Gekochtes für Tiere gegen Kältetod

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  • #100551  | PERMALINK
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    Kaeltetod

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    Moin,

    ich suche mal wieder nen Partner für nen Usere Battle.
    Alles zu den üblichen Konditionen: gerne werden besondere Themensampler genommen. (macht die Songauswahl einfacher). Kann aus allen Genre Musik anbieten (ausgenommen Core-Sachen).
    Wenn wer Bock hat: Einfach eine PM an mich, alles weitere können wir ja dann klären.

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    The world is grey, the mountains old The forge's fire is ashen and cold No harp is wrung, no hammer falls The darkness dwells in Druin's halls
    #7018547  | PERMALINK
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    #7018549  | PERMALINK
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    Kaeltetod

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    Der Sampler befasst sich mit dem Thema „Die Schlacht“ und dann jeweils drei Songs für die Niederlage und den Sieg.
    Dabei ging es nicht unbedingt darum, dass die Texte zu diesen Themen passen, sondern das nur die Musik eine gewisse Athmosphäre transportiert, die man mit solchen Themen in Verbindung bringt.
    Folgendes Darf sich das Gekochte für Tiere anhören:

    Die Schlacht:
    Aborym – With No Human Intervention
    Krisiun – Sentenced Morning
    The Vision Bleak – The Valkyre
    Necrophobic – Death to All
    Elysian Blaze – Celestial Mourning Beneath A Forgotten Sky
    God Dethroned – The Warcult

    Sieg:
    The Monolith Deathcult – Gods amongst Insects
    Vital Remains – In Infamy
    Sacramentum – Beyond All Horizons

    Niederlage:
    Tempel – Descending into the Labyrinth
    Ered Wethrin – Requiem for the Fallen
    Izah – Sistere

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    #7018551  | PERMALINK
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    Ich freu mich auf mein erstes Battle hier und biete Kältetod folgendes Sammelsurium fröhlicher Gassenhauer:

    Die Schlacht:

    1. Eisregen – Tod senkt sich herab
    2. Nocte Obducta – Es fließe Blut
    3. Panzerkreutz – Panzerkreutz (Definition)
    4. Helrunar – Magdeburg brennt
    5. Eis – Auf kargen Klippen
    6. Downfall Of Nur – The Downfall Of Nur

    Sieg:

    7. Primordial – Empire Falls
    8. Nachtmystium – High On Hate
    9. Behemoth – O Father O Satan O Sun!

    Niederlage:

    10. Imperium Dekadenz – A Million Moons
    11. Silencer – Death – Pierce Me
    12. Lifelover – Led By Misfortune

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    #7018553  | PERMALINK
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    schöne Auswal! Von GfT kenne ich ein wenig mehr, aber auf Kältetod ist ebenso Verlass.

    #7018555  | PERMALINK
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    So..dann mache ich mal Anfang:

    Eisregen – Tod senkt sich herab

    Der Sampler startet mit einer Band, der ich mehr als skeptisch gegenüber stehe. Den ersten beiden Alben kann ich je nach Song zumindest ein bisschen was abgewinnen. „Der Tod senkt sich herab“ kommt nun von einem recht aktuellen Album (Schlangensonne,2010) und ich muss sagen: Der song gefällt mir eigentlich recht gut. Ein großer Eisregen Fan werde ich wahrscheinlich nie, aber zumindest nervt mich dieser Song hier nicht so an, wie einige der „alten“ Songs (und Elektrohexe! hinfort mit dir Dämon!) der Band. Der Song bewegt sich im Mid-Tempo und hat irgendwie ne recht punkige Schlagseite, gerade wenn der Song etwas Fahrt aufnimmt kommt die herrlich morbide Athmosphäre noch stärker zum tragen. Klasse finde ich zudem, dass der Song recht „trocken“ rüberkommt, also nicht mir irgendwelchen Keyboard-Kleister voll gepackt ist. Auch ist das hier der erste Eisregen Song, wo mir der Gesang richtig zusagt. Bei den Liedern, die ich bisher kannte, kam mir dieser zu dünn und hoch vor. Hier passt er echt gut. Die Texte versteht man nur teilweise, aber das wenige was ich verstehe motiviert mich nicht gerade dazu die Texte beim hören mitzulesen. Aber sonst passiert in dem Song auch nicht viel…netter „Grusel“-Rock Song, der mir aufgrund seiner Schlichtheit sehr zugesagt…außerdem kann ein Song der mit Sirenengeheul anfängt einfach nur gut sein! 7/10

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    #7018557  | PERMALINK
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    Nocte Obducta – Es fließe Blut

    Song kenne ich und mag ich.
    Interessant ist an diesem Song (meiner Meinung) , dass er sich nur wirklich gut macht, wenn man das ganze Album am Stück hört. Die ganze Spannung, die in den drei vorhergegangen Songs aufgebaut wurde, die ganze Melancholie, Traurigkeit und Verzweiflung scheint sich in diesem einen Song zu entladen. Das geblaste am Anfang wirkt wie ein Befreiungsschlag, das rockende und an „oldschool“ BM erinnernde Ende zeigt wie „dreckig“ die Band sein kann. Und mehr kann ich zu diesem Song leider auch nicht schreiben…ich mag ihn sehr, aber am liebsten höre ihn mir mit dem gesammten Album an. Erst dann kommt er meiner Meinung erst richtig gut.
    8,5/10

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    #7018559  | PERMALINK
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    KältetodDie ganze Spannung, die in den drei vorhergegangen Songs aufgebaut wurde, die ganze Melancholie, Traurigkeit und Verzweiflung scheint sich in diesem einen Song zu entladen. Das geblaste am Anfang wirkt wie ein Befreiungsschlag, das rockende und an „oldschool“ BM erinnernde Ende zeigt wie „dreckig“ die Band sein kann.

    das find ich auch! Das Album ist mir im Gegensatz zu Nektar I vielleicht einen Tick zu träge. Dieser Song ist dann aber der perfekte Wachrüttler.

    #7018561  | PERMALINK
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    Eisregen ist so ’ne Band, die mich schon ziemlich lange begleitet. Eine der ersten extremeren Metal-Bands, die ich gehört hab. Hör ich auch immer noch sehr gerne, auch wenn auf den letzten Alben leider auch immer mal wieder Mist dabei war. Vieles gefällt mir trotzdem noch immer sehr gut. Als Musiker haben sie sich einfach stark verbessert, das merkt man. Sie trauen sich mehr zu, davon sitzt nicht alles, aber viele Experimente glücken auch. Gab auf den letzten Alben Stücke, die ich noch kriegerischer gefunden hätte – aber ich hab ja schon erwähnt, dass ich gerne eine Sirene zu Beginn des Samplers haben wollte.

    Bei dem Nocte-Song stimm ich dir so ziemlich in allen Belangen zu. Fügt sich auf dem Album perfekt nach dem getragenen Beginn des Albums ein. Genrell tut man der Band mMn Unrecht, wenn man ihre Stücke aus den entsprechenden Alben entnimmt und für sich bewertet. Da aber dennoch sehr gute Stücke übrig bleiben, hatte ich trotzdem kein schlechtes Gewissen, den Titel hier einzubauen.

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    Aborym – With No Human Intervention

    Kein Rumgeplänkel, eine rasende Gitarrenwand eröffnet den Sampler. Dazwischen mogeln sich ein paar elektornische Spielereien, die dem Sound eine eigene Note geben, ohne jedoch bemüht, oder deplatziert zu wirken. Bei Spielereien bleibt’s aber nicht, denn wenn mich nicht alles täuscht, wird der Song von einem Drumcomputer, oder einem E-Schlagzeug getragen. Bin ich grundsätzlich kein großer Fan von, passt aber erstaunlich gut. Die rohen Black Metal Gitarren und Vocals erhalten einen sterilen Gegenpart und bilden eine chaotische Harmonie – oder doch ein harmonisches Chaos? Irrungen und Wirrungen der Schlacht eben. Der Song geh gut nach vorne, verlässt mit geringem Aufwand festgefahrene Pfade und ist sicher nicht das letzte mal bei mir gelaufen. Schöner Einstieg.

    07/10

    --

    #7018563  | PERMALINK
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    Wunderbar, dass dir Aborym zusagen 🙂 Biste einer der wenigen, den ich die Band näher bringen konnte^^
    Viele haben den Namen zwar schonmal gehört, können ihm aber keine Musik zuordnen. Gerade die „With no human intervention“ kapselt sich etwas vom „typischen“ Mysticum Sound ab, den die Band auf ihren ersten Alben (allen voran auf der „Fire walks with us“ zelebrierte. Leider singt auf den letzten beiden Alben nicht mehr Attila (sollte bekannt sein von Tormentor und Mayhem), sondern Malfeitor Fabban. Die Psychogrotesque ist aber auch sehr, sehr geil….zwar mehr „progreessiv“ und verkopft, als die früheren Alben, aber trotzdem sehr, sehr gut anhörbar.

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    #7018565  | PERMALINK
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    Panzerkreutz – Panzerkreutz (Definition)

    Ich bin irgendwie ziemlich überrascht, dass sich bei dieser Band jede Menge bekannte Persönlichkeiten tummeln.
    Gerade Alan B. Konstanz (bekannt durch The Vision Bleak und Ewigheim, hier an den Drums) war immer ein gerant für tolle Musik. Yantit und Blutkehle sind auch bekannt. Somit weiß ich zumindest schonmal was mich gesangstechnisch erwartet. Nur der Bassist sagt mir gar nichts…der spielt wohl auch bei Hämatom…nun ja….zumindest haben Panzerkreutz mehr Extrem Metal in sich, als lahmen und peinlichen (N)D(H)- schrammel-Rock-mit-Böhser-Onkelz-Betroffenheits-Alle-sind-gegen-mich Lyrik. (Denkt nichtmal dran…Patent ist für diese Stilbezeichnung schon beantragt!) Zurück zum Panzerkreutz: Geboten wird eine recht stumpfe Mischung aus Death- und Black Metal mit einer kleinen Rock n´Roll Schlagseiten und erinnert gerade durch den Gesang oftmals an Eisregen (was eigentlich gar nicht verwundern sollte), allerdings klingt Blutkehle hier richtig schön angepisst und wahnsinnig. Textlich geht es passend zum Song um Krieg, Tod und Kadavergehorsam. Diese Art von Musik kann ich mir allerdings nur recht selten geben…das kleine Zwischenspiel nach 01:30 Minuten z.B. hätte sich die Band sparen können..nimmt die ganze Gewalt aus dem Song..und eine Minute kürzer hätte dem Song mit Sicherheit auch nicht geschadet. Zudem kommt mir vom Rotzigkeitsfaktor öfters mal Nattefrost in den Sinn…textlich bedient man sich bei 08/15 Kriegslyrik, was mich jetzt eigentlich null stört. Gerade bei solcher Musik erwartet man keine lyrischen Höhepunkte…da reicht so ein stumpf provokativer Text eigentlich völlig aus:

    „achtundachtzig Millimeter kalter Stahl
    schlagen dir den Schädel ein…
    stumpf und radikal… mit Gewalt“

    schön, wenn die Band die Definition der eigenen Musik direkt mit in den Text einbaut. Das liest sich jetzt wahrscheinlich viel negativer, als es eigentlich gemeint ist. Ich finde den Song im Großen und Ganzen ziemlich gut. Zum Nebenbei hören perfekt geeignet. 6/10

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    Helrunar – Magdeburg brennt

    Ok….das letzte Album was ich von der Band kenne ist das Debut „Gratr“, danach ist die Band völlig an mir vorbeigegangen. Erste überraschung: Die (dezente) Pagan Schlagseite ist nun vollkommen verschwunden, stattdessen spielt man verstärkt mit Versatzstücken aus dem Death und Doom Metal. Finde ich Klasse..mit so einem Sound rennte die Band offene Türen bei mir ein. Die erste Minute lässt mir schon die eine, oder andere Gänsehaut übern Rücken laufen. Nach einer Minute geht es dann endlich los…und ich muss sagen: Einfach Klasse! Der Gesang kommt einfach nur extrem rau und Brutal rüber. Fast emotionslos wird von einer Katasthrophe berichtet, dazu die extrem düstere Musik, die oftmals stampfend voranprescht und dann einfach nur unglaublich majestätisch wirkt. Gerade wenn die Band nach gut der hälfte die Geschwindigkeit drosselt und man doomig marschierend voranschreitet ist man schon gewollt ohne wenn und aber die 10/10 Punkte zu geben..was ich hier jetzt auch mache. Zudem zeigt der Song auch mal wieder, dass es auch Bands gibt, wo ein stilwechsel sogar zur Verbesserung der Musik beitragen kann. Helrunar ist dies mehr als geglückt. Dieser neue Sound sagt mir um einiges mehr zu, als zum Beispiel die „Gratr“. Muss mir die anderen Songs auf dem Album nochmal anhören..wenn die auch nur ansatzweise an „Magdeburg brennt“ rankommen wird dieses Album wohl ein Pflichtkauf.

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    #7018569  | PERMALINK
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    Mitch und Yantit haben das mit Panzerkreutz ganz geschickt gemacht. Projekt ins Leben gerufen, zwei Songs für eine EP beigesteuert, und das Projekt wieder begraben, bevor es langweilig wird. Nicht besonders innovativ, wahrscheinlich nicht mal besonders langlebig, aber die Nummern machen kurzweilig immer wieder Spaß. Und West hat mittlerweile bei fast mehr Eisregen-Projekten die Finger drin, als es Hämatom-Alben gibt 😀 ist mittlerweile auch bei Eisregen selbst Mitglied. Allgemein sind die Hämatom-Musiker besser, als man es von ihrer Hauptband her ahnen könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

    Die neue Helrunar muss ich dir derweil scheinbar nicht mehr schmackhaft machen. Ganz großes Album, mit das beste, was ich dieses Jahr bisher gehört hab. Mir sagen die Änderungen im Soundbild auch sehr zu.

    —-

    Krisiun – Sentenced Morning

    Band Nummer 2 des Samplers stammt aus Brasilien und ist mir vor ein paar Jahren im Zuge ihrer Bestätigung für das Summer Breeze schon mal unter gekommen und hat bei mir damals nach dem Reinhören keinen bleibenden Eindruck mehr hinterlassen. Dürfte unter Anderem wohl daran liegen, dass ich mit Death Metal allgemein nie besonders warm werden konnte. Scheißegal, alle vorgefertigten Meinungen über Bord geworfen und ab auf den Play-Button. Das Stück ist sehr hektisch, das Riffing simpel, aber doch effektiv. Der Sänger keift dazu angepisst in bester Death Metal-Manier vor sich hin. Spannend wird’s aber erst, als etwas Tempo rausgenommen wird, was den kantigen Gitarren sehr zu Gute kommt. Dieser Part lockert das Stück angenehm auf, bevor noch einmal richtig von allen Seiten losberserkert wird. Nach 4 Minuten ist der Sturm über mich hinweg gefegt und lässt mich einmal mehr mit der Erkenntnis zurück, dass mich in Sachen Death Metal vieles, wenn auch ansprechend dargeboten, einfach nicht begeistern kann. Schade drum, denn schlecht ist’s ja nicht wirklich. Daher vergeb ich an dieser Stelle:

    05/10

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    #7018571  | PERMALINK
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    The Vision Bleak – The Valkyrie

    Weiter geht’s mit einer Band, die ich selbst recht gerne höre, nämlich The Vision Bleak. Schwadorf und Konstanz sind tolle Musiker mit einem Gespür für atmosphärisch dichte Werke. Dafür ist auch der vorliegende Song ein Paradebeispiel. Auf den geladenen Hochgeschwindigkeitsanfang folgt ein Mittelteil, der im Gegensatz zu vielem, was heute als episch bezeichnet wird, keine andere Bezeichnung verdient. Nur Wenige beherrschen den Grenzgang zwischen extremem Metal, Gothic-Anleihen und locker rockenden Gitarren so meisterhaft. Leider hat sich mir die Witching Hour als Gesamtwerk nie so wirklich in’s Gedächtnis eingebrannt. Nach dem Genuss dieses tollen Stückes werd ich das aber sicher demnächst mal wieder tun.

    08/10

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    #7018573  | PERMALINK
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    Eis – Auf kargen Klippen

    Ich habe schon viel von dieser Band gehört, bin aber nie dazu gekommen mir mal einen Song von denen zu Gemüte zu führen. Ein Fehler wie ich mir eingestehen muss. Denn was hier auf „Auf kargen klippen“ dargeboten wird verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit. Eingeleitet wird der Song von einem mit Windgeräuschen getragenen Intro, das großes erahnen lässt. Nach gut 1,5 Minuten legt der Song dann los und man fühlt sich unweigerlich in einem Schneesturm gefangen. Eiskalte Gitarren, ein Riff, der auch so von Burzum zu besten zeiten hätte stammen könnte, sorgen für eine menschenfeindliche, extrem düstere Athmosphäre. Und das ist auch das faszinierende an dem Song: Er wirkt unglaublich kalt, menschenfeindlich und hasserfüllt, ohne jedoch in sinnloses Geprügel zu verfallen. Ich würde fast sagen, dass der Song ganz im Sinne alter Burzum/Darkthrone ist: Kein Zugeständnisse, alles was dabei hilft eine klasse Athmosphäre zu erschaffen ist erlaubt. Und so wechselt der Song immer mal wieder das Tempo zwischen Hochgeschwindigkeitsraserei, Mid-Tempo Stampfrhytmus und langsamen „Verschnaufpausen“. Besonders angetan hat es mir der Gesang: Wirkt herrlich oldschoolig, ohne hohes Gekreische, sondern knarrt eiskalt vor sich hin. Gerade wenn in dem Song das Tempo etwas gedrosselt wird, dem Hauptriff etwas mehr Freiraum eingeräumt wird, entfalltet er sich richtig. Ich muss auch gestehen, dass ich lange schon nicht mehr einen solch „eiskalten“ BM Song gehört habe (was auch an der wirklich perfekten Produktion liegt). Auch muss ich hier das Cover nochmal hervorheben: Es beschreibt eigentlich perfekt, was in diesem Song vor sich geht.
    Komisch das ich immer einen Bogen um die Band gemacht habe..aber wahrscheinlich hat es mich immer abgeschreckt, dass die Band aus dem Geist Umfeld kommt..eine Band, mit der ich bis auf ein, zwei Songs (Wintersschwingenschlag!) absolut nicht anfangen kann. Aber seis drum..für „Auf kargen Klippen…“ greife ich mal wieder tief in die Punktekiste und vergebe: 9,5/10

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