Schatzjagd in düsteren Wäldern und den Irrgärten des Großstadtdchungels – Die sagenhaften Odysseen der Glücksritter Dr. Jones und Big Exit

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  • #6910729  | PERMALINK
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    Big Exit

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    Dr. JonesUnd Big Exit, habe ich es gut gemacht? Kann man doch mit leben mit der Thread-Eröffnung ^^

    Jo geht klar :8)

    #6910731  | PERMALINK
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    Dr. Jones

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    Da meine Freizeit begrenzt ist, werde ich ganz entspannt den Sampler in 3-Song-Blöcken besprechen. Ich versuche jedes Wochenende einen solchen Block fertigzustellen.
    Dann ohne noch groß Worte zu verlieren…

    The Blood Brothers – Laser Life

    Den Anfang machen die mittlerweile leider aufgelösten Blood Brothers. Die präsentierte Nummer ist ein bassgetriebener und funkiger Groover, der durch den Klavier-Einsatz eine leichte Swing-Note erhält. Die Vocals sind zu Beginn mehr Punk als Hardcore, was sich in der zweiten Hälfte des Songs ändert. Gitarren türmen sich auf, werden von Pianotönen umschlungen und der Sänger schreit wie vom Wahnsinn getrieben und formt den Song zu einem schizophrenem Erlebnis.
    Ein abgefahrener Song, der sich durch den starken Kontrast der zwei Hälften schnell zum Ohrwurm mausert.
    9/10

    The Fall of Troy – Shhh! If You’re Quiet I’ll Show You A Dinosaur

    Der Titel weckt bereits Erwartungen, ist er doch ziemlich sinnbefreit und bizarr, weshalb ich mir ähnlich ungewöhnliche Musik wie bei den Blood Brothers erhoffe. Geboten wird ein bunter Strauß verschiedenster Stile, der sich vor allem im Riffing bemerkbar macht. Der Gitarrist fährt hier unzählige Riffs verschiedenster Couleur auf, wie etwa atmosphärischem Prog, Djent, Death Metal und sogar Doom. Der Sänger will sich ebenso nicht auf einen Gesangsstil festlegen und wechselt von Emo-Klargesang zu Growls, Hardcore-Shouts und spastischen hohen Schreien. Das Ganze ist selbst auf der kurzen Spieldauer von knapp drei Minuten dann doch ein wenig zu viel des Guten und nur noch schwer verfolgbar. Trotzdem sind die einzelnen Teile gut komponiert und eingängig, weshalb es von mir 7/10 gibt.


    Fear Before The March Of Flames – Taking Cassandra To The End Of The World Party

    Und noch ein Song mit einem unendlich langen Titel, aber zum Glück gibt es die „Kopieren und Einfügen-Funktion“. Taking Cassandra… ist dann auch das erste Lied des Samplers, das ohne große Wutausbrüche auskommt und dafür atmosphärisch Akzente setzt. Die Gitarren sind melodisch und verbreiten phasenweise eine leicht feierliche Epik. Die melancholische Note des Songs wird durch den entrückten Klargesang und die verzweifelten Shouts eindringlich unterstützt. Der Sänger leistet außerordentlich gute Arbeit und geizt nicht mit Emotionen. Vor allem die Shouts sind herzzerreißend. Die knarzende Elektronik im Mittelteil wirkt etwas deplatziert, aber ansonsten ist der Song sehr stimmig, vor allem das dramatische Finale ist gigantisch.
    8,5/10

    #6910733  | PERMALINK
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    Big Exit

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    Da hast du gleich was von 2 meiner absoluten Lieblingsalben gehört(bis auf das Blood Brothers Album was ich seltener höre weil es recht anstregend ist).

    Bei Blood Brothers hast du auf jeden Fall Recht 🙂 Die kombinieren PostHardcore mit den verschiedensten Genres.

    Bei The Fall Of Troy hab ich den heftigsten, chaotischsten Song vom Album genommen da du ja nach Hardcore gefragt hast der „anders ist“. Dachte damit krieg ich dich am Besten, der hat auch einen gewissen Metalcore-Einschlag bezogen auf den extremeren Gesang und die Breakdowns.

    Gerade auf Manipulator gibt es ruhigere bzw eingängigere und ähnlich harte Songs im Wechsel, ein gutes Mittelding wäre
    Semi Fiction: http://www.youtube.com/watch?v=9Yw1gOx13iQ
    DER Hit der Band vom Album davor Doppelgänger: http://www.youtube.com/watch?v=2iijmj5nB6I
    Wenn du da was mit anfangen kannst musst du Manipulator und Doppelgänger auschecken ! 🙂

    Bei Fear Before The March Of Flames mag ich nur dieses Album, das ist aber obergenial 🙂
    So schön durchdacht, vielschichtig sowohl musikalisch und textlich, da gibs so viel zu entdecken 🙂
    Absoluter Kauftipp
    Mal was ruhigeres von dem Album:
    http://www.youtube.com/watch?v=gfDywvYmcs4

    Die Band hat ihren Namen übrigens auf Fear Before gekürzt 😉

    #6910735  | PERMALINK
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    Dr. Jones

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    Big ExitBei The Fall Of Troy hab ich den heftigsten, chaotischsten Song vom Album genommen da du ja nach Hardcore gefragt hast der „anders ist“. Dachte damit krieg ich dich am Besten, der hat auch einen gewissen Metalcore-Einschlag bezogen auf den extremeren Gesang und die Breakdowns.

    Da hast du ja auch nichts falsch gemacht 😉 Chaos und Anarchie ist immer gut, jedoch sollte zumindest nach dem fünften Hören ein Faden erkennbar sein. Aber ich werde mir noch ein paar Songs zu Gemüte führen, wenn du meinst, dass diese nachvollziehbar seien.
    Das FBTMOF-Album ist auf jeden Fall auf der Einkaufsliste, den Song finde ich schon ziemlich großartig und wenn es so weitergeht, kann ich mit der Scheibe noch viel Spaß haben.
    Und von den Blood Brothers besitze ich ja bereits die letzten drei Alben, davon konntest du mich ja bereits vorher überzeugen 😉

    #6910737  | PERMALINK
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    Dr. Jones

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    Und weiter geht’s.

    The Receiving End Of Sirens – …Then I Defy You, Stars

    Der nächste Song ist dann wieder leicht verdauliche Kost und ein echter Trommelfell-Schmeichler. Geführt wird das Lied von klaren und epischen Gitarren, sowie dem poppigem Gesang. Hier passen die Elemente allesamt hervorragend zusammend, die Gitarren und Gesangslinien harmonieren tadellos und die Grundstimmung ist sehr einnehmend. Der kurze Wutausbruch im Mittelteil wirkt dann etwas erzwungen, dafür macht das Finale diesen Fauxpax wieder wett. Hier interagieren elektronische Beats mit den Drums und zusätzlich erklingen melancholische, teilweise fast Sheogaze-ähnliche Gitarren, die dann für das versöhnliche Ende sorgen. Werde ich auf dem Schirm behalten.
    8/10


    Thrice – Like Moths to Flame

    Mit Thrice haben wir es mit einer der populäreren Bands zu tun, die jetzt diesen Status bei mir mit einem Song zu rechtfertigen hat. Der Track lebt von seinem Kontrast zwischen schweren Gitarren-Riffs und den klar gesungenen, von akustischen Gitarren begleiteten, Strophen. Atmosphärisch punktet der Song durch seine depressive und aufwühlende Stimmung. Diese spitzt sich in der Schlussminute erheblich zu, indem sich massive Gittarenwände pechschwarz über mir zusammentürmen und mit starker Sludge-Kante über mir zusammenbrechen. Der Sänger weiß mit wandelbarer Stimme zu begeistern und shoutet mir schmerzerfüllt und eindringlich seine Message entgegen.
    Überraschenderweise ein sehr starker Song, der mich (schon wieder) mit den Schlusstakten vollends überzeugen konnte.
    9/10

    Touché Amoré – Just Exist

    Gut, Touché Amoré kenne ich bereits, konnte man letztes Jahr deren neuster Veröffentlichung ja kaum entkommen. Just Exist ist sowohl der bisher Hardcore-lastigste Song des Samplers, als auch der kürzeste Track bislang. Touché Amoré besitzen ihre Stärken im Bereich der Emotionalität und Ausdrucksstärke, und das sind auch die Qualitäten dieses Tracks. Musikalisch ist das Material dann doch zu gewöhnlich, die melodischen Gitarren brennen sich ebenso wenig ein, wie die Hardcore-Eruptionen im Riffing. Leider kann man sich auch nicht an eingängigen Hooklines entlanghangeln, man hat also nur die Leidenschaft und Kraft der Musik und Texte als Pluspunkt. Wenn Touché Amoré ihr Potential in Zukunft besser nutzen und Songs mit Wiedererkennungswert auf das Band zaubern, wäre ich auch versucht, weiterhin ein Ohr zu riskieren.
    6/10

    #6910739  | PERMALINK
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    Der Sir bringt deinen Thread morgen bestimmt wieder in Ordnung 🙂

    Gesendet von meinem HTC One X mit Tapatalk

    --

    True Black Metal: No Mosh, No Core, No Fun, No Trends
    #6910741  | PERMALINK
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    SirMetalhead
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    DeathHumanDer Sir bringt deinen Thread morgen bestimmt wieder in Ordnung 🙂

    zur Stelle 🙂
    Bitte trotzdem hier noch lesen.

    #6910743  | PERMALINK
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    #6910745  | PERMALINK
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    Ach mannö ich dachte hier wurd was zum Thema gepostet 😮 Statt dessen Pop und Hardcore Gedisse :auslach:

    #6910747  | PERMALINK
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    Big ExitAch mannö ich dachte hier wurd was zum Thema gepostet 😮 Statt dessen Pop und Hardcore Gedisse :auslach:

    Musstest du das noch ertragen? Also bevor es gelöscht wurde? Ein Trauerspiel.

    #6910749  | PERMALINK
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    Dr. JonesMusstest du das noch ertragen? Also bevor es gelöscht wurde? Ein Trauerspiel.

    Nee aber ich kann es mir vorstellen…
    Da muss er wohl nur das Wort Hardcore oder poppig lesen, schon geht er ab…

    #6910751  | PERMALINK
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    Ja, der Typ hat mich noch eine Weile wachgehalten und irgendwelche „Kein-Metal-Floskeln“ hier reingeworfen. Unnötig.

    #6910753  | PERMALINK
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    Dr. JonesJa, der Typ hat mich noch eine Weile wachgehalten und irgendwelche „Kein-Metal-Floskeln“ hier reingeworfen. Unnötig.

    Ich konnte auch nicht schlafen gehen bevor er nicht schlafen war. Dafür war es viel zu unterhaltsam 😀

    --

    Why should a man be scorned if, finding himself in prison, he tries to get out and go home? Or if, when he cannot do so, he thinks and talks about other topics than jailers and prison-walls?
    #6910755  | PERMALINK
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    Dito.

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    #6910757  | PERMALINK
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    Dr. Jones

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    The Tidal Sleep – Untitled

    Weiter geht es mit The Tidal Sleep, die stilistisch mit Untitled dort anknüpfen, wo Touché Amoré aufgehört haben. Serviert wird also ein melodischer Screamo/Post-Hardcore-Song mit ausdrucksstarkem Gesang. im Gegensatz zum Touché Amoré-Track weiß dieser Song jedoch zu fesseln und überzeugt mit Variaton im Gitarrenspiel und dem Gesang. Während die mäandernden Gitarrenlinien von treibenden und simplen Drums vorangetrieben werden, thront der Sänger mit aufrüttelnden Shouts sowie narrativem Sprechgesang über dem Geschehen. Insgesamt ein rundes und intensives Hörerlebnis, das den Touché Amoré-Song mal eben locker in die Tasche steckt.
    8/10

    Mutiny on the Bounty – Call Me Cheesus

    Okay, für diesen Song-Titel hätten Mutiny on the Bounty schon mal einen Extra-Punkt verdient. Dass die Musik im Gegensatz zum Songtitel überhaupt nicht käsig ausfällt, kommt dem ebenfalls sehr entgegen.
    Geboten wird progressiver Math Rock mit dezenter Alternative-Schlagseite, welche sich vor allem im Gesang bemerkbar macht. Wir haben es hier also mit dem ersten Song des Samplers zu tun, der ohne wirkliche Hardcore-Anteile auskommt. Die Gitarren wechseln von sphärisch über durchschlagend zu blubbernd und sorgen für ein verspieltes musikalisches Fundament. Ankreiden könnte ich die cleanen Passagen des Sängers, da diese teilweise etwas quengelig wirken. Aber insgesamt ein starker und experimentierfreudiger Track, dem zwar die Tiefe fehlt, um zu berühren, der aber durchaus Spaß macht.
    7/10

    Hot Cross – A Tale for the Ages

    Dies ist der erste Song, mit dem ich nichts so recht anzufangen weiß. Die Kombination von Hardcore-Shouts und Emo-Gejaule, sowie die musikalische Untermalung in Form einer bluesigen und tristen E-Gitarre funktioniert bei mir überhaupt nicht. Vielleicht würde der Song bei mir besser zünden, wenn sie den Klargesang weggelassen hätten und sich an den letzten 45 Sekunden als musikalischen Fixpunkt orientiert hätten. Hier gelingt es Hot Cross nämlich Atmosphäre aufzubauen, indem sie tonnenschwere Riffs auf den Hörer herabprasseln lassen und sich nur auf die Shouts konzentrieren. Bislang der Tiefpunkt des Samplers, das Lied gefällt mir überhaupt nicht.
    3/10

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