Home › Foren › METAL HAMMER’s Ballroom › Meetingpoint › User vs User › Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse › Re: Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse
Also ich habe den Sampler von P4Z1F1S7 erhalten. Aufgrund der Länge hat er sich entschieden nur 14 Tracks draufzupacken.
Die Tracklist:
01. Cloudkicker – Explore, Be Curious
02. This Will Destroy You – Little Smoke
03. Opeth – Folklore
04. Altar Of Plagues – All Life Converges To Some Center
05. Yob – Adrift In The Ocean
06. Scale The Summit – The Levitated
07. Vektor – Tetrastructural Minds
08. The Black Dahlia Murder – Carbonized In Cruciform
09. Obscura – Ocean Gateways
10. Wolves In The Throne Room – Astral Blood
11. Vildhjarta – Benblðûst
12. Pestilence – Sinister
13. Mournful Congregation – The Catechism Of Depression
14. Her Name Is Calla – Dreamland
01. Cloudkicker – Explore, Be Curious
Von Cloudkicker wusste ich nur, dass er seine Sachen selbst produziert und mehr die instrumentale Progressive-Schiene fährt. Ähnlich wie Devin Townsend scheint er sich wohl in diesem Jahr an Ambient-Geschichten versucht zu haben. Während mir das Loop-Album zu kurz geraten war, hat es mir dieser Track umso eher angetan. Er ist sehr bedächtig und dient hervorragend als vorsichtiges Intro. Da hat Pazi zielsicher meinen Lieblingstrack des Albums herausgepickt, auch wenn es eh nicht viele Kandidaten dafür gegeben hätte. Damit der Song nicht zu einlullend wirkt, gibt es am Ende noch eine kleine Verschnaufpause, bevor wieder mit lieblichen Gitarrenzupfern der Schluss eingeläutet wird. Ich kann eigentlich nichts daran aussetzen.
10/10
02. This Will Destroy You – Little Smoke
Mit nachdenklichem Geklimper startet dieser Track hier durch, bevor er von gemächlichen Riffs verstärkt wird und trotz des rauschigen Flairs nie wirklich irreführend oder einschüchternd wirkt, sondern eher… erhaben. Der Titel passt da schon sehr. Da hier anscheinend viel Wert auf Atmosphäre gelegt wird, kann ich nicht mal sagen, ob manche Rauschpassagen unendlich-verzerrte Vocals sind oder nicht. Je länger der Track dauert, desto mehr Effekte gesellen sich zum Hauptthema hinzu, bis am Ende der ganze aufgebaute Druck wieder verdampft und sich in den letzten zwei Minuten wieder in alle Winde verstreut. Hat mich neugierig auf mehr gemacht!
08/10
03. Opeth – Folklore
So blasphemisch das auch klingen mag: Ich konnte noch nie viel mit Opeth anfangen. Bei dem neuen Album habe ich es daher gar nicht erst versucht und mehr als zu einem lustlosen Durchhören habe ich es nicht gebracht. So muss ich jedoch sagen, dass dieser Song aus dem Albumkontext gerissen doch noch irgendwie angebracht ist und trotz der Retro-Riffs und der sauberen Produktion nicht ganz aus der Reihe tanzt, wie bei meiner anfänglichen Vermutung, als ich auf die Sampler-Tracklist geschaut habe. Aber der Song als alleinstehende Einheit prallt leider eher an mir ab, als dass bei mir irgendwas hängen bleibt. Er nimmt öfters mal Anläufe, nur um sich dann wieder hinter ruhigeren Passagen zu verstecken und ganz verkleidet wieder aufzutauchen. Erst zum Ende hin, wo mir die Riffs irgendwo in meinem Hinterkopf bekannt vorkommen, bietet es mir doch noch einen Grund, Gefallen daran zu finden. Nur hätte man meiner Meinung nach auch schneller zum Ziel kommen können, aber bei Opeth ist wohl der Weg das Ziel und für Fans sind diese Ausflüge wohl von höherem Mehrwert als mich.
05/10
04. Altar Of Plagues – All Life Converges To Some Center
Der nächste Über-10-Minuten-Klopper, was ja per se nicht schlecht ist, aber bei Altar of Plagues manchmal auch seine Längen haben kann. Das Album hatte bei mir nicht sehr viele Durchläufe, aber der langatmige Aufbau ist mir dennoch aufgefallen. Für Post-BM-Fans der ersten Stunde natürlich kein Problem, aber mir ist es dann doch lieber, wenn die Tremolopassagen ohne 2-Minuten-Geschrammel vorher beginnen. Die Vocals sind genre-bewusst auf Kreischen reduziert, welches je nach Laune mal flehend, mal eindringlich und mal wütend klingen kann. So ganz wahllos, wie ich den Song in Erinnerung hatte ist er am Ende gar nicht. Es entpuppen sich logische Konsequenzen aus manchen Strukturen und ich glaube sogar einige Stellen als Strophen ausmachen zu können. Zum Ende hin braucht es natürlich das unausweichliche minutenlange Ausbremsen, wo alles wieder zum Stillstand kommt und einem noch die letzten Riffs vor dem geistigen Auge erscheinen. Der berühmte Paukenschlag beendet diesen Tumult und lässt mich weniger ratlos als erwartet zurück.
06/10
05. Yob – Adrift In The Ocean
Man merkt, dass der Sampler jetzt langsam an Fahrt aufnimmt und die instrumentalen Klangfarben immer konzentrierter daherkommen. So beginnt die mir nur vom Namen bekannte Band Yob mit einem Gitarrenspiel, was nicht mehr emotionalem Rauschen ähnelt und füllt die ihre 13 Minuten mit Abwechslung. Ob das ein kräftiger Bass im Hintergrund ist, kann ich nicht ausmachen, doch scheint dieser der Hauptantrieb des Songs zu sein und führt zu den ersten Vocals, die sich auf verzerrte Cleans beschränken, die zu der psychedelischen Szenerie, die der hypnotische Bass bis dahin gezeichnet hat, durchaus passen. Am Ende gehören den leidenschaftlichen Leads die ganze Aufmerksamkeit und diese sind es auch, die dieses massive Werk in einen sicheren Hafen manövrieren. Eine weitere intensive Truppe, die ich mir näher anschauen will.
07/10
06. Scale The Summit – The Levitated
Nach der ganzen schweren Kost lässt man es jetzt mit einem lockeren Gitarrenstück von Scale The Summit ausklingen. Nachdem ich mich jedoch so sehr an diese neuartige Idylle gewöhnt habe, ist mir dieses Stück dann doch zu knapp und freundlich, als dass es an diese Stelle des Samplers passt. Als Song an sich ist es sehr nett, aber zu mehr als einem gelungenen Interlude würde ich es nicht einsortieren. Vielleicht ist es auch nur eine Einläutung der nun Leadgitarren-dominierenden Phase des Samplers. Ich weiß es nicht^^
06/10
07. Vektor – Tetrastructural Minds
Der erste Song, der auf die Kacke haut und mit wilden und aggressiven Gitarren mal wieder zeigt, dass solche extremen Abwandlungen des Thrashs mehr Zuwendung meinerseits benötigen. Der Sänger klingt eigenwillig und am Anfang hätte ich erst auf eine Frau getippt, aber zum Ende hin schwingt dieses Knurren mit, dass den Vokalisten dann doch verraten hat. Ansonsten steht hier das Gitarrenspiel im Vordergrund und es wird tempomäßig einiges geboten, bevor es mit einem wahnsinnigen Crescendo und gleichzeitigem letzten Refrain vorbei ist. Alles in allem genau mein Ding!
09/10
08. The Black Dahlia Murder – Carbonized In Cruciform
Gleich vorneweg: Ich kann mich eigentlich nicht mit viel von BDM anfreunden, aber auch diese Band hat ihre Glanzmomente wie ich finde. Diese sind auf dem neuen Album eher vorhanden als auf dem Vorgänger, doch war mir dabei dieser spezielle Song nie auf dem Schirm. Dafür war mir dann irgendwie das Grundriffing zu simpel und das durchaus sympathische Solo überzeugen mich auch nicht so wirklich. Nach so einem technischem Song von Vektor ist eine Band wie BDM vielleicht als Übergang gar nicht so schlecht, aber wenn es um den Track an sich geht, muss ich wohl eher ablehnen.
04/10
09. Obscura – Ocean Gateways
Nach dem ganzen Lob hier im Forum, war es eigentlich klar, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, irgendwann auf Obscura zu treffen. Das neue Album ist mir aber komischerweise viel zu ausufernd und zu sperrig. Bevor man die Vocals auf dem Album über Bord wirft und mit zugegeben gutem Bassspiel das Ding alleine dreht, ist mir so ein halbwegs übersichtlicher Song wie dieser dann doch lieber. Vergleiche wie Gorod covern Bloodbaths Eaten kommen mir da in den Sinn. Die instrumentale Leistung mag über jeden Zweifel erhaben sein, aber hier halten sich die Abschweifungen in Grenzen, die mir auf dem restlichen Album zu oft den Spaß verdorben haben. So ein (ok)kultiges Growling als Outro ist ein netter Effekt, reicht aber nicht, um meinen Eindruck noch irgendwie zu bessern. Im Grunde gefällt mir dieser Song, aber das sind dann doch nicht die Obscura, die ich auf dem Voralbum so gut fand. Da spricht aus mir wohl der Nicht-Musiker^^
06/10
10. Wolves In The Throne Room – Astral Blood
WITTR waren schon immer so eine Sache. Anscheinend habe ich immer die falschen Tracks gehört, denn während mir die Band eigentlich immer viel zu anstrengend klang, gefällt mir dieses Riffing, das sich durch die ganzen 10 Minuten ziehen, sehr. Die Synths sind mir früher auch nicht so aufgefallen, aber das kann auch nur daran liegen, dass es einer der hinteren Songs auf dem Album ist, zu denen ich noch nicht so oft gekommen bin. Auch hier gibt es einige Stellen, wo etwas die Luft aus dem Song genommen wird, aber natürlich immer nur, umso stärker wieder einzusteigen. Eigentlich eine gute Mischung aus rohem BM und Atmosphäre, den ich versuchen werde weiter in den alten Alben zu erforschen.
07/10
11. Vildhjarta – Benblðûst
Ein Phänomen, mit dem ich bisher weniger anfangen konnte. Komischerweise bringt es ausgerechnet Palez in ihrem Review über Lazarus‘ Sampler auf den Punkt, was mir so suspekt an dieser Musik vorkommt. Neben Decapitateds neuem Album, das für mich am sterilsten produzierte Album, das ich dieses Jahr gehört habe und mit diesen ganzen Djents spielen diese Skandinavier sowieso total an mir vorbei. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
03/10
12. Pestilence – Sinister
Ein Nackenbrecher, wie er im Buche steht, würde ich mal sagen. Sehr roh und dennoch mit Charme. Die rauhen Growls sind dann aber doch nichts für mich und auch einer der Gründe, wieso ich mich noch nicht mit älteren Death Metal Sachen auseinandergesetzt habe. Die Riffs sind pointiert und haben schon teilweise einen slapstick-artigen Unterton. Aber von Bands wie Macabre ist das natürlich noch weit entfernt. Aber neugierig auf mehr macht mich der Song dann doch nicht. Als unterhaltsame Nebeneinlage durchaus interessant, aber mehr nicht.
06/10
13. Mournful Congregation – The Catechism Of Depression
Jetzt kommt der Endgegner, würde ich mal sagen: geballte 19:19 Minuten. Dass jetzt nicht die ganze Zeit durchgeballert wird, kann man sich schon denken. Meistens mit der Begründung, dass man es live nicht aufrecht erhalten könnte. Das Growling am Anfang erinnert sehr an das End-Growling des Obscura-Songs, daher hätte ich diesen Titel eher direkt hinter jenem erwartet, aber naja. Ziemlich doomige Riffs, die mich an Runemagick erinnern, röhren hier um jede Ecke und kommen im ersten Viertel sehr gelassen daher, bis dann die Grundstimmung ins Dramatische umschwankt, um am Ende mit sehr schönen und markanten Riffs durch die letzten Minuten zu läuten. Ein sehr intensiver Track, der mich trotz der Länge beeindruckt hat.
08/10
14. Her Name Is Calla – Dreamland
Das ist dann wieder ein Song, mit dem ich weniger anfangen kann. Generell sind diese Jammer-Vocals nichts für mich und in Kombination mit den verstörenden Hintergrundgeräuschen, die in der Mitte irgendwie an Ulver erinnern, packt mich das ganze Spektakel nicht so wirklich, auch wenn ich ahnen kann, wie sich die Effektemacher das gedacht haben. Hier scheitert es dann ganz klassisch am Hörer und weniger an den Machern. Zusammen mit dem Intro ist das eh der unmetallischste Song des Samplers, doch während Cloudkicker bei mir einen Nerv getroffen hat, ist mir Her Name Is Calla dann doch zu krass. Extremes Rauschen gefolgt von niedlichem Geklimper; so ungefähr stelle ich mir The Angelic Process vor (immer nur Beschreibungen gehört, aber nie selbst ein Ohr riskiert). Das sind wohl noch Welten, denen ich mich langsamer nähern will. Als Rausschmeißer war es mir dann doch zu viel.
05/10
Alles in allem hat mir der Sampler viel Spaß gemacht. Viele Alben kannte ich schon vorher, aber ich habe auch einige neue Bands für mich entdeckt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Pazi selbst Musiker (?), dies würde zumindest die Wahl einiger Tracks auf dem Sampler erklären und das beschränkte Verständnis dafür meinerseits. Ich habe den Sampler ungefähr eine Woche lang gehört, um auch genug Substanzielles schreiben zu können und dies wiederum damit der Sampler-Owner nicht darum bangen muss, dass er seinen durchaus durchdachten Sampler an ignorante Ohren abgegeben hat.
Wer orthografisch-missglückte Phrasen findet, kann sie behalten^^
--
Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...Ich auch nicht, Sina. Ich auch nicht.