Theater müssen nicht den Beweis antreten, was für geniale Musiker sie sind, das wissen wir alle bereits. Dennoch können sie es nicht lassen. Genial, aber trocken und zäh. Und: 16-Minuten-Opener lasse ich mir nur von Sunn O))) gefallen.
(Thorsten Zahn / 4 Punkte)
Dass Dream Theater im METAL HAMMER-Soundcheck ganz oben landen, ist ja inzwischen keine Sensation mehr – die New Yorker sind eben Meister ihres Genres und schaffen es zudem auch noch, das Beste aus all den unterschiedlichen Metal-Spielarten herauszupicken und in ihre Songs zu integrieren. So ist auch BLACK CLOUDS & SILVER LININGS ein episches Goldstück, das fein austariert und mit vielen schillernden Sound-Facetten versehen ist. Dennoch steht – und das ist Dream Theaters große Kunst – trotz aller elegischen Instrumental-Ausflüge der Song stets im Mittelpunkt. Daher: Applaus.
(Petra Schurer / 5 Punkte)Wer in einem 16-minütigen Opener nicht eine Sekunde langweilt, gehört zu den ganz Großen. Die Musiker variieren über die gesamte Spielzeit meisterhaft zwischen Metallica-Metal, Savatage-Epik, Pink Floyd-Prog und typischem Dream Theater-Pathos. Außerdem tänzelt das Organ von Frontmann James LaBrie diesmal eher in den unteren Tonlagen – sehr angenehm. Für mich kratzt BLACK CLOUDS & SILVER LININGS hinsichtlich der Kompositionen, der Produktion und der enthaltenen Dynamik an der Höchstnote – und toppt sogar noch IMAGES AND WORDS (1992).
(Matthias Weckmann / 6 Punkte)Ein weiteres Wunderwerk des Prog Metals mit allen typischen Qualitäten von Dream Theater. Einige der Riffs und Licks sind zwar in der Band-eigenen Historie geklaut, aber die im Vergleich zum harschen TRAIN OF THOUGHT endgültig wiedergewonnene Rock-Attitüde bekommt vor allem Sänger James LaBrie gut.
(Matthias Mineur / 6 Punkte)Technisch sind Dream Theater ein Dream-Team, das ist klar. Wenn sie ihr Können dann, wie auf dem neuen Album, auch noch so abwechslungsreich einsetzen, dass die unterschiedlichsten Metal-Terrains gestreift werden, ist natürlich auch für jeden etwas dabei. Entsprechend passiert in den Songs eine Menge – was für mich teilweise aber auch schon die Crux von BLACK CLOUDS & SILVER LININGS darstellt. Durch die vielen Aspekte der Songs wird viel angesprochen, aber nur wenig geht wirklich in die Tiefe. Aber das ist persönlicher Geschmack, denn eigentlich gibt es an den neuen Songs kaum etwas zu meckern.
(Tobias Gerber / 4 Punkte)Was sich schon mit dem letzten Scheibchen andeutete, wird nun einmal mehr in Stein gemeißelt: Mit BLACK CLOUDS & SILVER LININGS läuft das amerikanisch-kanadische Quintett einmal mehr zur Höchstform auf und lässt Erinnerungen aufkommen an Glanztaten wie IMAGES & WORDS oder AWAKE. Anders ausgedrückt: Dream Theater verstehen es in traumhafter Weise und mit schlafwandlerischer Sicherheit, melodischen Power Metal mit anspruchsvollem Prog derart stilsicher darzubieten, dass Headbanger und Musikwissenschaftler gleichermaßen ihre helle Freude an diesem besten Dream Theater-Werk seit vielleicht 15 Jahren haben werden.
(Andreas Schöwe / 7 Punkte)Highlights von metal-hammer.deVollkommen belanglos das alles.
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Es ist eine Sache, Viking Metal zu hören. Eine andere Sache, sich nen riesen Thorshammer umzuhängen, die Edda zu kaufen, sein Hörnchen Walmart-Met zu erheben, Skål zu sagen und Odin zu huldigen last.fmJo aber verdammt viel µe hat sich der Atreju da gemacht, alle Achtung.
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"Censorship is telling a man he can't have a steak just because a baby can't chew it." Mark TwainAch so und ich dachte schon…
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"Censorship is telling a man he can't have a steak just because a baby can't chew it." Mark Twain
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Ah ein Bericht über Rammstein :haha:
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Seh ich das richtig, die haben den Manager von Rammstein interviewt?? Wo gibts denn sowas? Wen interessiert der Typ? Hatte die Band keinen Bock?
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"Heavy Metal in my ears Is all i ever want to hear. Before the sands of time run out , We'll stand our ground and all scream out! Manilla Road - Heavy Metal to The World On Tour: 11.06. Rockfels - Loreley Freilichtbühne, St. Goarshausen last.fm Musik-SammlerTwistOfFateAh ein Bericht über Rammstein :haha:
Ich plädiere für eine Coverstory von den Onkelz im nächsten Heft.
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"Censorship is telling a man he can't have a steak just because a baby can't chew it." Mark TwainAtréjuSonst hätte ich wohl keinen Thread dazu eröffnet. Die Zeitschrift ist ja noch nichtmal draußen.
Hattest Du die nicht schon ne Woche vorher als gebrannte Version?
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Musik Messi (© creeping deathaaa)
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
😆
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Über wieviel Seiten geht denn der Rammstein Bericht? Steht denn irgendwas „wichtiges“ drin? Das wäre so der einzige Grund mich morgen mal zum Bahnhof zu schleppen.
*erledigt
Ganze 2 Seiten…--
MetalMarkÜber wieviel Seiten geht denn der Rammstein Bericht? Steht denn irgendwas „wichtiges“ drin? Das wäre so der einzige Grund mich morgen mal zum Bahnhof zu schleppen.
*erledigt
Ganze 2 Seiten…Guten Tag aus Polen.
Is there enything interesting about the upcoming album?Vielen Dank
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Ich find Rammstein nicht so gut, is einfach nicht mein Stil…Aber KSE rockt!
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Was mich als Abonnent ein wenig ärgert ist, dass ich dieses sch… KSE-Cover statt dem geilen mit James bekommen habe :riot:
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Meine Band: :horns: REVEREND HOUND :horns: Neuer Song online (Off Beaten Tracks - Studio Rough Mix)!!! -
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