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So, hier kommt der zweite Teil meiner Reihe.
Viel Spass beim lesen.
Bands, die nicht jeder kennt.
2. LJÅ – Til Avsky For Livet
01. Til Satan (7:17 Minuten)
02. Til Avsky For livet (5:17 Minuten)
03. Et barn Er Dodt I Bethlehem (6:54 Minuten)
04. Vartegn (3:28 Minuten)
05. Tilgi Dem Aldri (6:02 Minuten)
06. Vadeskudd (4:22 Minuten)
07. Svart (3:15 Minuten)
08. Granatsjokk (2:34 Minuten)
09. Blendene Lys (3:58 Minuten)
10. Gjort Til Djevel (6:36 Minuten)
http://www.myspace.com/ljaanorway
Es gibt Bands, die machen total langweiligen Knüppel Black Metal.
Hauptsache schnell. Mehr passiert dort dann oft nicht. Und es gibt Bands wie LJÅ. Um dieses Werk mit einem Wort zu beschreiben: Heftig.
Der Opener „Til Satan“ beginnt in Höchstgeschwindigkeit, das sehr laute Schlagzeug prügelt sich einen Wolf, während die Gitarre eine morbide fröhliche Melodie spielt. Dazu ertönt dann ein hoher, verzerrter Gesang, den man stellenweise mit Iblis von Endstille vergleichen kann. Als der Song nach dem rasanten Einstieg etwas an Geschwindigkeit verliert, wird absolut jeder Black metal zu 100 Prozent zu frieden gestellt. Dieser wunderschöne Mittelpart entpuppt sich als Glanzstück schwarzmetallischer Tonkunst. Anschließend geht es wieder in ICE-Geschwindigkeit weiter. mit einem wunderbar „verzweifelten“ Riffing, bis es schließlich wieder, wie zu Beginn des Songs, zu Ende geht. Der nächste Song „Til avsky for livet“ beginnt sehr rockig und rotzig. Dazu ein sehr hasserfüllter Gesang. Sehr schöner Anfang, erinnert ein wenig an die „Morke Gravers Kammer“ von Khold. Man denkt der Song geht in diesem rotzig, dreckigen Black n´Roll weiter, dann bricht der Sturm aufeinmal los. Das ist schon keine Höchstgeschwindigkeit mehr…..Lichtgeschwindigkeit trifft besser….aber nur kurz. Nach einem kurzen Zwischenspiel geht es rockig weiter. Anschließend geht es wieder in die Lichtgeschwindigkeit und dann endet der Song abprubt. „Et barn Er Dodt I Bethlehem“ beginnt wieder sehr rotz rockig, diesmal könnte man Carpathian Forest als Beispiel ranziehenmachen. Der Gesang ist wie immer sehr agressiv und brutal. Und als dann noch der „Viking- OH OH OH…Männerchor“ kommt ist man vollends verwirrt. Aber der Song geht dann gleich in den Highspeed, die Gitarre spielt wieder diese herrlich morbide Melodie, die zum Ende des Songs immer intensiver wird. Der Song „Vartegn“ beginnt doomig und knüppelt dann gute drei Minuten voll durch (ok, es gibt drei kleine „Pausen“ von 9 Sekunden….aber die sind nicht weiter erwähnenswert). Weiß voll und ganz zu überzeugen. „Tilge dem Aldri“ beginnt wieder rockig und könnte auch auf der „Ond Spiritism“ von Armagedda sein. Wunderbarer Einstieg. Weiß voll und ganz zu überzeugen, dazu diese herrlich agressive und nie nervende Stimme. Nach gut der hälfte des Songs wird es etwas langsamer, und auch hier muss wieder das geniale Riffing hervorgehoben werden. Sehr verzweifelt und depreesive. Dann ertönt ein Schrei…..und der Song wird im Highspeed weitergeführt. Wie bei jedem anderen Song ist diese Passage auch wieder erste Sahne und absolut genial. „Vadeskudd“ beginnt wieder sehr schnell, dann wird der Song etwas langsamer und anschließend wieder sehr rockig zu werden, dabei wird eine mehr als kranke und morbide Amtosphäre erschaffen, dann wieder Highspeed. Der Song wechselt während seines Verlaufes wieder zwischen einer rockigen und knüppel Passage. Das anschließende „Svart“ ist ein schöner, im mittleren Tempo, gehaltener Instrumental Song, der das „geschundene“ Trommelfell auf die nächste Knüppelorgie vorbereitet: Granatsjokk. 2:34 Minuten reine Agressionen und brutales dauergeknüppel. Stilvoll von einem Granateneinschlag eingeleitet. Brutal, brutaler, LJÅ. Der Gesang ist diesmal sehr im Hintergrund, so dass man sich mehr auf den Sturm im Vordergrund konzentrieren kann. Das anschließende „Blendene Lys“konzentrieren beginnt ebenfalls wieder im Highspeed, um dann in den Mid-Tempo zu gehen. dazu wieder eine Gänsehaut Gittaren Melodie und dann nur wieder weiter zu holzen. Bis zum Ende des Songs regiert dann wieder der wechsel zwischen Höchstgeschwindigkeit und Mid-Tempo. Der Abschlussong „Gjort Til Djevel“ beginnt wie der Opener, so das sich eine Art „Revue“ einstellt. Was nicht störend ist, sondern zu gefallen weiß, nur das bei dem Schlusssong die Gitarren Melodie nicht so im Vordergrund ist. Nach kurzer zeit ertönen Akkustic Gitarren, bis sich das Album nach einer Minute zu Ende prügelt. Ein wunderbarer Abschlusssong.
Dieses Album ist nichts für Dimmu Borgir, oder Cradle of Filth, oder Graveworm Fanatiker. Dieses Album ist böse, rauh und einfach nur abgrundtief hässlich. Hier wird „Wahrer Black Metal“ zelebriert so wie er sein soll. Keine Keybaords, keinen Bombast, nur Raserei und Rock.
Mir bleibt nicht anderes übrig als diesem Meisterwerk die volle Punktzahl zu geben. Hier stimmt einfach alles.
10/10 Punkte.
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The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls