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Hallways of AlwaysUnd was nützen einem schöne Erinnerungen an Festmäler und Saufgelage, wenn man tot ist? Dieser Hedonismus ist doch genauso beliebig wie alles andere auch. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dabei der Glaube an Götter oder ein Leben nach dem Tod oder sonstwas ersetzt wird durch so eine komische Zeit-Ausnutzungs-Moral, so als ob man am Ende seines Lebens seine persönliche Genusskurve integrieren könnte und dann kommt eine Freudensbilanz raus, die einem zeigt, ob sich der Aufenthalt in dieser Welt gelohnt hat. Die Momente des Genusses sind genauso vergänglich wie der schöne, gesunde Körper.
Geht jetzt nichts speziell an dich, aber dein Satz ist ein guter Aufhänger.
Sehr richtig. Hab diese Einstellung nie verstanden. Ausserdem kommt bei diesen ‚Leben geniessen‘-Aussagen in solchem Kontext immer eine subtile Arroganz/ Egozentrik hinzu, welche mich erschreckt. Als ob man das Leben nur geniessen koennte wenn man genau so isst wie man selbst es toll findet. Ich bin bei Entchens Einstellung z.B. viel naeher daran, was ich als Genuss empfinden wuerde, als wenn ich einfach immer alles ueberall reinstopfen wuerde (Aristoteles gruesst).
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