Re: Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse

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Axe To Fall

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Auf den Sampler war ich definitiv sehr gespannt, halte ich doch recht viel von ihm und seiner Meinung. Der Sampler zu gut 70% aus mir unbekannten Namen, also rein ins Vergnügen!

Kiwipo hat keine spezielle Reihenfolge vorgesehen, also nehm ich als Tracklist einfach mal die Liste des Entpackten:

1. Kinit Her – Mosaic Of The Hyacinths/Storm of Radiance
2. Monumental Torment – Element Of Chaos
3. Rainbowdragoneyes – Heavy Weather: The Storm Ov The Undead
4. Acid Witch – Stoned To The Grave
5. Manilla Road – Brethren Of The Hammer
6. The Decemberists – Down By The Water
7. Gorod – Transcendence
8. Adolescents – One Nation Under Siege
9. The Universe Divide – Of Realism – The Lead Artery
10. Unexpect – Orange Vigilantes
11. Heinali & Matt Finney – Tinderbox
12. Aliases – The Reality Of Beliefs
13. Rashomon – Jigora
14. Scale The Summit – Emersion – The Levitated
15. Circle Takes The Square – Rites Of Initiation

1. Kinit Her – Mosaic Of The Hyacinths/Storm of Radiance
Puh, was für ein Teil. Ein über zehnminütiges Monstrum allerlei Soundscapes. Der vollkommen verrückt rüberkommende Stimme und die teilweise absurde Nutzung von Streichern, Synthies und Rythmen verwirrt micht nahezu vollkommen. Dennoch hat dieses hässliche Stück dennoch eine gewisse Schönheit. Den Song werde ich mir maximal einmal pro Jahr ernsthaft anhören können, dann aber mit Spannung und Interesse. Keine Ahnung ob das jetzt Ambient oder sonstwas ist, kenn mich da nciht wirklich aus.
7/10

2. Monumental Torment – Element Of Chaos
Der Name lässt schon erahnen was hier auf mich zukommt. Nämlich übertechnischer Death Metal der Marke „Frickeln ‚til death!“. Das erinnert beiweilen an eine Mischung aus Hate Eternal und Necrophagist. Die Kinnlade klappt die kompletten 4 Minuten runter und geht so schnell auch nicht wieder hoch. Was die Jungs dan ihren Instrumenten draufhaben, alle Achtung. Dabei wird nie die Brutalität vergessen. Sehr nett für Zwischendurch auch wenn ich die finster-verschachtelte Methode à la Ulcerate mehr schätze.
7/10

3. Rainbowdragoneyes – Heavy Weather: The Storm Ov The Undead
Alter. Was ist das? Ein Mischung aus Low-Budget-Asia-Jump’n’Run und Takashi’s Castle Japano Pop. Dazu noch etwas Elektronika hier und absurde Geschwindigkeit da, fertig ist die musikalische Komplettfolter. Einmal lachen, wieder ausmachen.
0/10

4. Acid Witch – Stoned To The Grave
Mit diesem Namen wurde man im Forum ja immer mal wieder konfrontiert. Nur zum Reinhören hat es bei mir nie gereicht. Mich empfängt eine sumpfige Mischung als 70ies Doom und katakombenähnlichen Old-OId-Old-School-Death-Metal. Klingt gewöhnungsbedürftig, ist es aber überraschenderweise zu keiner Zeit. Im Gegenteil, hier fließt alles ineinander. Von der Orgel zum Gruftgesang zu den groovenden Riffs. Das alles umgibt eine kultige Atmosphäre, klasse. Hier werde ich definitiv mal näher reinhören.
8/10

5. Manilla Road – Brethren Of The Hammer
Den Name kenn ich natürlich. Aber mit dem neueren Zeug habe ich mich nie intensiv beschäftigt. Dasselbe gilt auch für „Playground Of The Damned“. Warum eigentlich? Das Album und auch dieser Song hat alles was Old School Heavy Metal braucht. Kernige Riffs, kultiger Gesang und hymnische Refrains. Dazu natürlich die obligatorischen breitbeinigen Soli. Die Produktion ist aber, *räusper*, sehr eigen. Ziemlich leise, dumpf und fast schon demoartig. Gewöhnt man sich daran, bekommt man aber gutklassigen Heavy Metal.
7,5/10

6. The Decemberists – Down By The Water

Vor den Decemberist hab ich immer halt gemacht. Warum? Die Bezeichnung Country schreckt mich vollkommen ab. Wird immer so bleiben. Entsprechende Angst hatte ich vor „Down By The Water“. Zu Unrecht, denn der Song kann einiges. Trotz Mundharmonika und Ü50-Fernfahreratmosphäre überzeugt die Melodie, der Refrain bleibt im Ohr. Zwar ist hier alles komplett klischeetriefend, doch eine schöne Prise Indie macht das Ganze deutlich angenehmer bwz. schwungvoller. Schöner Song.
7,5/10

7. Gorod – Transcendence
Mit Gorod habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich kenne zwar nur einen einzigen Song vom letzten Album, der mir als seelenlose Frickelorgie in Erinnerung geblieben ist, aber das hat mir irgendwie gereicht. Nun muss ich mich nochmal mit dem Thema beschäftigen, und wie! 15 Minuten gilt es zu durchforsten. Sofort überrascht mich (gelungener) Klargesang in Zusammenhang mit netten Gitarrenmelodien. Zugleich wird es härter und ungemütlicher, auf die Hektik folgt aber wieder Ruhe. Nach etwa 6 Minuten kommt ein großartiger Groove der dennoch technisch extrem anspruchsvoll ist. Tatsächlich wird die Viertelstunde nicht langweilig, denn das Hauptthema bringt stets wieder Schwung in den Song. Zum Ende wird nochmal frickelig, aber das gehört ja auch irgendwie dazu. Ein äußerst positive Überraschung!
8,5/10

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Musik-Sammler „I met God and he had nothing to say to me.“