Home › Foren › METAL HAMMER’s Ballroom › Talkpit › rund ums Studium › Re: rund ums Studium
Fräulein MinxIch hab schon vor 5 Jahren abgeschlossen mit Magister , also kenn ich mich mit dem BA nicht aus, dazu kann ich dir nichts sagen. Ich hab unter anderem Germanistik mit Schwerpunkt auf Linguistik, Dialektologie und IT-Philologie studiert. Du kannst dich in Germanistik durchaus spezialisieren (hab ich auch gemacht) aber diese Spezialisierung gibt dir kein Vorlesungsverzeichnis vor. Je von Uni abhangig spezialisierst du dich nach der Zwischenprufung nach Interessengebiet und hoffst, dass im entsprechenden Semester auch Vorlesungen, Seminare und Kurse dafuer angeboten werden. Wenn du einen guten Prof hast, arbeitet der dir dabei durchaus zu und gibt extra Aufgaben, etc. Ich zum Beispiel hatte mich in der Linguistik auf Emotionen in der Schriftlichkeit spezialisiert und daruber auch nach einigen Nebenprojekten meine Magisterarbeit geschrieben (200 Seiten nicht 80, oder meintest du die Master-Arbeit?) – war echt schoen, weil es das Thema, das ich gewaehlt hatte, noch nirgends besprochen gab. Es war also schoen selber Theorien zu erstellen, als andere Maeuler nachzubeten.
Allgemein kann ich dir zum Germanistik-Studium nur sagen: das Studium an sich macht viel Spass, du lernst viel, du bist frei in dem was du tust. Was den Job-Markt angeht: vergiss es. Wenn du nicht gerade promovierst, ist der Jobmarkt fuer dich an sich leer. ich arbeite heute nicht mal ansatzweise in dem Feld. Das Einzige was dir vielleicht noch hilft ist nebenbei mindestens drei Sprachen zu lernen, die man so nicht in der Schule lernt, damit du fuer den Arbeitsmarkt wenigstens noch etwas von Interesse bist.
Dass ein Germanistik Studium nicht unbedingt ein Garant für einen super Job ist, war mir schon klar bevor ich angefangen hab zu studieren. Ich denke aber auch nicht, dass es verschwendete Zeit ist sich mit etwas zu beschäftigen was einen wirklich interessiert. Und zumindest hab ich nun schonmal einen Abschluss…
Ich glaube, dass sich das Studium durch die Einführung von Bachelor/Master ziemlich verändert hat. Meine Studienordung gibt mir (leider) ziemlich detailliert vor was ich belegen muss, frei in dem was man tut ist man überhaupt nicht mehr und der Spielraum, der übrig bleibt, um seinen Interessen nachzugehen kommt mir da leider ziemlich klein vor. Im Bachelor hab ich den „Schwerpunkt“ auf neuere Literaturwissenschaft gelegt, hatte davon aber genauso viel/wenig Ahnung wie von Linguistik und älterer Literatur. Die erste Gelegenheit sich wirklich mal frei mit einem Thema zu beschäftigen, das mich interessiert waren die Prüfungen am Ende….Achso und die master Arbeit ist wirklich nur 80 Seiten lang.
--