Breed 77 Tour-Tagebuch aus Mexiko!!!

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    Breed 77

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    17. April

    12 langen Stunden Anreise von Madrid nach Mexiko – und wir werden gleich 2x von einem blitz getroffen. Gott, wir dachten dass wir sterben würden, als das Flugzeug so wahnsinnig gewackelt hat. Dann endlich das Ziel! Die Stadt ist riesig, und die Hitze macht uns fertig – vom seltsamen Regen ganz abgesehen. Ich konnte nicht viel schlafen, denn die Höhe und der Dreck nehmen uns mit. Da wir aber erst um 22h angekommen sind, döse ich doch irgendwann weg.

    18. April

    Es geht früh los – mit einer Pressekonferenz. Es sind Journalisten aus ganz Mexiko da und die Stimmung ist unglaublich. Wir eröffnen die Konferenz, bevor später Mago de Oz und Jorge Salan dran sind. Man spürt förmlich, dass große Erwartungen an unseren ersten Gig hier in Mexiko gerichtet sind. Wir sitzen auf dieser kleinen Bühne und werden mit Fragen bombardiert! Mago de Oz sind einfach riesig hier und der Laden ist entsprechend voll (aber ihr werde Mago auch bald sehen können, wenn sie Ende des Jahres nach Deutschland kommen). Unsere Art, Flamenco und Metal zu vermischen, wird von der Presse hier ziemlich interessiert aufgenommen. Der Latin-Teil von Breed 77 passt halt.

    Breed_Mexiko_Presse_1.jpg

    Nach uns kommen dann Mago mit Interviews dran – dabei waren wir schon mehrere Stunden beschäftigt. Höchste Zeit also für einen Besuch an der Bar. Dann geht es mit den Mago de Oz Leute noch in ein Restaurant – und die würzen hier wirklich amtlich. Es folgt also ein hartet Tequilla-verzehr. Viva Mexiko!

    Breed_Mexiko_Presse_2.jpg

    Die Nacht verbringen in Txues (Mago Drummer) Hotelzimmer und lassen uns von einer lokalen Künstlerin tätowieren, die übrigens verdammt gut aussieht. Während alle trinken bearbeitet sie drei von uns. Ich habe ein Pentagramm und einen Halbmond in meiner Hand.

    Morgen werden wir in der örtlichen Stier-Arena spielen – vor mehr als 40.000 Heavy Metal Fans! Ich kann es kaum erwarten und vor Aufregung kaum schlafen.

    Morgen erfahrt ihr mehr!

    Danny Felice
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    #4584437  | PERMALINK
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    19.04., Mexico, Plaza de Torsos la Monumental

    Der große Tag ist day. Am Nachmittag geht es zum Plaza de Toros. Die Schlange ist schon lang – die Leute reihen sich schon seit heute Morgen ein. Mehr als 5000 sind es schon, so was habe ich noch nicht gesehen. Eine unglaublich Atmosphäre.

    Nach dem Soundcheck weist die Polizei an, dass die Türen geöffnet werden und wir legen mit unserem Set los. Viva Mexiko! Vom ersten Ton an gehen 20.000 Leute mit. Die Mexikaner sind echt der Wahnsinn. Selbst die Kinder singen unser Set mit:

    1. Petroleo
    2. Alive
    3. Worlds On Fire
    4. The Final Prayer
    5. Individuo
    7. Blind
    8. Zombie
    9. La Ultima Hora

    Wie im Flug ist der Gig vorbei. Das hätte wir niemals von unserem Mexiko-Debüt erträumen können. Diese Tour wird der Wahnsinn. Das einzig Negative, das man suchen könnte, ist die Höhe. Die Stadt liegt so hoch, dass es extrem anstrengend ist, auf der Bühne hin und her zu laufen.

    Nach dem Set spielen Mago De Oz. Sie sind wirklich groß hier und haben fanatische Fans. Nach dem Konzert geht die Party im Hotel weiter, obwohl wir morgen früh raus müssen. Eine 4h-Reise liegt vor uns.

    20.04. Queretaro Plaza de Toros

    Wir sind schon früh wach und fahren zur berühmten Azteken-Pyramide Teotihuacan. Atemberaubend! Auf der Spitze ist ein Energiepunkt und man kann die Magie wirklich spüren. Aber die Pyramide ist hoch und es ist anstrengend hochzuklettern. Auch wenn wir uns auf dem Rückweg beeilen müssen um nach Queretaro zu kommen – es hat sich gelohnt.

    Die Hitze ist der Wahnsinn, obwohl wir luxuriös mit den Mago Jungs unterwegs sind. In der Hitze zu reisen ist echt hart. Und der Hangover macht es nicht besser. Wir kommen auch erst spät an der Halle an, denn die Straßen sind dicht. Aber wir sind heiß auf die Bühne.

    Als wir die Halle betreten, sind die Türen schon auf und die Leute strömen rein. Eine seltsame Atmosphäre, während wir unsere Sachen auf die Bühne schaffen. Bei dem Lärm braucht man Nerven. Der Gig danach ist aber toll. Eine etwas kleine Location dieses Mal, aber das Publikum ist genauso wild, wie in Mexiko. Wahnsinn! Dafür bin ich jetzt ziemlich müde. Es wird daher auch nicht mehr spät heute, denn morgen müssen wir weiter. Dafür gibt es einen tollen Pool hier!

    Oh yeah!

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    #4584439  | PERMALINK
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    Veracruz 21.-25. April
    Konzert im Centro de Convenciones

    Abgesehen von der stundenlangen Fahrerei von Queretaro nach Veracruz in einer ermüdenden Hitze waren wir in so einer Art Mini-Urlaub: Sonne, Meer, Drinks und reizende Frauen für ganze drei Tage: Es lebe Mexiko!

    Veracruz ist eine reizende Hafenstadt, in der die spanischen Eroberer erstmals in Mexiko eingelaufen sind. Es ist ein unglaublicher Ort. Ich habe einen mächtigen Sonnenbrand, aber das wird mich nicht davon abhalten, wie ein besessener Dämon des Rock’n’Roll beim Gig heute Abend abzugehen. Den Soundcheck haben wir während einer schrecklichen Hitze gemacht, da der Gig in einer Freiluft-Location stattfand. Es war schon fast Mittag und die Menge, die eingelassen werden wollte, war riesig. Sie haben heute über 10.000 Leute erwartet. Unser Set war wie ein Sturm und die Menge ging ab wie Affenscheiße. Wörtlich gesprochen: diese Kids waren eine nicht enden wollende Rock-Maschine. Es ist schon eine unglaubliche Location. Wir spielten das normale Set und die Zeit verging wie im Flug, obwohl unser Schlagzeuger nach dem Set an Dehydrierung litt. Das ist wirklich wie in einem Ofen hier. Nach unserem Set, während wir Mago de Oz angesehen haben, fanden wir uns wieder, wie wir hunderte von Autogrammen gaben und für Fotos posierten. Die Nacht wurde mit einer After-Party in einem lokalen Rockclub namens ‚Dawsons‘ abgerundet, der von unserem guten Freund Chuck aus Chicago geführt wird, der bis Sonnenaufgang richtig Party gemacht hat, als ob er das nicht anders.

    Orizaba Bull ring 26

    Bin mit dem mächtigsten Kater in der Geschichte aufgewacht (verdammt sei der Tequilla). Wir hatten eine beinahe dreistündige Fahrt. Die Stadt ist beinahe malerisch, wie man sie in einem Desperado-Film finden könnte. Der Gig war fantastisch und die Kids waren noch verrückter als am Tag zuvor. Nach dem Set von Mago de Oz mussten wir rennen, da mehr als 5000 Kids die Barrieren durchbrochen und die Bühne gestürmt haben. Ich habe noch nie etwas Derartiges gesehen. Heute Nacht gehe ich früh ins Bett. Ich bin völlig erledigt und wir haben morgen eine lange Reise nach Tuxla Gutierrez vor uns, das tief im Chiapas-Gebiet liegt.

    Tuxla Gutierrez 27

    Oh mein Gott: zehn Stunden Fahrt und ich musste schon um sieben Uhr aufstehen. Das ist nicht gerade sehr Rock’n’Roll meine Freunde. Auf dem Weg haben wir bei einem typischen kleinen mexikanischen Restaurant Halt gemacht. Gutes Essen, aber auch höllisch scharf. Wir kamen rechtzeitig zum Linecheck am Veranstaltungsort – einem Basketballfeld – an und haben angefangen zu spielen. Glaubt mir, es ging wirklich sehr hektisch zu obwohl wir am Ende zwei Songs weniger spielen mussten. Das Set kam gewohnt gut an und die Kids sind übergeschnappt: das gute mexikanische Publikum. Ich muss mich ausruhen, also keine Party heute Nacht. Morgen haben wir einen Tag frei. Wir werden in den Dschungel zum Fluss El Sumidero fahren. Ich kann es gar nicht erwarten. Okay, dann bis zum nächsten Report.

    Alles Gute
    DANNY

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    #4584441  | PERMALINK
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    VillaHermosa Centro de Convenciones 1. Mai

    Wir haben uns jetzt ein paar Tage ausgeruht. Von der Hitze waren alle fix und fertig und die Partys jede Nacht haben ihren Tribut gezollt. Aber ich liebe Mexiko. Es ist einfach großartig. Mir wurde gesagt, dass es in Villahermosa die schönsten Mädchen von Mexiko gibt. Ich konnte den Gig heute Abend gar nicht erwarten. Der Gig verlief wie geplant. Es war geil. Die Veranstaltung war ein Open Air, aber es war trotzdem heiß. Die Leute sind schon beim ersten Ton von ‚Petroleo‘ völlig ausgeflippt. In den ersten Reihen haben alle den Text mitgesungen. Es war unglaublich. Jedes Wort, das aus der Breed-Machine kam, war voller Bewegung. Nach unserem Auftritt haben wir uns in die Menge von mehr als 8000 Leuten gemischt, um Mago de Oz anzusehen und, ja, die Frauen waren atemberaubend. Wir waren umgeben von einer Menschenmenge und fanden uns am Ende wieder, wie wir auf alles Mögliche Autogramme gaben – Brüste inklusive. Ja, das war einfach großartig. Ich war im Himmel. Die Nacht haben wir dann mit Mago de Oz und vielen mexikanischen Schönheiten durchgefeiert. Es kann einfach nicht mehr besser werden meine Freunde. Morgen fahren wir nach Cancun und werden dort ein paar freie Tage haben.

    Cancun Plaza de Torros 3. Mai

    Wir waren ein paar Tage in Cancun. Es ist wie im Himmel: türkises Wasser, goldene Sandstrände und Rum. Mein Gott, wir sind in der Karibik und es wimmelt hier von US-amerikanischen Piraten. Es schien so, als wären wir im Urlaub aber am Abend ging die Arbeit weiter. Wir befinden uns nun an dem Punkt der Tour, an dem wir verdammt tight spielen und wirklich gute Arbeit machen. Der Auftritt war unglaublich. Obwohl ich einen Sonnenbrand habe, war es ein unglaublicher Auftritt. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein, habe mich aber nicht beschwert. Ich habe wirklich jede einzelne Minute dieser coolen Sache genossen. Das Set war heute Abend ein bisschen länger. Wir haben auch ‚So you know‘ mit einer besonderen Zusammenarbeit mit Fernando und Mohamed von Mago gespielt: mit Flöte und Geige. Auf jeden Fall war es magisch. Es war das gewöhnliche Zeug. Nach dem Gig haben wir bis zum Sonnenaufgang gefeiert. Ich bin immer noch am Strand, betrunken und glücklich. Es strömen auch schon Leute zum Strand. Ich habe noch nicht geschlafen. Das ist Rock’n’Roll meine Freunde.

    DANNY

    Merida 6. Mai

    Wir haben nun schon das meiste der Karibik hinter uns gelassen und den besten Teil der Woche in Cancun verbracht. Auf unserem Weg von Yucatan nach Merida sind wir durch Gebiete der Maya gefahren und haben Chinchen Nitza, eine alte Stadt der Maya voller Pyramiden und Ruinen und einem alten Brunnen besucht, der der Stadt ihren Namen gegeben hat. Nachdem wir einige Masken und Statuen auf dem Marktplatz zu einem guten Preis gehandelt haben, sind wir nach Merida, der Hauptstadt von Yucatan, aufgebrochen. Das ist eine Stadt, die einst von den Einwanderern während des Goldrauschs gegründet wurde. Das Zentrum der Stadt ist ein schönes Beispiel kolonialischer Architektur und Stuart und ich haben ein originales mexikanisches Frühstück mit Habanero Chilis genossen! Das Konzert heute Abend war unglaublich. Es fand in einem massiven Komplex statt, der wie ein Flughafenhangar aussah und wir glauben, dass heute Abend beinahe 10.000 Leute da waren. Es gab anfangs Schwierigkeiten mir den Absperrungen, da diese unter den großen Menschenmassen zusammengebrochen sind. Aber die Veranstalter haben ihre Security verdoppelt und so wurde keiner verletzt, obwohl einige Leute weggetragen wurden, nachdem sie durch die Hitze in Ohnmacht gefallen sind. Heute Nacht gab es Breed-Banner in der Menge und noch mehr Leute haben bei den Songs mitgesungen… die Worte breiten sich aus… die Mexiko-Mission geht weiter!

    PAUL

    Guadalajara 8. Mai

    Nun, nach zwei Anschlussflügen nach Merida wurden wir zur La Concha Acoustica in Gudalajra gefahren, was akustische Muschel bedeutet. Der Veranstaltungsort war ein schöner Open Air Platz in einem großen Park, auf den 5000 Leute passen. Er war völlig überfüllt und es wurden über 2000 Tickets zu viel Verkauft, was bedeutete, dass die Show heute Abend etwas ganz Besonderes war, auch weil das hier die Heimatstadt unseres Schlagzeugers Oscar ist, in der er geboren wurde. Nachdem wir ein paar Mitglieder seiner Familie und einige seiner Freunde getroffen hatten, war es Zeit für unseren Auftritt. Und was für ein Auftritt! Die Schreie, die uns aus dem Publikum begrüßten als die Lichter angingen, waren ohrenbetäubend. Als wir dann auf die Bühne kamen, sind die Leute völlig ausgeflippt. Es ist einfach unglaublich, zu sehen, wie die Leute in unseren Songs aufgehen und unsere Lieder sogar zu uns zurücktragen. Dies bedeutet einfach nur, dass Mexiko die große Zeit von Breed 77 teilt.

    Morelia Palacio del arte 9. Mai

    Von Guadalajara sind wir dann mit unserem Tourbus – den wir uns mit Mago de Oz teilen –nach Norden durch eine wunderschöne Landschaft gefahren, die einem Cowboyfilm entsprungen sein könnte. Die Landschaft hat sich verändert, als wir dann Richtung Norden gefahren sind. Es war wirklich schön als wir in die Stadt gekommen sind, in der wir gespielt haben und wir haben uns den Veranstaltungsort angesehen, der dieses Mal eine hübsche Stierkampfarena war. Es war auch sehr schmeichelhaft, die Menge an Leuten zu sehen, die seit gestern gewartet und außerhalb der Arena gecampt haben. Als wir am Veranstaltungsort ankamen, haben wir einen großen schwarzen Hund gesehen, der nicht gerade freundlich aussah und mit einem scheinbar sehr dünnen Strick festgebunden war ha ha! Ratet mal, was passiert ist, als wir aufgehört hatten, zu spielen und Jorge – unserem Fahrer – und der Crew halfen das Equipment von Breed in den Bus zu packen, der neben der Ecke des bereits erwähnten Hundes stand. Nach einem tollwütigen Gebell zerriss der Hund seine Leine und ist auf uns losgegangen wie ein Blitz. Also ist die schnellste Band von Mexiko um ihr Leben und ihre Hinterteile gerannt, um den rettenden Himmel zu erreichen. Das war unser Backstageraum, ha ha! Eine deftige Lumbalpunktion.

    Stuart

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    #4584443  | PERMALINK
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    Breed 77

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    Samstag, 10. Mai – Leon Domo de la Feria

    Heute Abend waren wir in Leon, einer großartigen Stadt in der Mitte von Mexiko. Das Wetter war wie gewöhnlich heiß, aber trocken. Aber ich freute mich schon die ganze Zeit auf den Gig am Samstag. Den kompletten Tag vor dem Gig verbrachten wir im Bus. Doch da wir gelesen und geschlafen haben, ging die Reise schnell vorbei und nachdem wir unsere Sachen ausgeladen hatten, waren wir etwa um 17 Uhr beim Auftritt. Die Atmosphäre war elektrisch. Schon während unserem Soundcheck war eine riesige Menschenmasse da und man konnte lauten Gesang von draußen hören. Es hat mich an ein Fußballspiel erinnert. Die mexikanischen Fans sind extrem leidenschaftlich. Das war super für den Abend. Wir haben das Set ein bisschen verändert, indem wir „Individuo“ von unserem 2002 erschienenen Album CULTURA hinzugefügt haben. Der Song kommt wirklich gut an, da er das Tempo des Sets erhöht. Dann ging alles wie gewohnt weiter. Wir hatten ein paar kleinere Probleme mit meiner Ausrüstung, aber nichts, was Paco – der Gitarrentechniker von Mago und Breed – nicht hinbekommen hätte. Der Kerl ist wirklich gut. Wir werden nachher noch mit ihm anstoßen. Während dem Set von Mago de Oz haben wir uns unters Publikum gemischt, das wirklich viel Spaß hatte, während wir Autogramme gegeben und Leute getroffen haben. Der Gig war blitzartig vorbei. Heute Abend ruhen wir uns aus. Das Wetter und die langen Fahrten zollen ihren Tribut und ich bin völlig erledigt. Morgen haben wir eine lange Fahrt vor uns und obwohl wir dann ein paar freie Tage haben, bin ich gegen 2 Uhr ins Bett gegangen.
    Bis zum nächsten Report.

    DANNY BREED

    Aguascalientes, Stierkanpfarena, 11. Mai

    Nach einer wirklich langen Fahrt durch das Zentrum von Mexiko und nachdem wir zweimal von der Bundespolizei aufgehalten wurden – es gab keine ernsthaften Konsequenzen; wir mussten sie nur davon überzeugen, dass wir Musiker sind, indem wir ihnen ein paar CDs gegeben haben – kamen wir in Aguascalientes (das bedeutet „heißes Wasser“, was mich nicht wundert, da es hier wirklich verdammt heiß ist!) an.
    Das Hotel war einfach unglaublich. Überall, wo du hinsiehst, hängen Kunstwerke und es ist echt schade, dass wir hier nur eine Nacht bleiben…
    Beim Gig angekommen, begannen die ganze Müdigkeit und unsere Katerstimmung zu verschwinden, als wir die Stimmung der Menge spürten. Und gleich nach ein paar Bieren und einer kleinen Aufwärmrunde sprangen wir auf die Bühne, bereit, allen zu zeigen, warum wir hier waren!
    Der Gig kam wirklich verdammt gut an und die Leute in den ersten Reihen sind bei unserem normalen Set total ausgeflippt. Es hat sich herausgestellt, dass von Tag zu Tag die Leute immer häufiger unsere Songs mitsingen und die Menge immer mehr „Breed! Breed! Breed!“ schreit.
    Als wir fertig waren, sind wir ohne jegliche Absicht, uns auszuruhen, zurück ins Hotel. Uns wurde nämlich erzählt, dass „La Feria“ in der Stadt sei und alle dort bis Sonnenaufgang feiern werden.
    Erst mal schnell unter die Dusche. Dann sind wir los! Wir wurden in einen Club eingeladen, der „Rock’n’Roll Drink“ heißt und mit so einem Namen… na ja, lass es mich so ausdrücken: wir haben dort nicht gepokert…
    Nach Gott wer weiß wie vielen Runden habe ich beschlossen, auf die Bühne zu springen… dieses Mal als Sänger (Gott sein Dank gibt es davon keine Aufnahmen!!…). Nach ein paar spanischen Blues-Songs, die völlig aus dem Takt waren, stürmte Danny die Bühne und begann, „Smoke On The Water“ zu spielen. Je später es wurde, desto mehr haben wir die Kontrolle verloren und am Ende waren wir alle richtig, richtig besoffen!!! Aber auch verdammt zufrieden… wäre da nicht der Kater am nächsten Morgen…

    Hermosillo, 15. Mai

    Hermosillo bedeute so etwas wie „der kleine schöne Ort“ und uns wurde erzählt, dass einige der schönsten Frauen Mexikos von dort stammen. Also können wir es alle kaum erwarten, dort hinzukommen…
    Der Veranstaltungsort war heute ein Open Air und uns wurde gesagt, dass er überfüllt sein wird mit einer Meute hungriger Metal-Fans.
    Man hat uns nicht angelogen! Als wir die Bühne betreten haben, haben die Leute schon geschrieen um zu zeigen, wie viel Energie sie sich für den heuten Abend aufgespart haben. Und wir sind der lebende Beweis, dass sie wirklich verrückt sind!!! Erst haben wir „Petroleo“ gespielt, dann „Alive“ und beim dritten Song – „Wolrd’s On Fire“ – mussten wir dann aufhören, weil die vorderen Reihen komplett ausgerastet sind und angefangen haben, nach vorne zu drängen, wodurch die ersten Reihen zerquetscht worden sind!
    Nachdem Paul mit der Menge geredet und sie ein bisschen beruhigt hat, konnten wir weitermachen und am Ende schrieen die Leute nach einer Zugabe!!!
    Die Mexikaner stehen total auf uns!!
    Dann gaben wir die ganze Nacht über Autogramme auf Zettel, T-Shirts und… na ja, auch auf ein bisschen Fleisch!!!

    PEDRO CAPARROS

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    #4584445  | PERMALINK
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    Mexicali, 17. Mai, Stierkampfarena

    Nach einer verrückten Nacht in Hermosillo, in der die Leute durchgedreht sind, während wir auf der Bühne standen und der Rest der Show beinahe abgesagt worden wäre, machten wir uns auf den Weg nach Mexicali.
    Bisher hatte alles so funktioniert, wie wir es geplant hatten, bis wir den Flughafen von Hermosillo erreicht haben. Nach dem Einchecken bemerkten wir, dass die Fluggesellschaft einen Fehler gemacht und zu viele Tickets nach Mexicali verkauft hat.
    Zwei von uns mussten geopfert werden: Oscar und Ivonne (unsere Tourmanagerin) wurden in ein Flugzeug nach Tijuana gesetzt und dann den ganzen Weg zurück nach Mexicali gefahren (eine Fahrt von etwa drei Stunden). Man hat ihnen als Entschuldigung einen offenen Rückflug geschenkt.
    Erst gegen 16 Uhr waren wir dann alle zusammen in Mexicali. Die Stadt liegt beinahe am nördlichsten Punkt unserer Tour, wodurch wir schon einmal vorfühlen konnten, wie sich die Hitze einer mexikanischen Wüste anfühlt. Als wir dann einigen Leuten begegnet sind, haben wir welche bemerkt, die, obwohl sie wie Mexikaner ausgesehen haben, tatsächlich aus Arizone in den USA waren. Der Eindruck, den man bekommt, ist vergleichbar mit dem in Gibraltar, wo jeder sowohl englisch als auch spanisch (alles vermischt in einem Satz) als Muttersprache spricht.
    Am nächsten Morgen haben wir uns alle für die Show fertig gemacht.
    Der Spielort liegt wieder mitten in einem großen Park und während des Soundchecks konnten wir schon sagen, wie großartig die Akustik ist.
    Nach dem Soundcheck hatten wir ein paar Stunden bis zum Auftritt, wodurch wir genug Zeit hatten, uns etwas aufzuwärmen, während der Rest der Crew ein mexikanisches Fußballspiel außerhalb des Parks angesehen hat.
    Um 20.30 Uhr war dann alles bereit. Der Veranstaltungsort war überfüllt mit Menschen, die alle ganz wild darauf waren, endlich abzurocken!
    Das Intro begann und die Masse ist ausgeflippt. Das wurde sogar noch schlimmer, als wir auf die Bühne kamen. Du konntest von überall her nach jedem Song „Breed!!!“-Rufe hören, was uns auf der Bühne einen wahnsinnigen Auftrieb gegeben hat. Es war wieder ein großer Erfolg, als wir die Bühne verlassen und die Leute nach mehr verlangt haben.

    Oscar

    Torreon, 14. Mai

    Unsere Tour neigt sich langsam dem Ende zu. Hier scheint es noch wärmer als gewöhnlich zu sein, da wir weiter im Norden sind und das Wetter mehr dem einer Wüste entspricht.
    Torreon ist eine nette kleine Stadt, die langsam immer größer wird. Es gibt dort einige interessante Dinge zu sehen, wie zum Beispiel eine Nachbildung des Eiffelturms im Zentrum der Stadt.
    Der einzige Nachteil an diesem Ort ist die Tatsache, dass, seitdem wir an einem Dienstag angekommen sind, alles verdammt früh schließt. Deswegen hatten wir nicht so viel Spaß wie etwa in Mexiko City, wo man an jedem Tag zu jeder Zeit Party machen konnte.
    Es ist der Mittwoch des Konzerts und überraschenderweise waren um einiges mehr Leute da, als wir jemals erwartet hätten, wenn man die Größe der Stadt bedenkt. Ich nehme an, dass mindestens die Hälfte aller Bewohner von Torreon da war, um an einer magischen Nacht teilzunehmen.
    Nach dem Konzert feierten wir wie immer weiter, aber dieses Mal machten wir uns nicht einmal die Mühe, nach einem Club zu suchen, da wir ja schon wussten, dass alle geschlossen sein würden, außer ein paar Strip-Clubs – „Tische“ wie sie hier in Mexiko genannt werden – an denen wir NATÜRLICH nicht im geringsten interessiert waren! Am Ende blieben wir im Hotel und verwüsteten den kompletten Pool-Bereich und wer weiß wessen Zimmer.

    Oscar

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    #4584447  | PERMALINK
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    Breed 77

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    Tijuana, 18.Mai Autitorio Municipal

    Mit großer Bestürzung habe ich festgestellt, dass der letzte Gig nun vor der Tür steht. Wir waren jetzt fünf Wochen unterwegs und wir haben jede Minute davon geliebt. Es war eine großartige Erfahrung und ich hoffe, sie wird sich bald wiederholen. Wir kamen am selben Tag an, an dem der Gig stattfand. Wir waren Stunden vor Beginn da, also haben wir erst einmal im Hotel eingecheckt und sind dann zum Soundcheck geeilt. Die Reise war atemberaubend, da unser gesamter Weg durch die Wüste und die Berge von Rumorosa führte. Eine herrliche Aussicht, aber auch eine schreckliche Hitze. Ich danke Gott für die Klimaanlage. Der Soundcheck verlief wirklich gut und war auch schnell zu Ende. Wir konnten die Menge draußen hören und die Securities haben angefangen, die Türen zu öffnen, da die Leute Ärger machen könnten. Der Gig war eine wahre Wucht. Heute Abend haben wir noch einen zusätzlichen Song gespielt: ‚So You Know‘ mit Fernando und Mohamed von Mago de Oz, die extra mitgespielt haben. Großartig! Als wir am Ende unseres Sets waren und ‚La Ultima Hora‘ gespielt haben, stürmten Mitglieder von Mago de Oz die Bühne und fingen an, unsere Ausrüstung auseinander zu nehmen und auf der Bühne herum zu springen. Na ja, wir hatten schon einen Streich erwartet, da es ja der letzte Auftritt war. Wir haben viel gelacht und hatten ein paar Tequilas. Gleich nach dem Set ging die Party dann los. Während dem Set von Mago de Oz wurden wir komplett besoffen und sind einige Male auf die Bühne gestürmt. Wie immer fanden wir uns am Ende im Publikum wieder, doch nur bis zu Mago’s letzten Song, bei dem sie uns auf die Bühne einluden. Es gab einen Abschiedtrunk und wir haben dem Publikum zugeprostet. Ein ganz großes Danke an die Jungs von Mago de Oz und auch an das mexikanische Publikum, die vom ersten Tag an einfach großartig waren. Wir haben dann die ganze Nacht hindurch getrunken. Wir müssen morgen einen Flug nach Mexiko und dann nach Madrid kriegen. Wir reden hier von einer zwölfstündigen Reise. Ich glaube, wir sollten uns besser auf den Jetlag vorbereiten und uns ein bisschen ausruhen. Es war fantastisch, dem großartigen METAL HAMMER alles zu berichten. Wir werden auch bald in Deutschland spielen. Wir haben gerade erst ein paar Termine mit In Extremo für Juli/ August bestätigt, also werden wir uns dort sehen. BLEIBT HEAVY!

    DANNY FELICE BREED 77

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    #4584449  | PERMALINK
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    guilintour

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    #4584451  | PERMALINK
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    karen66

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    Oh ja, und wie sieht’s mit opera pumps aus?

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    #4584453  | PERMALINK
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    tentionfree

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    Der Gig kam wirklich verdammt gut an und die Leute in den ersten Reihen sind bei unserem normalen Set total ausgeflippt. Es hat sich herausgestellt, dass von Tag zu Tag die Leute immer häufiger unsere Songs mitsingen und die Menge immer mehr „Breed! Breed! Breed!“ schreit.
    Als wir fertig waren, sind wir ohne jegliche Absicht, uns auszuruhen, zurück ins Hotel. Uns wurde nämlich erzählt, dass „La Feria“ in der Stadt sei und alle dort bis Sonnenaufgang feiern werden.
    Erst mal schnell unter die Dusche. Dann sind wir los! Wir wurden in einen Club eingeladen, der „Rock’n’Roll Drink“ heißt und mit so einem Namen… na ja, lass es mich so ausdrücken: wir haben dort nicht gepokert…
    Nach Gott wer weiß wie vielen Runden habe ich beschlossen, auf die Bühne zu springen… dieses Mal als Sänger (Gott sein Dank gibt es davon keine Aufnahmen!!…). Nach ein paar spanischen Blues-Songs, die völlig aus dem Takt waren, stürmte Danny die Bühne und begann, „Smoke On The Water“ zu spielen.

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