Re: Beziehungen und Single-Dasein

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bp-kaos

Registriert seit: 14.11.2008

Beiträge: 1,152

Bügeln und saubermachen kann ich eh besser als meine Mutter, Rasen mähen und Grundstück instand halten besser als mein Vater. Und da mein Job weniger Zeit beansprucht, als die meiner Eltern, mach ich das eben schon seit langer Zeit für die ganze Familie. Großes Haus/Grundstück, sechs Personen plus diverse (tlw. wechselnde) Partner, da kommt schon was zusammen. Habe also keinen Grund für ein schlechtes Gewissen, daß ich mit 30 immer noch im Nest sitze, in welchem ich sowieso zu bleiben vorhabe.
Bin eben mittlerweile in der sehr glücklichen Situation, mit 20-25 Stunden Arbeit pro Woche das gleiche zu verdienen, wie mein Vater mit 60 Stunden mindestens (und der ist Betriebsleiter, Meister und seit 30 jahren in der Firma). Die Kohle landet aber sowieso komplett in einem Topf, aus welchem wir am Ende alle fressen.
Zum Thema Fressen: Ich hab mit neun Jahren angefangen, das Kochen zu lernen, indem ich meiner Mutter dabei assistierte. Was sie nicht ahnte, ich schaute mir ihre Handgriffe genau ab, las ihre Kochbücher und verfeinerte das ganze mit den Tips von Biolek ausm TV. Heute bin ich -auch ohne Kochlehre- stolz, der beste Koch der gesamten Hofschaft in der wir leben zu sein. Das einzige, was ich in meinem ganzen Leben niemals hinbekommen werde, ist ein verfluchtes Spiegelei. Rinder-, Schweine- oder Lammbraten (am besten bei Niedrigtemperatur) ist kein Problem. Grillfleisch -marinieren und perfekt grillen- kein Thema. Salate, egal ob klassische oder neue (Eigen)Kreationen, geht alles. Tolle Saucen, Dips oder Chutneys -mach ich mit links. Aber ein Spiegelei? Nö. Selbst wenn ich mich an alle Vorgaben halte wird das nix. Weiß der Teufel, warum.

Naja, Schluss mit der Angeberei und damit btt: Mein letzter fester Freund hat sich aus dem Grunde davongemacht, daß er eben keinen wollte, der familiär gebunden und angagiert ist und nicht die tolle große „Schwulenwelt“ erforschen will, die er -also ich- längst abgehakt hat.
Seit einem halben Jahr bin ich nun mit Hagen verheiratet, welcher zwar sechs Jahre jünger ist als ich, aber wenigstens zu schätzen weiß, was Liebe (ausserhalb der allseits bekannten Schwulenszene) bedeutet: Nämlich daß es mehr gibt, als ein perfektes Spiegelei und nen tollen Arschfxxck am Wochenende.

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Póg mo thóin [/CENTER]