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PogopuschelFrage: Ist es nicht sinnvoll als erstes die vollständige Playlist vorzustellen, die man besprechen möchte (muss :))? Dann kann man sich als Lesender hier schon mal ein Bild von dem Sampler machen insofern man die Künstler kennt.
als einfache Liste meinst du?
Würd ich aber dann auf jeden Fall in den gleichen Post an den Anfang packen, sonst bringt das vermutlich nicht viel. Ansonsten ne gute Idee.Highlights von metal-hammer.deSirMetalheadals einfache Liste meinst du?
Würd ich aber dann auf jeden Fall in den gleichen Post an den Anfang packen, sonst bringt das vermutlich nicht viel. Ansonsten ne gute Idee.So und nicht anders wirds gemacht. Punkt. :haha:
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trikerganz klar Mr. BLACKMORE. Kenne keinen anderen, mit einem dermaßen gefühlvollen Stiel.
Musiksammlung RYMSirMetalheadals einfache Liste meinst du?
Würd ich aber dann auf jeden Fall in den gleichen Post an den Anfang packen, sonst bringt das vermutlich nicht viel. Ansonsten ne gute Idee.Japp, so meinte ich das.
Dass mir Ardor zugelost wurde, fand ich eigentlich ganz cool. Er hat einen vielseitigen Musikgeschmack und da ich diese Aktion in erster Linie zum Kennenlernen von Bands verstehe, die man sich normalerweise nicht antut, passt das eigentlich ziemlich gut. Da er sich bei der Nummerierung sicherlich irgendwas gedacht hat, werd ich die vorgegebene Reihenfolge natürlich beibehalten und mich unbefangen draufstürzen.
01 Adolar – Ungelenk und einstudiert
02 Vanderbuyst – KGB
03 Johnnie Rook – Wellenreiten
04 Thees Uhlmann – Das Mädchen von Kasse 2
05 I Heart Sharks – Neuzeit
06 Fahnenflucht – Schwarzmaler
07 Social Suicide – Broken Pilgrims
08 La Dispute – King Park
09 Obscura – Septuagint
10 Bastard Priest – Sacrilegious Ground
11 Graveyard – The Siren
12 SubRosa – Stonecarver
13 A Storm Of Light – Wasteland
14 Friska Viljor – Useless
15 Black Salvation – Ghosts Of Dying Time01 Adolar – Ungelenk und einstudiert
Uh, das klingt nach den Sportfreunden Stiller. Und obwohl ich den Text verstehe, hab ich irgendwie keine Ahnung, worum es geht. Mir stellt sich zudem die Frage, warum Ardor diese Band (vermutlich bewusst) an die erste Stelle gestellt hat. Klingt ganz nett, allerdings setzt sich der Refrain nicht wirklich deutlich vom Rest ab. Ein wenig Sozialkritik, ein melodiöses Zwischenspiel, ein paar Wortspielchen… Haut mich nicht um. Ich mags gerne eingängig, aber das ist mir irgendwie zu glatt. Zudem sind Deutschrockbands (manchmal sicherlich zu Unrecht) ein rotes Tuch für mich. Ich glaube, das würd ich auch noch dem 10. Durchlauf nicht mögen. Kann nur besser werden.
3/1002 Vanderbuyst – KGB
Hui, das geht schon flott los, gefällt mir auf Anhieb ziemlich gut. Bin schon ein paar Mal über den Bandnamen gestolpert, allerdings hat mich das miese Cover mit den Strumpfbeinen immer eher abgeschreckt. Das erinnert mich klanglich an eine Mischung aus Rage zu Trapped!-Zeiten und Metal Inquisitor. Also schonmal tolle Voraussetzungen. Vom Sonwriting sagt mir das absolut zu: Geradlinig und direkt, macht Laune. Was ich allerdings sehr schade finde: Die Stimme des Sängers scheint im Gesamtsound etwas leise und geht stellenweise förmlich unter. Das macht das Hören etwas anstrengend, weil man sie im (eigentlich nicht gerade komplexen) Soundgewirr manchmal suchen möchte. Zudem handelt es sich beim Bassisten um keinen gelernten Sänger, da wär also noch einiges rauszuholen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern!
7/1003 Johnnie Rook – Wellenreiten
Noch mehr Deutschrock – aber anders. Der Surfer-Sound wird dem thematischen Inhalt definitiv gerecht. Oh nein, Frauengesang… Muss da zwangsweise immer an tättowierte Tussen im Rockabilly-Look denken, auch wenn das in den wenigsten Fällen zutrifft. An sich gefällt mir die Kombination aus Gesang und Instrumente, aber die Stimme klingt mir zu grob und punkig. Der Anfang weiß auch nach weiteren Hördurchgängen zu gefallen, erinnert mich an späte The Offspring. Generell find ich die Instrumentalfraktion sehr ansprechend. Leider verderben mir die Vocals gehörig den Spaß. Wärs ein Instrumental oder mit einem kraftvollen Sänger (kein so ein typisches Knabenstimmchen), dann wär das was für mich. Zumindest besser als Adolar *gg*
4/1004 Thees Uhlmann – Das Mädchen von Kasse 2
Ich seh schon, ich werd nicht verschont. Was mir spontan schonmal zusagt ist die markante Stimme, die nicht so 08/15 ist wie ich das sonst kenne. Titel läd auch zum Schmunzeln ein, nette Texte – ist mir lieber als diese pseudorevolutionären. Musikalisch reißt man sich auch kein Bein ab, aber es klingt zumindest handwerklich sauber und durchdacht. Der ruhiger Part gegen Ende setzt nochmal einen kleinen Akzent rein, find ich gut. Für nen ruhigen Sommertag könnt ich mir das gut vorstellen. Klingt städtisch und entspannt, könnte ein Soundtrack für Beck’s Gold oder sowas sein *gg* Geht absolut in Ordnung – wir steigern uns 🙂
5/1005 I Heart Sharks – Neuzeit
Uh, übler Dialekt! Allerdings mag ich es, wenn man ne eigene Note reinbringt, auch wenn das schon extrem britisch klingt. Aber zumindest geht man kleine Experimente ein, auch vom Klang her, der Synthie-Einsatz klingt auf jeden Fall gekonnt. Zumal ich grad sehe, dass das Berliner sind. Vor diesem Hintergrund eigentlich ganz lustig. Der Refrain funktioniert, auch wenn ich mir jetzt ein wenig veräppelt vorkomme 🙂 Und ich muss sagen, dass der erste Durchlauf ein wenig besser ankam als die darauf folgenden. Für ne Party würd ich das sogar mal auflegen, zum Nebenherhören wäre mir das vermutlich zu nahe an der Nervgrenze, der Refrain wird schon ausgereizt bis zum Letzten. Muss man wohl unter künstlerischer Freiheit verbuchen, aber eine Wiederholung weniger hätte mir auch gereicht. Davon abgesehen geht das wirklich in Ordnung – vor allem im Vergleich zu dem, was mir kiwipo schon so vorgesetzt hat 😆 Aufgrund des Überraschungseffektes gefällt mri das sogar noch einen Ticken besser als das vorige.
5,5/1006 Fahnenflucht – Schwarzmaler
Noch eine Überraschung: Habe ich bei Song- und Bandnamen schon eine Assi-Punk-Kapelle erwartet, kommt der Song gleich zu Sache, aber in einem satten Tempo und guten Sound. Auch der Sänger verfügt über genügend Variabilität, um den metallisch-thrashigen Sound gezielt zu ergänzen. Ich frag mich allerdings die ganze Zeit – besonders beim Refrain – an wen mich das erinnert. Geht mir runter wie Öl, nach kurzweiligen zweieinhalb Minuten ist der Spaß dann auch schon vorbei und eine Wiederholung zwängt sich geradezu auf. Den Namen muss ich mir merken, das könnt mir auch auf Albumlänge gefallen – auch wenn meine letzte punkige Platte schon ein paar Jahre her ist. Aber Fahnenflucht liefern eigentlich genügend Gründe, das mal wieder zu ändern. Hab mir grad mal auf Amazon die restlichen Albentitel anspielen lassen – find ich klasse!
7,5/1007 Social Suicide – Broken Pilgrims
Wie begeht man sozialen Selbstmord? Bin ich schon tot? Und was haben die Pilgerväter damit zu tun? Fragen über Fragen. Bei Social Suicide handelt es sich um Metalcore der punkigeren Art, keine schönen Harmonien, kein weinerliches Gesinge. Dafür harte Riffs und ein offensichtlich aufgebrachter Sänger. Trotzdem krieg ich das Bild von Jungspunten in Unterhemden mit bunten Tattoos und stylischen Frisuren nicht aus dem Kopf. Google bestätigt meine Ahnung allerdings nur teilweise. Und aus all diesen Faktoren resultiert, dass das letztenendes gar nicht schlecht ist. Der eigentlich simple Refrain funktioniert überraschend gut und steigert sich, je öfter man ihn hört. Die Strophen bieten auch immer wieder ein paar Kleinigkeiten zum Aufhorchen. Und so will ich hier gar nicht gemeckert haben.
6,5/1008 La Dispute – King Park
Auch beim x-ten Durchlauf rauscht der Song an mir vorbei. Der Anfang ist recht melancholisch-fröhlich, klingt wie ne erzählte Geschichte. Gegen Ende wirds dann dramatisch: „Can I still get into heaven if I kill myself?“ Gute Frage, mir gibt der Song irgendwie so rein gar nichts.
-/1009 Obscura – Septuagint
Sehr schöner Anfang, feines Akustikgitarrenspiel, erinnert ein wenig an At The Gates, vielleicht sogar noch etwas gekonnter. Die E-Gitarren fügen sich anschließend perfekt ein, der Übergang fällt kaum auf. Anschließend wird geholzt, was mir ansich schonmal gut gefällt. Ein wenig schade ist der Sound der Drums, die (ähnlich wie bei Naglfars Pariah) stark nach Putzeimern und Joghurtbechern klingen. Der Song an sich ist sehr dynamsich und hat viele Interessante Stellen. Außerdem hab ich beim Hören immer das Gefühl, dass ich bereits wüsste, wie es weitergehen muss – im positiven Sinne. Ich finde die Mischung aus technischem Anspruch und Songdienlichkeit hier absolut gelungen. Viele MeloDeath-Bands sind mir zu frickelig und versuchen merkwürdige Skalen aus ihren Gitarren zu queschen. Das ist hier anders, es ist zwar ebenfalls hochmelodisch, aber ohne gewollt und künstlich zu klingen. Auch der Sänger verfügt über ein großes Spektrum, zwischendurch gibt es nochmal einen ruhigen Part mit Opeth-mäßigem Klargesang, der für meinen Geschmack ruhig ein wenig beherzter ausfallen dürfen hätte. Aber so ergibt sich wenigstens ein schöner Kontrast aus harten und sanften Teilen. An den Sound der Drums kann man sich mit der Zeit gewöhnen, auch wenns für mich ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt. Bisher bester Song!
8,5/1010 Bastard Priest – Sacrilegious Ground
Hier ist die Marschrichtung von Anfang an klar: Stumpfer Death Metal ohne große Schnörkel. Höre ich nicht besonders häufig, aber wenns dann mal dazu kommt, find ich es großartig. So verhält es sich auch mit dieser (mir bisher unbekannten Band). Positiv fällt mir bei diesem Song das Schlagzeug auf, das ich für äußerst gut abgemischt und auch von der Spielweise sehr ansprechend finde. Bei manchen Bands dieser Sorte besteht die Gefahr, dass sie sich zu sehr in den stumpfen Rhythmus verlieben und der Song dadurch an Dynamik und Spannung verliert. Bastard Priest merkt man an, dass sie das bewusst umgehen wollen – allein schon die Tatsache, dass der Song 5 Minuten dauert, zeigt dass sie sich nicht mit „kurz und knackig“ zufrieden geben, sondern das Ganze etwas würzen wollen. Find ich prima, auch dass hin und wieder langsame Parts eingebaut werden oder die Gitarren sich kurz austoben. Das ist die Art von Death Metal, die ich schätze.
8/1011 Graveyard – The Siren
Auf diesen Titel war ich schon gespannt, weil mir der Name immer wieder mal begegnete, ich aber nie geschafft habe, mal reinzuhören. Merkwürdigerweise war mir nie klar, dass es sich um Retro Rock handelt. Bei dem Namen war ich gedanklich irgendwie immer bei Doom/Death Oo Vielleicht liegts aber auch daran, dass ich bei dem Namen immer an die irischen Graveyard Dirt denken musste, die ich an dieser Stelle empfehlen will 🙂 Also, was gibt es zu diesem Stück zu sagen? Klingt modern und gleichzeitig sehr sehr oldschoolig. Bei diesen Songstrukturen, bei denen sich ruhige Teile mit energischen Parts abwechseln, kommem mir immer Danzig in den Sinn, die das perfekt beherrschen. Bei diesem Song gehts lustigerweise auch um Dämonen, sodass der Vergleich sich mir noch stärker aufzwängt. Der Sänger hier kann mit Glenn Danzig leider nicht mithalten, auch wenn er ebenfalls ne interessante Stimme hat. In den hohen Lagen klingt er manchmal etwas gequetscht, geht aber noch in Ordnung. Der Übergang bei 2:41 ist weltklasse und es gibt noch ein paar weitere Stellen, bei der die Band ihre Klasse beweist. Beim ersten Durchlauf war ich noch nicht sehr begeistert, da ich was komplett Anderes erwartet hatte. Langsam spiele ich allerdings sogar mit dem Gedanken, mir die ganze Platte mal anzuhören. Sehr interessante Erfahrung für mich!
8/1012 SubRosa – Stonecarver
Es wird wieder düster. Und obwohl mir der Bandname – wieder einmal – nur vom Hören ein Begriff ist, habe ich mich bei diesen 12 Minuten auf einen zähen Brocken eingestellt. Mit amerikanischen Stoner-Zeug kenn ich mich mal so gar nicht aus, würde das aber gerne einmal ändern, wenn ich mehr Zeit dazu hätte. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Durchgang mal kurz vorgeskippt habe, aus Neugier wie der Song so weitergeht. Denn dieses langsame Monotone ist eigentlich nicht so meine Baustelle. Es sollte sich herausstellen, dass das alles schon seine Wirkung hat, denn nach groben 4 Minuten kommen merkwürdige neue Instrumente (ist das ne Geige?) dazu, zudem ist nun ein klarer Rhythmus hörbar, was mir zur Orientierung immer sehr hilft *gg* Auch der Gesang wird nun diverser und dadurch interessanter. Die Tonlage ist für ne Frau eigentlich ziemlich undankbar, die Sängerin macht das aber ziemlich gut. Ein wenig erinnert mich das an Madder Mortem, auch wenn ich in diesem Fall froh bin, dass keine Sängerin mit so einer gewaltigen und präsenten Stimme dabei ist. Je mehr ich das Stück höre, desto besser finde ich mich darin auch zurecht – auch wenn ich mich frage, wie soetwas über die Länge eines ganzen Albums funktioniert. Es müsste für mich auf jedenfall noch eine Abwechslung zwischen den einzelnen Songs geben. Allerdings sehe ich auch gerade, dass das der längste Song des Albums (schönes Cover!) ist, das macht mich dann doch auch neugierig, wie der Rest so gestaltet wurde. Habe mich dann bei Youtube kurz stichprobenartig durchgeklickt: Interssante Sache, muss ich mir merken. Wenn ich also mal tiefer in dieses Metier einsteigen werde, dann werde ich bei SubRosa anfangen 🙂
8/1013 A Storm Of Light – Wasteland
Ok, nochmal sowas – langsam wird mir klar, welche Gedanken hinter der von Ardor gewählten Reihenfolge stecken. Der Sampler nimmt Schritt für Schritt an Substanz zu (auch wenn dann meiner Meinung nach La Dispute etwas deplatziert sind, die zwar durchaus schleppend und intensiv sein mögen, mich aber nach wie vor nicht vom Hocker hauen). Das Bandfoto (vier unspektakuläre Gestalten vor einer grünlich-blauen Landschaft) lässt schon vermuten, dass es sich um PostRock oder Ähnliches halten muss. Im Vergleich zum vorherigen Stück kommt dieser Song schneller zur Sache und hat damit natürlich die schwerere Aufgabe, die Spannung über die 11 Minuten hinweg aufrecht zu erhalten. Instrumental gibt es größtenteils Chords und einen geradlinigen Beat, das meiste spielt sich hier tatsächlich beim Sänger ab. Für den Vergleich mit Metallica zu ReLoad-Zeiten würde man mich vermutlich verständnislos auslachen, deshalb werde ich den jetzt auch nicht bringen. Wie auch das vorige Stück, steigert sich hier die Musik mit vortschreitender Länge. Allerdings beeindruckt mich das Ganze nicht so wirklich. Es ist schön anzuhören, keine Frage, aber für die große Erfüllung fehlt mir ein wenig der Biss. Könnte mir gut vorstellen, dass ich so ne Platte zum Arbeiten/Schreiben/Programmieren nebenher laufen lasse, weil sich die Musik durchaus auf nem guten Niveau befindet, mir aber für ein aktives, intensives Hören nicht so wirklich gefallen mag.
6,5/1014 Friska Viljor – Useless
Ok, nochmal etwas vergleichsweise Kurzes (7 Minuten) vor dem großen Brocken am Ende. Deshalb gehe ich davon aus, dass es sich hier um umso komprimiertere Qualität handelt 🙂 Google zeigt mir beim Bandnamen zwei zottelbärtige Schweden in Unterhemden, man darf also etwas Erdiges erwarten. Und tatsächlich gibt es erstmal nur leichte Akustikgitarren und Klavier begleitet von ruhigem Gesang, der aber von Anfang an ehrlich und überzeugtend rüberkommt. Als logische Konsequenz steigen kurz darauf ein paar verstärkte Instrumente und Bläser ein. Was ich nicht erwartet hatte, ist dass der Gesang dafür ausbleibt. Dabei hätte es mich interessiert, wie das zusammengepasst hätte. Gegen später gibts dann aber doch noch beides gleichzeitig und ich muss sagen, dass das eine wirklich schöne Komposition (das Wort trifft es wohl am besten) ist. Wenn ich hier nen Vergleich ziehen müsste, dann wären das vermutlich Kaizers Orchestra, wobei mir der Gesang von Friska Viljor jetzt schon besser gefällt, einfach weil er natürlicher und weniger rockig rüberkommt. Letztenendes eine nicht ganz gewöhnliche Mischung, die aber einfwandfrei funktioniert. Band ist notiert, treffe ich hoffentlich irgendwo mal wieder an.
8/1015 Black Salvation – Ghosts Of Dying Time
Ziemlich scheinheilig, eine Band die Black Salvation heißt, ganz ans Ende zu packen. Denn erlöst bin ich von Ardors Sampler noch lange nicht, diese 20 Minuten dürften es nochmal in sich haben. Musikalisch haben wir es mit Doom zu tun – ebenfalls nicht gerade mein Spezialgebiet. Trotzdem will ich versuchen, dem Ganzen natürlich unbefangen zu entgegnen. Während mir der Klang des Schlagzeugs ganz gut gefällt, sind mir die Gitarren gerade für diese Geschwindigkeit einen tick zu rauschig. Mir ist klar, dass das noch viel extremer geht, aber für mich liegt hier irgendwo die Grenze dessen, was ich mir gerne anhöre. Der Sänger macht sich ziemlich rar, lässt es sich aber nicht nehmen, die ganze Welt an seinem Unmut teilzuhaben. Nach 12 Minuten setzen sirenenartige Gitarren ein, die aber unbeeindruckt vom Rhythmus über der ganzen Masse schweben – wie vermutlich die Geister des Abklingens, von denen im Titel die Rede ist. Das Gequitsche wird zunehmend obskurer und ich frage mich, ob man das genau so auch plant/komponiert oder sich bei der Aufnahme eher treiben lässt um das möglichst ungezwungen rüberbringen zu können. Wäre mal interessant zu fragen 🙂 Dann wird noch ein wenig gekoppelt und gedröhntm bevor sich die Geister allmählich in Luft auflösen. Ich hoffe, Ardor verzeit mir, wenn ich es bei 2 Durchläufen belasse, da ich mir hier ziemlich hilflos vorkomme. Es bereitet mir weder Spaß, noch finde ich es besonders anstrengend – ich kann mich einfach nicht dazu äußern, als wäre der Teil meines Gehirns, der soetwas verarbeiten kann, nicht vorhanden. Aber das ist ja auch schon ne Erkenntnis 🙂
-/10Abschließend kann ich sagen, dass das auf jeden Fall ne bunte Mischung war, die mir im Voraus zu 100% unbekannt war. Insofern war es eine Bereicherung, mal wieder in andere Stile reinzuschnuppern und zu sehen, dass das zwar nicht die eigene Baustelle ist, aber deshalb nicht zwangsweise qualitativ schlecht sein muss. Merken werde ich mir Vanderbuyst, Fahnenflucht, Friska Viljor und Obscura. Letztere sind von der Punktewertung zwar ganz oben, mein subjektiver Sieger ist allerdings Graveyard, da sie mich eiskalt erwischt und somit den Überraschungseffekt auf ihrer Seite hatten. Ne Gesamtpunktzahl will ich nicht vergeben, dafür ist zuviel Neuland dabei. Rückblickend muss ich allerdings sagen, dass Ardors Sampler doch wieder anders war, als ich anfangs dachte. Aber so läuft das ja immer 🙂
Oathbreaker – Orgin
Beginnen wir mit Oathbreaker. Kenne die Band bisher nicht. Wird sich anscheinend auch nicht weiter großartig ändern. Finde den Song sehr unspektakulär bis langweilig. Sowohl vom Instrumentalen her, als auch Gesangsmäßig. Den Gesang sehe ich als größten Kritikpunkt am Song. Klingt sehr eigenwillig und anders. Aber das muss nicht unbedingt gut sein (wie sich hier zeigt). Werde die Band wohl weiterhin links liegen lassen.Aussitôt Mort – Une Défaite A La Piaule
Vermutlich Franzosen (offensichtlich eigentlich). Ist schonmal ein Pluspunkt da alles, was ich bisher aus Frankreich gehört habe, ordentliche Musik war. Ob sich Aussitôt Mort da allerdings einreihen, bleibt abzuwarten. Nach einem Intro von 2 Minuten beginnt jemand zu sprechen. Der wird doch hoffentlich noch Singen? Allerdings gefällt mir die Musik sehr gut, hat etwas atmosphärisches. Nach etwas sprechen beginnt dann doch noch „Gesang“. Auch hier finde ich ihn der Musik nicht dienlich, sondern eher kontraproduktiv. Erinnert mich an irgendwelche Punk-Songs. Später beginnt er dann auch noch zu schreien. Das wiederum klingt sehr interessant. Die Musik ist weiterhin spannend und bleibt sie auch das ganze Lied über. Die Musik gefällt mir sehr gut, der Gesang nur dann, wenn geschrien wird. Könnte man dennoch mal beobachten.Touché Amoré – Home Away From Here
Ach du schande. Was ist das? Weg, weg, weg. Total drucklos, langweilig und generell grottig. Gesang ist mies, die Musik ist mehr als langweilig und das zusammen… scheiße. Zum Glück geht der Song nur knapp 2 Minuten. Dann ist das Grauen auch schnell vorbei. Bisher hatte mich immer der Bandname davon abgehalten mal reinzuhören, jetzt ist es auch die Musik.Moving Mountains – Always Only For Me
Beginnt sehr ruhig und mit cleanem Gesang. Gefällt mir soweit ganz gut. Dann beginnt der Part, der der Band wohl den Stempel „Hardcore“ aufgedrückt hat. Erinnert mich hier an diese ganzen Trendbands (Vampires everywhere, etc…). Und das ist schrecklich. Vor allem der Mix zwischen Scream und Clean funktioniert hier garnicht. Auch die Musik weiß nicht zu überzeugen. Ich denke, dass du hier den Lowtempo-Song der Platte genommen hast? Und weiterhin würde ich raten, dass du die Band auf einem „Pop Goes Punk“ Sampler gefunden hast? Sowas braucht kein Mensch.Casper – Auf und davon
Da haben wir ja schon eine Überschneidung. Ich habe zwar den Titeltrack auf dem Sampler, aber „Auf und davon“ ist auch super. Das gesamte Album ist super. Feier ich. Alles richtig gemacht.Ben Howard – The Wolves
Von Ben habe ich nur durchs Radio gehört. Der Song der öfters im Radio läuft (ich mutmaße mal, dass er „Keep Your Head Up“ heißt?) gefällt mir allerdings etwas besser. Der Song hier ist keineswegs schlecht. Die Musik und Bens Gesang gefallen mir außerordentlich gut. In das Album werde ich weiterhin mal reinhören müssen. Vielleicht magst Du mir ja anspieltipps geben?Maybeshewill – To The Skies From A Hillside
Auch hier gefällt mir alles wieder sehr gut. Eine reine Instrumentalband? Erinnert mich bei dem Part ab 01:47 sehr an Les Discrets, wobei der Vergleich nur positiv ausfällt. Hier und da hätte ich mir dennoch etwas mehr Druck bei den Gitarren gewünscht. Allerdings passt alles so, wie es jetzt ist wunderbar zusammen und erzeugt ein tolles Klangbild. Gefällt mir sehr gut.Pianos Become The Teeth – I’ll Be Damned
Ich merke schon, dass du ein Fable für außergewöhnlichen Gesang hast. Hier klingt das nach nichts ganzem und nichts halbem. Irgendwie nicht richtig. Als hätte man irgendeinen Sänger genommen, trotz seines Können. Sagt mir hier wieder nicht zu. Die Musik allerdings sehr wohl. Wirklich Vergleiche kann ich hier nicht ziehen, aber… gut 😀 Würde die Band das Album instrumental raushauen, wäre ich wohl ein Käufer dessen. Und was ist das eigentlich für ein bescheuerter Bandname?--
Musik Sammler | Last.fmRejrokNaja. Wenn wir nur die Landschaft und den Todesstern im Hintergrund hätten, wäre das ein Klasse Cover. Aber der Dirty Schwan ist dann doch ein wenig Overkill.
@ SirMetalhead:
Graveyard sind super, Hisingen Blues besteht ausschließlich aus guten Songs. Ich hab mich bei meinem Sampler eher für das instrumentale, western-artige „Longing“ entschieden, solltest du auch antesten 😉
Bei King Park spielt der Text eine wichtige Rolle. Hör den Song mal mit vorliegenden Lyrics an, fall du das noch nicht getan hast.
Obscura und SubRosa sind auch super, den Rest kenne ich nicht oder kaum. Aber ein paar Sachen werde ich mal eben schnell anhören 🙂--
I know there's no other world: ॐॐॐ [/COLOR][COLOR=#f0f8ff]mountains[/COLOR] and [COLOR=#f0ffff]websites[/COLOR] ॐॐॐ[/COLOR]Dann will ich mal was zur Bewertung sagen..:haha:
Zu Adolar sag ich nix weiter, da dir der Rest der Band dann sicher auch nicht zusagt.
Bei Vanderbuyst sei soviel gesagt, dass KGB leider der einzige Song auf dem neuen Album ist, der mich wirklich vollends überzeugt. Das Debüt mit der Strumpfhose ( :haha: ) ist dafür umso besser. Und falls du mal die Chance hast, sie live zu sehen: Schau sie dir unbedingt an. Unfassbar energiegeladene Liveauftritte. 🙂
http://www.youtube.com/watch?v=QLfQ1eSsczwJohnnie Rook ist eine ziemlich vielseitige Truppe. Neben der Frontfrau singen auch Gitarrist und Bassist (deren Stimme dann auch eher der des Fahnenfluchtsängers ähnelt), auch rein musikalisch decken sie ein verhältnismäßig breites Spektrum ab. Aber der Rest wird dir dann vermutlich auch nicht gefallen..^^
I heart Sharks sind übrigens nicht aus Berlin, zumindest nicht gebürtig. Der Sänger kommt aus London, einer aus Bayern und der dritte aus New York. Das erklärt dann auch den Akzent. Und gerade der Refrain ist einer der schlimmsten Ohrwürmer, den ich dieses Jahr hatte. Im positiven Sinne aber.
http://www.youtube.com/watch?v=B-O7KjgS088
Dass dir Fahnenflucht gefallen freut mich sehr. Das Debütalbum ist noch am ehesten mit dem aktuellen, der Nummer 4, zu vergleichen. Die dazwischenliegenden Alben sind noch ne Idee melodischer.
http://www.youtube.com/watch?v=fO_h_6oGf8I&feature=relatedMittlerweile haben sie zwar leider nen anderen Sänger, allerdings sind Social Suicide trotzdem immernoch eine super Liveband. Hab sie vor zwei Monaten gesehen und bin auch erst dadurch auf sie gestoßen. Und in meinen Augen klingt der neue noch angepisster als der alte. Aber was solls. Falls du noch mehr hören willst:
http://www.youtube.com/watch?v=BlPMY7Pt8n4Zu La Dispute kann ich dir nur den Rat von hoaz ans Herz legen: Lies den Text, während du das Lied hörst. Falls es dir nicht gefällt, ists aber auch nicht schlimm. Kann ich sogar nachvollziehen. (Es ist übrigens wirklich eine erzählte Geschichte. DriveBy > Kleiner Junge wird getroffen/stirbt anstelle des Ziels)
Graveyards „Hisingen Blues“ ist für mich das Rockalbum des Jahres. Kein schlechter Song, absolute Wahnsinnsproduktion und ein hervorragender Sänger. Gibts bei Saturn auch grad im Doppelpack mit dem Debüt für zusammen 13Euro. (Und hör dir mal Uncle Acid & the Deadbeats an, können dir dann auch gefallen eventuell)
http://www.youtube.com/watch?v=zfNHX5k9N-A
Je, es ist eine Geige. Die Band hat insgesamt übrigens 3 Sängerinnen.
http://www.youtube.com/watch?v=6GeAjGkRDXg&feature=relatedWasteland ist für mich so ziemlich eins der besten Lieder, die 2011 veröffentlciht wurden, und es bildet einen, in meinen Augen, perfekten Abschluss für eines der besten Alben 2011. Daher will ich mich auch nicht mit deiner Bewertung zufriedengeben und geb dir noch zwei andere Songs von dem Album, in die du reinhören musst. :haha:
http://www.youtube.com/watch?v=tm3w1nvfjS4
http://www.youtube.com/watch?v=U-mxOxXy0osFriska Viljor sind eigentlich ganz anders, da hab ich dir noch den ungewöhnlichsten Song von ihnen gegeben. Normalerweise sind sie recht fröhlich und singen in Kopfstimme. :haha: Und sie sind ne super Liveband.
http://www.youtube.com/watch?v=TdSKTRQXK70
http://www.youtube.com/watch?v=888JtApkPmw
http://www.youtube.com/watch?v=iawkJ890ht4Der Sound von Black Salvation liegt vielleicht daran, dass die EP live im Proberaum aufgenommen wurde. Den Song hab ich ausgewählt, weil die ersten 12-13 Minuten zum besten gehören, was ich in dem Bereich gehört hab. Die letzten 10 Mintuen sind der grund dafür, dass das Lied am Ende des Samplers steht. :haha: Allerdings kommen die anderen 3 Lieder der EP (die trotz ihrer 60 Minuten Spielzeit nur 8 Euro kostet, absolut empfehlenswert!) ohne solche Experimente aus. Wenn dir also der erste Teil zugesagt hat, solltest du nochmal reinhören. Bei Youtube gibts leider nur Livevideos, auf der Facebookseite der Band findet sich auch nur dieses Lied. 🙂
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trikerganz klar Mr. BLACKMORE. Kenne keinen anderen, mit einem dermaßen gefühlvollen Stiel.
Musiksammlung RYMA Storm Of Light stehen auch schon länger auf meiner Liste. Wenn ich im neuen Jahr wieder Kohle habe, muss ich das Album unbedingt nachholen.
danke für die weiteren Tipps – werde mich schrittweise durchhören. Friska Viljor klingen natürlich verrückt, mal sehen, ob mir das längerfristig gefällt 🙂
Mit Subrosa kann ich mich anfreunden, den Song hatte ich zwischenzeitlich auch mal angeklickt. Gefällt mir sehr gut.EmigrateTeil 1 des Samplers von steigi. Ist mir, bis auf einige Namen und den Song von Casper, komplett unbekannt. Wird spannend.
Teil 1:
Oathbreaker – Orgin
Beginnen wir mit Oathbreaker. Kenne die Band bisher nicht. Wird sich anscheinend auch nicht weiter großartig ändern. Finde den Song sehr unspektakulär bis langweilig. Sowohl vom Instrumentalen her, als auch Gesangsmäßig. Den Gesang sehe ich als größten Kritikpunkt am Song. Klingt sehr eigenwillig und anders. Aber das muss nicht unbedingt gut sein (wie sich hier zeigt). Werde die Band wohl weiterhin links liegen lassen.Schade dass dir die Band nicht gefällt, sind für mich aufjedenfall die Newcommer 2011 was düsteren Hardcore angeht, und das der Gesang in deinen Ohren so eigenwillig klingt, mag vllt daran liegen dass es sich hier um eine „Sängerin“ handelt 🙂
http://www.youtube.com/watch?v=fxM708FdWVkAussitôt Mort – Une Défaite A La Piaule
Vermutlich Franzosen (offensichtlich eigentlich). Ist schonmal ein Pluspunkt da alles, was ich bisher aus Frankreich gehört habe, ordentliche Musik war. Ob sich Aussitôt Mort da allerdings einreihen, bleibt abzuwarten. Nach einem Intro von 2 Minuten beginnt jemand zu sprechen. Der wird doch hoffentlich noch Singen? Allerdings gefällt mir die Musik sehr gut, hat etwas atmosphärisches. Nach etwas sprechen beginnt dann doch noch „Gesang“. Auch hier finde ich ihn der Musik nicht dienlich, sondern eher kontraproduktiv. Erinnert mich an irgendwelche Punk-Songs. Später beginnt er dann auch noch zu schreien. Das wiederum klingt sehr interessant. Die Musik ist weiterhin spannend und bleibt sie auch das ganze Lied über. Die Musik gefällt mir sehr gut, der Gesang nur dann, wenn geschrien wird. Könnte man dennoch mal beobachten.Aussitôt Mort spielen für gewöhnlich schleppenden Screamo. Aufjedenfall das Album „Montuenga“ checken! Ist super!
http://www.youtube.com/watch?v=eKpUsV9hyc8Moving Mountains – Always Only For Me
Beginnt sehr ruhig und mit cleanem Gesang. Gefällt mir soweit ganz gut. Dann beginnt der Part, der der Band wohl den Stempel „Hardcore“ aufgedrückt hat. Erinnert mich hier an diese ganzen Trendbands (Vampires everywhere, etc…). Und das ist schrecklich. Vor allem der Mix zwischen Scream und Clean funktioniert hier garnicht. Auch die Musik weiß nicht zu überzeugen. Ich denke, dass du hier den Lowtempo-Song der Platte genommen hast? Und weiterhin würde ich raten, dass du die Band auf einem „Pop Goes Punk“ Sampler gefunden hast? Sowas braucht kein Mensch.Hier bin ich wirklich beleidigt von deiner Bewertung 🙂 Das dir die Musik nicht zusagt kein Problem, aber so eine großartige Band mit solchem Schrott wie Vampires Everywhere zu vergleichen, geht garnicht 🙂 Die Band erinnert mich eher an Alternative-Rock Band wie Thrice und hat wirklich nichts mit dem plastik Zeug zu tun der sich auf so nem „Pop Goes Punk“ Sampler tummelt.
http://vimeo.com/32117230--
Run On Girl, Run On! [/CENTER]Vorweg: Ich kenn vom gesamten Sampler nur Nightwish richtig, von In Flames natürlich die alten Glanztaten und von Ulver nur die Kveldssanger, deswegen ist fast alles Neuland für mich, was selbstverständlich positiv zu verstehen ist.
Sampler von Ospleatyher sieht so aus:
Beardfish – Without Saying Anything
Björk – Cosmogony
End Time Channel -Cogitatum Scurillis
In Flames – Liberration
Jona:S – Grau
Marteria feat Jan Delay – Wie mach ich dir das klar?
Riverside – Forgotten land
Nightwish – I want my Tears back
Nocte Obducta – Wenn ihr die Sterne seht
Ulver – ProvidenceNatürlich wird auch diese Reihenfolge einbehalten, deswegen gehts los mit „Beardfish – Without Saying Anything“. Ein wirklich kunterbuntes Stück Prog-Rock, welches mich irgendwie an Jethro Tull erinnert, was ausdrücklich als Lob verstanden werden will 🙂 Der Gesang ist sehr stimmig und das Keyboard verbreitet gute Laune. Leichte Parallelen an Swing/Jazzmusik sind auch zu erkennen. Definitiv ein guter Einstieg, der Lust auf mehr macht 8/10
Stimmig und kunterbunt kann man zu „Björk – Cosmogony“ nicht sagen, eher das Gegenteil ist der Fall. Eine Bassdrum als Herzschlag im Hintergrund, ein leises Keyboard und die Stimme reichen aus, um eine atmosphärische Ruhe zu erschaffen, die wirklich sehr sonderbar ist. Das ganze Stück ist sehr ruhig gehalten, es passt aber so wirklich perfekt zu dem trostlosen Wetter, was hier momentan herrscht. Gegen Ende gibt es dann wolfartiges Geheul, welches nicht wirklich zum restlichen Stück passen will. In der richtigen Stimmung ist das Lied wirklich sehr fein, ansonsten plätschert es mehr nebenher. 6/10
Weiter gehts mit dem 22 Minutenepos „End Time Channel – Cogitatum Scurillis“. Uff, das ist wirklich schwere Kost. Der Anfang geht über 5 Minuten und ist mit seinen Streichern sehr atmosphärisch, man stellt sich eine trostlose, leere und dunkle Landschaft vor, in der man langsam selber versinkt. Nach dem Beginn gibt es für 3 Minuten Geistergeraschel, bevor dann Schlagzeug und Streicher wieder zu einer traurigen Fantasiereise einladen. Zwischendrin kommt etwas, was ich gar nicht erwartet habe und was auch überhaupt nicht zum Stück passt: Computerklänge ertönen oder eher übertönen Streicher und eine Flöte. Der Computerrythmus macht für mich im Grunde alles kaputt, er nervt einfach nur und ist vollkommen fehl am Patz. Zum Glück erscheint ab Minute 11:24 wieder die Streichermeldie vom Anfang, bevor dann nach 5 Minuten das große Finale kommt: Klavier und Schlagzeug begleiten in ruhiger Jazz-manier eine wunderschöne Frauenstimme, die wirklich atemberaubend ist. Der letzte Teil ist schon fast fröhlich (natürlich nur im Vergleich des restlichen Stückes). Nach dem Ende bleibt bis auf die nervigen Cumputerklänge und die wunderschönen letzten 5 Minuten nichts wirklich im Gedächtnis zurück. Eigentich 9/10, durch den Computer allerdings nur 7/10
So, jetzt endlich kommt eine Band, die ich immerhin schon kenne. „In Flames – Liberration“ Ist kein Death Metal, kein Melodeath und eigentlich nichtmal mehr Metal. Spontan würde ich es als modernen Rock bezeichnen, der mit gutem Gesang und einem stimmigen Keyboard aufwartet. Nicht besonderes, nichts schlechtes, gibt 5/10
Kommen wir nun zum ersten (und einzigen) Veriss des Samplers. „Jona:S – Grau“ ist Synthie-Pop von seiner allergrausamsten Seite, der genauso klingt, wie ich ihn mir immer ausmale: Grausame Beats und ein sehr gewöhnungsbedürftiger Text, der wohl sozialkritisch sein soll. Definitiv nicht meine Baustelle, 0/10
Nach dem schrecklichen Grau gibt es zwar jetzt auch wieder deutschsprachige Beatmusik, aber zum Glück gute. „Marteria feat. Jan Delay – Wie mach ich dir das klar?“ ist ein Zeugnis, dass die deutsche Rapszene nicht nur aus vollasi Prolls besteht. Abgesehen von der schrecklichen Stimme Jan Delays gibt es hier einen gut vorgetragenen Text, der von Menschen handelt, denen es ziemlich dreckig geht, dies aber nicht wahrhaben wollen. 6/10
So, jetzt gehts wieder in die Stromgitarrenecke. „Riverside“ zeigen mir mit „Forgotten Land„, dass nicht nur guter Todesbrei aus Polen kommt, sondern auch sehr toller Prog Rock/Metal. Das Keyboard wird sehr exzessiv, doch immer passend eingesetzt und der schöne Gesang wird durch eine tolle Cleangitarre abgerundet, während der Bass einen zauberhaften Rythmus spielt. Der Song ist sehr träge, so passt er auch wieder hervorragend zum Wetter. Insgesamt ist der Song ein Mittelding aus purer Atmosphäre (Keyboard und Gesang) und Rock (Bass und Gitarre), der definitiv zu gefallen weiß. Gegen Ende gibt es dann eine Synthiemelodie, die mich aber nicht im geringsten stört, sondern einfach nur passt wie Arsch auf Eimer. Die letzte Minute endet dann mit Windgeräuschen. 9/10
Kenn ich, mag ich. „Nightwish – I want my tears back“ zeigt mir wieder, warum ich die Finnen so toll finde. Super Melodie und ein Bombast verbreitendes Keyboard sind eigentlich wie immer vorhanden, Annettes Gesang passt viel besser als noch auf Dark Passion Play und auch Marco darf seinen Teil singen, was er wie immer gut macht. Der Song macht gute Laune und läd zum mitwippen ein, viel mehr muss man auch nicht sagen. 9/10
Nach diesem feuchtfröhlichen Lustspiel gehts direkt in die Schwarzmetallecke. „Nocte Obducta“ haben mich mit dem harten Anfang von „Wenn ihr die Sterne seht“ ein wenig überrumpelt, doch im Mittelteil kommt man ein wenig zur Ruhe, man stellt sich Tod und Verderbnis vor, alles ist sehr atmosphärisch und stimmig. Eine nette Produktion ist auch gegeben, macht dann 8/10
Zum Abschluss gibt es dann „Ulver“ mit „Providence“. Ein Klavier dient als Intro, welches mit schönem Männergesang und mir unbekannten Instrumenten verfeinert wird. Danach kommt eine wirklich wunder wunder wunderschöne Frauenstimme in Kombination mit Streichern , die mich vollkommen fesselt. Nach 3 Minuten gibt es dann Schlagzeug, Bass und ein verzerrtes Gitarrensolo sowie weitere Streicher, der Song wühlt mich innerlich auf, ab Minute 5 erscheint dann wieder die ruhige Atmosphäre vom Anfang, enden tut der Song dann mit Windgeräuschen und knarzenden Bäumen. Volle 10/10 für diesen wirklich perfekten Song.
Insgesamt also ein sehr atmosphärischer Sampler, ich konnte einige tolle sachen für mich entdecken und mit nur einem (wirklich) schlechten Song kann ich leben. Hat Spaß gemacht 🙂
TheInfernal’s Sampler Teil 1
Tracklist: (ohne spezielle Reihenfolge)
— 40 Watt Sun (Carry me Home)
— Trap Them (Scars Align)
— Septic Flesh (Mad Architect)
— SubRosa (Attack On Golden Mountain)
— Weekend Nachos (The Fine Art of Bullshit)
— Anaal Nathrakh (Drug Fucking Abomination )
— Unexpect (Mechanical Phoenix)
— Elitist (Burning the Unspoken Gospel)
— Tombs (Path of Totality)
— Dir En Grey (Different Sense)
— Rising (Sea of Basalt)
— Solstafir (Svartir Sandar)
— The Rotted (Motorbastard)
— Amebix (Knights of the Black Sun)
— Bonus: Anaal Nathrakh (Man at C&A)1. Elitist – Burning the Unspoken Gospel
Der Song wird von rohen, verzerrten Gitarren und einer diabolischen, düsteren Stimme eingeleitet. Die ersten zwei Minuten scheinen eher als Intro zu fungieren, bevor Fahrt aufgenommen wird. Sehr heavyes Lied, ein paar sludge Anleihen sind auch hörbar. Nicht schlecht, aber auch nichts wirklich besonderes, daher 5/10.
2. Anaal Nathrakh – Drug Fucking Abomination
Diese Band kenne ich natürlich, mir ist aber garnicht aufgefallen das die ein neues Album draußen haben. Der Anfang ist melodisch gestaltet, bevor nach drei Minuten mit einem extremen „holy fuck“ Schrei die altbekannte Raserei eingeleitet wird. Kann es sein das hier mehr Wert auf die Melodien gelegt wird, als bei den älteren Sachen? Alles in allem hält sich meine Begeisterung wie beim letzten Stück in Grenzen, mein Musikgeschmack hat sich trotzdem stark gewandelt. 6/10
3. Rising – Sea of Basalt
Die erste Band die mir nicht bekannt ist. Los geht es mit tiefen Gitarren, bevor eher langweiliges Geschrederre einsetzt. Stimmlich ist das ganze ganz und garnicht meine Baustelle. Auch im weiteren Verlauf mag mir daran nichts gefallen. 3/10
4. Dir En Grey – Different Sense
Ist das nicht die Band mit dem schrecklichen Sänger? Ohja. Die schrei-growl Stimme ist schon grenzwertig, aber die hohe halte ich nicht aus. Auch aus instrumentaler Sicht hat das ganze nicht viel für mich zu bieten. Ich muss leider skipen. 1/10
5. Weekend Nachos – The fine art of bullshit
Die wollte ich mir schon länger mal anhören. Sehr düsteres, brutales Lied. Die Stimme des Sängers ist extrem angepisst und testosterongeladen. Ab der zweiten Hälfte wird es heavy, das Tempo gedrosselt und der Sänger lässt seinen Aggressionen freien lauf. Klasse Lied, das Album wird demnächst eingetütet! 8,5/10
6. Septic Flesh – Mad Architect
Los geht es mit ziemlich verstörenden, orchestralen Instrumenten. Hört sich an als ob man den Höhepunkt einer Jagd vertonen würde. Im weitern Verlauf wird das Lied von Gitarren begleitet, die einen stumpfen Rhythmus spielen, bevor die Aufmerksamkeit nochmal auf die klassischen Instrumente gelenkt wird, mit denen ich recht wenig anfangen kann. Stimmlich ist das ganze wieder ganz und garnichts für mich. 3/10
DarayAlso ich denke xGrobix wird mit viel in Kontakt kommen, das er normalerweise nicht hört^^
haha, ja, das könnte sein. Nach erstem durchzappen ist es aber gar nicht mal so schlimm, nur die arg psychojazzlastigen sachen werden echt hart…
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Stay true, stay metal, Ingrid
Und nimm meinen Namen aus deiner Signatur, der hat bei dir nichts zu suchen!
http://www.lastfm.de/user/xGROBIx@Verriss-Creator(Mr. Frost): Woran liegt es, dass sich der AN-Song in der zuerst geposteten Liste und in deinem endgültigen Review unterscheiden?
Das neue AN-Album ist aber auch für mich eine der Enttäuschungen des Jahres. Manche Bewertungen waren jedoch absehbar, wenn man sich allein deinen Avatar ansieht^^
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Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...
Ich auch nicht, Sina. Ich auch nicht.Ich habe es mit Tripps Sampler zu tun, dessen Tracklist sich folgendermaßen liest.
1. Nader Sadek – Nigredo in Necromance
2. Dead – Tits
3. Wolves in the Throne Room – Astral Blood
4. Obscura – Vortex Omnivium
5. 40 Watt Sun – Carry Me Home
6. Taake – Myr
7. Hugh Laurie – You Don’t Know My Mind
8. Ulcerate – The Destroyers of All
10. The Hollow – Invisible Eye
11. Omega Massif – Im Karst
12. Farsot – Empyrean
13. Woods of Desolation – An Unbroken Moment
14. Cynic – Carbon-Based Anatomy
15. Mournful Congregation – The Catechism of DepressionAls erstes möchte ich die beiden Lieder besprechen, die ich sowieso bereits auf CD besitze. Irgendwie erscheint mir der Verlauf des Samplers auch viel geschmeidiger, wenn man diese beim Hören überspringt, vieleicht liegt das aber auch an mir.
Mit Vortex Omnivium hast du mir das kürzeste Stück des aktuellen Obscura Albums ausgesucht und damit mit den allgemein tendentiell etwas zu lang gezogenen Liedstrukturen einen meiner Kritikpunkte an diesem umgangen. Vor allem die erste Liedhälfte ist ein wunderbares Beispiel für eine direkte Kombination von technischen Riffs mit eingängigen und schlüssigen sowie dabei nichtbanalen Arrangements. Und damit meine ich eben nicht, dass zwischen dem Gefrickel auch mal ein simpler Riff eingestreut wird, wie es viele Bands machen und denken, dabei eine kompositorische bzw. arrangementtechnische Meisterleistung vollbracht zu haben (und das dann auch noch viel zu oft von der „Fachpresse“ bestätigt bekommen… ich hör auf, sonst kotze ich gleich). Nein, Obscura schaffen es hier vortrefflich, ein homogenes, super ineinandergreifendes Ganzes zu erschaffen, in dem die Zutaten Technik, Melodiegespür und konsequentes Songwriting nicht mehr als Elemente zu verstehen, nicht mehr voneinander zu trennen sind. Daumen hoch und Hut ab, das ist wirklich großes Kino. Leider findet sich ausgerechnet in diesem Lied auch der einzige Riff auf der gesamten Platte, den ich als unnötiges Gewichse empfinde (der bei drei Minuten) und welcher zu allem Überfluss stellenweise auch noch relativ unsauber gespielt ist. Dass mir das hier so stark auffällt, spricht andererseits aber eben auch für die Klasse des Restes des Liedes und des Albums.
Der neuen Cynic EP stand ich im Vorfeld skeptisch gegenüber. Traced in Air war zwar kein unwürdiger Nachfolger des legendären Focus, doch ein wenig ging mir die etwas erzwungen wirkende spirituelle Aura auf den Keks und für das weitere Schaffen der Band hatte ich die Befürchtung, dass diese weiter ausgebaut werden und möglicherweise unerträglich wird. Nun, ersteres ist eingetreten, letzteres glücklicherweise nicht. Auch auf Carbon-Based Anatomy gibt sich die Band esoterisch und bringt, um auch ja alle dazugehörigen Klischees zu erfüllen, indische Einflüsse ein, richtig penetrant wird das aber nie. Darüber hinaus hat man sich von Death Metal Shouts völlig verabschiedet und konzentriert sich auf klaren Gesang, selbst der Vocoder kommt nur noch ganz dezent zum Einsatz. Was bei mir erst Sorgen hervorrief, die Musik könnte ohne den brachialen Gegenpol viel von ihrem Reiz verlieren, funktioniert jedoch überraschend gut. Der mir hier vorgesetzte Titeltrack stellt meiner Meinung nach klar das Highlight der drei vollwertige Lieder umfassenden EP dar (ich könnte jetzt auch davon anfangen, was ich von der Veröffentlichungspolitik halte, aber ich will meine Nerven schonen). Mit Metal hat das nur noch wenig zu tun, mit Death Metal rein gar nichts mehr, aber als musikalisch sehr versierter Alternative Rock, der dennoch auf eine gewisse Weise unverkennbar nach Cynic klingt, ist dieser Song unschlagbar. Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt, was uns auf dem nächsten Album erwartet.
Zum eigentlichen Einstieg in den Sampler gibt es mit Nader Sadek direkt eine der drei mir zuvor vollkommen unbekannten Bands. Bei dem atmosphärisch gehaltenen Death Metal in getragenem Tempo fällt mir als erstes das tight gespielte und organisch sowie dynamisch abgemischte Schlagzeug sehr positiv auf. Der Blick auf die Mitwirkenden an diesem Projekt erklärt da einiges, überrascht mich andererseits aber umso mehr: Wie konnte ich verpassen, dass Flo Mounier dieses Jahr an einem Album beteiligt war? Der auf den nach Euronymous Tod entstandenen Mayhem Releases primär fürs Songwriting verantwortliche Blasphemer an der Gitarre ist auch nicht die schlechteste Referenz, eine Kooperation dieser beiden mit Steve Tucker hätte doch eigentlich für mehr Aufsehen sorgen müssen, oder lag ich da einfach nur unter einem sehr großen Stein? Das bis auf einige Sprachsamples komplett instrumental gehaltene Nigredo in Necromance, welches auf dem Album die Funktion des Outros hat, klingt auch als genau solches recht ordentlich, lässt aber die Frage offen, ob es den Sound der Band wirklich repräsentiert. Mein Interesse am Rest des Albums ist jedenfalls geweckt.
Es tut mir leid, ausgerechnet deinen Lokalhelden den einzigen Verriss des Samplers zukommen zu lassen, aber Tits von Dead ist einfach nur eine gewaltige Arschbombe. Vom Namen her war mir die Band ein Begriff, ich hatte mir das Ganze aber etwas anders, vor allem besser vorgestellt. Grindcore soll das wohl sein, ich sehe es eher als schlechten Kompromiss zwischen Porngrind und Debauchery mäßigem Prollo Death Metal, wobei ich aber zugegebenermaßen auch gerade nicht wüsste, wie da ein guter Kompromiss klingen müsste. Über einem mehr als wackeligen Schlagzeugfundament bauen sich stellenweise nicht weniger wackelige, rockinspirierte, einfach gehaltene Gitarrenriffs auf, während der verzerrte Bass im Hintergrund vor sich hinbrummt und die in der Lautstärke seltsam variierenden, anscheinend etwas zu stark mit Effekten nachbearbeiteten Klospülungsvocals im Vordergrund herumröhren. Wovon der Text ganz genau handelt, will ich nicht wissen, mir reicht das plakativ in den Break gegrunzte „TÖÖÖÖÖTS!!!“ völlig aus. Natürlich habe ich (leider) auch schon schlimmeren Grind dieser Machart gehört, aber dennoch lösen Dead hiermit Fremdscham bei mir aus, zumal ich auch nicht genau weiß, wie ich den einerseits offenbar vorhandenen, andererseits aber nur selten klar durchschimmernden und auch eher forciert und plump wirkenden Humor hierbei einordnen soll.
Wolves in the Throne Room habe ich erst in den letzten paar Wochen für mich entdeckt, nachdem mich die Band live sehr überzeugt hatte – dass ich durch den Besuch des Konzerts das Hinspiel von Dortmund gegen Piräus verpasst habe, war im Nachhinein betrachtet noch eine zusätzliche Aufwertung des Abends. Das aktuelle Album kenne ich bisher aber nicht, insofern bietet Astral Blood hier eine willkommene Gelegenheit, mal kurz in dieses hineinzuhorchen. Mir bekannt sind das Debütalbum sowie die Malevolent Grain EP und im direkten Vergleich zu diesen erscheint mir vor allem der Sound verändert: Die Wirkung ist sehr wuchtig, der Bass grollt stets bedrohlich, während dennoch alle Instrumente und der Gesang sehr schön zu einem einzigen Klangeindruck verschmelzen, insgesamt habe ich das Gefühl, die Musik müsse sich durch einen dichten Nebelschleier zu meinen Ohren durchkämpfen. Beim Akustikpart wird ein ähnlicher Effekt durch die ätherischen Synthies und Windeffekte erzeugt, die Atmosphäre wird dadurch fast greifbar. Das Lied selbst hat mehr den Charakter eines Klagegesangs als einer majestätischen Hymne über die Natur, wie ich es bisher von der Band kannte, doch auch das können Wolves in the Throne Room offenbar ziemlich gut. Gefällt mir definitiv sehr gut und so werde ich wohl das ohnehin bereits gefasste Vorhaben, mich weiter mit der Diskographie auseinanderzusetzen, erst recht in absehbarer Zukunft in die Tat umsetzen.
Von der Stimmung her macht Carry me Home von 40 Watt Sun an genau derselben Stelle weiter, auch wenn die musikalischen Mittel andere sind. Angeführt vom ehemaligen Warning Frontmann Patrick Walker spielt die Bande, über die ich schon sehr viel Positives gelesen, aber noch nie reingehört hatte, vorhersehbarerweise modern angehauchten Doom Metal der melancholischen Sorte – wenn ich hier einfach mal ganz gewagt von einem Lied auf den Sound der Band schließe. Die sehr stark verzerrten Gitarren erzeugen zusammen mit dem mit (fast schon etwas zu) viel Hall belegten Schlagzeug und dem warm und breit klingenden Bass einen träumerischen Klangteppich, auf dem der Gesang sich losgelöst entfalten darf. Beim ersten Hören war ich bei dessen Einsatz etwas überrascht, intuitiv hatte ich in diesem Moment ein rauheres Organ erwartet, doch Walkers sehr klare und trotz der vorhandenen Kraft vor dem Hintergrund der instrumentalen Wucht fast schon ein wenig zerbrechlich anmutende Stimme fügt sich nach der spontanen Verwunderung doch perfekt in das Lied ein. Das hypnotische instrumentale Finale mit minimalistischen Gitarrenleads und einem in seiner Monotonie doch ungeheuer dynamischen Schlagzeugeinsatz setzt der Melancholie die Krone auf und ist für mein Empfinden sogar fast schon etwas zu kurz – etwas früh werde ich aus der Trance geweckt, in die er mich verfallen ließ. Doom Metal ist ja sonst – eigentlich ja auch häufig wegen der Monotonie und Repetitivität – so gar nicht meine Baustelle, aber das hier gefällt mir wirklich super. Auf diesem Niveau dürfte der Sampler gern bleiben.
Doch so wirklich können Taake das hohe Niveau nicht halten. Bei dieser Band hatte ich schon mehrfach reingehört und sie als potentiell interessant einsortiert, allerdings ist es noch nicht dazu gekommen, dass ich mich einmal wirklich näher mit einem Album auseinandersetzen konnte oder wollte. Das hier gebotene Myr legt mit einem typischen schnellen melodischen Black Metal Riff los, die fette Produktion kommt mir zunächst vor allem beim Schlagzeug etwas unpassend vor, wirklich störend finde ich sie aber nicht. Nach einem langsamen Part mit Sprachsamples wird dann wieder gerast, diesmal etwas verspielter und mit Gesang. Bis hier klingt das ja alles ganz nett, aber irgendwie wirkt es auch lustlos zusammengewürfelt, eine Richtung und ein Ziel habe ich noch nicht erkannt und so sind die ersten drei der fünf einhalb Minuten dann letztlich doch einfach nur unspektakulär: Nichts wird aufgebaut, nichts bleibt hängen, das Lied plätschert ohne herausstechende Momente vor sich hin. Zumindest letzteres ändert sich dann radikal mit dem plötzlich ertönenden Banjo. Diese zunächst ausgeprochen überraschende und absurd anmutende Stelle habe ich mir immer wieder angehört und zu einem finalen Schluss bin ich immer noch nicht gekommen, was genau ich davon halten soll. Ist das auf eine originelle Art experimentell und interessant umgesetzt? Oder eher krampfhaft erzwungen, unpassend und dilettantisch? Ich neige zu Letzterem. Das Geklimper, welches eine Verfolgungsjagd in einem B Western untermalen könnte, wirkt eher lächerlich als spannend und einen Zweck im ohnehin kaum vorhandenen Songgefüge erfüllt dieser Part absolut gar nicht: anschließend geht das Lied, ohne sich mit einer geschickten Verwebung oder ähnlichem aufzuhalten, mit einem wenig erwähnenswerten Metalriff zu Ende. Das Fehlen von Konsequenz im Songwriting sowie eines schlüssigen Spannungsbogens sind die ganz, ganz großen Schwächen dieses Liedes, da wirkt das durchaus Aufmerksamkeit auf sich ziehende Banjo wie kaschierende Effekthascherei. Myr ist kein Rohrkrepierer, aber ein in meinen Augen zwar prinzipiell nicht unspannendes, aber wegen der wenig ambitionierten Ausführung gescheitertes Experiment.
Den anscheinend obligatorischen Non-Metal Track stellt Hugh Laurie. You Don’t Know My Mind ist ein ganz klassischer Blues mit Gitarre und leicht humoristischem Text – nicht mehr und nicht weniger. Ist sicher ganz unterhaltsam, da ich aber mit Blues allgemein und dabei speziell dieser locker-chilligen Spielart auch nur in den seltensten Fällen viel anfangen kann, fällt mir hierzu auch weiter schon nichts mehr ein.
Als Ulcerate 2007 beim damals noch aktiveren und bei mir seinerzeit sehr beliebten Label Neurotic Records ihr Debüt Of Fracture and Failure herausbrachten und für ihre eigenständige düstere Interpretation von technisch angehauchtem Death Metal mit gehobenem Knüppelfaktor mit Lob von allen Seiten überschüttet wurden, war mir klar, dass ich da unbedingt reinhören, wenn nicht sogar blind zuschlagen sollte. Aus nicht geklärten Gründen ist das nie passiert (dasselbe Schicksal erlitten übrigens auch Sickening Horror) und so war dann The Destroyers of All dieses Jahr tatsächlich das erste Album der Neuseeländer, das ich mir komplett angehört habe – mit dem Ergebnis, dass ich mir erst noch ein Bild von den anderen beiden Full Length Platten machen wollte, bevor ich eine erwerbe. Keine Ahnung, wieso mein Verhältnis zu der Band so kompliziert und von Zögerlichkeit geprägt ist. An der Sperrigkeit, für die der hier zur Diskussion stehende zehnminütige Titeltrack der aktuellen Scheibe ein Paradebeispiel darstellt, sollte es eigentlich nicht liegen, diese sehe ich bei der offensichtlich dahinter versteckten Qualität im Songwriting nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung. Ein bisschen anstrengend ist der in diesem Genre seltene Mix aus brachialer Brutalität und erdrückender Stimmung ja schon, aber dieser Song zeigt mir wieder einmal, dass ich Ulcerate endlich einmal in dem Maß eine Chance geben sollte, wie sie es verdienen. Sonst verpasse ich anscheinend einiges.
Cut up, Depressed and Alone ist einer der negativsten Songtitel, die ich je gehört habe, und als dann auch noch die ersten Takte erklingen und die stilistische Ausrichtung als schwermütigen Funeral Doom erkennen lassen, befürchte ich bereits zehn quälende Minuten, die meine Geduld auf eine harte Probe stellen könnten. Wer mein Battle mit Nezyrael verfolgt hat, weiß, wie schwer ich mich mit diesem Genre tue, für welches ich vielleicht einfach zu hyperaktiv bin. Das Intro ist keine Offenbarung, kostet mich aber auch noch keine Nerven, der bei dieser Musik anscheinend übliche hintergründige Grummelgesang schockt mich zwar nicht mehr, aber auch hier bleiben Begeisterungsstürme erwartungsgemäß erst einmal aus. Interessant wird es, wenn es nach etwa drei Minuten ganz ruhig wird und nur eine einsame cleane Gitarre ertönt. Ab hier baut sich die Intensität sehr langsam immer stärker auf, bis man das Gefühl hat, von den wiedereinsetzenden verzerrten Gitarren an die Wand gedrückt und erschlagen zu werden. Der Rest des Liedes klingt tatsächlich dem Genrenamen gerecht werdend wie ein melancholischer Trauermarsch und fließt wundervoll aus. Ja, so kann man mir diesen Stil offenbar schmackhaft machen. Komplett umhauen kann der Song mich nicht, aber mehr als hier hat mich im Funeral Doom bisher noch nichts angesprochen. Den Namen Loss werde ich einmal im Hinterkopf behalten.
The Hollow ist nun die zweite Band des Samplers, die ich nicht einmal vom Namen her kannte. Invisible I erinnert mich stellenweise recht stark an Disillusion in ihren Alternative Rock lastigeren Momenten, der Gesang lässt mich wie auch bei diesen immer mal wieder an System of a Down denken. Ein wenig irritiert bin ich selbst von der Assoziation mit Metallicas St. Anger, welche allerdings auch von der gefühlt zu repetitiven Struktur und unnötig langen Spielzeit kommen kann. Die Verweise sind jetzt ja grundsätzlich nicht die allerschlechtesten, aber irgendetwas fehlt mir hier einfach noch. Handwerklich gibt es nichts zu meckern und gute Ansätze finden sich auch reichlich, aber es macht halt nicht Klick. Für ein achtminütiges Lied, das in der Anlage eher eingängig und nicht übermäßig komplex ist, bleibt außer dem Chorus auch sehr wenig hängen, ich würde fast sagen, es hat nicht viel Inhalt. Hier ist auf jeden Fall eine ganz große Menge Potential vorhanden und ich werde mir mal bei Gelegenheit auf Myspace den Rest der EP anhören, aber letztlich empfinde ich das hier noch als sehr unausgereift.
Über den Namen Omega Massif bin ich in den letzten ein bis zwei Jahren recht oft gestolpert. Viel Gutes hat man über die Band gelesen und obwohl ich sie schon länger auf meiner imaginären Reinhörliste stehen hatte, wusste ich ehrlich gesagt bis zu diesem Sampler nicht einmal genau, welchem Genre sie überhaupt zugeordnet werden kann. Wie sich nun also herausstellt, spielen die Würzburger eine dynamische Mischung aus modernem Sludge und Post Rock, die zwischendurch anscheinend auch gerne mal etwas düsterer wird. Beim ersten Durchlauf des Samplers wurde ich bei Im Karst sofort hellhörig, es gefiel mir auf Anhieb sehr gut und machte einen interessanten Eindruck – seitdem aber hat sich nichts mehr getan. Woran genau diese Stagnation liegt, kann ich nicht sagen. Beim Hören habe ich stets das Gefühl, dass mich die spannend aufgezogene Mischung eigentlich mehr mitreißen müsste, doch am Ende warte ich immer noch auf den Höhepunkt, auf den Moment, der mich richtig kickt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Musik von Omega Massif auf Albumlänge besser wirkt und werde die Band daher trotz zwiespältigem Eindruck auf dem Schirm behalten.
Mit IIII waren Farsot in aller Munde, da ich aber bisher keinen nennenswerten Draht zum Black Metal hatte, ging das bis auf diese oberflächliche Feststellung und einige Schlagworte auch weitestgehend an mir vorbei. Empyrean vom aktuellen Werk Insects ist folglich das erste Lied der Deutschen, welches mir zu Ohren kommt, und ohne den erwähnten Vorgänger zu kennen, der oft als besonders intensiv bezeichnet wurde, wundert mich nicht, dass anscheinend viele von der neuen Scheibe enttäuscht sind. Nicht, dass mir das Lied gar nicht gefallen würde, aber als intensiv nehme ich es überhaupt nicht wahr, es berührt mich kaum und viel Atmosphäre irgendeiner Art kommt bei mir auch nicht auf. Die zehn Minuten ziehen sich auch etwas und obwohl der Song ganz gut fließt und einige interessante Stellen hat, werde ich noch nicht so richtig warm damit. Vielleicht entfaltet sich auch hier die Wirkung erst auf Albumlänge, ich weiß es nicht. Um das heauszufinden, werde ich mir aber in Anbetracht der allgemein euphorischen Resonanz vermutlich eher einmal IIII ganz anhören.
Ein zugleich schneller und epischer melodischer Riff, getrieben von wilden und rohen Blast Beats, leitet An Unbroken Moment von Woods of Desolation ein. Hymnische und irgendwie dick aufgetragene (was hier nicht unbedingt negativ zu verstehen ist) Melodien und Arrangements dominieren auch das weitere Bild des Liedes: Nachdem knapp vier Minuten lang simpel aber effektiv mit nur zwei verschiedenen Riffs gearbeitet wurde, bricht es vollkommen ein und sphärische Keyboards übernehmen zeitweise das Kommando, zum Schluss entlädt sich die aufgebaute Spannung aber dann doch wieder in epischem Melodic Black Metal. Das Lied ist zwar wohl sehr simpel gestrickt, dabei aber äußerst kurzweilig und unterhaltsam. Wenn Woods of Desolation in anderen Liedern bei konstantem Niveau noch etwas Abwechslung bieten, könnte ein Album interessant sein.
Zum Abschluss wird es dann noch einmal anstrengend, und zwar verdammt anstrengend. Mournful Congregation kenne ich noch von meinem Battle mit Nezyrael, da waren sie die Funeral Doom Band, die mir tendentiell noch am besten gefallen hat. Zwar ging es da um ein anderes Lied, aber im Prinzip könnte ich hier auch wieder genau dasselbe schreiben. Als Hintergrundmusik an einem einsamen und kalten Winterabend funktioniert die Musik wirklich gut, aber um sie sich konzentriert anzuhören und dann auch noch etwas dazu zu schreiben, ist sie zumindest für mich absolut nicht geeignet. Wenn ich auf Play drücke und mich an die Tastatur setze, um meine Gedanken dazu aufzuschreiben, werde ich einfach nur extrem ungeduldig, zucke mit dem Mauszeiger genervt in Richtung Vorlauftaste und verliere jegliche Lust, mich richtig auf das Lied einzulassen – keine guten Voraussetzungen für ein schönes Review. Das ist einfach nicht die Sorte Musik, von der man sich mal eben ein Bild machen kann, dafür muss ich in der richtigen Stimmung sein und darf sozusagen nicht unter dem Druck stehen, die Musik ganz bewusst komplett aufnehmen zu müssen. In den wenigen (aber mehr werdenden) Situationen, in denen ich für sie aufnahmefähig bin, kann die Wirkung aber doch sehr schön sein.
Ein paar abschließende Worte noch: Ich hatte dieses Jahr das Glück, einen Sampler zu erwischen, auf dem ich kaum etwas näher kannte, auf dem sich aber umso mehr Musik fand, die mich momentan grundsätzlich interessiert. Insofern hat sich die Sache definitiv sehr für mich gelohnt und ich hoffe, es hat auch irgendjemandem (in erster Linie Tripp) so etwas wie Spaß gemacht, sich mein Gelaber durchzulesen. Als ich gerade eben wegen des Verweises im Review von Mournful Congregation noch einmal in meine Kritiken beim Battle mit Nezyrael hineingeschaut habe, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass diese wesentlich schöner und inspirierter geschrieben waren als das, was ich hier abgeliefert habe. Von der Musik kommt das nicht, muss wohl eher am Jahresabschlussburnout liegen. 😉 Wie auch immer, bis zum Jahressampler 2012!
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