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ah, das war vom Schweizer Fernsehen: http://www.sf.tv/sf1/sternstunden/einzel.php?docid=kapitalismus20080914
Link zum Video; Vorsicht: Download hat 217 MB; oder die MP3; aufgrund des Alters (von sage und schreibe einer Woche!) dürfte es nicht mehr ganz aktuell sein.
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Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.Highlights von metal-hammer.deRedaktion und Acker: Festival-Praktikant (m/w/d) 2026 gesucht
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Ah, ein Bush-Bash-Thread…..wie spannend…..*gähn*
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"Heavy Metal in my ears Is all i ever want to hear. Before the sands of time run out , We'll stand our ground and all scream out! Manilla Road - Heavy Metal to The World On Tour: 11.06. Rockfels - Loreley Freilichtbühne, St. Goarshausen last.fm Musik-Sammlerbush-bash wiedermal…ach bitte das hat schon sonen bart, ich glaub nichtmal emp verkauft noch anti bush shirts…
vor 3-4 jahren wars ja ok aber langsam is das einfach nurnoch lächerlich…in paar monaten is der typ sowieso raus--
Man wird hier sicherlich auch eher schon den Rat von Polit- und Wirtschaftsexperten herangezogen haben um dann die „einzige“, „unbedingt“ „notwendige“ Karte noch zu ziehen um Schlimmeres Unbil zu verhindern.
Dat war mit Sicherheit keine Spontanbauchentscheidung von Bush!
Freiwillig hät der wohl auch net gern nochmal so´n Ding rausgelassen.
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Süß. Bush kritisieren. Was ganz neues. Es wissen inzwischen alle was der Mann doch für ein bösartiger Kinderfresser ist, kann man nichtmal auf wen anders losgehen?
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nur der thread-eröffner meldet sich nicht mehr zu wort :D
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so, habs mal umbenannt. Der Titel war doch etwas … subjektiv
Aber das Thema ist nach wie vor brandaktuell, von daher schien das passend.Hab ein paar interessante Artikel gefunden…
Welt
Financial Times Deutschland
Tagesspiegel
Spiegel zur Hypo Real Estate
Alternative zum Paulson-PlanDie Krise ist also noch lange nicht ausgestanden. Aktuell kam grade im ZDF, dass der Rettungsplan des US-amerikanischen Finanzministers vom Kongress abgelehnt wurde – übrigens seitens der Republikaner mit einer 2/3-Mehrheit! Angst vor Finanzjournalismus und dem Ende der freien Marktwirtschaft sollens gewesen sein. Das wird (leider) noch interessant werden…
Nur falls es jemanden interessiert :-X
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Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.Als ich vorhin auf die „Sudetendeutschen“ gewartet habe, kam ich kurz in den Genuss einer ARD Sendung zum Thema. Ich war dann doch erstaunt mit was für einer Unverfrorenheit – und auch gänzlich ohne Widerworte – ein Wirtschaftsheini bemerken konnte, dass am „Geschäftsmodell der Banken nichts auszusetzen“ sei.
Und solange dies das Credo der Finanzaristrokratie bleibt, wird sich an den systemimmanenten Faktoren, die ja zur Quasi-Bankrotterklärung des Neoliberalismus‘ geführt haben, überhaupt nichts ändern.
Die gerade so pouläre Forderung nach staatlicher Aufsicht (Lafontaine anyone?) ist wohl auch deshalb nicht mehr als ein Lippenbekenntnis.--
"Wäre Hertha BSC ein Yoga-Verein, hier wär alles blau-weiß." "Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch." Den Arm aus dem Fenster, das Radio voll an, draußen hängt ein Fuchsschwanz dran...ja, seh ich auch so. Wenn dieser Plan (so nötig einer ist) doch noch durchgeht, werden die Banken/Investmenthäuser ihre faulen Papiere los und können danach (mehr oder weniger) so weitermachen wie bisher. Natürlich werden ein paar Regeln aufgestellt bzw. verschärft werden, aber die Verantwortlichen werden aus dem ganzen Schlamassel nur eines gelernt haben: der Staat greift im schlimmsten Falle ein. Setzen, sechs.
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Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.attoparsec der Staat greift im schlimmsten Falle ein. Setzen, sechs.
Das Problem ist halt, tut er es nicht, geht die gesamte Wirtschaft den Bach runter.
Ich weiß nicht, in wie weit man noch an der aktuellen Situation etwas ändern könnte, wenn der Staat nicht eingreift. Fakt ist aber wohl, dass Teile dieses Finanzsystems ganz klassisch versagt haben und das Lösungen für die Zukunft her müssen. Hier sollte man trotz grundsätzlicher freier oder sozialer Marktwirtschaft den Staaten mehr Kontrolle zusprechen. Sonst ist selbiger bei der nächsten Krise wieder nur blöder Geldgeber, ohne selbst Einfluss nehmen zu können.
Ein Problem ist sicherlich auch Folgendes: die Banken vertrauen einander nicht mehr und geben einander keine (kurzfristigen) Kredite mehr, d.h. selbst eine relativ gesunde Bank kann unverhofft in Liquiditätsengpässe geraten, im schlimmsten Falle in die Insolvenz.
Interessant finde ich auch die Selektivität, mit der vorgegangen wird. Einige Banken werden übernommen, entweder vom Staat oder anderen Banken, andere (wie die Lehman Brothers) werden willentlich in die Insolvenz geschickt, und anschließend kommen die einigermaßen gesunden Häuser (JP Morgan Chase, Goldman Sachs und noch ein paar andere) daher und tranchieren die Überreste. Interessanterweise war der US-Finanzminister ja mal Chef bei Goldman Sachs, von daher könnte man hin und wieder schon mal Absicht vermuten…
Finde ich es gut, dass der aktuelle Rettungsplan abgelehnt wurde? Ja und nein. Nein, denn es muss „etwas“ getan werden, das ist ganz klar; das, was wir bisher an Krisen und Pleiten gesehen haben, war sicher nicht das Ende. Ja, weil durch diesen Plan dem US-Finanzministerium ein Art Allmacht in dieser Krise zugekommen wäre. Und nochmal ja: 2/3 der Republikaner haben den Plan abgelehnt, weil sie nach wie vor der Meinung sind, der Staat sei das Problem und müsse sich raushalten und weil sie den freien Markt gefährdet sehen. Und da sieht man, dass Manche/Viele immer noch nichts gelernt haben.
Und wenn schon der US-Finanzminister auf Knien um die Absegnung dieses Plans bittet, ist entweder noch viel mehr in diesem Markt faul – oder der Plan ist faul.
Edith: kleine Ergänzung zu Steinbrück. Kleiner Auszug aus einer Rede:
wir müssen uns über Eines im Klaren sein: Was die USA mit dem 700 Milliarden US-Dollar-Rettungsprogramm jetzt im großen Stil vollziehen ist etwas, dass wir in Deutschland ganz gezielt für die betroffenen Banken wie die IKB, Sachsen LB, Bayern LB und West LB bereits vor Monaten vollzogen haben. Deshalb und weil die Verhältnisse bei uns andere sind, ist ein ähnliches Programm in Deutschland oder Europa weder notwendig noch sinnvoll. Nach wie vor ist wahr: Die Finanzmarktkrise ist vor allem ein amerikanisches Problem! Diese Haltung wird im Übrigen auch von den anderen G7-Finanzministern in Kontinentaleuropa geteilt. Das bedeutet nicht, dass die deutsche Politik untätig ist. Im Gegenteil: Bundesfinanzministerium, BaFin und Deutsche Bundesbank stehen in engem Kontakt mit ihren jeweiligen internationalen Partnerbehörden und den Spitzen der deutschen Kreditwirtschaft. Das Krisenmanagement hat bisher geklappt.
Diese Rede dürfte von letzter Woche sein, und ist in Teilen schon wieder obsolet, siehe vielleicht einen Artikel in der FTD. Der Staat übernimmt eine Bürgschaft über mehr als 26 Milliarden Euro, die Privatbanken beteiligen sich gerade mal mit 8 Milliarden. Der Anfang wurde mit der Privatbank (!) IKB gemacht, jetzt diese Bürgschaft, und das wird nicht das Ende sein.
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Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.so, mal zur Abwechslung (und absichtlich) was vom Staatsfeind Oskar Lafontaine.
Einmal in der Süddeutschen
Einmal aus dem SternAuszug aus dem Stern:
Geradezu prophetisch liest sich heute, was ein ehemaliger Finanzminister schon 1999, nach ersten halsbrecherischen Operationen renditegieriger Hedgefonds zu Papier brachte: „Die unverantwortliche Spekulation und die fahrlässige Kreditvergabe der Banken wurden mit Steuergeldern risikofrei gestellt“ – und: „Nicht Deregulierung ist das Gebot der Stunde, sondern Regulierung.“ Er wurde von dem englischen Massenblatt „Sun“ als „gefährlichster Mann Europas“ geschmäht. Der Mann heißt Oskar Lafontaine. Er hat recht behalten.
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Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.Die Hypo Real Estate geht wohl jetzt den Bach runter, da die Bürgschaft gescheitert ist. Warum auch immer:
http://www.heise.de/newsticker/Rettungsmassnahme-fuer-Hypo-Real-Estate-gescheitert–/meldung/116936Ja, das gab es wirklich im Heise-Online Technikticker. Oo
Pressinfo der HRE:
http://www.hyporealestate.com/pdf/PI-HREG_4.10.2008_Deutsch_Endfassung.pdfNicht sehr aussagekräftig. Aber man wird sehen was passiert. Den Privatmann wird es ja wohl nicht treffen, dafür werden Unternehmen wohl die Konsequenzen zu spüren bekommen.
Finde ich gerade alles total super. Gewinne werden privatisiert, aber wenn das Geschäft vor die Wand gefahren wurde, werden die Verluste schön sozialisiert.
IMO hätte man den Markt sich selbst überlassen sollen. Das Kind ist jetzt so oder so in den Brunnen gefallen. Das Grundgesetz soll bestimmt nicht ohne Grund dahingehend geändert werden, dass die Bundeswehr künftig auch im Inland eingesetzt werden kann.--
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