Kapitel I meines Buches!

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    RapeMyself
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    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 391

    Moin!

    In meiner Freizeit bin ich momentan dabei ein Buch zu schreiben. Das soll keineswegs proffessionell werden bzw. unter einem Verlag veröffentlicht werden. Ich schreib es jediglich für mich.
    Das Buch heisst „Aurelie“ und bevor ich euch den Anfang des ersten Kapitels zeige, erkläre ich kurz die Story…
    Also „Aurelie“ geht um ein kleines Mädchen, welches 5 Jahre alt ist und in einem Vorort von Paris bei ihren reichen Eltern aufwächst. Der Vater verdient gut Geld und dementsprechend leben sie auch luxuriös. Ein afrikanisches Hausmädchen ist dort für den Haushalt zuständig. Doch in ihren jungen Jahren wird Aurelie regelmäßig von ihrem Vater vergewaltigt und misshandelt.So lebt sie zwar in Luxus, kann ihre Kindheit aber nicht genießen, bis zu ihrem 12.Geburstag. An dem Tag flüchtet das Hausmädchen mit dem Kind und nimmt es mit nach Afrika zu ihren Eltern. Dort lebt Aurelie in Armut weiter aber lernt dafür die Liebe einer Familie kennen…
    Das mit dem Hausmädchen klingt auf dem ersten Blick vielleicht komisch, aber die Story an sich find ich gut.
    Aber hier endlich der Ausschnitt. Es ist auch gleich der Anfang des Buches…

    Ich war noch klein, ging noch nicht zur Schule und verstand noch nicht viel von der Welt.Die meiste Zeit meiner ersten Jahre verbrachte ich eh zu Hause in dem aus meinen damals kindlichen Augen betrachtet; riesengroßem Haus meiner Eltern.Es war um die Zeit meines 5.Lebensjahres.Zu dieser Zeit waren meine Eltern häufig unterwegs.Sie konnten es sich leisten, jeden zweiten Abend ihr schwer verdientes Geld auszugeben.Und genau diese Abende nutzte ich, um in Abstinenz meiner Eltern mich in unser Wohnzimmer zu schleichen.Neben dem großen, wunderschön im glänzenden schwarz gestellten Piano stand eine kleine Holzkomode, auf der dieses Wunder der Technik stand.Langsam schlich ich mich vor diesen schwarzen Kasten, obwohl ich mir im Klaren war, dass niemand ausser unser afrikanisches Hausmädchen Abadet daheim war.Eine große schwarze Scheibe wartete darauf, abgespielt zu werden.Vorsichtig führte ich die Nadel an die Schallplatte.Es fing an zu knistern.Es knisterte wie Speck in der Pfanne.Dann ging es los.Welch‘ ein Klang, welch‘ Befreiung für meine kindliche, gepeinigte Mädchenseele.Sanft wie Katzenpfoten gleitete ich meine Hand über den Deckel des Plattenspielers.Jeden Abend aufs Neue genoss ich den Klang der Noten und lies mich von den Haar – bis zu den Fußspitzen von der Musik für wenige Minuten entführen.Wie Gewitter ertönte das Orchester in meinen Ohren, schrie kurz auf, damit es daraufhin in leisen Klängen wie Vögel im Frühling dem Ende entgegen sang.
    „Aurelie, mein liebes Kind.Du weisst doch, dass du den Plattenspieler nicht zum Erklingen bringen darfst“. Von Weitem unterbrach Abadet’s von afrikanischen Wurzeln geprägten Stimme meine heiligen Minuten.Ich schwieg.Denn für nichts auf dieser Welt wollte ich auf den Klang des Orchesters verzichten.Solange meine Eltern nichts davon erfahren, so dachte ich, kann ich es wieder tun.Ohne Erwiderung nahm ich Abadet’s Aussage zur Kenntnis; ignorierte sie jedoch.Doch dann wurde es still.Ich öffnete meine Augen und schaute in ein streng blickendes, schwarzes Gesicht.
    „Aurelie, mein Kind.So schön die Klänge sind, ist es dir nicht gestattet.Frage mich vorher oder frage deine geliebten Eltern, ob sie es dir gestatten, den Plattenspieler zu benutzen.Geh hoch in dein Zimmer.Ich will das Wohnzimmer sauber machen.“
    Mit gesenktem Kopf stieg ich die Treppe rauf in mein Zimmer.Mein Kuscheltier, es war ein Bär, hielt ich mit meiner rechten Hand fest an seiner linken Pfote.Er war mein Beschützer.Denn immer, wenn mein Vater von der Arbeit nach Hause kam und er mein Zimmer betrat, wenn ich schlief, passte der kleine braune Bär auf mich auf.Jeden Abend, wenn Papa sich zu mir ins Bett legte, krallte ich mich an Enzo, so nannte ich den Bär, fest und wartete, bis die Zeit vorrüberging.Ich wartete lange, bis die Schmerzen nachliesen und bis mein Vater wieder ruhiger atmete.Papa sagte immer, dass die Schmerzen gut für mich seien,da ich so schneller zur Frau werde.Also lies ich es über mich ergehen.Jedes Mal fing ich an zu weinen.Und jedes Mal blutete ich.Es tat so weh.Ich fragte mich, ob meine damals einzige Freundin Julie das auch von ihrem Vater hörte, aber traute mich nie, sie danach zu fragen.
    Schweigend in Gedanken an das Orchester setzte ich mich auf mein kleines Bett, zog meine Hausschuhe aus und legte mich hin.Ohne auch nur zu blinzeln starrte ich an die Holzdecke, nahm Enzo auf meine Brust und dachte nach.Obwohl ich gerade fünf geworden war, fragte ich meine Eltern nie nach einem Pferd.Mir war nunmal nicht danach.Julie hatte eins.Doch beneidet darum habe ich sie.Mir reichte Enzo.Er gab mir Kraft.Fest krallte ich Enzo an meine Brust, da ich wusste, dass ich noch heute Abend wieder seine Hilfe bräuchte.Papa wird mein Zimmer betreten und sich wieder auf mich legen.Er wird wieder schneller atmen und ich werde wieder Schmerzen haben.Ich werde mit Blut im Laken aufwachen und meine Mutter wird wieder nichts sagen.
    In der Haustür wurde ein Schlüssel umgedreht und ich hörte meine Mutter lachen.Sie scheint betrunken zu sein.Ich mag es nicht, wenn sie getrunken hat,denn dann stinkt ihr GuteNachtkuss so furchtbar.Der Geruch beisst sich in meine Nase fest und hab neben Blutungen und Schmerzen auch den Geruch von meiner betrunkenen Mutter in der Nase.
    „Madame Kenaya“ , wendete sich mein Vater an unser Hausmädchen, „würden sie bitte oben in Aurelie’s Zimmer nachsehen, ob sie schon schläft? Wenn nicht, bringen Sie sie bitte ins Bett.“
    „Natürlich, Monsieur.“
    Schritte auf der Treppe sind zu hören.Es würden Abadet’s Füße sein, die auf das Treppenholz treffen.Fast jeden Abend hörte ich diese Schritte.Es klopfte zweimal an der Tür und da stand Abadet auch schon in meinem Zimmer.
    „Aurelie, zieh dich um.Es ist Zeit zu schlafen“ , sagte sie und schaute mich schüchtern an.Sie wusste, dass Papa noch vorbeikommen wird, um mir auf seine Art gute Nacht zu sagen.
    „Gute Nacht mein Kind“ , sagte sie noch, drehte sich um und verschwand im Dunkeln des Flurs.Meine Zimmertür stand einen Spalt auf.Ruhig war es.Nervös wartete ich auf die Schritte meines Vaters.Sie würden immer lauter werden, bis er letztendlich in meinem Zimmer steht.Ich stand auf, ging zur Tür und wollte sie gerade schließen, als mein Vater betrunken die Tür aufriss.
    „Aurelie, du wirst doch wohl nicht die Tür vor der Nase deines Vaters zuschlagen?Das war nicht nett von dir.Leg dich ins Bett.“
    Ohne meinen Vater in die Augen zu schauen wandte ich mich zu meinem Bett, nahm mir erneut Enzo an die Hand und zog meine Bettdecke bis an mein Kinn.
    Lansamen Schrittes näherte sich mein Vater meinem Bett.Ich zitterte am ganzen Körper, krallte mich verzweifelt an Enzo fest und flüsterte: „Bitte nicht…bitte nicht.Gott lass es nicht zu.Ich bin doch schon zur Frau geworden.Mir wird alles weh tun, ich werde weinen..willst du das?“
    Ich spürte Vaters Hand an meinen Knien.Langsam streichelte er mich und führte seine Hand nach oben.Doch dann kam meine betrunkene Mutter ins Zimmer.
    „Jean-Pierre, ich bin müde.Komm mit mir ins Bett und lass Aurelie, unsere liebe Tochter, schlafen.Na komm mein Geliebter,lass uns schlafen.“ Mein Vater nahm die Hand von meinem Oberschenkel, gab mir einen Kuss auf die Stirn und sagte:“Gute Nacht Aurelie.Hab einen seeligen Schlaf.Wir holen alles morgen nach.“
    Die Tür ging zu und im Zimmer wurde es dunkel.Kein Licht brannte mehr und die Schritte meines Vaters im Flur wurden leiser und ich dankte Gott dafür, dass er mich erhört hat.

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    ... So es reicht!! Ich bin beim Waffenhändler wenn wer fragt...
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    #4711883  | PERMALINK

    Freek
    Participant

    Registriert seit: 20.01.2005

    Beiträge: 5,583

    So, da du dein Kapitel hier gepostet hast, nehme ich das mal als Einladung um Kritik zu äußern.
    Zum Plot an sich will ich nichts sagen, nichts was ich lesen würde aber ich geh‘ mal eher auf deinen Stil ein:

    In den ersten vier Sätzen benutzt du zum Beispiel 3x das Wort „Zeit“, sowas liest sich einfach nicht schön.
    Ich weiß nicht zu welcher Zeit dein Buch spielen soll, ich tippe jetz mal auf die 30er, aber der Teil mit dem Plattenspieler ist auch komisch. Hier hast du wieder ne Häufung des gleichen Wortes, dieses mal „klingen“ in versch. Formen, nervt auch ein wenig…
    Und es heißt nicht „gleitete“, sonder „glitt“.
    Btw, diesen Satz find ich auch irgendwie daneben: „Du weisst doch, dass du den Plattenspieler nicht zum Erklingen bringen darfst“… Ich versteh‘ schon, dass das Hausmädchen förmlich reden muss, aber das ist ein bisschen zu viel des Guten…
    Gleiches gilt auch für „kindliche, gepeinigte Mädchenseele“ und „Abadet’s von afrikanischen Wurzeln geprägten Stimme „.
    In dem Teil, als die Eltern wieder kommen springst du auch ein paar mal ins Präsens, da musst aufpassen, dass du immer in einer Zeitform bleibst, bei dir ja überwiegend Präteritum…

    Joa, das ist mir so beim ersten lesen aufgefallen…;-)

    --

    last.fm / Musiksammlung You're no good for me, but I guess not bad enough And on quiet nights I come to find you crawling through my kick drum Hell bent on deliverance of all the privileges of being with you
    #4711885  | PERMALINK

    RapeMyself
    Participant

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 391

    jo danke für die Kritik ;) ich werds ändern :)

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    ... So es reicht!! Ich bin beim Waffenhändler wenn wer fragt...
    #4711887  | PERMALINK

    Metalie
    Participant

    Registriert seit: 28.06.2007

    Beiträge: 2,175

    Schliesse mich Freek an. Von der Geschichte her gefällts mir aber sehr gut, könntest du mir das Buch, bzw den Text schicken wenn du fertig damit bist?

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    ~~Zu meiner grossen Enttäuschung waren meine surrealistischen Freunde von Lenins lyrischer Arschbacke nicht schockiert.~~
    #4711889  | PERMALINK

    Made
    Participant

    Registriert seit: 15.09.2005

    Beiträge: 5,866

    Hoho, noch ein Schreiberling. Ich hab auch gerade mehrere Eisen im Feuer, allerdings im Bereich Horror. Wünch dir mit deinem Projekt viel Glück und Spaß. Und Durchhaltevermögen, das braucht man ;-)

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    Made hits the road: 29.06 Hatebreed - Schlachthof, Wiesbaden Dass du nicht paranoid bist heißt nicht, dass SIE nicht hinter dir her sind! Beer - It's not only for breakfest anymore!
    #4711891  | PERMALINK

    blutregentin
    Participant

    Registriert seit: 04.08.2008

    Beiträge: 10

    Nicht schlecht fürn Anfang, aber dein Schreibstil ist auf jeden Fall noch ausbaufähig. “ Den Plattenspieler zum Erklingen bringen“ wirkt doch irgendwie gestellt. Aber Kompliment für die Idee und die Geduld so ein Projekt in Angriff zu nehmen

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