Wie entsteht (Musik-) Geschmack?

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  • #93721  | PERMALINK

    AH
    Participant

    Registriert seit: 28.07.2010

    Beiträge: 1,184

    Nun, wegen der generelleren Natur der Frage mal hier eröffnet, der Aufhänger zur Überlegung war aber der Musikgeschmack, und das beschäftigt mich jetzt seit geraumer Zeit.

    Also – wie entstehen Geschmacksurteile, und wodrauf basieren sie?

    Bliebe man bei der Musik: Ist das alles nur Prägung, die entsprechend variabel sein kann (vgl. „schön hören“)? Ist es die Suche nach gewisser Atmosphäre und Stimmung – woher kommt diese wiederum? Sind, wenn man seinen Geschmack so einzukategorisieren/erklären weiß, diese Urteile nicht sehr instabil und irgendwie austauschbar, längerfristig gesehen?

    Kann man natürlich auch auf jegliche, andere Spektren ausweiten, sei es nun die persönliche Ästhetikempfindung oder tatsächlicher ‚Geschmack‘, bezogen auf Nahrung – wobei das dort genetischerer Natur sein könnte (?), bin mir aber auch diesbezüglich unschlüssig, deswegen dieses Thema.

    Ist jetzt recht ungeordnet, aber vielleicht verhilft die potentielle Schwarmintelligenz ja zu Erleuchtung.

    --

    Und wo ich richtig abgegangen bin, das war bei Dark Funeral, ich hab die ganze Zeit die Songs mitgeschrieen, weil ich kannte wirklich JEDEN Song, und wenn ich mal ne Textpassage nicht gewusst hab, hab ich gebangt. Und dann gings los. Zwo mal hab ichn Brechreiz bekommen vom ganzen Schreien, weil mir die ganze Galle rauskam schon, ich stand dann da, uah geil ey das Feuer bam! und ich war halt - das klingt halt hart - aber ich war kurz davor mir einen zu schrubben, so geil war das.
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    #6872693  | PERMALINK

    Nik
    Participant

    Registriert seit: 24.04.2011

    Beiträge: 9,611

    Gute Frage, ich denke es ist ein Zusammenspiel verschiedener Elemente – womit man aufwaechst (und ob die damit verbundenen Erinnerungen/ Assoziationen gut oder schlecht sind), soziale Gruppen in denen man sich bewegt ( Gewohnheit, Suche nach Akzeptanz innerhalb der Gruppe etc), also das was man so schoen Peer Group nennt (kann also auch zB nur eine Person sein, der man nacheifert).
    Zudem hab ich letztens einen interessanten Podcast gehört, in dem es um neurobiologische Untersuchungen ueber musikalische Improvisation ging.
    Da kam u.A. raus, dass beim improvisieren alle Hirnareale aktiv sind, welche für Sprache zuständig sind, außer dem semantischen Sprachzentrum (so in etwa zumindest, nagelt mich nicht genau drauf fest, ihr wisst ja was ich meine). Er sagte dann romantisiert, dass Musik also sozusagen eine Sprache ohne klare Bedeutung ist. Vielleicht funktioniert dass beim Hören ja auch so – dass man bestimmte Melodien oder Elemente mit verschiedenen Emotionen oder Erinnerungen verknüpft.
    Welche der beiden Seiten entscheidender fuer die Entwicklung ist, hängt dann denke ich auch stark von der Mentalität der jeweiligen Person ab

    --

    #6872695  | PERMALINK

    Wakanda
    Participant

    Registriert seit: 05.08.2011

    Beiträge: 1,571

    NikGute Frage, ich denke es ist ein Zusammenspiel verschiedener Elemente – womit man aufwaechst (und ob die damit verbundenen Erinnerungen/ Assoziationen gut oder schlecht sind), soziale Gruppen in denen man sich bewegt ( Gewohnheit, Suche nach Akzeptanz innerhalb der Gruppe etc), also das was man so schoen Peer Group nennt (kann also auch zB nur eine Person sein, der man nacheifert).
    Zudem hab ich letztens einen interessanten Podcast gehört, in dem es um neurobiologische Untersuchungen ueber musikalische Improvisation ging.
    Da kam u.A. raus, dass beim improvisieren alle Hirnareale aktiv sind, welche für Sprache zuständig sind, außer dem semantischen Sprachzentrum (so in etwa zumindest, nagelt mich nicht genau drauf fest, ihr wisst ja was ich meine). Er sagte dann romantisiert, dass Musik also sozusagen eine Sprache ohne klare Bedeutung ist. Vielleicht funktioniert dass beim Hören ja auch so – dass man bestimmte Melodien oder Elemente mit verschiedenen Emotionen oder Erinnerungen verknüpft.
    Welche der beiden Seiten entscheidender fuer die Entwicklung ist, hängt dann denke ich auch stark von der Mentalität der jeweiligen Person ab

    …also das mit der Gerhinforschung hört sich spannend an. Gibts da nen Link oder ähnliches für weiterführende Infos?

    Ich denke, dass Musikgeschmack auf zweierlei weise entstehen kann. Einmal dadurch, dass man durch sein Umfeld (Menschen, Familie, Radio) bestimmte Musik zu hören bekommt und es einem eben gefällt oder nicht. Wenn nicht könnte dennoch das Schönhören in Betracht gezogen werden. Auf der anderen Seite kann man aber sich selbst auch seine Musikvorlieben/Gewohnheiten „zusammenbasteln“ und sich dabei weiter entwickeln, sodass dadurch ein „Geschmack“ entsteht.

    #6872697  | PERMALINK

    AH
    Participant

    Registriert seit: 28.07.2010

    Beiträge: 1,184

    Eben, denn hier wäre ja aber die Frage…

    Wakanda95…und es einem eben gefällt oder nicht

    … warum …

    Auf der anderen Seite kann man aber sich selbst auch seine Musikvorlieben/Gewohnheiten „zusammenbasteln“

    … und wie beziehungsweise auf welcher Grundlage oder von welcher Basis aus.
    Insofern wären etwaige neurologische Erkenntnisse da wohl nicht uninteressant.

    --

    Und wo ich richtig abgegangen bin, das war bei Dark Funeral, ich hab die ganze Zeit die Songs mitgeschrieen, weil ich kannte wirklich JEDEN Song, und wenn ich mal ne Textpassage nicht gewusst hab, hab ich gebangt. Und dann gings los. Zwo mal hab ichn Brechreiz bekommen vom ganzen Schreien, weil mir die ganze Galle rauskam schon, ich stand dann da, uah geil ey das Feuer bam! und ich war halt - das klingt halt hart - aber ich war kurz davor mir einen zu schrubben, so geil war das.
    #6872699  | PERMALINK

    Wakanda
    Participant

    Registriert seit: 05.08.2011

    Beiträge: 1,571

    AHEben, denn hier wäre ja aber die Frage…

    … warum …

    … und wie beziehungsweise auf welcher Grundlage oder von welcher Basis aus.
    Insofern wären etwaige neurologische Erkenntnisse da wohl nicht uninteressant.

    Also die Grundlage ist immer das Umfeld (Hörgewohnheiten anderer, Radio, Werbung…). Durch die dadurch gewonnene Information über eine bestimmte Musik(richtung) ist man selbst gefragt, mit was man sich davon näher beschäftigt. Dies kann auf Grund einer bestimmten Situation, einer Ursache, oder Gefühlsregung sein. Eben das was im Moment passt, ganz individuell. Und dann entsteht der Geschmack: Denn um überhaupt „seinen“ Geschmack definieren/fassen zu können, muss man wissen, was einem gefällt und was nicht. Durch dieses stetige Abwägen und Kenenlernen von Neuem wächst der Musikgeschmack. Auf neurologischer Ebene kenn ich mich leider nicht aus und kann deshalb auch keine begründeten Argumente liefern, sorry.

    #6872701  | PERMALINK

    Irminsul
    Participant

    Registriert seit: 18.08.2013

    Beiträge: 20

    Ich denke mir ebenso, dass vieles sich anfangs durch die Peer-Group oder vorher bereits durch die Familie entwickelt. So wurde mein Interesse an metallischer Musik damals durch eine bestimmte Cliquenkonstellation geprägt, jedoch habe ich mich noch nie auf eine bestimmte „Szene“ festgelegt, sondern bin musikalisch ebenso immer wieder meinem individuellen, wahrscheinlich auch durch die persönliche Biographie so entstandenen Geschmack gefolgt. Ich höre so nicht nur Metal, sondern auch je nachdem andere Rockformen, Reggae, Hip Hop oder auch elektronische Musik – je nachdem, in welcher Stimmung ich mich gerade finde, was von meinem subjektiven Empfinden gerade zu der Situation passt. Ich denke also, dass nicht nur der Einfluss der Gleichaltrigengruppe, sondern auch die persönliche Biographie – die Gesamtheit an Erfahrungen, die man gemacht, Emotionen, die man empfunden und Umständen, in denen man sich befindet eine wichtige Rolle bei der Entwicklung musikalischer Präferenzen spielt.

    Der hier genannte neurologische Prozess, der sich beispielsweise beim musikalischen Improvisieren mithilfe moderner Forschung beobachten lässt ist letzten Endes sicherlich auch eine Entwicklung, die von allen Umwelteinflüssen in ihrer Gesamtheit gesteuert und mitgeformt wird, so wie letzten Endes jeder Geschmack, den man entwickelt, letzten Endes wahrscheinlich auf neurologische Prozesse rückgeführt werden kann.

    Sehr gute Frage in jedem Fall, bei welcher zumindest was den neurologischen Hintergrund betrifft, jegliche Forschung gerade erst in ihren Anfängen steht.

    --

    #6872703  | PERMALINK

    Hati
    Participant

    Registriert seit: 15.02.2011

    Beiträge: 4,571

    IrminsulIch denke mir ebenso, dass vieles sich anfangs durch die Peer-Group oder vorher bereits durch die Familie entwickelt.

    Nope, bei mir nicht: Bumms, widerlegt^^

    --

    Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...
    Ich auch nicht, Sina. Ich auch nicht.
    #6872705  | PERMALINK

    Daray
    Participant

    Registriert seit: 18.04.2004

    Beiträge: 31,943

    HatiNope, bei mir nicht: Bumms, widerlegt^^

    So schnell lässt sich eine Theorie die so vage ist, nicht widerlegen. Zumal sie nicht aussagt, dass sich die Person auf die Einflüsse von Familie und Umfeld wirken, dessen auch bewusst sein muss 😉

    --

    Treat everyone the same until you find out they're an idiot. http://www.last.fm/user/daray
    #6872707  | PERMALINK

    Irminsul
    Participant

    Registriert seit: 18.08.2013

    Beiträge: 20

    Deshalb meine ich ja auch, dass nicht ausschließlich die Peer-Group, sondern auch eben die Gesamtheit der menschlichen Biographie (die ein jeder aufweist) auf den Musikgeschmack auswirkt. Eine sichere, unwiderlegbare Aussage lässt sich jedoch bezüglich diesen Themas nicht aufstellen, man kann lediglich vage versuchen, das Phänomen irgendwie zu erklären. Sicherlich haben auch verschiedene wissenschaftliche Ansätze – seien es beispielsweise biologische, soziologische, pädagogische etc. ihre eigenen Erklärungsansätze hervorgebracht, aber eine endgültig unwiderlegbare Theorie gibt es da denke ich nicht.

    Wie von Daray erwähnt, ist es eben auch nicht sicher, ob man sich des Einflusses seiner Bezugsgruppe bewusst ist – und ohne Bezugsgruppe lebt niemand auf dieser Welt, dafür müsste man schon ohne medialen Einfluss und zwischenmenschlichen Kontakt völlig isoliert in einem abgeschotteten Raum leben.

    --

    #6872709  | PERMALINK

    Hati
    Participant

    Registriert seit: 15.02.2011

    Beiträge: 4,571

    Ich finde ja nur, dass man das nicht „so einfach“ erklären kann, wie so etwas zustande kommt, weshalb ich Theorien zu diesem Thema immer skeptisch ins Visier nehme.
    Bei mir war es so, dass ich bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr jegliche Musik gehasst habe und erst ab da Sachen gehört habe, die ich allein aus dem Internet für mich entdeckt habe. Ich kannte niemanden, der sowas hört und meine Eltern erst recht nicht.

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    Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...
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    #6872711  | PERMALINK

    Irminsul
    Participant

    Registriert seit: 18.08.2013

    Beiträge: 20

    Da stimme ich dir ja auch zu, wie gesagt – so einfach zu erklären ist dieses Phänomen nicht – man kann sich eben nur in das vage Reich der Theorie voranwagen. 😉

    Allerdings denke ich mir – ohne anmaßend dir gegenüber zu sein, da nur eine Theorie – dass du bei deiner Internetrecherche wie jeder andere Mensch auch eine Bezugsgruppe gehabt hast. Vielleicht waren es neben akkustischen Effekten eben auch visuelle Aspekte, die dich angesprochen haben, beeinflusst haben, oder sogar damals dazu geführt haben, dass du beim Hören einer Metalband gedacht hast „so will ich sein, das will ich hören, das ist genau meins!“.
    Was jedoch auch wieder ein Rätsel ist: Wie kommt man überhaupt auf Geschmack und den Wunsch, sich mit irgendeiner Sache – seien es Musik, Filme, Personen, Gegenstände, Berufsbilder etc. zu identifizieren bzw. weiter zu beschäftigen?

    --

    #6872713  | PERMALINK

    Daray
    Participant

    Registriert seit: 18.04.2004

    Beiträge: 31,943

    HatiIch finde ja nur, dass man das nicht „so einfach“ erklären kann, wie so etwas zustande kommt, weshalb ich Theorien zu diesem Thema immer skeptisch ins Visier nehme.
    Bei mir war es so, dass ich bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr jegliche Musik gehasst habe und erst ab da Sachen gehört habe, die ich allein aus dem Internet für mich entdeckt habe. Ich kannte niemanden, der sowas hört und meine Eltern erst recht nicht.

    Ich bezweifle, dass die Theorie, dass wir beeinflusst sind durch unsere Mitmenschen kaum eine „einfache“ Theorie ist. Zum einen ist die Art der Beeinflussung nicht genauer definiert. Beeinflussung heisst nicht, wie du es zu glauben scheinst, dass jemand etwas hört und deswegen höre ich es auch oder jemand empfiehlt mir etwas und darum gefällt es mir. Das wäre in der Tat viel zu einfach. Wir sprechen von jeglicher Art der Beeinflussung. Wir sagen im Prinzip nur, dass unser Musikgeschmack davon abhängt, wie unser soziales Leben verläuft.

    Mittlerweile habe ich jedoch eine Studie entdeckt, die mit 4000 Zwillingen durchgeführt wurde und die nahelegt, dass wir genetisch stärker auf eine Musikrichtung programmiert sind, als ich dies glauben mochte.

    While, on the whole, musical taste is determined just as much by nature as it is by specific individual experiences, nature’s influence is strongest on appreciation of pop, classical and hip-hop music – indicating some people may be born to love Michael Jackson, Beethoven or Jay-Z.

    Nature’s influence is lowest on appreciation of folk and country, where family upbringing appears to play a role – so a CD collection full of Hank Williams, Dolly Parton and Joni Mitchell can’t necessarily be blamed on genetics:

    Genre Nature’s Influence
    Pop/classical/rap/hip-hop 53%
    Jazz/blues/soul 46%
    Rock/indie/heavy metal 40%
    Country/folk 24%

    The study, conducted by Nokia and Kings‘ College London Department of Twin Research, investigated the listening habits of nearly 4,000 twins and looked at the influence of both genetic and environmental factors on musical taste.

    „Previous studies have shown that perfect pitch ability appears to be partly inherent and with as much as 50% of our musical taste being predetermined, it appears there is a strong argument for the existence of ‚music genes'“ says Adrian North, Professor of Psychology at Heriot Watt University.

    As might be expected, genetic influences decrease over time as individual experiences becomes more important. Excluding country music – on average for the under 50s, genes have more influence (55%)1 than environmental factors (45%)2 , whereas for the over 50s, the influence of individual specific environmental factors on a music collection increases to 60%3.

    --

    Treat everyone the same until you find out they're an idiot. http://www.last.fm/user/daray
    #6872715  | PERMALINK

    Phyrexian
    Participant

    Registriert seit: 11.02.2011

    Beiträge: 870

    Schön hören ist das Stichwort. Ich glaube rein klangtechnisch, kann einem Alles gefallen, wenn man nur möchte.
    Und wann möchte man? Wenn man entweder zu einer Gruppe gehören möchte, egal ob bewusst oder unbewusst, oder wenn man sich mit dem Inhalt der Musik identifiziert. Im Bestfall gefällt einem der Klang natürlich von Beginn an und die Identifikation kommt hinzu.

    Ich denke, dass 90% der Leute die Musik zu Beginn hören, weil sie sie mögen wollen. Und irgendwann mögen sie sie. Wenn man sich einmal geschmacklich daran gewöhnt hat, gefallen einem ähnliche Dinge natürlich dann auch deutlich schneller.

    Ich selbst kannte Niemanden, der Metal, oder gar Rock hörte, als ich damit begann. Prinzipiell hörte ich gar keine Musik, bis ich zu Rammstein und Slipknot kam. Sah einfach keinen Sinn darin. Dies gefiel mir dann.
    Später hingegen würde ich mich teilweise zu den „Schönhörern“ zählen. Denn extremer Metal gefiel mir nicht sofort klanglich, jedoch fand ich hier und da Momente, die ich als toll empfand und ich konnte mich total damit identifizieren. Also beschäftigte ich mich intensiver und öfter mit der Musik und ihren Inhalten und irgendwann hatte ich es mir schön gehört und fand Gefallen daran.
    Hätte ich mich jetzt mit Ballermannschlager identifiziert, hätte ich mir vielleicht diesen schön gehört. In diesem Alter (14-15 bei mir) war ich da eh nicht so gefestigt, dass ich mir sicher war „Dieser Lebensstil ist 100% mein Ding!“.

    Wie unabhängig vom „Peer Groups“ und Gefallssucht oder Identifikation die Musikvorliebe, rein klanglich, vonstatten geht ist auch fraglich … eigentlich wäre einfach eine emotionale Präferenz nahe liegend. Zum einen die, welchen Emotionen man eher zugeneigt ist und dann wie man zu ihnen steht. Jemand, der eher negativ eingestellt ist und genau deswegen positive, simple Musik hört um sein schwieriges Leben zu vergessen, oder derjenige, der genau deswegen diese Musik hört, weil er sich in ihr wieder findet – beides kann mit dem gleichen Ausgangspunkt zu völlig verschiedenen Wegen führen.

    Ich tendierte immer dazu Musik zu hören, die mein Inneres widerspiegelt, als welche, die konträr dazu ist. Rein von der Stimmungslage her geht dann auch situativ wieder völlig Anderes, aber die Grundpräferenz wird immer in die eine Richtung bestimmter Musik weisen.

    Post 666.
    Ich verabschiede mich hiermit von diesem Forum.

    --

    I am thy Plague! I am thy fuel, thy flesh, thy flame!
    #6872717  | PERMALINK

    Leo-suomi
    Participant

    Registriert seit: 16.03.2010

    Beiträge: 1,934

    Dass es zumindest in gewissem Maße in uns angelegt ist, welche Musik uns zusagt, wie es die von Daray zitierte Studie nahelegt, überrascht mich eigentlich kaum. Davon abgesehen, dass biographische und soziale Aspekte sicherlich eine sehr große Rolle in der Ausbildung eines „Geschmacks“ darstellen und ich dies auch bei mir selbst häufig festgestellt habe (bspw. indem ich im pubertären Alter bestimmten Geschmäckern nachgeeifert habe, oder indem bestimmte wichtige Ereignisse in meinem Leben durchaus auch einen Einfluss auf meinen Musikgeschmack hatten (glaube ich zumindest)), finde ich diesen wie auch immer gearteten determinierten Faktor gewissermaßen auch bei mir wieder – zumindest bilde ich mir ein, diesen zu erkennen. Denn ich kann mich eigentlich ziemlich gut daran erinnern, schon im Kleinkindalter (mit etwa 4 Jahren vielleicht) Musik „favorisiert“ zu haben, die eher traurigere, düstere Stimmungen transportierte, während mich fröhlichere Musik definitiv schon damals weniger ansprach, ohne dass ich wirkliche Anzeichen dafür erkennen kann, dass seitens meiner Eltern oder meines sonstigen Umfelds irgendeine Tendenz bezüglich der in der „musikalischen Frühförderung“ (nicht, dass es so etwas ernsthaft gab^^) transportieren Emotionen bestand.

    #6872719  | PERMALINK

    Lazarus_132
    Participant

    Registriert seit: 18.05.2009

    Beiträge: 19,104

    Man labert ihr hier einen riesen haufen Scheiße.

    Es gibt zwei Grundarten von Menschen: die Tollen und die minderbemittelten.
    Die tollen Menschen werden so geboren, dass sie spätestens nach der Pubertät automatisch einen guten Musikgeschmack bekommen. So wie ich zum Beispiel. Ja und die minderbemittelten Entwickeln sich eben so, dass sie Rotz wie Varg, Feiwild und Nachtblut abfeiern.

    Je nach Konstellation der Paarungspartner durchmischen sich diese beiden Menschenarten und kreiren eine sogenannte „Artenvielfallt“. Dadurch kommen dann so lustige Menschen bei raus die Nightwish und Slipknot ganz toll finden, oder auch solche die bei jeder sich nicht bietenden Gelgenheit betonen müssen dass Hip Hop immer scheiße ist oder gar die die sich dauernt als linke Gutmenschen profilieren müssen. Schon witzig diese … Natur.
    Das ist in den Genen verwurzelt. Tolligkeit wird eben rezessiv vererbt, was zur Folge hat, dass tolle Menschen so selten sind. Dass dieses Erbgut auf dem X-Chromosom liegt muss ja nicht weiter erwähnt werden, denke ich.

    So einfach ist das. Ihr mit eurem blödsinnigem Psychogequatsche.

    --

    [COLOR=#ff0000]Last.fm[/COLOR] [COLOR=#ffa500]Musiksammlung[/COLOR] [COLOR=#00ffff]Filmsammlung[/COLOR] [COLOR=#00ff00]Comicsammlung[/COLOR] "Die Bestie hat meine Parkanlagen verwüstet! Das verzeihe ich dir nie! NIEMALS King Ghidorah!!!"
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