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the4xeeffectnein, der reine selbsterhaltungstrieb ist natürlich nicht moralisch. ich kann auch nicht absolut beweisen, dass der wunsch „gutes zu tun“ (der begriff ist platt, ich weiß) in den menschl. genen liegt, nur hätte sich sowas, wäre da nicht eine gewisse „veranlagung“ dafür vorhanden, garnicht erst entwickeln können. wenn sowas ausschließlich durch die gemeinschaft entstünde, die diese „werte“ schon besitzt, wie hätte sich dann die „erste“ gemeinschaft mit diesen werten entwickeln können, und warum ist das überall auf der welt passiert?
auch ist die entwicklung eines solchen verhaltens wunderbar durch die evolutionstheorie zu erklären: da menschen(und ihre vorfahren) früher in kleinen gruppen lebten, war der verlust eines mitglieds sowohl für die gruppe, als auch für das individuum schmerzhaft, da dieses ja stark von der gruppe abhängig war. dh. indem es anderen hilft, tut es sich selbst etwas gutes, und hat somit einen überlebensvorteil.
nebenbei muss es ja auch nicht zwingend sein, dass der mensch sowas wie ein „gut-tu-gen“ besitzt, es reicht aus, wenn er auf irgendeine weise so beschaffen ist, dass sich so ein verhalten entwickeln kann – ob direkt durch DNA codiert oder nicht, ist genaugenommen unwichtig.
vllt. „einfach“ durch das zusammenspiel von höhrer intelligenz und gruppenverhalten. fettes ist keine evolutionsbiologische erklärung sondern eine soziologische.
the4xeeffectdass der ursprung des „anderen-helfen-wollens“ durch die evolution bedingt war (meinen viele wissenschaftler – mir kommts auch plausibel vor) impliziert noch lange keinen nihilismus, und erst recht nicht, dass deshalb alles grau und trist sein muss. nur weil es keine „absoluten“ werte gibt, heißt das noch lange nicht, dass man sich gleich „unmoralisch“ verhalten muss.
das mit den absoluten werten ist sowieso schon gegessen. postmoderne und so…
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denken statt messen