Zerfall der USA…?

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  • #5255413  | PERMALINK

    Timmey
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    Registriert seit: 19.01.2009

    Beiträge: 90

    wer auch immer von einem zusammenbruch der usa oder europas ausgeht, vergisst dabei, dass die einzelnen gruppen innerhalb diese staatenbunde rationale akteure sind, die hauptsächlich von wirtschaftsinteressen kontrolliert werden. es gibt kein szenario, in dem es wirtschaftlich wäre, bereits bestehende verbindungen aufzukündigen, daher wird das auch niemand tun.

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    #5255415  | PERMALINK

    Eddie1975
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    Registriert seit: 13.05.2005

    Beiträge: 12,194

    Timmeywer auch immer von einem zusammenbruch der usa oder europas ausgeht, vergisst dabei, dass die einzelnen gruppen innerhalb diese staatenbunde rationale akteure sind, die hauptsächlich von wirtschaftsinteressen kontrolliert werden. es gibt kein szenario, in dem es wirtschaftlich wäre, bereits bestehende verbindungen aufzukündigen, daher wird das auch niemand tun.

    Jajaja…es gibt aber noch andere Akteurmodelle als den Homo oeconomicus.

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    #5255417  | PERMALINK

    MetalEschi
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    Registriert seit: 25.05.2005

    Beiträge: 15,655

    Eddie1975Jajaja…es gibt aber noch andere Akteurmodelle als den Homo oeconomicus.

    ich denke, der Fehler in der Denkweise besteht darin, vom westlichen System als das allein gültige und richtige für die Welt auszugehen. Das ist halt einfach zu kurz gedacht und stellt indirekt die Existenzberechtigung gesamter Völker in Frage.

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    #5255419  | PERMALINK

    Timmey
    Participant

    Registriert seit: 19.01.2009

    Beiträge: 90

    der mensch mag nicht homo oeconomicus sein, oder sagen wir: ist es definitiv nicht.

    aber unorganisierte interessen werden niemals genug einfluss aufbauen können, um die politik eines landes zu beeinflussen. um ein (z.b. wirtschaftliches) interesse so weit durchzusetzen, ist einiges an (rationaler) organisation nötig. deshalb kann man davon ausgehen, dass einflussreiche interessengruppen grundsätzlich rational (natürlich im bezug auf ihr eigenes wohl) agieren, einfach weil die weniger rationalen menschlichen interessen an der hürde der organisation scheitern. die am leichtesten zu organisierenden interessen bleiben dabei die wirtschaftlichen, weil das ziel „gewinnmaximierung“ klar gesetzt ist.

    und egal wie schlecht es einem staat oder staatenbund geht, die wirtschaftlichen verknüpfungen sind viel zu wertvoll, um sie abzubrechen. nach einigen interdependenztheorien ist das der tiefere grund, warum die industriestaaten jetzt schon so lange ohne kriege untereinander auskommen – der wirtschaftliche nutzen, den ein krieg (vielleicht sogar mit „sieg“) bringt, ist viel zu gering, um die störung der handelsbeziehungen mit dem anderen staat und seinen verbündeten zu rechtfertigen. krieg ist erst dann profitabel, wenn der andere staat diplomatisch ein „einzelgänger“ ist, nur schwach wirtschaftlich aktiv und vor allem die zu erbeutenden ressourcen wertvoll genug. beispiel usa-irak 1 und 2.

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