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Ich machs mal wie Palez und hau ein paar ältere Reviews von mir rein z.t leicht angepasst:
Opeth – Blackwater Park
Progressive Death Metal
Jaja, Watershed ist eine tolle Platte, doch ist sie in meinen Augen weder die beste noch die essentiellste Opeth. Nein, dies ist für mich ganz klar „Blackwater Park“, was insofern hier auch seine Daseinsberechtigung hat, da es den Durchbruch für Opeth darstellte und mit Sicherheit die Metalwelt nachhaltig beeinflusst hat. Dank diesem Album sind Opeth das, was sie heute sind, dieses Album war es, das ihnen den „grossen“ Durchbruch bescherte und dieses Album ist meiner Meinung nach auch ihr bestes.
„We entered Winter once again; naked, freezing from my breath“
Selten passt ein Cover bvesser zur Musik als hier. Wenn man wissen will wie „Blackwater Park“ tönt, muss man sich nur das Cover anschauen. Es ist düster und projiziert ein Gefühl von (gewollter) Einsamkeit und Abgeschottenheit. Und genau so tönt die Musik.
Ab dem ersten Ton taucht man in diese dunkle Welt, in diesen dunklen Park ein, und fängt an darin zu versinken. Dabei schwebt man richtig auf dem wunderbaren musikalischen Fundament, und wird von Akerfeldt’s Stimme getragen.
„Into the orchard I walk peering way past the gate“
Es ist schwer zu beschreiben, wie dieser Park, in den man abtaucht aussieht. Die Atmosphäre, welche dieses Album aufbaut ist besonders. Auf der einen Seite ist es dunkel, einsam, trostlos aber dennoch findet man immer wieder irgendwo ein Licht im Dunkeln, eine Person die einen für einige Zeit begleitet. Und genau das macht die ersten Zwei Songs hier besonders, auf eine Weise ist man nicht allein. Durch die wunderschönen, ruhigen Arrangements in den Liedern wird einem eine Hoffnung, ja fast schon eine Gewissheit mitgegeben, eine Gewissheit das dunkel wieder verlassen zu können. Doch nur um bei den Death Metal lastigeren Teilen wieder darin zu versinken.
Ganz anders im dritten Song, dem, der mich anfangs am meisten berührte. „Harvest“ ist ein tieftrauriger, akkustischer Song, der anstatt das Licht in diesem Park zu suchen, einen direkt in die Dunkelheit zieht, und dort lässt.
„Lost, here is nowhere“
Und so geht dieses Album immer mehr in die Dunkelheit. Der Park wird immer düsterer, die Hoffnung zu entrinnen immer weniger. Es ist schlicht umwerfend, welche Atmosphäre Opeth hier aufbauen in den einzelnen Songs. Natürlich trägt Akerfeldt’s extrem variable Stimme einen grossen Teil dazu bei, doch trotzdem, mit der Musik selber, vorallem dem abwechslungsreichen Songwriting, wird die Atmosphäre auch wunderbar aufrecht erhalten.
So geht „The Drapery Falls“ seinen ganz eigenen Weg in der Dunkelheit des Parks. Zuerst ungläubig, verwirrt zieht man auf akkustischen Klängen durch die Dunkelheit, bis man langsam wütend auf den Umstand wird, die Musik wird intensiver, schneller. Solange, bis plötzlich alles in sich zusammenbricht, und nur noch eines übrigbleibt. Akzeptanz, man muss es akzeptieren, dass man jetzt endgültig alleine ist in diesem Park. Und das trägt sich wunderbar durch den ganzen Song.
„Like the wings of a dove, folding around I fade into this tender care“
Bei „Dirge for November“ scheint dann die Hoffnung endgültig verloren. Der Song beginnt wieder ruhig, bedächtlich, zieht einen aber darauf vier Minuten in eine tiefe Dunkelheit und Trostlosigkeit, wie sie vorher noch nicht dagewesen ist. Und genau dann, wenn man denkt, dass es nun durch ist, brechen Opeth einfach wieder durch das ganze Gebilde, und führen einen sanft ans Ende. Einfach nur genial.
Nach dem harten „Funeral Portrait“ welches schon am Anfang ein Killerriff auffährt und erst gegen Schluss mit einem genialen choralen Arrangement auffährt, und dem kurzen Instrumental „Patterns in the Ivy“ fahren Opeth mit dem Titelsong noch einmal ganz dick auf. Denn dieser ist das Meisterstück unter vielen.
„The last dying call for the everlost“
Ein deftiges Riff eröffnet den Song und zieht einen schonmal weiter in die Dunkelheit. So weit so gut, doch was dann kommt ist einfach nur genial. Akerfeldt grwolt sich mit einer riesigen Kraft durch den Anfang des Songs, dass es einem eine Gänsehaut verpasst. Und die Dunkelheit wächst, kontinuierlich, unaufhaltsam. Doch plötzlich zerreisst eine ungewohnte Stile die Dunkelheit, es hat sich beruhigt. Dann folgt ein wunderbares etwa 2-minütiges Akkustikspiel, das einen wieder ans Licht zu ziehen scheint, nur um wieder in den Double Bass geschwängerten Deat Metal zu fallen, der die Dunkelheit wieder aufbaut. Genial! Die Double Bass Attacken häufen sich, als plötzlich zum Solo angestimmt wird. Lichter zucken, die Dunkelheit bleibt aber, und so verstummt das Solo und mit ihm die Lichter. Und der Double Bass ist zurück heftiger als vorher. Man könnte fast meinen, dass zu allem Übel noch ein Sturm im Park aufzieht, mitten in der Dunkelheit. Und so ist es auch, denn plötzlich, für ein paar Sekunden findet man sich im Auge des Sturmes wieder, erlebt einige Augenblicke der Ruhe, und dann bricht er wieder los. Unter einem wilden Dobule Bass growlt und schreit sich Akerfeldt die Seele aus dem Leib. Man merkt förmlich, wie versucht wird die Dunkelheit zu verdrängen, man rebelliert, man will raus, denn der Sturm hat einem den letzten Rest gegeben. Und plötzlich ist es aus, man sitzt da, allein, verlassen. Aber wo? Diese Frage hat sich jeder selbst zu beantworten. Taucht ein, in diesen Park, denn diese Platte kreiert eine so dichte Atmosphäre, die einen nicht loslässt und immer tiefer in diesen Park eintauchen lässt.
„The sun sets forever over Blackwater park“
http://www.youtube.com/watch?v=xvLn8j4c5l4&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=tFX8AyxwCYs
http://www.youtube.com/watch?v=w7Tc43BF8XE&feature=related
Gojira – From Mars to Sirius
Progressive Death Metal
Auch „From Mars to Sirius“ war für die verantwortliche Band wohl der Durchbruch. Vorher fristeten Gojira mit ihrer unkonventionellen, deftigen Mischung aus Death Metal, Progressive und ein bisschen Post Metal ein Nischendasein, wenn auch zu Unrecht, was man merkt, wenn man sich mal das geniale „The Link“ Album anhört. Wie auch immer, mit FMTS gelangte Gojira dann in ein grösseres Rampenlicht, und mit dem 2008 Nachfolger, der sicher auch noch seinen Weg hier hin finden wird, gelangten sie dann endgültig ans Licht der Metalwelt, wo sie auch hingehören.
„Lightning struck me; I see the path I was so scared of“
Denn schon mit dem allerersten Ton von „Ocean Planet“ wird man sofort in die extrem dichte Atmosphäre, die wunderschöne, komplizierte Bilder vor den Augen erscheinen lässt, katapultiert. Das geniale Riff trägt einen weg, irgendwohin. Die Musik hat vorallem eines, Interpretationsraum. Wo man ist? Das muss jeder selber wissen, wie man dorthin kommt weiss man nicht. Man ist einfach dort. Schon der erste Ton trägt einen weg in Weiten, Ozeane, ins All, man weiss es nicht so ganz genau.
Ich persönlich denke es ist extrem schwer zu beschreiben, was für eine Atmosphäre hier aufgebaut wird. Während ich mich bei „Ocean Planet“ in einer Art Ozean wiederfindet, katapultiert mich Backbone in eine trostlose Welt, karg und leer. Und bei „From the Sky“ stürzt man wieder hinunter, in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit, und nimmt trotzdem jedes Detail wahr. Und das ganze scheint sich im All abzuspielen
„Open the door; Enter your heart; You go so far“
Ja in „From Mars to Sirius“ scheint man wirklich so etwas wie eine Reise durch verschiedene Planeten zu unternehmen. Man sieht Wasser, Wüste, Gebirge und hie und da ausgestorbene Zivilisationen. Ja ausgestorben ist wohl das richtige Stichwort, denn eines ist man auf dieser Reise sicher: Alleine. Doch die Musik übermittelt einem nicht die depressive, kalte Einsamkeit wie es andere Alben oft tun. Nein, es erscheint einem durch die Musik auf eine Art richtig allein zu sein. Irgendwie ist es nicht vorstellbar, dass man zu zweit oder zu mehreren auf die Reise gehen würde. Es scheint einfach nicht logisch.
Und so geht es weiter, von Planet zu Planet, man sieht Detail um Detail. Man entfernt sich auf eine Art immer weiter vom Ursprung, und dreht doch im Kreise.
Alles begleitet von der extrem intensiven Musik. Ja „From Mars to Sirius“ ist wohl eines der kompaktesten und in sich geschlossensten Alben die ich je gehört habe. Hier werden unglaublich komplexe, aber dennoch eingängige Wände aus Musik erstellt. Ja Wände ist wohl die passendste Beschreibung dafür was hier geboten wird. Mario Duplantier scheint sein Drumkit jeden Moment zu zerlegen, während er vorallem mit dem Double Mass unglaublich intensive Spannungen aufbaut, die dann durch die Riffs wieder von Grund auf zerrüttet werden. Der beste Vergleich zu Musik währen wohl Wellen, die im Ozean vorkommen, mal gross mal eher klein, aber sie alle brechen mal über dem Hörer zusammen.
Und genau hier machen sich Gojira extrem gut. Sie lassen die Soundwände aufleben, aufkeimen und reissen sie in dem Moment ein, in dem man es am wenigsten erwartet. Und die Details die sich in den Wänden erkennen lassen, spiegeln perfekt die Welt wider, in die man eintaucht. Hier schwirrt etwas rum, dort hat sich etwas bewegt, ja man könnte sagen, dass die Musik lebt. Gojira haben auf diesem Album die Musik auf ihre eigene Art zum leben erweckt, sie haben die Musik so intensiv gemacht, dass einem nichts anderes übrigbleibt als einzutauchen, und im Gegensatz machen sie es einem so leicht wie nur möglich darin einzutauchen.
„I just looked myself straight in the eyes and saw that I had to move to higher places“
Wie gesagt, es ist extrem schwer zu beschreiben was Gojira hier geschaffen haben, diese einzigartige Atmosphäre ist irgendwie fast nicht zu beschreiben, und einzelne Songs weiter heraus zu heben wäre sowieso sinnlos, da das Album nur als ganzes seine Wirkung entfaltet. Doch dann umso mehr, dann wird man von Soundwänden überrollt, und reist durch unbekannte Sphären, die man noch nie gesehen hat.
Der einzige Tipp den ich noch geben kann, ist dieser: Holt euch das Album, legt euch hin, schliesst die Augen und taucht ein in das, was Gojira hier geschaffen haben. Es wird ein Trip den man so schnell nicht wieder vergessen will.
http://www.youtube.com/watch?v=0MHEe5-4Ecg
http://www.youtube.com/watch?v=nMmSc75sAqU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=5vyuZ9Sn_As&feature=related
Into Eternity – Buried In Oblivion
Progressive Death Metal
Into Eternity sind weiterhin eine der Bands, die zwar musikalisch und emotional auf allerhöchstem Niveau agieren und dabei immer wieder Höchstnoten absahenen, vorallem mit diesem Album, aber trotzdem wohl nie an die breite „Öffentlichkeit“ an Metalfans gelangen wird. Dies liegt wohl grösstenteils am Gesang, der immer wieder von Death Metal Growls bis zu Screams wechselt, vorallem mit dem jetzigen Sänger Stu Block . Aber auf diesem Album war der Herr noch nicht in der Band aktiv, was bewirkte, dass jeder der damals 5 Typen ein Mikro hatte und sang. Das ist wohl eine Einzigartigkeit. Und auch sonst hebt sich das Album ab, weil es verzwickter und experimenteller daher kommt als die anderen beiden Nachfolger, und vielleicht auch noch frischer.
„You’re running forever; Getting nowhere“
Schon der Opener „Splintered Visions“ macht klar wohin die Reise in den nächsten knapp 45 Minuten gehen wird. Der Opener ist der musikalisch wohl anspruchsvollste Song auf dem Album, und das will was heissen. Schon in der ersten Strophe trifft man etliche Tempo Wechsel an und wird von den verschiedenen Stimmen tief in den Song hinengezogen. Trotzdem bleibt der Song nachvollziehbar und logisch. Eine extrem melodische Passage mit Klargesang, der einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt, stellt der Refrain dar und leitet sofort wieder in tiefe Growls über. Die Atmosphäre aus Angst und Einsamkeit baut sich immer weiter auf und wird durch das (geniale) Solo noch weiter intensiviert. Dann wieder der wunderbare Refrain der einen tiefer in eine beänstigende Dunkelheit hinabzieht. Bemerkenswert ist hier vorallem wie es Into Eternity schaffen, einen mit den klarsten Passagen der Songs am tiefsten in die Dunkelheit zu ziehen.
„Embraced By Desolation“ macht hingegen das genaue Gegenteil. Mit einem rasenden Riff und den genialen Growls zieht er einen tief in die Verzweiflung, während der darauffolgende Klargesang einem immer wieder kleine Lichtblicke beschert. Noch weiss man nicht genau was mit einem passiert, doch man merkt, dass es nichts gutes ist. Die Rythmen sind wieder vertrackt und vielseitig, der Refrain wieder mit genialem Klargesang gesungen. Man beginnt zu versinken, in Angst und Einsamkeit. Langsam merkt man wie einen das Album anfängt in eine tiefe Dunkelheit zu ziehen, man wehrt sich vielleicht noch, aber es scheint klar, dass man sich dem Abgrund der tiefsten Depression und Hoffnungslosigkeit stellen muss.
„Stare into darkness at the 3 dimensional aperture“
„3 Dimensional Departure“ geht den Weg konsequent weiter. Die Dunkelheit umhüllt einen immer mehr, die Hoffnungslosigkeit in der Musik steigt. Es wird ein richtiger Kampf aufgebaut in der Musik, man fällt immer weiter in das kalte, dunkle Loch, in dieses Grab, und trotzdem gibt es immer wieder Momente die einen mit der Hoffnung erfüllen, dass man trotzdem noch rauskommt. Und genau dies macht diese Platte so besonders, dieser Leidensweg den man hier mitgeht, dass man immer mehr in die Dunkelheit eingeht. Immer tiefer geht, und in der Musik eigene Gefühle, keine guten, wiedererkennen wird. Into Eternity haben es geschafft, dass dieses Album auf seine Art schon fast wie ein Spiegel agiert, je mehr man eintaucht, desto mehr erkennt man von sich selber. Von jetzt, von früher. Dadurch erschaffen sie, auch wenn die Musik sehr komplex ist, eine extrem dichte, persönlich Atmosphäre, die einen mit der Zeit anfängt zu bedrücken, die einen anfängt immer weiter zu umgeben.
Und so gehen sie weiter ihren Weg mit „Beginning of the End“, dem wohl eingängisten Song der CD. Und der Titel beschreibt die Reise, die man mit der Musik geht, wohl perfekt. Obwohl hier eher hellere Melodien vorherrschen, wird man immer weiter nach unten gezogen, immer tiefer in das kalte, einsame Grab. Das kommende Ende wird einem pefekt durch die Musik übermittelt, man schwindet weiter in die Dunkelheit hinein und als Roth zum Solo anstimmt, merkt man endgültig, dass es keinen Weg zurück gibt. Das Ende hat begonnen, die Reise geht ab sofort nur noch in die Dunkelheit.
„Your new life decays since you’ve strayed“
Und so macht man atmosphärisch zum nächsten Song einen kleinen Sprung. Man ist endgültig angekommen in der Dunkelheit, aber man weiss nicht wo genau. Die Dunkelheit, die einen bei „Point of Uncertainty“ immer weiter umgibt, die immer dichter wird, bringt einen schier um den Verstand. Man weiss, dass man endgültig in diese Dunkelheit gefallen ist, aber man weiss nicht wohin. Man ist dort unten, alleine und hoffnungslos. Man beginnt nachzudenken, was man verloren hat. Und genau dies übermittelt einem die Musik, eine hoffnungslose Leere, eine Wut, auf den Verlust den man hatte, eine Einsamkeit der man sich langsam aber sicher hingibt. Und doch, immer wieder wird die Musik von Ausbrüchen geleitet, die sich über den langsam zerbrechlich wirkenden Gesang legen. Aufkeimende Hoffnung? Wenn ja, dann nur um sie wieder zu zerstören.
Die wird dann endgültig klar bei „Spiralling into Depression“. Es ist vorbei. Man weiss es nun, man ist allein, aufgegeben und verlassen. Hoffnung ist inexistent. Man wartet nur noch auf das, dass alles beendet wird, und versinkt langsam aber sicher in der Depression, je mehr man sich der Einsamkeit bewusst wird, desto mehr versinkt man darin. Das Album hat einen endgültig im Griff, in die Dunkelheit hineingezogen, gegen die man vorher noch angekämpft hat.
Genau so geht es in „Isolation“ weiter, die Einsamkeit wird klar, man wartet nur noch auf das Ende.
Musikalisch ist weiterhin alles perfekt. Die wunderbaren Gitarrenläufe, die verschiedenen Stimmen, das vielseitige Drumming passen sich wunderbar in die dichte Atmosphäre eine und man spürt die Dunkelheit, die einem ja eigentlich nur durch einen Spiegel entgegengehalten wird. Ja, je länger das Album geht, desto persönlicher empfinde ich es. Zum Teil hat es eine extrem zutreffende Richtigkeit, die einen fast umhaut.
„Emptiness fills time; A constant state of mental illness“
Mit dem darauffolgenden Titeltrack, der akkustisch gehalten ist, wendet sich dann alles. Der Weg endet hier langsam, man weiss es. Hier ist es, wo man langsam die Gewissheit bekommt, dass es bald vorbei ist. Bald ist diese erschöpfende, aufreibende und einsame Reise durch die Dunkelheit vorbei. Das Lied selber ist eine Zwickmühle, entweder man liebt es oder man hasst es. Es klingt zum Teil schon arg kitschig, vorallem durch den Klargesang bedingt. Mir persönlich zieht es jedoch weiterhin jedes mal eine Gänsehaut den Rücken runter. Bedingt durch diese pure Ehrlichkeit, die in der Stimme liegt.
Und so geht es mit „Black Sea Of Agony“ weiter, der Song setzt genau an dem Titeltrack an und zieht in weiter. Er baut sich dabei immer weiter auf, ein letztes Aufbäumen. Ein letztes mal noch kämpfen, bevor man mit „Morose Seclusion“ sich der Dunkelheit geschlagen gibt, und mit dem Klargesang, der immer zerbrechlicher wird, hinaus getragen wird. Wohin? Das muss man sich selber beantworten.
Denn obwohl „Buried in Oblivion“ diese unglaublich dichte Atmosphäre hat, ist es trotzdem noch so aufgebaut, dass man sich fast schon selber sieht in den Liedern. Wieder, der besagte Spiegel der einem hervorgehalten wird, der den ganzen Weg beeinflusst wie das Ende. Ich kann nur sagen, lasst euch auf dieses Meisterwerk ein, gebt ihm Zeit und ihr werdet eine Reise erleben, durch die tiefsten und dunkelsten Gefilden des Seins. Ein Jahrhundertwerk, das für mich bisher unübertroffen ist.
http://www.youtube.com/watch?v=YnISJvoCBbI
http://www.youtube.com/watch?v=RZ7jexqJcG4&feature=related