Re: Der als-mir-in-der-Schule-langweilig-war Thread

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Headbanging Man

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Beiträge: 703

Puh, war mir langweilig in Spanisch und deutsch!

Angeregt von „los Amantes de Teruel“ der spanischen Version von „Romeo und Julia“ habe ich diese Geschichte geschrieben. Viel Spass beim lesen! 😀

Rüdiger und Kunigunde

Es war einmal in einem fernen Land ganz hier in der nähe ein Liebespaar, dem keine glückliche Zukunft
bevorstand, im Gegenteil.

Wir schreiben das Jahr 1995, Rüdiger, damals 20, traf Kunigunde zum ersten mal in einer etwas zügeloseren
Gegend und verliebte sich auf Anhieb unsterblich in dieses bezaubernde Wesen.
Zerschlissene Kleidung, dreckig, ein Heu-gelbes Pferdegebiss, ein zinken in Form eines
Sandburgenbauförmchens, mit denen Rüdiger heute noch spielen würde,
hätte seine Mutter ihm diese nicht weggenommen, als er 18 war, Ohren, so groß und rund wie Cds,
Beine wie Stelzen und Brüste, so groß wie Autoreifen. Das gefiehl Rüdiger.
Er ging zu ihr hin und fragte sie, ob er sie auf einen Kaffe einladen dürfe. Sie roch angenehm nach alten Socken.
Kunigunde antwortete Rüdiger, für Geld würde sie alles tun, was Rüdiger allerdings nicht verstand.
„Ich verstehe nicht ganz, Ich lade dich doch ein! Du musst nichts zahlen!“ sagte er zu ihr. Das fand sie so süß,
dass sie Beschloss den Strich zu verlassen. Schon kurz darauf kam sie auf den Punkt:
„Du bist der Kohl in meiner Kohlsuppe, der Sand in meinem Getreibe, ich liebe dich! Heirate mich!“ bettelte sie ihn an.
„Ja, ich will, mein Nilpferdchen!“, rief Rüdiger begeistert. So glücklich war er nicht mehr, seit er seinen Schülerausweis geraucht hatte.

Schon am nächsten Tag erzählte Kunigunde ihrem Vater, der mit dem, womit sie ihr Geld verdiente, bevor sie Rüdiger kennengelernt hatte,
kein Problem hatte, bei der Hochzeit allerdings war er nicht mehr so freigiebig, da er ja nicht mehr mit seiner Tochter reiten konnte, da sie ja im Haus beschäftigt war.
Ausserdem sollte der Bräutigam reich, schön und intelligent sien, vor allem aber reich!
Und dann sah der Vater Rüdiger zum ersten mal und alle Pläne des Pärchens platzen wie eine Seifenblase.
„Diesen…diesen…Penner willst du heiraten?!?“ wandte er sich entsetzt an Kunigunde, doch er lies sie gar nicht erst zu Wort kommen, zog stattdessen
weiter über ihn her und machte ihr Vorwürfe, was sie sich wohl dabei gedacht hatte.
Dann allerdings ein Lichtblick: Nach langer und heftiger Diskussion mit dem Vater, die dessen Monolog folgten,
setzte das Paar die Hochzeit durch.
Allerdings musste Rüdiger dafür etwas tun: Innerhalb eines Jahres muss er reich und schön sein!
Was das schön betrifft gab es kein Problem, mit Geld kann man sich alles kaufen.
————-
So vergingen 364 Tage, in denen nichts geschah, der normale Alltag eben.
Am 365. Tag stand Rüdiger auf, es war ein schöner Samstag, die Sonne schien er hatte frei. Er beschloss eine Radtour zu machen.
Nachdem er bis Mittag gefahren war, machte er eine Pause und dabei fiel ihm siedend heiß ein, dass er bis morgen
reich und schön sein musste, falls er von der Frau seiner Träume nicht nur träumen wollte.
In der ferne zog ein Gewitter auf.
Er radelte so schnell wie möglich nach Hause. Er überlegte. „Was soll ich bloß machen?“
Es begann zu regnen. Er fuhr schneller.

Draußen blitzte und donnerte es, als er sich schluchzend auf sein Bett fallen lies. Er weinte. Er weinte den ganzen Abend.
Doch als er gegen 23 auf Kneipentour gehen wollte, um sihc bis zur Bessinungslosigkeit zu besaufen,
hatte er die rettende Idee:
Er musste eine Bank überfallen!

Also stal Rüdiger die Ak-47 seines Onkels, ein enger Freund Osama Bin Ladens, und machte sich,
mit einer Alditüte mit Sehschlitzen auf dem Kopf, um nicht erkannt zu werden,
mit dem Fahrrad auf den Weg zur nächsten Bank.
Dort angekommen sprang er vom Rad und rannte zur Eingangstür. Sie war verschlossen.
Da hatte er doch glatt vergessen, dass es Samstag Nacht war!
Doch er hatte Glück: Nur wenig später öffnete ihm ein älterer Herr mit seiner EC-Karte die Tür,
allerdings begriff er nicht, das die innere Tür ebenfalls verschlossen war.
Er stand einfach da und fummelte an der Tür rum, als wäre sie Kunigunde.
Doch dann, blind vor Wut und Mutlosigkeit, verschaffte er sich mit dem MG Zugang zu den Innenräumen der Bank, aber er beschaffte sich auch eine Menge ärger:
Fast augenblicklich wurde der Alarm ausgelöst.
Bis zum eintreffen der Polizei schoss Rüdiger noch munter um sich und zerstörte die ganze Einrichtung.
Mit nur noch einer Kugel im Magazin wandte er sich zum gehen, doch die Bank war bereites umstellt und ihm wurde
zugerufen, dass alles zwecklos sei und er sich ergeben solle.
Er ging mit erhobenen Händen aus dem Bankgebäude und da geschah es:
Der letzte Schuss aus Rüdigers MG löste sich! Die Kugel flog aus dem Lauf in Richtung Boden, wurde dort allerdings von
Rüdigers erstem selbstverdienten Markstück abgelenkt und verwundete einen Polizisten tödlich.
————–
Rüdiger wurde zu 20 Jahren haft verurteilt.
Kunigunde wurde einem anderen Mann versprochen, was Rüdiger nicht ertrug.
Er erhängte sich in seiner Zelle mit seinem geliebten Bob der Baumeister Handtuch.

Ein paar WOchen nach seinem Selbstmord hatten Kunigunde, ihr zukünftiger Ehemann und ihr Vater
einen schweren Unfall, bei dem alle drei starben.
Kunigunde fuhr.

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