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Cyclone Temple – I Hate Therefore I Am
VÖ: 1991 – Combat Records (SPV)
Tracklist:
— Why
— Sister ( Until we meet again)
— Words are just Words
— Public Enemy
— In God we trust
— I Hate therefore I Am
— March for me – Die for me
— Born to Lose
— Silence so loud
Nun kommen wir zu einer Band, die in den letzten 2 Jahren zu eine meiner Lieblinge herangereift ist. Die Rede ist hier von Cyclone Temple, welche aus den vorherigen Znöwhite hervorgingen und in Sachen Gesang einen mehr als positiven Wechsel -> vom hier unpassendem Frauen– zum Männergesang von Brian Troch, welcher der Combo eindeutig die gewisse Würze gab und dessen Stimme teilweise an John Bush, nur nochmal in etwas besser, erinnert.
Leider kam „I Hate Therefore I Am“ zu einer, für den Thrash Metal, völlig ungünstigen Zeit heraus und die Experimente nach dieser Scheibe taten dem Erfolg auch keinen Gefallen, so dass Cyclone Temple leider nach gerade mal insgesamt 3 Alben schon wieder in der Versenkung verschwanden.
Nun, dieses Album hier geht mit „Why“ erst ruhiger aber dann kurze Zeit später astrein in die Vollen und schon hier merkt man, dass melancholische Elemente durchaus mit Thrash Metal harmonieren können, wenn man es denn richtig anstellt und dies ist hier der Fall. Dennoch muss ich sagen, dass mir außer Cyclone Temple auch keine andere Band bekannt ist, die diesen Balance-Akt sonst hinbekommen haben.
„Sister (Until we meet again)“ ist da auch so ein Fall, der zwischen brachialen Gitarrenriffs und ruhigeren Melodien + Trochs gefühlvollem Gesang hin & her wechselt.
Die richtige Ballade steht hier allerdings „Words are just Words“ im Haus, welche sich jedoch ab der Hälfte ebenfalls zu einem arschgeilen Nackenbrecher verwandelt und nur noch mehr für Gänsehaut sorgt. Hier kommen Brians Vocals erst so richtig zur Geltung und das Drumming..meine Fresse, ist das geil hier!
„Public Enemy“ kann man hier getrost als den „schnellsten“ bzw. „partytauglichsten“ Song auf dem Album bezeichnen, was aber keine Abwertung für oder gegenüber den anderen Songs darstellt, im Gegenteil => fügt sich super ein in den Rest.
Desweiteren sind der Titeltrack und „Born to Lose“ nochmal 2 Meisterwerke, auf denen vor allem beim Letzteren der gute Brian sein ganzes Talent voll zur Geltung bringen kann, wirklich verdammt starker Song!
FAZIT: „I Hate Therefore I Am“ stellt definitiv das essentiellste Werk der Melancholie-Thrasher Cyclone Temple dar und sollte meines Erachtens nach bei KEINEM selbsternannten Thrash-Liebhaber in der Sammlung fehlen! Hier wurde ein Meisterwerk geschaffen, dass leider dramatisch unterging aufgrund der völlig ungünstigen Zeit seiner Veröffentlichung.
Wäre das Album mind. 3 Jahre früher auf den Markt gekommen, besser aber noch zu der Zeit als Metallica ihre besten Alben rausbrachten, hätten sich Metallica/Megadeth/Anthrax & Co warm anziehen können bei diesem Referenzwerk des Thrash Metals.
Doch wer die Scheibe sieht, findet, sollte UNBEDINGT zugreifen und noch besser wäre es als Vinyl!
(10/10)
Anspieltipps: Why, Sister (Until we meet again), Words are just Words, Public Enemy, In God we trust, I hate therefore I am, Born to Lose;
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