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Black Metal Bands, die nicht jeder kennt.
Ich habe mir überlegt, dass ich in Zukunft diverse Kritiken für Bands schreiben werde, die kaum wer kennt, deren Qualität aber nicht schlecht ist. Wenn die Reaktionen auf diese Kritik positiv ausfallen, werde ich auf jedenfall weiterschreiben.
1. Argar – Grim March to black eternity
01. Solitude of the dead
02. Cold and Eternal
03. Furvus Avernus I
04. Grim march to black eternity
05. Furvus Avernus II
06. A Grave for us
07. A Revelation in Solitude
08. Heralds of a dead World
09. The End
Es gibt Suicide Black Metal Bands aus Spanien, die kann man nicht ernst nehmen. Als Beispiel könnte man eine Band nehmen deren Sänger sich an ein inverses Kreuz schnallen lässt. Aber Ausnahmen bestätigt die Regel.
Und unter diese Ausnahmen fallen die spanischen Argar.
Nach einer miesen Demo und einem schwachen Debut und einem durchwachsendem zweiten Album haben sie es endlich geschafft ein grandioses Album zu VÖ welches auf den Namen „Grim March to black eternity“ hört. Der Opener „Solitude of the dead“ startet schnell und mit einem markterschütternden Schrei. Das Riffing klingt „anders“, „hetzig“, verzweifelt. Der Gesang ist ein „Geknurre“. Zwar gewöhnungsbedürftig aber sehr gut. Der Song trumpft richtig auf, wenn das Keyboard erklingt und zusammen mit den Gitarren und dem Gesang im Midtempo eine obskure und kranke Atmosphäre schafft. Ein mehr als gelungener Opener für dieses Album. Der zweite Song „Cold und Eternal“ startet mit Keyboard und einem hinterrumpelnden Schlagzeug, dazu ertönt der Gesang und legt sich wie ein Leichentuch über die düstere Szenerie. Ab der Mitte des Songs kommt dann eine kleine Pause mit donnerndem Schlagzeug, anschließend geht es wieder in den Highspeed dazu ertönt eine majestätische Melodie des Keyboards um anschließend wieder dahin zurück zu kehren, womit der Song anfing. Anschließend geht es mit „Furvus Avernus I“ weiter. Der Song beginnt als rein schwarzmettalische Knüppelorgie um dann im Marschrythmus weiter zu marschieren.
Weiter geht es mit dem Titelsong. Sehr schneller Einstieg, dazu das geknurre und anschließend ein sehr morbides Riffing was an Burzums Debut oder auch an die „Hvis lyset tar oss“ erinnert. Dazu erklingt wieder dieses geniale Keyboard was nicht störend, sondern angenehm im Hintergrund ist. Richtig auftrumpfen tut der Song aber erst mit der Mid-Tempo Passage, welche in der Mitte des Songs auftaucht. Sie ist zwar nur kurz, aber des Zusammenspiel von dem Geknurre und hohen Schreien wirkt fazinierend. „Furvus Avernus II“ startet mit einem kurzem Keybaord Intro, welches sehr schwermütig, aber nicht minder genial rüberkommt. Dann erklingt ein Klavier und der Sturm bricht los……Das Klavier ertönt weiterhin im Hintergrund im Vordergrund tobt ein Schwarzmetalsturm aller erste Güte, der Sänger knurrt sich die Seele aus dem Leib, dazu einzelne Schreie. Der Song beinhaltet einen langsamen Mittelteil, welcher durch das Riffing und dem Keyboarderinsatz sehr zu gefallen weiß.
Der Song “ A Grave for us“ beginnt doomig, Geht dann in den Mid-Tempo über und weiß voll zu überzeugen.
„A revelation in Solitude“ beginnt sehr schnell, das Keybaord hält sich im Hintergrund und erzeugt so eine morbide, kranke und obskure Amtosphäre. Der Mid-Tempo Teil toppt jedoch alles. Die Gitarren erzeugen zusammen mit dem Keybaord eine Atmosphäre aus Hass, Verzweiflung und Einsamkeit. Der letzte richtige Song „Heralds of a dead World“ beginnt sehr schnell und Verzweifelt. Eine Hypnotische Wirkung stellt sich aufrgrund des Riffing eins. Der Mid-Tempo Part ist mal wieder genial. Keybaord und Gitarren gehen auch hier wieder eine perfekte Symbiose ein.
Das Outro „The End“ ist ein guter Ausklang für ein sehr starkes Album.
Leider habe ich keine Hörproben im Netz gefunden.
Ich kann aber jedem Liebhaber von obskurem Black Metal diese Cd ans Herz legen. Wer Symphonischen Black Metal mag, der sich keinem Trend verschreibt sollte bei nächster Gelegenheit dieses Album mitnehmen.
Meine Wertung: 9,5/10 Punkte für eine Meisterwerk.
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The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls