Hardrock-Nachhilfe für SirMetalhead

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  • #6794015  | PERMALINK

    andysocial

    Registriert seit: 18.03.2006

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    bei Winger muss ich immer an Stewart von Beavis & Butthead denken, den uncoolsten Typen des Planeten. Winger vereinen aber auch ziemlich alles warum der 80er HardRock so einen faden (Kajal)Beigeschmack hat.

    Highlights von metal-hammer.de
    #6794017  | PERMALINK

    King Diamond

    Registriert seit: 14.02.2004

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    andysocial Winger vereinen aber auch ziemlich alles warum der 80er HardRock so einen faden (Kajal)Beigeschmack hat.

    Bei wem genau hat der Hardrock der 80er solch einen Beigeschmack?

    --

    Musik Messi (© creeping deathaaa)
    #6794019  | PERMALINK

    Dancing Mad God

    Registriert seit: 22.03.2011

    Beiträge: 804

    Mich würde viel mehr interessieren, wie Kajal schmeckt.

    --

    [indent]Jerry lacht wie ein Kind. Schlurft wie ein alter Mann. Langsame, schleppende Sprache. Zufällige Gedanken, die in einem sterbenden Gehirn hängenbleiben. Verworrene Erinnerungen. Stimmen, die sonst niemand hört.[/indent]
    #6794021  | PERMALINK

    palez

    Registriert seit: 04.01.2007

    Beiträge: 10,795

    Was hörte Daria Morgendorfer eigentlich für Musik?

    Dancing Mad GodMich würde viel mehr interessieren, wie Kajal schmeckt.

    Gibt doch diese Tester in Kosmetikfachhandlungen…

    #6794023  | PERMALINK

    Dancing Mad God

    Registriert seit: 22.03.2011

    Beiträge: 804

    Sie und Jane hören doch immer Musik, bevor Sick Sad World anfängt…aber ich hab grad nicht mehr im Ohr, wonach das klingt.

    --

    [indent]Jerry lacht wie ein Kind. Schlurft wie ein alter Mann. Langsame, schleppende Sprache. Zufällige Gedanken, die in einem sterbenden Gehirn hängenbleiben. Verworrene Erinnerungen. Stimmen, die sonst niemand hört.[/indent]
    #6794025  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

    Registriert seit: 26.06.2004

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    so, war ziemlich beschäftigt in den letzten Wochen, aber jetzt gehts weiter.

    Marillion – Blind Curve I-V (Misplaced Childhood, 1985)
    Marillion sind mir ein Begriff, zumindest kann ich sie stilistisch einordnen. Mehr als die Radio-Hits und den ein oder anderen Song flüchtig mal gehört zu haben, kann ich aber nicht behaupten.
    Das Lied beginnt recht schlagartig, vermutlich geht im ein anderer Song voraus, der in diesen übergeht. Ein Konzeptalbum wäre da denkbar und ja auch nicht unbedingt unrealistisch. Typischer Keyboard-Sound mit wehmütigen Gitarren, zurückhaltendem, aber immer präsentem Bass und natürlich die unverwechselbare Stimme. Allerdings hört man schnell, dass man es hier mit höherer Qualität zu tun hat, neuneinhalb Minuten sind auch nicht gerade nur zum Runterspielen eines Schemas gedacht. Einzelne Teile sind deutlich voneinander abgrenzbar, die Stimmung ändert sich zwar nicht komplett, aber dafür subtil und so, dass man es zumindest spürt. Die Teile 1 bis 5 meine ich zumindest erkannt zu haben. Find ich super! Als Freund von Rush und frühen Genesis muss ich mir das auf jeden Fall merken.

    Saga – Wind Him Up (In Transit, 1982)
    Jetzt gehts mit Saga weiter und damit wieder etwas lebhafter, leichte Weltraum-Stimmung kommt auf. Dafür sorgen nicht nur die Gitarren und der Bass, sondern auch die Keyboards, die genausogut auch in eine 90er Zeichentricksendung wie Captain Planet oder Saber Rider passen würden. Dementsprechend heroisch kommt das auch rüber. In der Mitte lässt man sich sogar noch zu weiteren Sound- und Rhythmusexperimenten hinreißen, die fast bis ganz ans Ende reichen. Dann bekommt man aber nochmal die gewohnten Strukturen. Nicht übel, aber für mich nicht unbedingt mehr als „nett“.

    Foreigner – That Was Yesterday (Agent Provocateur, 1984)
    Uh, das kommt mir bekannt vor. Auch wenn ich nicht wusste, dass es Foreigner sind. Kenn ich das jetzt aus dem Radiosender meiner Mom, den ich all die Jahre meiner Kindheit während meines morgendlichen Bad-Aufenthaltes ertragen musste oder stammt das doch von irgendnem Film? Kann ich spontan nicht sagen – auf jeden Fall etwas, das man unterbewusst wahrnimmt und abspeichert. Musikalisch ist es allerdings nicht ganz mein Ding, etwas arg weichgespült, wenn man böse sein wollte. Das Klavier klingt auf mich auch nicht besonders überzeugend. Ihren großen Namen werden die Herren aber sicherlich nicht erstohlen haben, deshalb nehm ich das einfach mal ehrfürchtig zur Kenntnis.

    Triumph – Fight The Good Fight (Classics, 1989)
    Mal wieder etwas, an das ich ohne jegliche Vorahnung herangehe. Dementsprechend hab ich auch keine Erwartungen. Der Keyboardeinstieg mit den akustischen Gitarren klingt schonmal sehr märchenhaft und ansprechend, leider stellt sich das schnell als Intro heraus und der Rock regiert. Der Gitarrensound ist sehr gelungen, roh und klar, dazu stark rhythmusorientiert. Die Stimme geht in die Richtung von Rush, also in einen Bereich, der schnell fiepsig klingt, wenn man es nicht gekonnt rüberbringt. Die Gefahr besteht hier allerdings nicht, er harmoniert super mit der Instrumentalfraktion. Zwischenzeitlich tauchen die Märchenkeyboards dann doch wieder auf. Der Refrain hat es dann auch in sich, denn er verbindet die akzentuierten Strophen mit einer schönen Keyboarduntermalung. Beim zweiten Mal wird dieser nur angedeutet und mündet im Gitarrensolo-Part, der mir ebenfalls sehr gut gefällt. Gegen Ende bekommt man den tollen Refrain dann aber nochmal zu hören – vermutlich ist das genau die richtige Dosis, damit so ein Song sich nicht während seiner selbst schon abnutzt. Ein wenig muss ich an Iron Maidens Innocent Exile denken. Und das ist eigentlich ne super Referenz! Bin positiv überrascht, sehr guter Song!

    Demon – Remembrance Day (A Song For Peace) (Taking The World By Storm, 1989)
    Hihi, nochmal ein flötenhafter Einstieg, war aber reiner Zufall. Hab nämlich mal ein neueres Demon-Album besessen, das war eher roh und weder Fisch noch Fleisch. Kann mich deshalb auch nicht mehr wirklich an dessen Namen erinnern, es war ne merkwürdige Fratze drauf. Wie auch immer, das hier klingt erstmal nicht besonders grobgehobelt, sondern geht erstmal in die Richtung Magnum, so mit dem Keyboard. Allerdings kann sich das in neuneinhalb Minuten auch noch ändern. Der Übergang ins richtige Lied erfolgt dann fast fließend, was auch am weichen Klang der Gitarren liegt, die nicht so reindonnern, aber trotzdem kräftig sind. Es kommen noch ein paar Posaunensounds dazu, ich bin gespannt. Mal wieder tieferer Gesang, sehr schön, könnte man am besten als Mischung aus Meat Loaf und Glen Danzig beschreiben. Sehr hymnisch, die Nummer, man fühlt sich tatsächlich an eine Art Parade erinnert. Geht sofort ins Ohr, hymnisch und geradlinig. Könnte mir gut vorstellen, dass sich die Jungs von Blind Guardian hier Inspiration geholt haben, da steckt schon ne gute Portion Nightfall In Middle Earth drin – beziehungsweise genaugenommen ja andersrum. Kommt definitiv auch auf die „unbedingt merken“-Seite!


    Survivor – Rebel Son (When Seconds Count,
    1986)
    Gut, der Bandname weckt natürlich unweigerlich Assoziationen und damit auch eine gewisse Erwartungshaltung. Schließlich kennt jeder den Rocky-Soundtrack – und damit meine ich nicht allein „Eye Of The Tiger“, sondern vor allem auch die anderen guten Nummern. Auch das hier klingt denen stellenweise sehr ähnlich, allerdings mit einer schönen Abwechslung zwischen gemäßigten, fast hoffnungsvollen Strophen, einer Bridge, die zum Mitnicken einlädt und einem krönenden Refrain, der eigentlich nur die Konzequenz dessen ist, was man an Stimmung aufgebaut hat. Auch hier gibt man sich kämpferisch, diese Thematik scheint der Band einfach auf den Leib geschnitten zu sein. Kein Überhammer, aber auf jeden Fall eine sehr gute und willkommene Alternative zu den bereits bekannten Survivor-Songs.

    Grand Prix – Samurai (Samurai, 1983)
    Sehr schön, thematisch mal was ganz anderes. Band sagt mir nix, aber der Name klingt aber schnmal innovativ 🙂 Ein paar fernöstliche Klänge und eine schöne Gesangsstimme zu Beginn – ich bin mir aber sicher, dass da noch mehr kommt. Und schon tönt es polyphon „Samurai“, es kann losgehen. Ein fast unwidedstehlicher Stamphrythmus, der allerdings durch die Keyboardeinsprengsel alles andere als plump wirkt. Das Ergebnis klint elegant, gerade auch zusammen mit der sehr interessanten Stimme. Der Rafrain kommt dann relativ plötzlich und kann mit ner erstaunlichen Portion Einfallsreichtum aufwarten. Find ich ziemlich gelungen, diese ganze Kombination. Typischer kann man sich HardRock nicht vorstellen, trotzdem gehört das für mich bisher mit zum Überraschendsten, was der King zusammengestellt hat. Ebenfalls super find ich die Abwechslung aus klarem und vielstimmigem Gesang. Jetzt schon ein heißer Anwärter auf einen Platz auf meinem persönlichen Siegerpodest dieses Samplers – sehr tolle Empfehlung!

    L.A. Guns – Never Enough (Cocked and Loaded, 1989)
    Mit dem Namen verbinde ich seither ein Macho-Image, vermutlich hab ich die schonmal irgenwdo gehört, gesehen oder zumindest von ihnen gelesen. Bescheidenheit versprühen die Herren nämlich nicht. Aber schließlich kann man auch das Gegenteil gut präsentieren. Das ganze klingt auf jeden Fall lebensfroh, überzeugt und bierselig. Die Gitarren sägen rauf und runter, der Sänger hat ne leicht angeraute Stimme. Aber der Funke will nicht so wirklich überspringen. Naja, kann ja nicht jeder Song ein Volltreffer sein.

    #6794027  | PERMALINK

    King Diamond

    Registriert seit: 14.02.2004

    Beiträge: 8,372

    SirMetalhead
    Marillion – Blind Curve I-V (Misplaced Childhood, 1985)
    Marillion sind mir ein Begriff, zumindest kann ich sie stilistisch einordnen. Mehr als die Radio-Hits und den ein oder anderen Song flüchtig mal gehört zu haben, kann ich aber nicht behaupten.
    Das Lied beginnt recht schlagartig, vermutlich geht im ein anderer Song voraus, der in diesen übergeht. Ein Konzeptalbum wäre da denkbar und ja auch nicht unbedingt unrealistisch. Typischer Keyboard-Sound mit wehmütigen Gitarren, zurückhaltendem, aber immer präsentem Bass und natürlich die unverwechselbare Stimme. Allerdings hört man schnell, dass man es hier mit höherer Qualität zu tun hat, neuneinhalb Minuten sind auch nicht gerade nur zum Runterspielen eines Schemas gedacht. Einzelne Teile sind deutlich voneinander abgrenzbar, die Stimmung ändert sich zwar nicht komplett, aber dafür subtil und so, dass man es zumindest spürt. Die Teile 1 bis 5 meine ich zumindest erkannt zu haben. Find ich super! Als Freund von Rush und frühen Genesis muss ich mir das auf jeden Fall merken.

    Braucht man nicht viele Worte drüber verlieren – Script for a jester’s tear, Fugazi und auch Misplaced childhood sollte man sich, sofern man auf Musik Richtung alte Genesis steht, ins Regal stellen.

    SirMetalhead
    Saga – Wind Him Up (In Transit, 1982)
    Jetzt gehts mit Saga weiter und damit wieder etwas lebhafter, leichte Weltraum-Stimmung kommt auf. Dafür sorgen nicht nur die Gitarren und der Bass, sondern auch die Keyboards, die genausogut auch in eine 90er Zeichentricksendung wie Captain Planet oder Saber Rider passen würden. Dementsprechend heroisch kommt das auch rüber. In der Mitte lässt man sich sogar noch zu weiteren Sound- und Rhythmusexperimenten hinreißen, die fast bis ganz ans Ende reichen. Dann bekommt man aber nochmal die gewohnten Strukturen. Nicht übel, aber für mich nicht unbedingt mehr als „nett“.

    Saga ist wieder so ein weißer Fleck in meiner Sammlung. Auch hier habe ich nur was auf den Sampler gemacht, weil Du gern was von der Gruppe haben wolltest. Wind him up finde ich dennoch gut.

    SirMetalhead
    Foreigner – That Was Yesterday (Agent Provocateur, 1984)
    Uh, das kommt mir bekannt vor. Auch wenn ich nicht wusste, dass es Foreigner sind. Kenn ich das jetzt aus dem Radiosender meiner Mom, den ich all die Jahre meiner Kindheit während meines morgendlichen Bad-Aufenthaltes ertragen musste oder stammt das doch von irgendnem Film? Kann ich spontan nicht sagen – auf jeden Fall etwas, das man unterbewusst wahrnimmt und abspeichert. Musikalisch ist es allerdings nicht ganz mein Ding, etwas arg weichgespült, wenn man böse sein wollte. Das Klavier klingt auf mich auch nicht besonders überzeugend. Ihren großen Namen werden die Herren aber sicherlich nicht erstohlen haben, deshalb nehm ich das einfach mal ehrfürchtig zur Kenntnis.

    Foreigner haben so viele Hits geschrieben, daß es wahnsinnig schwer ist, was aus der zweiten Garde zu finden. Ich stehe unheimlich auf den Gesang von Lou Gramm und auch Live (leider ohne Lou) haben sie mich absolut überzeugt.
    Ganz tolle und wichtige Rock Band.

    SirMetalhead
    Triumph – Fight The Good Fight (Classics, 1989)
    Mal wieder etwas, an das ich ohne jegliche Vorahnung herangehe. Dementsprechend hab ich auch keine Erwartungen. Der Keyboardeinstieg mit den akustischen Gitarren klingt schonmal sehr märchenhaft und ansprechend, leider stellt sich das schnell als Intro heraus und der Rock regiert. Der Gitarrensound ist sehr gelungen, roh und klar, dazu stark rhythmusorientiert. Die Stimme geht in die Richtung von Rush, also in einen Bereich, der schnell fiepsig klingt, wenn man es nicht gekonnt rüberbringt. Die Gefahr besteht hier allerdings nicht, er harmoniert super mit der Instrumentalfraktion. Zwischenzeitlich tauchen die Märchenkeyboards dann doch wieder auf. Der Refrain hat es dann auch in sich, denn er verbindet die akzentuierten Strophen mit einer schönen Keyboarduntermalung. Beim zweiten Mal wird dieser nur angedeutet und mündet im Gitarrensolo-Part, der mir ebenfalls sehr gut gefällt. Gegen Ende bekommt man den tollen Refrain dann aber nochmal zu hören – vermutlich ist das genau die richtige Dosis, damit so ein Song sich nicht während seiner selbst schon abnutzt. Ein wenig muss ich an Iron Maidens Innocent Exile denken. Und das ist eigentlich ne super Referenz! Bin positiv überrascht, sehr guter Song!

    Ja, super Gruppe, die leider nie so die super wichtige Rolle gespielt hat. Haben einige sehr starke Scheiben am Start, durch die man sich man hören sollte.

    SirMetalhead
    Demon – Remembrance Day (A Song For Peace) (Taking The World By Storm, 1989)
    Hihi, nochmal ein flötenhafter Einstieg, war aber reiner Zufall. Hab nämlich mal ein neueres Demon-Album besessen, das war eher roh und weder Fisch noch Fleisch. Kann mich deshalb auch nicht mehr wirklich an dessen Namen erinnern, es war ne merkwürdige Fratze drauf. Wie auch immer, das hier klingt erstmal nicht besonders grobgehobelt, sondern geht erstmal in die Richtung Magnum, so mit dem Keyboard. Allerdings kann sich das in neuneinhalb Minuten auch noch ändern. Der Übergang ins richtige Lied erfolgt dann fast fließend, was auch am weichen Klang der Gitarren liegt, die nicht so reindonnern, aber trotzdem kräftig sind. Es kommen noch ein paar Posaunensounds dazu, ich bin gespannt. Mal wieder tieferer Gesang, sehr schön, könnte man am besten als Mischung aus Meat Loaf und Glen Danzig beschreiben. Sehr hymnisch, die Nummer, man fühlt sich tatsächlich an eine Art Parade erinnert. Geht sofort ins Ohr, hymnisch und geradlinig. Könnte mir gut vorstellen, dass sich die Jungs von Blind Guardian hier Inspiration geholt haben, da steckt schon ne gute Portion Nightfall In Middle Earth drin – beziehungsweise genaugenommen ja andersrum. Kommt definitiv auch auf die „unbedingt merken“-Seite!

    Demon ist eine Macht. Eine meiner absoluten Lieblingsbands, die es, trotz diversen Soundänderungen, immer geschafft haben, hochklassige Scheiben abzuliefern. Gut, die letzten drei Scheiben haben nicht mehr die Durchzugskraft früherer Scheiben, aber auch da können sich andere Bands noch ne Scheibe von abschneiden.
    Ganz egal ob purer NWOBHM, prog Rock, Hardrock oder Hymnen – Demon haben alles am Start und das in einzigartiger Qualität.
    Der Gesang von Dave Hill ist hier besonders erwähnenswert.

    SirMetalhead
    Survivor – Rebel Son (When Seconds Count, 1986)
    Gut, der Bandname weckt natürlich unweigerlich Assoziationen und damit auch eine gewisse Erwartungshaltung. Schließlich kennt jeder den Rocky-Soundtrack – und damit meine ich nicht allein „Eye Of The Tiger“, sondern vor allem auch die anderen guten Nummern. Auch das hier klingt denen stellenweise sehr ähnlich, allerdings mit einer schönen Abwechslung zwischen gemäßigten, fast hoffnungsvollen Strophen, einer Bridge, die zum Mitnicken einlädt und einem krönenden Refrain, der eigentlich nur die Konzequenz dessen ist, was man an Stimmung aufgebaut hat. Auch hier gibt man sich kämpferisch, diese Thematik scheint der Band einfach auf den Leib geschnitten zu sein. Kein Überhammer, aber auf jeden Fall eine sehr gute und willkommene Alternative zu den bereits bekannten Survivor-Songs.

    Coole Band mit tollen Ohrwürmern. Kann man immer wieder auflegen, ohne das es zu Abnutzungserscheinungen kommt.

    SirMetalhead
    Grand Prix – Samurai (Samurai, 1983)
    Sehr schön, thematisch mal was ganz anderes. Band sagt mir nix, aber der Name klingt aber schnmal innovativ 🙂 Ein paar fernöstliche Klänge und eine schöne Gesangsstimme zu Beginn – ich bin mir aber sicher, dass da noch mehr kommt. Und schon tönt es polyphon „Samurai“, es kann losgehen. Ein fast unwidedstehlicher Stamphrythmus, der allerdings durch die Keyboardeinsprengsel alles andere als plump wirkt. Das Ergebnis klint elegant, gerade auch zusammen mit der sehr interessanten Stimme. Der Rafrain kommt dann relativ plötzlich und kann mit ner erstaunlichen Portion Einfallsreichtum aufwarten. Find ich ziemlich gelungen, diese ganze Kombination. Typischer kann man sich HardRock nicht vorstellen, trotzdem gehört das für mich bisher mit zum Überraschendsten, was der King zusammengestellt hat. Ebenfalls super find ich die Abwechslung aus klarem und vielstimmigem Gesang. Jetzt schon ein heißer Anwärter auf einen Platz auf meinem persönlichen Siegerpodest dieses Samplers – sehr tolle Empfehlung!

    Freut mich ganz besonders, daß Dir der Song so gut gefällt. Ist auch einer meiner Favoriten. Der tolle Gesang kommt übrigens von Robin McAuley (u.a. MSG). Mittlerweile ist die Scheibe relativ günstig als remasterte Version zu bekommen. Ich habe damals für den Japan Import leider etwas tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Bereut habe ich es nie, denn die komplette Scheibe ist empfehlenswert.

    SirMetalhead
    L.A. Guns – Never Enough (Cocked and Loaded, 1989)
    Mit dem Namen verbinde ich seither ein Macho-Image, vermutlich hab ich die schonmal irgenwdo gehört, gesehen oder zumindest von ihnen gelesen. Bescheidenheit versprühen die Herren nämlich nicht. Aber schließlich kann man auch das Gegenteil gut präsentieren. Das ganze klingt auf jeden Fall lebensfroh, überzeugt und bierselig. Die Gitarren sägen rauf und runter, der Sänger hat ne leicht angeraute Stimme. Aber der Funke will nicht so wirklich überspringen. Naja, kann ja nicht jeder Song ein Volltreffer sein.

    Schade, mag ich auch sehr. Habe aber mittlerweile bemerkt, daß Dir Glam einfach nicht so ganz liegt.

    --

    Musik Messi (© creeping deathaaa)
    #6794029  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

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    joa, Glam Rock ist irgendwie nicht so meins. Wobei ich „The Darkness“ ganz gern mag, aber die passen hier ja eher nicht rein.

    Ich werd am Ende – auch für mich – die Highlights nochmaöl zusammenfassen, vielleicht können wir da nochmal über Anfängerscheiben reden 🙂

    #6794031  | PERMALINK

    King Diamond

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    SirMetalheadIch werd am Ende – auch für mich – die Highlights nochmaöl zusammenfassen, vielleicht können wir da nochmal über Anfängerscheiben reden 🙂

    Klar, gern.:)

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    Musik Messi (© creeping deathaaa)
    #6794033  | PERMALINK

    Saro

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    Habe das alles mal still mitverfolgt. Coole Songs, die der King da zur Auswahl hatte. Wundert mich nur ein wenig, dass kein Steelhouse Lane dabei war 😉 Night Ranger und Victory hätten auch gut gepasst, finde ich. Hat mich aber gefreut Shy auf dem Sampler zu erblicken. Starke Band, starkes Album!

    Überraschend fand ich, dass von Winger ein Song des völlig zu unrecht niedergemachten Pull-Albums anstelle eines Stückes der ersten beiden Werke vertreten war. Überraschend, aber nachvollziehbar. Mir gefallen eigentlich alle Winger-Alben. Von den neuen überzeugt vor allem Karma.

    Demon und Triumph stehen auch schon ne ganze Weile auf meiner ToDo-Liste. Kannste da bestimmte Alben empfehlen?

    Lg, Saro!

    #6794035  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    SaroWundert mich nur ein wenig, dass kein Steelhouse Lane dabei war 😉

    zu seiner Verteidigung: Von denen hat er mir vor 6 Jahren schonmal was zugeschickt, find ich heute noch super!

    #6794037  | PERMALINK

    Saro

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    #6794039  | PERMALINK

    King Diamond

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    Bei Steelhouse Lane wusste ich noch, daß ich da dem Sir schonmal per ICQ ein paar Songanregungen geschickt hatte.
    Zu weiteren Bands, die ich weg gelassen habe – schau mal, was ich auf Seite 2 geschrieben habe :):

    King Diamond
    Ich wollte ursprünglich noch VIEL mehr rockige Sachen dazu packen. Allerdings wären wir da irgendwo bei 100 Songs gelandet. Das Teil ist mit nahezu 60 Songs eh schon viel zu groß geworden. Ich habe auch ganz viel aus dem Hardrock Bereich weg gelassen, weil die Sache sonst kein Ende genommen hätte. Vielleicht, wenn der Sir alles durch hat und noch Interesse besteht, kommt dann nochmal ein Nachschlag.

    SaroHabe das alles mal still mitverfolgt. Coole Songs, die der King da zur Auswahl hatte. Wundert mich nur ein wenig, dass kein Steelhouse Lane dabei war 😉 Night Ranger und Victory hätten auch gut gepasst, finde ich. Hat mich aber gefreut Shy auf dem Sampler zu erblicken. Starke Band, starkes Album!

    Überraschend fand ich, dass von Winger ein Song des völlig zu unrecht niedergemachten Pull-Albums anstelle eines Stückes der ersten beiden Werke vertreten war. Überraschend, aber nachvollziehbar. Mir gefallen eigentlich alle Winger-Alben. Von den neuen überzeugt vor allem Karma.

    Demon und Triumph stehen auch schon ne ganze Weile auf meiner ToDo-Liste. Kannste da bestimmte Alben empfehlen?

    Lg, Saro!

    Von Triumph kann ich Dir Just a game, Allied forces, Never surrender oder aber auch die Surveillance ruhigen Gewissens ans Herz legen.

    Bei Demon ist die Vielfalt ungleich höher. Du kannst bis einschließlich zur Blow out nichts verkehrt machen.
    Ok, die Blow out, als auch die British standart approved sind als Einstiegsdroge nur bedingt zu empfehlen.

    --

    Musik Messi (© creeping deathaaa)
    #6794041  | PERMALINK

    Saro

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    #6794043  | PERMALINK

    SirMetalhead
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    Blackfoot – Good Morning (Marauder, 1981)
    Hui, das klingt lustig. Band noch nie gehört, aber man geht frisch und zackig zur Sache. Das Riffing erinnert mich ein wenig an die deutschen Victory. Eigenwillige, aber sympathische Stimme, viele Breaks und Spielereien. Das klingt lässig und unbeschwert, allerdings ohne dabei dümmlich zu wirken. Hat auch einen leichten Country-Einschlag, passt zusammen. Mehr kann ich eigentlich gar nicht sagen – gefällt mir!

    Praying Mantis – Thirty Pieces Of Silver (Time Tells No Lies, 1981)
    Ein Einstiegsriff der Marke „Breaking The Law“, dazu ein satter Rock-Sound. Markante Stimme, ein wenig durch Hall verstärkt. Ergibt zusammen dieses typische Biker-Feeling. Im Refrain regiert dann mehrstimmiger Gesang, erinnert dann wieder mehr an „Metal Gods“. Also diese Band scheint Judas Priest stilistisch zumindest nicht ganz fern zu stehen. Allerdings sind die beiden genannten Referenzsongs gerade einmal 1 Jahr älter, weswegen ich hier nicht an Abkupferung denken will. Zumal Praying Mantis durchaus ihre eigene Note versprühen. Kurz Google befragt – ah, das ist dieses Cover, kommt mir bekannt vor. Ist definitiv eine Art von Hardrock, die mir zusagt!

    Journey – Mother, Father (Escape, 1981)
    Ok, ein Name, dem man früher oder später mal über den Weg läuft, egal was oder wie viel man so hört. Könnte trotzdem spontan keinen Journey-Song nennen, allerdings werden die in Scrubs häufiger mal erwähnt und intoniert. Mit besonders harter Musik rechne ich natürlich nicht, allerdings bewegt sich das schon fast an der Grenze zum Seichten. Die Stimmung ist toll, keine Frage. Sehr feinfühlig, stellenweise auch intensiv und gerade der Übergang zum Refrain verfügt sicherlich über ne Menge Qualität. Trotzdem gefällt mir das nur teilweise. Würde mich aber nicht wundern, wenn der Herr Sammet (Edguy, Avantasia) großer Journey-Fan ist, jetzt wo ich das so höre…

    Honeymoon Suite – Burning In Love (Honeymoon Suite, 1984)
    Netter Name, sagt mir allerdings gar nichts. Fröhlicher Hardrock, allerdings ohne große Highlights, es passiert relativ wenig. Durch den Keyboardeinsatz und manche Melodieführung fühle ich mich an Cutting Crews „I Just Died In Your Arms Tonight“ erinnert. Es fällt mir schwer, hier mehr zu schreiben, da ich das zwar alles aufnehme, aber es weder gut noch schlecht finde. Vielleicht ist das aber auch nur so, weil mir diese Art des Hardrocks von anderen Bands schon besser unter gekommen ist. Nunja.

    Mr. Big – Daddy, Brother, Lover, Little Boy (The Electric Drill Song) (Lean Into It, 1991)
    Ich erwartete schon einen weiteren Schmachtfetzen – „To Be With You“ sei Dank… – aber glücklicherweise geht es nach den anfänglichen Geräuschen ziemlich flott los. Typische Hardrock-Stimme, leicht rauchig, in Kombination mit den lässigen, fast schon angeberischen Riffs ergibt das ein relativ selbstsicheres Gesamtbild. Da verwundert es auch kaum, dass weitere Spielchen folgen, beispielsweise komplett aussetzende Instrumente im Refrain. Der Solopart macht richtig Spaß, hier kommt zu dem ganzen Dampf auch etwas Substanz hinzu. Trotzdem ist das nicht ganz meine Schiene, s. L.A. Guns, Mötley Crue…

    220 Volt – Beat Of A Heart (Eye To Eye, 1988)
    Ok, das klingt schon besser, anfänglich verhalten, leicht melancholisch. Lädt zum Mitnicken ein. Und obwohl ich die Band so noch nie wahrgenommen habe, glaube ich, zumindest das Cover schonmal irgendwo gesehen zu haben. Schön finde ich die doppelten Gitarren, die hin und wieder aufblitzen, auch das Solo gehört zu der Sorte, die ich mir gerne anhöre, weil kurz und effektiv. In Schulnoten würde ich hier vermutlich etwas zwischen 2 und 3 geben. Definitiv in der oberen Hälfte, aber zumindest für mich kein Überhit.

    Uriah Heep – Rainbow Demon (Demons and Wizards, 1972)
    Ok, zeitlich gesehen dürfte das der früheste Song auf dem gesamten Sampler sein. Der Song beginnt schwül und geheimnissvoll, kann mir gut vorstellen, dass das zur damaligen Zeit schon ziemlich heavy war. Wobei Black Sabbath zu diesem Zeitpunkt ja schon 3 Platten veröffentlicht haben, die diesen Begriff mehr verdient haben. Trotzdem find ich das ziemlich cool. Leicht dröhnender Gitarrensound, langsames Tempo, beschwörender Gesang, dazu die Orgel, welche aber ebenfalls nicht klar poliert, sondern leicht schmutzig rüberkommt. Ob das nun an der Aufnahmetechnik lag oder beabsichtigt war, spielt keine Rolle. Denn der Effekt spricht für sich. Das hier klingt ursprünglich, ehrlich und auf jeden Fall auch anders. Da gibts bestimmt viel zu entdecken.

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