Eddies Plattenkiste: Millenium

Home Foren Maximum Metal Zeitmaschine – früher war alles besser Eddies Plattenkiste: Millenium

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  • #5868235  | PERMALINK

    denn-o

    Registriert seit: 13.02.2009

    Beiträge: 2,670

    Goresoaked
    Haemorrhage – Apology For Pathology
    (2006)

    Nach sehr langen vier Jahren wurde endlich wieder gerotzt, gekotzt und gegrindet was das Zeug hält, bei den sich selbst als „Grindgore“ spielend bezeichnenden Haemorrhage. Für mich sind Haemorrhage sowieso auf dem Thron der Gedärme und auch ist die Bezeichnung mehr als passend.

    Der Longplayer bietet 33 Minütigen puren Spass:

    Verändert hat sich thematisch („Guts’n’Gore“) hier nichts im Vergleich zu „Morgue Sweet Home„, jedoch ist die Produktion (VRS-Studios) merklich verbessert worden, so dass man die Obduktionen auch deutlicher spüren kann. Das Tempo und die Beats sind mal wieder absolut grandios und wissen zu überzeugen..aeh…zu „swingen“! SO und nicht anders sollte Grindc(g)ore klingen. In your Face Carcass-Clones!

    Hört sich in der Tat ziemlich cool an. Hab die wohl recht lang ignoriert, weil sie unter Goregrind bekannt sind und ich damit irgendwie Cock and Ball Torture-Gegurgel mit Verbunden habe… hier hör ich aber eher Carcass. Klasse!

    Highlights von metal-hammer.de
    #5868237  | PERMALINK

    Mountain_King

    Registriert seit: 03.04.2005

    Beiträge: 10,377

    Enter Shikari – Take To The Skies (2007)

    Ich kann mich noch bestens an den 23. März 2007 erinnern, damals war ich anlässlich der Veröffentlichung von Machine Heads „The Blackening“ im Idiots Records in Dortmund um die Platte zu kaufen und nebenbei noch ein paar Platten anzutesten. Dabei stolperte ich auch über Enter Shikari, über die ich schon so einiges gelesen hatte, wurden sie doch zu der Zeit als „MySpace-Wunderband“ gehypt und ihre CD in allen Zeitschriften besprochen.
    Nach dem Antesten der ersten 3 Stücke (Intro, Enter Shikari, Mothership) war ich überzeugt, die CD einzutüten.
    Gehört habe ich sie allerdings erst 3-4 Wochen später, nachdem ich neben der grandiosen „The Blackening“ auch mal etwas anderes hören wollte 😉
    Platte rein, angemacht, BÄÄÄÄÄÄMM, geflasht! Was eine Ansammlung von geilen Ideen, immer spontan wirkend, tolle Gesangslinien, Aggression wechselt mit Ruhe und als Bonus gibts die großartigen Keyboards, welche zwischen 90er Techno und Ambient schweifen.
    Alles keine neuen Zutaten, aber diese Hitdichte! Selten, fast nie, habe ich eine Ansammlung von sovielen Übermegahits gehört und die Langzeitwirkung hält an, ich höre die Platte heute noch oft. Schade, dass Enter Shikari mit dem Nachfolger nicht ganz an die Klasse des Erstlings anknüpfen konnten, aber wer hat das schon erwartet?
    Schlichtweg eins der besten Alben aller Zeiten für mich, ich kann mich bei den Hörbeispielen gar nicht entscheiden……hmpf!

    http://www.youtube.com/watch?v=P4MiC67seUY

    http://www.youtube.com/watch?v=WGxI2eEGeuU

    http://www.youtube.com/watch?v=DEiPbeoutlo

    --

    Warum sollte Musik schlecht sein, nur weil sie kommerziell erfolgreich ist? Vielleicht ist sie auch deswegen besonders gut.
    #5868239  | PERMALINK

    FroZenObi

    Registriert seit: 25.07.2008

    Beiträge: 2,002

    #5868241  | PERMALINK

    Waschbaer

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 21,069

    FroZenObi:-X

    Mein gott, es gibt halt verschiedene geschmäcker…

    Von enter shikari kenn ich eigentlich nur die Aktuelle. find ich auch recht gut soweit, is mir aber irgendwie zu Indie-rock lastig.
    Ich muss mir dann wohl auch mal deren altes Zeug geben.

    #5868243  | PERMALINK

    A.F.P.

    Registriert seit: 20.12.2007

    Beiträge: 24,476

    @ Colors: Wirklich eines der besten Alben des Jahrzehnts. Einfach nur unglaublich. Ich könnt bei jedem Hören in eine andere Welt versinken. Ich werd wahrscheinlich wenn ich mal lustig bin auch meinen Senf zum Album schreiben, auch wenn dus schon ziemlich gut beschreiben konntest. Ich glaub ich hörs mir jetzt einfach mal wieder an.

    €: Ruun ist natürlich auch spitzenklasse, wenn es imo auch nicht ganz an ISA rankommt.

    --

    "Hält sich für'n verkanntes Genie Aber ist so voller Selbsthass, wär er Jude, wär er Antisemit" .
    #5868245  | PERMALINK

    Mastermind

    Registriert seit: 11.05.2004

    Beiträge: 3,064

    Sodom – M-16
    Nachdem sich der Thrash-Metal nach seinem langsamen Niedergang Ende der 80er Jahre im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts in einer Art Dämmerschlaf Schrägstrich Krise befand, was sich durch Bandauflösungen, mäßige bis experimentelle Veröffentlichungen und einen allgemeinen Popularitätsverlust zugunsten anderer Spielarten des Metals ausdrückte, deutete sich unter anderem mit Sodoms Veröffentlichung „Code Red“ aus dem Jahre 1999 und der Wiedervereinigung von Destruction mit Schmier an, dass einige Herren noch etwas zu sagen hatten – der Grundstein für das immer noch aktuelle Thrash-Revival wurde pünktlich zum Jahrtausendwechsel gelegt.

    Obgleich für viele das lyrisch ähnlich angelegte „Agent Orange“ (1989) – thematisiert wird mit dem Vietnamkrieg eines der vielen Interessenfelder des Sängers Tom Angelripper – das Referenzwerk der Band darstellt, sieht eine nicht geringe Zahl ihrer Anhänger in der 2001 erschienenen Langrille „M-16“ das Magnum Opus der Gelsenkirchener Thrash-Institution, die im Gegensatz zu den anderen 67% des deutschen „Triumvirats“ (bestehend aus genannten Sodom, Destruction sowie den Essenern Kreator) immer Linie hielt und sich nicht übermäßig vom „Thrash“ entfernte.

    „M-16“ kann vielleicht als Quintessenz des Sodom-Sounds angesehen werden, der sich nach den durch und durch chaotischen Veröffentlichungen der Anfangstage („Obsessed by Cruelty“ und „In The Sign of Evil“ werden auch heute noch von namhaften Vertretern der Black-Metal-Szene als Inspirationsquelle zitiert) herausbildete und im Grunde genommen aus drei Hauptingredienzien besteht: aus den plakativen Songtexten, die den Finger nicht nur in die Wunde legen, sondern auch gerne mal feste reindrücken, der Kombination aus chaotisch-manischem Gedresche und stampfenden E-Saiten-Attacken sowie dem definitiv unverkennbaren Stimmorgan des ehemaligen Schlossers Onkel Tom, dessen Aussprache des Englischen sich zwar verbessert hat, jedoch auch weiterhin Erkennungs- und vielleicht auch als Qualitätsmerkmal deutschen Gebolzes durchgehen kann.
    All diese Dinge enthält „M-16“ zuhauf. Sei es…:

    … der grandiose Opener „Among the Weirdcong“, der beispielhaft für das ganze Album stehen kann.

    … mit dem Stampfer „Napalm in the Morning“ der vielleicht böseste Song, den Sodom je geschrieben haben.

    … „Minejumper“ – oldschool ohne Ende

    …das hymnenhafte „Marines“

    …oder einfach nur das mörderisch geile Trashmen-Cover „Surfin‘ Bird“, welches zum einen Abwechslung nach etwa 46 Minuten Dauerfeuer bietet und gleichzeitig zeigt, dass Sodom immer wieder für einen Spaß zu haben sind – vom Ergebnis mal abgesehen, welches nicht nur das Original, sondern auch noch die Peter-Griffin-Version locker in die Tasche steckt und zeigt, was man alles aus Songs rausholen kann, wenn man mit der richtigen Einstellung rangeht.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass „M-16“ nicht nur in keiner Plattensammlung und in keiner Liste potenzieller Hörtipps fehlen darf, sondern ebenfalls in einer Liste der besten zehn Metal-Alben des vergangenen Jahrzehnts auftauchen sollte. Mit ihrem Erstwerk des neuen Jahrtausends haben Sodom eine Blaupause für Thrash-Metal geliefert, der reif klingt, sich jedoch nicht in modernem Schnickschnack ergeht: hier gibt es einfach nur gepflegt einen auf’s Fressbrett gezimmert, dass es nur so kracht – schön!

    Absolutes Einsteigerwerk und Pflichtkauf²!

    Hörbeispiele:
    http://www.youtube.com/watch?v=m4gxIM2OeHA

    http://www.youtube.com/watch?v=qF70OfNnZ7k
    http://www.youtube.com/watch?v=nKqpiFfs-kI
    http://www.youtube.com/watch?v=lwR9SEeBmWE
    http://www.youtube.com/watch?v=AnB7Mvz4pAE
    http://www.youtube.com/watch?v=ic9tzBLnPX8

    --

    The sun is the same in a relative way but you're older, Shorter of breath and one day closer to death..
    #5868247  | PERMALINK

    FroZenObi

    Registriert seit: 25.07.2008

    Beiträge: 2,002

    WaschbärMein gott, es gibt halt verschiedene geschmäcker…

    Von enter shikari kenn ich eigentlich nur die Aktuelle. find ich auch recht gut soweit, is mir aber irgendwie zu Indie-rock lastig.
    Ich muss mir dann wohl auch mal deren altes Zeug geben.

    Ich hab nix gesagt 😉
    War nur etwas von den Vidos erschrocken.

    #5868249  | PERMALINK

    Waschbaer

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 21,069

    FroZenObiIch hab nix gesagt 😉
    War nur etwas von den Vidos erschrocken.

    ok, das kann ich noch nachvollziehen. Is schon ne Freakshow ^^

    #5868251  | PERMALINK

    andysocial

    Registriert seit: 18.03.2006

    Beiträge: 7,603


    Earth – Hex: Or Printing In The Infernal Method (2005, Southern Lord) [einmal Drone, immer Drone?]

    Als ich das Album zum ersten Mal kurz nach Release gehört habe, dachte ich nur: was soll das? Aber man reift mit der Zeit eben auch musikalisch und es dauerte bis in das Jahr 2007 als ich mir die CD kaufte. Und heute empfinde ich es als ein riesiges Werk. Aber ich bezweifle, dass Metalfreunde die Band so schätzen würden, wie sie es tun, wenn dies das erste Album der Band gewesen wäre. Earth war Wegbereiter einer ganz neuen Musikrichtung (Drone), die so unglaublich heavy war, wie einst die Bluesrock Band Earth der späten 60er Jahre, die sich dann bald in Black Sabbath umbenannte. Also eine gute Wahl für einen Bandnamen. Anfang der 90er pflügten Earth mit ihrer unterirdisch gestimmten Gitarre monoton durch alles was dreckig war. Der Höhe/Tiefpunkt war sicherlich das zweite Album „2: Special Low Frequenzy Version“ das wohl ein Maximum an Anstrengung braucht es zu hören, aber dabei so viel Emotionen hervorruft wie selten ein Album zuvor. Phase 3 spielte sich dann doch etwas gerader aus, teilweise schon rockig, jedenfalls für Earth Verhältnisse. Pentastar zeigte eine Abwechslung von Psychedelic (wieder in Earth Maßstäben zu sehen) mit Drone. Und dann folgte das große Nichts. 9 Jahre lang verabschiedete sich die Band.
    Danach kam „Hex“ und jeder erwartete Drone. Irgendwie. In welcher Form auch immer. Aber es hatte tief zu sein und monoton, brachial und den Gehörgang sollte es planieren. Und was kam? Nichts.
    „Mirage“ heißt der erste Song. Oder Intro. Man hört Wind, eine Gitarre, die alle paar Sekunden die selbe Saite anschlägt und zwischendrin: Stille.
    „Land Of Some Other Order“ beginnt dann mit etwas mehr Schwung, aber auch hier kein Drone wie man es früher kannte, wie es Sunn O))) innerhalb der 9 Jahre Pause von Earth auf die Spitze trieben. Schon dieser Song macht klar, dieses Album ist anders. Verlassen, aber nicht verstört. Klarheit zeigt sich, immer noch die gleiche Monotonie, aber die Wut scheint verschwunden. Erwachsener könnte man sagen.
    Stück #3 „The Dire And Ever Circling Wolves“ beginnt mit Geklapper von Metall, das im Wind hängt. So fühlt sich das gesamte Album an. Es ist schwer ein Review darüber zu machen was man hört, denn die Songs unterscheiden sich durch nicht viel. Die Gitarre spielt in Langsamkeit ein Riff, der sich immer und immer wiederholt, die Drums sind existent aber aufgrund ihrer Geschwindigkeit sind sie nicht mehr als ein Schlag in der Stille. Nun mag vielleicht auch auffallen wie verdammt gut das Albumcover dazu passt.
    „Left In The Desert“, Lied Nr. 4, ist wieder nur Wind und stimmt auf „Lens Of Unrectified Night“ ein. Ein wirklich großartiger Song, auch wenn man ihn nicht aus dem Verband der anderen Songs lösen kann. Er besitzt eine gewisse Fülle, zum ersten Mal baut sich etwas auf, die Drums werden druckvoller, die Gitarre spielt Akkorde. Aber niemals so, dass man vergisst wo man ist: in der Wüste, im Nichts.
    „An Inquest Concerning Teeth“ ist dagegen so wie der Morgentau in der Ödnis, das Kondenswasser, das man nach der kalten Nacht sieht und sich auf den Tag freut. Der Song hat etwas freundliches, beruhigendes, aber natürlich trotzdem leeres.
    „Raiford (The Felon Wind)“ ist der Star des Albums, quasi die Hymne. Natürlich im Earth-Maßstab. Der Song schleppt sich mit einer Langsamkeit und Monotonie durch die von ihm aufgezeigte Wüste und doch groovt sie unweigerlich. Und nach jeder dieser kernigen Passagen, die immer fülliger werden zieht die Einsamkeit hinterher. Unmerklich gipfelt das ganze und erst am Ende erkennt man den Berg an Sand den man vor sich her schiebt.
    „The Dry Lake“, Song #8, bringt uns von diesem Soundwall wieder runter, minimalistisches Horn und nichts sonst, in weiter Ferne noch ein Schimmer irgendwas, wieder ein Zwischenstück das voll wirkt.
    Den Abschluss dieser einsamen Reise markiert dann „Tethered To The Polstar“, wohl das Höchstmaß an Ruhe, 3-4 Töne gefolgt von sekundenlanger Stille, allerdings nicht bedrückend, eher glücklich. Nach fast 3 Minuten dann die Öffnung, der Song bekommt Schwung und schließt das Album in einem Höhepunkt ab.

    Ein Meisterwerk wenn man auf diese Art von Musik steht. Es ist keine Musik für den Hintergrund oder wenn man etwas lockeres braucht. Die Musik entfaltet sich bei einer Tasse Tee und Ruhe.

    http://www.youtube.com/watch?v=zD-J8O2fLf4
    http://www.youtube.com/watch?v=jDz_EvsOe-A (leider ein dämliches video)

    #5868253  | PERMALINK

    xTOOLx

    Registriert seit: 30.06.2008

    Beiträge: 19,947

    Yes!

    Ich hab die Platte so unzählige Male gehört. Es ist eine wahre Freude.
    „Raiford (The Felon Wind)“? Ja man! Mein Favorit des Albums.
    Einfach ein wunderschönes Stück Musik.

    #5868255  | PERMALINK

    andysocial

    Registriert seit: 18.03.2006

    Beiträge: 7,603

    definitiv. man kann so wunderbar eintauchen, WENN man sich die zeit nimmt. ich wusste nicht ob ich hierzu oder zur the bees made honey in the lions skull ein review schreiben soll weil die bees höre ich öfter, weil sie eben anders funktioniert. aber ich fand die geschichte des umschwung grandios, nach 9 jahren wieder zu kommen und sich so einzigartig gedreht zu haben

    ich freue mich auch unendlich auf das neue album, das hoffentlich dieses jahr kommt

    #5868257  | PERMALINK

    Necrofiend

    Registriert seit: 17.12.2004

    Beiträge: 27,709

    Hmm, von Earth ist alles irgendwie toll. Dabei mag ja Stiländerungen eigentlich eher nicht…

    --

    Support the dying cult of underground metal! Stay black and brutal forever! If it was not for my parents I would have tried to kill myself before Instead i listend to Slayer and dreamt on A world without war is like a city without whores
    #5868259  | PERMALINK

    Infernal Overkiller

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 5,365

    Die Sodom ist echt ein Brett!

    #5868261  | PERMALINK

    Eddie1975

    Registriert seit: 13.05.2005

    Beiträge: 12,194

    Definitiv, aber Sodom habe ihre wirklich relevanten Werke in den 80er abgeliefert. Ich seh die Scheibe daher eher als Randnotiz.

    --

    "Heavy Metal in my ears Is all i ever want to hear. Before the sands of time run out , We'll stand our ground and all scream out! Manilla Road - Heavy Metal to The World On Tour: 11.06. Rockfels - Loreley Freilichtbühne, St. Goarshausen last.fm Musik-Sammler
    #5868263  | PERMALINK

    Darth Kai

    Registriert seit: 01.11.2008

    Beiträge: 4,439

    Und in den 90ern!

    --

    lasfm/Graphicguestbook 5.2. Helloween, Oberhausen 29.5.11 Iron Maiden, Oberhausen 10.6.-12.6. Rock Hard Festival 28.7-30.7. Headbangers Open Air
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