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15.06.2013 - Grind The Nazi Scum Festival 2013
04.07.2013 - Obscene Extreme Festival
So, dann will ich mal meine Eindrücke schildern, fest steht jetzt schon: Es war eine der besten Ausgaben des RHF die ich bisher erlebt habe, und damit hatte ich Vorfeld nicht unbedingt gerechnet.
Freitag:
Nachdem wir Hellish Crossfire anreisebedingt leider verpasst haben war die erste Band des Tages daher Fleshcrawl: Von der Papierform her mag ich die Band eigentlich, aber der Autritt ist irgendwie komplett an mir vorbei gelaufen, ohne dass ich jetzt sagen könnte warum. Schade eigentlich, denn Death Metal war ja dieses Jahr Mangelware.
Von Denial of God hatte ich mir im Vorfeld viel versprochen und wurde auch nicht enttäuscht: Musikalisch war das erste Sahne, wenngleich die Band auf der taghellen Bühne mit ihrer theatralischen Bühnenshow/Deko ein wenig deplatziert gewirkt hat. Trotzdem einer der besten Gigs des Festivals.
Audrey Horne gehören nicht zu meinem musikalischen Beuteschema, von daher habe ich die Show eher freundlich-distanziert als interessiert zur Kenntnis genommen und dabei dem Gerstensaft zugesprochen und mit dem ein oder anderen Bekannten gequatscht.
Ich gehöre zu denjenigen, die mit der hohen Position von Ashes of Ares im Billing ziemliche Probleme hatten, und habe meine Bedenken auch leider bestätigt gesehen. Natürlich war das, was die Truppe da abgezogen hat, gut hörbare Musik und Barlow ist immer noch einer der besten Sänger des Genres, aber stimmungsmäßig kam bei mir null rüber. Sicher gab es auch Leute, die vor der Bühne ordentlich Spaß hatten, aber nur mit ein paar Iced Earth-Gassenhauern in der Setlist, hätte da echt was draus werden können. Co-Headliner wäre die Band aber auch dann keiner gewesen.
U.D.O. hatte ich mir eigentlich ansehen wollen, aber irgendwie haben Gespräche mit alten Bekannten und Freunden, Alkoholgenuß, Schwenkgrill und ein Bummel über das Gelände dann doch mehr Laune gemacht, als das Warten auf ne Handvoll Accept-Klassiker (und nur um die wäre es mir gegangen).
Samstag:
Slingblade und Horisont habe ich mangels Interesse nicht gesehen. Mustasch hingegen waren dann eine positive Überraschung, schöner Dicke Eier-Rock mit ordentlicher Metal-Schlagseite und einem ziemlich charismatischen Sänger. Fand ich gut.
Desaster waren dann solide, wie eigentlich immer, wenn ich die Truppe mal sehe. Die großen musikalischen Feingeister und brillianten Songschreiber werden sie vielleicht nicht mehr werden, dafür gabs ne schöne, bodenständige Black-Thrashkante zu der man mit dem oder anderen Bier prima abschädeln konnte. War gut.
Mein Tageshighlight waren dann Naglfar: Mächtige, pechschwarze Hymnen mit geilen Melodien, fetter und druckvoller Sound und eine super präsente Band, die zeigt, dass man BM auch sehr wohl ohne übertriebenen Firlefanz und mit dicken Eiern präsentieren kann. Absolut mächtig, ich hoffe die Band geht bald auf Clubtour.
Über Ensiferum haben ja im Vorfeld viele Leute geunkt, vor der Bühne war es dann aber trotzdem richtig voll. Die Band war auf der Bühne souverän wie immer und hat gut Stimmung gemacht, die Setlist war ein schönes Potpourri an alten und neuen Hits und zum Schluß kam dann sogar ein bisschen die Sonne raus.
D-A-D und Queensryche habe ich dann nicht mehr gesehen, zumindest D-A-D standen eigentlich auch noch auf meinem Plan, aber es hat halt nicht gepasst. Stattdessen gabs auf einer kleinen, improvisierten Grillparty anlässlich des geilen Wetters lecker Steak und Cuba Libre. Zumindest bei D-A-D reut es mich jetzt aber schon nen bisschen, weil ich echt nur Gutes über den Gig gehört habe.
Sonntag:
Heute war Großkampftag, denn heute gabs die meisten Bands auf meiner Liste. Nachdem wir Attic aufgrund zu später Anreise verpasst haben, gings direkt mit Gospel of the Horns los, die ihre Black-Thrash-Granaten mit ziemlich viel Druck und knackigem Sound rausgehauen haben. Schöner Auftakt.
Auch wenn man sich des Spaßmetallertums oder gar desHobbitismus verdächtig macht: Orden Ogan waren danach das perfekte Kontrastprogramm. Locker-fluffiger Power Metal, eine sehr sympathische Band, dazu nen lecker Caipi...gut, sowas muss man nicht gut finden, es steht natürlich jederman frei bei sowas die Arme zu verschränken und böse auf seine Fußspitzen zu starren. Jeder wie er mag, ich habe mich prächtig amüsiert. Irgendwer hatte hier was von "Metal für 12-jährige" geschrieben und da der Sonntag ja eh der Familientag mit der gefühlt höchsten Kinderdichte auf dem RHF ist, hats doch gut gepasst^^.
Orchid ist eine der wenigen Bands der Vintage-Mischpoke, die bisher mein Interesse geweckt hat, wenngleich ich Musiker, die so aussehen, als seien sie 1971 in ein Zeitloch gefallen und jetzt wieder aufgetaucht, tendenziell eher lächerlich finde. Musikalisch gabs aber absolut nix zu meckern, fette und satt groovende Riffs und gute Songs (wobei man natürlich in jeder Minute deutlich hört, welche Götterband da Pate gestanden hat), Sonnenschein und dazu entspannt auf den Stufen relaxen - sehr angenehm.
Bei Tank haben wir dann pflichtschuldig auch mal reingehört, aber da ich das wenige, was ich von der Band kenne, weder vom Sound noch vom Gefühl her irgendwie mit dem in Einklang bringen konnte, was da auf Bühne passierte, haben wir uns sehr bald wieder dem Schwenker und geistigen Getränken zugewandt.
Auf Platte haben mich Threshold bisher eher nicht gekickt, angucken wollte ich sie mir trotzdem und muss sagen, es hat sich sehr gelohnt. Von den Songs kannte ich kaum was, insgesamt habe ich das Material aber als ziemlich griffig und eingängig empfunden. Verstärkt wurde der positive Eindruck aber natürlich durch diesen ungemein sympathischen und Fanfreundlichen Frontmann, der eine echt geile Rockshow abgeliefert hat.
"Endlich mal watt für auf die Fresse", meinte ein Kollege von mir, sprachs und stürzte sich in den Sepultura-Pit. Recht hatte er, denn für ein bisschen freundliche Gewalttätigkeit war bisher kaum Gelegenheit auf dem diesjährigen RHF. Gut, die Band ist musikalisch spätestens seid der "Chaos A.D." nur noch belanglos und ohne die Cavalera-Brüder wird sich daran auch nix mehr ändern, dafür ist Derrick aber ein guter Frontmann und mit ordentlichem Sound und nen paar Bier ist gute Laune immer garantiert. Ich hab die Band jedenfalls ordentlich gefeiert, wenn auch nur auf der Tribüne (schon mal Platz fürn King sichern, nech?). Warum allerdings Kinder von höchstens 10 Jahren bei so einem Konzert mit in die Menge nehmen und dann noch Crowdsurfen lassen muss, erschließt sich mir nicht. Ist ja schön und gut, wenn der Nachwuchs auch auf Metal steht, aber igendwo isses dann doch mal ein bisschen zu viel.
King Diamond - was soll man zu diesem legendären Auftritt noch sagen? Selbst für jemanden, der den King vor allem aufgrund seines Status in der Szene und weniger als Fan seiner Musik angesehen hat, muss einfach restlos begeistern sein, von dem was da am Sonntag Abend passierte. Meiner Meinung nach hat der Gig alle bisherigen Headliner des RHF in den Schatten gestellt, die ich bisher gesehen habe. Einfach nur grandios, damit hat sich die Crew des RHF selbst ein Denkmal gesetzt. Ich werde mir den King wahrscheinlich auch auf dem Graspop geben, aber ich denke der Sonntag wird nur schwer zu toppen sein.
Ansonsten gibt es zum Festival an sich wenig zu sagen, Stimmung, Service und Publikum waren im Großen und Ganzen wieder mal topp, Ausnahmen wie die besoffenen Blagen, die bei Denial of God nen Moshpit starten wollten oder die Pansentruppe mit dem Brautkleid, bestätigen auch hier wieder die Regel. Allerdings hatte ich den Eindruck es gab mehr Alkleichen als sonst.
"Can't believe all the lying,
All the screams are denying
That the moments of truth have begun" Iron Maiden - When the Wild Wind Blows
On Tour: 28.06. - 30.06. GRASPOP METAL MEETING, Dessel, Belgien
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Tank hatten nen Ersatzsänger wenn ich das richtig verstanden habe. Der war echt Murks.
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War der Typ von Dragonforce. Ging gar nicht.
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Hatte das Gefühl, als wäre ich nicht der einzige gewesen, der auf eine letzte Zugabe wartete, bis dann tatsächlich das Licht anging. ^^ Trotzdem ein grandioser Auftritt. Alleine dafür hat es sich gelohnt das Festival zu besuchen.
Jo. Als ich hörte, dass das Quietscheendchen von Dragonforce singt, wäre ich am liebsten gleich gegangen. Allerdings wollte ich mir Tank unbedingt ansehen. Und auch wenn der Ersatzsänger nicht das Gelbe vom Ei war, so muß man doch auch fairerweise bedenken, dass das wohl immer ein sehr undankbarer Job istVor allem bei einer Kultband wie Tank, die ja scheinbar nicht gerade wenig Die-Hard-Anhänger am Start hatte. Habe jedenfalls recht viele Leute mit Tank-Shirts/Backpatches etc. gesehen. Er hat sich definitiv Mühe gegeben und war auch so sehr bemüht, gute Stimmung zu verbreiten. Also was seinen Einsatz und Mut angeht: Beide Daumen hoch!
Geändert von Saro (22.05.2013 um 11:58 Uhr)
Iron Maiden 06.07.2013 Oberhausen
Der war von Dragonforce? Jesses...
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Ja. Ich meine da so was gehört zu haben, als Tank angekündigt wurden![]()
Iron Maiden 06.07.2013 Oberhausen
Der passt einfach 0. tank sind rotzig und räudig und ned klar und präzise.
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King Diamond=bestes Konzert dass ich je gesehen habe. Leider keine Black Horsemen, dafür tausend andere geile songs, inklusive zwei mercyful fate kracher.
Sonstige Highlights: Orchid, Denial of God, Attic (trotz soundproblemen), Horisont und Gospel of the Horns
Ganz gut: Desaster, Hellish Crossfire, Queensryche
Enttäuschend: Tank
Ansonsten: Fanfreundliches Festival, Gute Preise, gute Fressenauswahl, gross, aber dennoch in einem guten Rahmen, tolles Ambiente, wieder mal viele Festival-vollpfosten (Die Hochzeit während Denial of God=Das letzte und effektiv mühsam), 1 Liter drinks für 22,50 Euro waren das Verderben und das Wetter war erst am Tag der Abreise wirklich schlecht. Sollten nächstes Jahr einige Line Up kracher dabei sein nehmen wir die 700km gerne wieder auf uns. Insgesammt sehr gelungen!
"So fix me one more drink, momma,
And give Mr. Entrance one more kiss"
Shiva Shiva Boom Boom
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Dieses Pack mit den Hochzeitsklamotten war echt mit das Schlimmste, was ich bisher auf dem Festival erlebt habe...ich meine, da steht eine Band auf der Bühne, die nun wirklich keinen Partysound macht, sondern mit Ernst und Herzblut ihr Bestes gibt, und dann kommen ein paar Affen und ziehen da ihre Show ab. Schön, dass da Musiker auf der Bühne standen, die sich besser im Griff hatten als ein gewisser Herr Lutschi, sonst hätte Götz direkt mal das nächste Editorial verfassen können. Wofür ich überhaupt kein Verständnis habe: Warum schenkt sogar der offizielle RH-Fotograf diesen Idioten noch Aufmerksamkeit und fotografiert die??
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04.07.2013 - Obscene Extreme Festival
Um auch nochmal meine Meinung dazu abzugeben:
Allein wegen King Diamond hat es sich gelohnt. Das wohl beste Konzert auf dem ich bisher war (auch wenn mir als Mercyful Fate/King Diamond-Fanboy da evtl. ein bischen die Objektivität fehlt..). Ansonsten waren an Bands auch Denial Of God und Gospel Of The Horns sehr gut, Desaster und Horisont waren auch ok. Queensryche waren enttäuschend, allerdings hatte ich auch nichts anderes erwartet.. Attic waren langweilig und U.D.O. bis auf ein paar Accept-Kracher noch viel mehr.
Die Location war angenehm, allerdings waren wie erwähnt schon ziemlich viele Idioten unterwegs. Bierpreise auf dem Gelände von 3,50 für einen 0,4-Becher sind auch alles andere als besucherfreundlich. Und den Regen am letzten Tag hätte auch nicht sein gemusst. Insgesamt aber ein angenehmes, amüsantes Wochenende.
So weit mein Fazit. Getroffen hab ich außer den Leuten mit denen ich sowieo da war nur The Adversary und Clemente dem ich auch nur mal kurz vor dem Gelände über den Weg gelaufen bin.
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