Home › Foren › METAL HAMMER’s Ballroom › Talkpit › Ernährung – der Gesundheitsaspekt › Re: Ernährung – der Gesundheitsaspekt
Hallways of AlwaysFühr‘ das mal weiter aus. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Geschmackssinn sich entwickelt hat, weil süße/fettige Speisen energiereicher sind, und an solchen mangelt es in der Natur grundsätzlich, d.h. dieser Effekt, dass wir über das Ziel hinausschießen, kam in der frühen Menschheitsgeschichte nicht vor und trat erst in der modernen Gesellschaft wirklich vor. D.h. es gibt gar keinen Regulationsmechanismus, der unsere Fett- und Zuckeraufnahme nach oben hin beschränkt, weil das in der Tierwelt einfach nicht vorkommt. Dort herrscht immer Knappheit und wenn man energiereiche Speisen findet, dann ist es immer besser, sich vollzustopfen.
Ich kenne mich damit, wie gesagt nicht aus. Deshalb zitiere ich einfach den Leiter des Vereins, Udo Pollmer:
Interviewer: Macht es also keinen Unterschied, ob ich eine Tüte Chips oder selbstgekochtes Ratatouille esse?
Pollmer: In Sachen Körpergewicht normalerweise nicht. Der Körper misst über seine metabolischen Sinne seinen Energiestatus und regelt ihn präzise auf die Werte, die er aufgrund seiner evolutionären Erfahrung für richtig hält. Wer sich überfrisst – egal mit was – wird davon in aller Regel nicht dicker, sondern fängt an zu schwitzen, um die überschüssige Energie wieder abzugeben. Und bei der nächsten Mahlzeit ist der Appetit eher mau.
(http://www.gewichtsdiskriminierung.de/docs/Pollmer%20Interview.pdf)
Mir fällt jetzt gerade dazu noch ein Eintrag aus dem ,,Lexikon der populären Irrtümer“ ein, in dem vorgerechnet wurde, welche unglaublichen Massezunahmen die Folge sein müssten, wenn es so wäre, dass der Körper jede einzelne Kalorie, die für den als stabil vorausgesetzten Grundumsatz der Körpers nicht erforderlich ist, zur Gewichtszunahme verwenden würde. Das tägliche Feierabendbier, das nicht zur Deckung des Energiebedarfs erforderlich ist, würde letztlich innerhalb kurzer Zeit zu extremer Fettsucht führen. Leider hab ich das Buch gerade nicht zur Hand.
--