Re: Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse

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Leo-suomi

Registriert seit: 16.03.2010

Beiträge: 1,934

Ich habe mich mit TwistOfFates Sampler beschäftigt:

1. Primordial – Death Of The Gods
2. Heretoir – Graue Bauten
3. Falloch – To Walk Amongst The Dead
4. Vic Anselmo – Put Your Spell On Me
5. Les Jupes – Myth # 3 (The Mountain)
6. White Lies – Holy Ghost
7. Lykke Li – I Follow Rivers
8. Universe217 – Nothing
9. Novembers Doom – Buried
10. Forgotten Tomb – Shutter
11. Black Sun Aeon – Brothers
12. Isole – Come To Me
13. Lifelover – Resignation
14. Crowbar – Let Me Mourn
15. Draconian – The Quiet Storm

Primordial – Death Of The Gods

Zum Einstieg eine Band, mit der ich durchaus vertraut bin. Nach ihrem sehr überzeugenden letzten Album liefern sie hier neues Material ab, in das ich aber bisher noch nicht reingehört habe. Formal scheinen alle Elemente noch vorhanden zu sein, auf die Primordial auch beim Vorgänger gesetzt haben. Das Lied beginnt mit etwas seichten Akustikgitarren und es folgt bald der Einsatz der charismatischen Stimme des Sängers. Das Ganze bewegt sich permanent im Mid-Tempo-Bereich und kann weiterhin als progressiver Pagan Metal bezeichnet werden. Insgesamt mangelt es diesem Song doch ein wenig an herausragenden Stellen. Das Songwriting ist nicht ganz so überzeugend, wie auf einigen Songs von „To The Nameless Dead“ und die Stimmung wirkt etwas pseudo-episch. Die Band ist zwar bemüht, aber auf einen größeren Ausbruch, eine erhabene Melodie oder ein anderes spannungsaufbauendes Element wartet man leider vergeblich. Nichtsdestotrotz bewegt sich der Song doch auf solidem Niveau, obwohl da schon ein paar bessere Lieder dabei sein müssen, damit ich mir das Album besorge. 7/10

Heretoir – Graue Bauten

Auch Heretoir sind mir natürlich bekannt, gleichzeitig bisher aber nicht unbedingt durch einen besonders großen Einfallsreichtum aufgefallen. Mal sehen, ob mich „Graue Bauten“ umstimmen kann. Die Musik klingt im Prinzip genauso wie ich sie mir vorgestellt habe. Seichte, an Shoegaze und gelegentlich auch an Post-Rock erinnernde Gitarren treffen auf einen etwas schleppenden Rhythmus, verträumte Melodien und eine hintergründige Cleanstimme, die von gelegentlichem Krächzgesang unterstütz wird. Hm, irgendwoher kenne ich das. Ach ja, Alcest haben diese Mischung auf ihrem letzten Album in wirklich exzellenter Form vorgeführt. Hier ist die Stimmung vielleicht mitunter ein wenig dunkler und die Schreie ein wenig verzweifelter als bei Alcest, aber insgesamt sind doch riesige Parallelen erkennbar. Das muss natürlich nicht gleich heißen, dass Heretoir ein Reinfall sind, denn die Band hat offenbar doch ein recht gutes Gespür für schöne, melancholische Melodien. Allerdings ist diese Art von Musik doch etwas, das wirklich in allerbester Qualität und absolut stimmig präsentiert werden muss, damit es mich nicht nervt. Dabei sind Heretoir nicht mal wirklich nervig (obwohl mich diese süßlich-verzweifelte Stimmung nach einigen Durchläufen möglicherweise doch deutlich mehr stören würde), auch nicht so belanglos, dass man sie als durchgehend langweilig bezeichnen könnte, aber irgendwie will der Funke nicht so recht überspringen und der Song verliert sich dann doch ein wenig in der nichtssagenden Masse der Veröffentlichungen dieser Art. Durchaus stimmig, aber alles andere als etwas besonderes 6/10

Falloch – To Walk Amongst The Dead

Erneut ein Name, der mir schon über den Weg gelaufen ist. Reingehört habe ich auch schon, war damals allerdings ähnlich wenig überzeugt wie bei Heretoir. Der Song beginnt mit unaufgeregten und auch unspektakulären Gitarren, die dann in einen etwas ruhigeren, von der fast poppigen Cleanstimme getragenen Part münden. Dieser ist durchaus gelungen, vor allem weil das kurze, schnellere Schlagzeugspiel am Ende des Parts überraschend passend wirkt. Der seichte, etwas progressive Metal erinnert mich sogar gelegentlich ein wenig Opeth. Alles wirkt recht gut strukturiert und stimmig, allerdings kommt ungefähr zur Mitte des Songs dann doch deutliche Langeweile auf, da die richtig guten Melodien einfach nicht auftauchen wollen. Interessant, da zunächst sowohl die einzelnen Parts für sich als auch die Gesamtkomposition absolut stimmig und durchdacht wirkt (außer die Vocals, dir mich doch ein wenig nerve). Trotzdem kann mich eigentlich keine einzige Stelle wirklich mitreißen. Als dann zwei Minuten vor Schluss noch etwas Violinenartiges ertönt, das gemeinsam mit dem Schlagzeug wohl einen gelungen Spannungsaufbau darstellen soll (was allerdings etwas schiefgeht), ist’s dann aber doch vorbei mit dem Wohlwollen, da die drauf folgende Streicher-Melodie doch zu kitschbeladen ist, als dass ich sie ertragen könnte. Fazit: Komischer, durchschnittlicher Song; Ende sehr störend. 5/10

Vic Anselmo – Put Your Spell On Me

So, nun der erste Interpret, der mir gar nichts sagt. Einordnen kann ich das Ganze überhaupt nicht. Der Song wird hauptsächlich von der weiblichen Stimme getragen. Die Melodien könnten für mich teilweise auch einem Radio-Popsong entsprungen sein, die Stimmung soll wohl ein wenig im (neueren) Gothic-Bereich liegen. Die eingängigen, aber nicht umwerfenden Melodien in Kombination mit der etwas durchschnittlichen Stimme und den gelegentlichen, rockigeren Ausbrüchen wirken auf mich einfach völlig nichtssagend. Es gelingt der Band nicht nur nicht, irgendwelche Gefühle in mir hervorzurufen, ich weiß auch gleichzeitig überhaupt nicht, auf welche Emotionen die Band mit diesem Song überhaupt hinaus will. Teilweise nervig, teilweise extrem langweilig…. 2,5/10

Les Jupes – Myth #3 (The Mountain)

Erneut etwas, das mir absolut nichts sagt. Der Einstieg in den Song ist mit seinem spannungsaufbauenden Schlagzeugspiel schon mal gelungen, leider nach wenigen Sekunden wieder vorbei. Darauf folgt dann eine tiefe Männerstimme, bei der mir leider direkt Assoziierungen mit modernen Kitsch-Gothic-Kapellen in den Kopf kommen. Glücklicherweise entwickelt sich der Song aber nicht in diese Richtung. Der erste Teil ist noch ruhiger und mit seinem prägnanten Bassspiel noch am ehesten auszuhalten. Leider folgt dann eine absolut langweilige Melodie, die mich an diverse, ebenso langweilige Indie-Bands erinnert, die allerdings noch von einer weitaus schlimmeren, extrem eingängigen Kirmes-Melodie(das ist jetzt zwar ein wenig übertrieben, aber ich bin bei sowas recht empfindlich) abgelöst wird. Außer diesen beiden Melodien gibt’s dann auch nicht viel mehr in diesem nervigen Song, dessen Ziel mir ebenso verschlossen bleibt wie bei Vic Anselmo, der aber glücklicherweise schnell wieder vorbei ist. 2/10

White Lies – Holy Ghost

Auch dieser Name sagt mir nichts, die Band reiht sich aber perfekt bei ihren zwei Vorgängern ein. Nach einem langweiligen, seichten Indie-Rock-Einstieg folgt eine für mich absolut grauenhafte Melodie, die wegen ihrer extrem aufdringlichen Keyboardunterlegung jetzt tatsächlich Kirmes-Assoziationen nahelegt. Die sehr eingängigen Melodien in Kombination mit den grausamen Keyboards, schon fast an Elektro-Krams erinnernden Drums (nutzen die am Ende sogar noch Autotune?) und einer an Partystimmung erinnernden „Atmosphäre“ sind für mich leider der absolute Overkill. Kann ich absolut gar nichts mit anfangen. 1,5/10

Lykke Li – I Follow Rivers

Dieser Name sagt mir immerhin etwas. Habe ich als durchaus nicht besonderes Indie-Irgendwas in Erinnerung. Leider ist das Ganze dann doch deutlich näher an gängigem Pop, als ich gedacht habe, auch wenn auflockernde Elemente wie kurz eingesetzte Trommeln davon ablenken sollen. Die langweiligen Strophen werden dann von nervigen, auch hier sehr eingängigen Refrains unterbrochen. Auch wenn das Ganze absolut uninteressant und langweilig ist, gibt’s immerhin keinen so hohen Nervigkeitsfaktor wie bei den vorherigen Interpreten und es können auch Pluspunkte durch die gute, etwas müde wirkende, interessante Stimme gesammelt werden. 3,5/10

Universe217 – Nothing

Weiter geht’s mit Universe217. Der erste Teil des Songs besteht hauptsächlich aus orientalisch anmutenden Klängen und erinnert somit ein wenig an World-Music, ist aber auch wegen der zwar angestrengten, aber nicht besonders herausragenden Stimme recht unspektakulär. Irgendwann folgt dann der Ausbruch in Metal-Gefilde, der mit plötzlich einsetzenden, durchaus harten Riffs gestaltet wird. Hier steigt dann auch die Stimme der Sängerin weiter an und es wird deutlich auf eine recht epische Stimmung abgezielt. Das Ganze ist durchaus recht passend gestaltet, wobei die Kombination der beiden Liedteile auf mich etwas befremdlich wirkt, obwohl der Übergang sehr gut gestaltet wird. Nichtsdestotrotz hat dieses plakativ Epische und der immer damit verbundene Kitsch keinen besonders großen Reiz auf mich und die Melodien nutzen sich auch sehr schnell ab. Trotzdem kann ich immerhin nachvollziehen, warum man das überhaupt gut finden kann. 4,5/10

Novembers Doom – Buried

Novembers Doom sind mir als Death Doom-Band bekannt, die das Genre auch allen Klischees entsprechend praktiziert. Zu Anfang hört man cleane, stimmungsvoll-düstere Gitarren, die eine recht angstvolle Atmosphäre aufbauen. Interessant ist, dass sich der Sänger entschieden hat, zu Beginn des Songs bei den ruhigeren Stellen Growls und bei den härteren Stellen Clean-Gesang zu verwenden. Ist aber gar nicht mal so unpassend, wie es sich anhört und die trostlose, dunkle Stimmung des Doom Metals wird allgemein sehr solide vorgetragen. Auch die Melodien sind nicht schlecht und ermöglichen doch ein tieferes Eintauchen in den Song. Die wirklich tollen Momente sind dann aber leider nicht vorhanden und die Band bleibt dann doch nur bemüht. Auch der Kitsch ist natürlich allgegenwärtig, was ich im Doom aber bis zu einem gewissen Punkt vertragen kann, der hier vielleicht annähernd erreicht wird. Insgesamt ist der Song durchaus ok, haut mich allerdings keineswegs um und legt einer weitere Beschäftigung mit der Band nur bedingt nahe. 6,5/10

Forgotten Tomb – Shutter

Forgotten Tomb sind eine Black Metal-Band, bei der ich es bisher aus völlig unerfindlichen Gründen versäumt habe, mich mit ihr zu beschäftigen. Zeit, das nachzuholen. Der Song fängt mit einem durchaus gelungen, dissonanten Riff an, das in eine etwas obskure Mischung aus hartem Schlagzeug- und Gitarrenspiel und leisen Akustikgitarren übergeht. Die Vocals gefallen mir auch recht gut und ein wenig Stimmung kommt auf. Leider versäumt es die Band, ihren durchaus gelungenen Spannungsaufbau mit einem passenden Ausbruch zu vollenden. Stattdessen setzt sie in der Mitte des Songs auf eine kurzzeitige Ausblendung der Instrumente, die dann mit dem Einsatz völlig langweiliger Standard-Riffs endet, die später zu meinem Entsetzen noch von unglaublich unpassenden, rockigen Clean-Vocals unterstütz werden. Der Song endet dann auch völlig unspektakulär mit diesen Langweiler-Riffs. Fazit: Erster Teil durchaus ok und ambitioniert (mit einem passenden zweiten Teil vielleicht auch wirklich gut), zweiter Teil leider ein absoluter Reinfall. 5/10

Black Sun Aeon – Brothers

Black Sun Aeon sind mir als Nebenprojekt von Namenvergessen, dem Mastermind von Before The Dawn und diversen anderen Nebenprojekten, bekannt. Ähnlich wie bei seinen anderen Bands setzt man hier auf eine Stilmischung verschiedener Subgenres des Metals, die alle eine gewisse Nähe zum „Dark Metal“ besitzen. Zu Anfang hört man progressive Gitarren, die dann irgendwann von härteren Gitarren und den Growls abgelöst werden, zwischendurch aber immer mal wieder auftauchen. Leider kriegt man auch hier keine besonders guten Melodien zu hören, die das Ganze durchaus unterhaltsam gestalten könnten, da eine übermäßige Eingängigkeit in Kombination mit Kitsch hier glücklicherweise nicht auftaucht. Trotz oder gerade wegen des Fehlens von großen Melodien baut sich eine leicht epische Stimmung auf, die sich dann im letzten, dem besten Teil des Songs, der von Akustikgitarren getragen wird, entlädt. Erst hier erschließt sich einem der Song dann auch in Gänze und seine Qualität wird deutlich angehoben. Recht cool, auch wenn ich mir sowas glaube ich kaum besorgen werde. 7,5/10

Isole – Come To Me

Den Namen Isole ordne ich im Epic Doom ein, ein Genre, das mich bisher fast überhaupt nicht überzeugen konnte. Es geht allerdings mit einem durchaus schönen, melancholischen Riff los, das mich durchaus auf das Folgende gespannt macht. Leider ist das schöne Riff nach 40 Sekunden auch schon wieder vorbei und es folgen eher dissonante Riffs, die allerdings auch nicht wirklich drückend sind. Die Cleanstimme tötet die schöne Atmosphäre dann vollständig. Keine Ahnung, was an einer solchen Stimme schön sein soll. Vielleicht liegt’s aber auch nur an der Kombination von dieser komischen Männerstimme und den unpassenden Riff. Denn kurz darauf werden dann wieder melodischere Strukturen eingearbeitet, bei denen die Stimme weitaus weniger unpassend wirkt. Allerdings fehlen auch bei diesem Part die richtig guten Melodien und es dauert nicht lange bis die unmelodischen Riffs wieder ertönen und nervig vor sich hin holzen. Der ruhige Part gegen Ende sorgt dann noch einmal für Auflockerung und ist mit seiner Mündung in einen recht epischen Teil durchaus schön. Ein Song, der in seiner Gesamtheit leider kein bisschen stimmig ist, jedoch teilweise ganz nette Parts aufweist. 6/10

Lifelover – Resignation

Mh, Lifelover. Während Konkurs trotz seiner unglaublichen Eingängigkeit, trotz der süßlichen Melodien, dem Keyboard, dem Kitsch, den einfachen Songstrukturen und der extrem plakativen Depressions-Stimmung ein für mich sehr wichtiges Album ist und auch die anderen Lifelover-Album bei mir durchaus hoch im Kurs stehen, machen Lifelover auf Sjukdom so ziemlich alles falsch, was sie auf den Vorgängern richtig gemacht haben. Es war zwar keine wirklich Enttäuschung, da ich die Entwicklung schon kommen sah, aber es ist doch ein wenig schade. Und „Resignation“ bringt das, was ich an Sjukdom nicht mag, größtenteils doch recht deutlich zu Tage. Eigentlich sind alle bekannten Elemente noch vorhanden. Die cleanen Gitarren, die einfache, einprägsame Melodien vortragen, der treibende Rhythmus, der hier allerdings doch übertrieben wird, die durchgeknallten, abwechslungsreichen Vocals und der einfache Songaufbau. Allerdings klingt das Ganze auf eine etwas unterbewusste, subtile Art und Weise weitaus weniger intensiv, weniger echt als auf den Vorgängern. Hinzu kommt, dass auch das Songwriting stark nachgelassen hat. Während in anderen Songs die süßlichen Melodien nicht mehr wie ein sarkastischer Vorwurf und eine Beleidigung an die Welt klingen, sondern eher in die Beliebigkeit und Lächerlichkeit abrutschen, finden sich hier leider gar keine besonderen, aufregenden Melodien, was es nicht wirklich besser macht. Dieser Song hier läuft eigentlich komplett an mir vorbei und auch die Vocals, die nicht mehr so völlig gestört wie früher klingen, können das Ganze nicht annähernd retten. Zwar schade um die Band, aber ich weiß auch nicht, wie viel solche Musik die Welt wirklich benötigt. Übrigens klingt der Song kein winziges bisschen wie eine Resignation, anders als einige frühere Lifelover-Songs. 5/10

Crowbar – Let Me Mourn

Jetzt mal ein bisschen Sludge. Crowbar sind ja durchaus sehr bekannt, ich habe mich allerdings noch nicht wirklich mit ihnen beschäftigt. Die Band brettert dann mal in gewohnter Sludge-Manier drauf los. Drückende, abgrundtiefe Riffs walzen über den Hörer und die etwas entrückte Stimme brüllt dagegen an. Mehr Abwechslung würde dem Ganzen jedoch ziemlich gut zu Gesicht stehen, da bis auf die durchaus funktionierenden Riffs nicht besonders viel passiert. Irgendwann kommen mal ein paar Variationen vor, die auch etwas Melodisches andeuten, aber so ein richtiger Ausbruch erfolgt leider nicht. Schade, denn das Grundgerüst passt und ist durchaus stimmig. 6/10

Draconian – The Quiet Storm

Zum Abschluss gibt’s mit Draconian noch mal Kitsch-Doom. Der Anfang dient mit einem ruhigen Spannungsaufbau, der durchaus an den Novembers Doom-Einstieg erinnert. Allerdings wird hier eine leichte, süßliche Frauenstimme, die man von Draconian kennt, über das Ganze gelegt. Anschließend gibt’s die gewohnten Growls mit Weltuntergangsriffs, die allerdings auch hier nicht die ganz großen Melodien finden (nicht mal die richtig kitschigen). Irgendwann gibt’s dann ne kleine Veränderung, die recht aufdringliche Keyboard mit ins Spiel bringen, welche den Kitsch dann doch recht gut mitbringen. Im zweiten Teil des Songs wird’s dann anfangs etwas schneller und ein bisschen melodiöser, was dem Song auch gut tut. Kurz darauf verfällt die Band wieder in den düsteren Trott des Anfangs, was hier durchaus passend ist, auch wenn mich die Frauenstimme schon ein wenig nervt. Zwischenzeitlich gibt’s dann auch wieder ziemliche Pseudo-Epik, verbunden mit Keyboards, hintergründigem Frauengesang und viel Kitsch, der für diesen Gothic/Death Doom ohnehin exemplarisch zu sein scheint. Dieser Kitsch steigert sich dann bis zum Duett der Growls und der Frauenstimme am Ende. Mh, weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Manche Teile des Songs sind durchaus nett, andere eher langweilig und wieder andere doch sehr nervig. Insgesamt fällt mir eigentlich kein erdenklicher Grund ein, warum man nicht lieber (statt auf diese Band) auf Doom:VS, das weitaus bessere und weniger kitschige Nebenprojekt eines der Mitglieder, zurückgreifen sollte. 5,5/10

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Der Sampler war für mich insgesamt recht durchschnittlich. Nichts, was mich wirklich richtig überzeugen konnte, auch wenn ich in die Primordial sicherlich noch weiter reinhören werde. Vieles, was ansatzweise gut war, jedoch oft von unterschiedlichen Dingen kaputtgemacht wurde. Und zusätzlich ein paar wirklich sehr störende und anstrengende Sachen. Nichtsdestotrotz in meinen Augen kein richtig schlechter Sampler und es hat mir Spaß gemacht, mich mit den Songs auseinanderzusetzen.