Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse

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Ansicht von 15 Beiträgen - 31 bis 45 (von insgesamt 130)
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  • #6597067  | PERMALINK

    Tripp Den Store

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 11,373

    Hey, das kam ja ganz gut an. Der Dead Verriss tut etwas weh ist aber nachvollziehbar. Bei denen hab ich auch einfach die rosa Kumpels Brille auf. The Hollow sind übrigens eine Amateur Band hier aus der Gegend, weswegen die angesprochenen Kritikpunkte berechtigt aber nicht gravierend sind (jedenfalls für mich).
    Ansonsten scheint der Sampler seinen Sinn ja getroffen zu haben und eventuell wird das irgendwann noch was mit Doom. Und das WoD Album bietet nur bedingt mehr Abwechslung. EMpfehle ich dringend vorher mal reinzuhören, bevor man es erwirbt.

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    #6597069  | PERMALINK

    xkillwithpowerx

    Registriert seit: 25.12.2003

    Beiträge: 7,966

    Tripp Den StoreThe Hollow sind übrigens eine Amateur Band hier aus der Gegend, weswegen die angesprochenen Kritikpunkte berechtigt aber nicht gravierend sind (jedenfalls für mich).

    Ja, das hatte ich auch gesehen und denke da ähnlich. Für die zweite EP einer noch jungen Band klingt das trotz der Mängel schon ziemlich ordentlich, das Potential zu mehr ist definitiv vorhanden.

    #6597071  | PERMALINK

    theInfernal

    Registriert seit: 10.07.2010

    Beiträge: 860

    Hati-red@Verriss-Creator(Mr. Frost): Woran liegt es, dass sich der AN-Song in der zuerst geposteten Liste und in deinem endgültigen Review unterscheiden?

    Das neue AN-Album ist aber auch für mich eine der Enttäuschungen des Jahres. Manche Bewertungen waren jedoch absehbar, wenn man sich allein deinen Avatar ansieht^^

    wegen dem AN-song: das is meine schuld^^
    hab den song noch in letzter minute geändert. Tod hütet übel ist von den Vocals her doch sehr speziell und hätte ihm noch weniger gefallen^^.

    Dann hab ich im mit copy&paste die falsche tracklist zugesannt.

    #6597073  | PERMALINK

    Mr. Frost

    Registriert seit: 07.06.2008

    Beiträge: 1,948

    Hati-red@Verriss-Creator(Mr. Frost): Manche Bewertungen waren jedoch absehbar, wenn man sich allein deinen Avatar ansieht^^

    Wenn mir was nicht zusagt kann ich leider auch nicht helfen. Unter „verissen“ verstehe ich wenn sich jemand über eine Band wirklich auslässt, was ich nicht getan hab.

    Was schätzt du denn was ich für einen Musikgeschmack habe? 😉

    #6597075  | PERMALINK

    Eddie1975

    Registriert seit: 13.05.2005

    Beiträge: 12,194

    Grad läuft der Sampler von Tiz, interessant, tönt ganz gut bis jetzt. Wenn ich nachher noch Bock habe, schreibe ich was.

    --

    "Heavy Metal in my ears Is all i ever want to hear. Before the sands of time run out , We'll stand our ground and all scream out! Manilla Road - Heavy Metal to The World On Tour: 11.06. Rockfels - Loreley Freilichtbühne, St. Goarshausen last.fm Musik-Sammler
    #6597077  | PERMALINK

    Tiz

    Registriert seit: 15.03.2009

    Beiträge: 4,651

    Ich hatte Puritans Sampler, der wie folgt ausschaut:
    1. Frank Turner – I Am Disappeared
    2. Thursday – A Gun In The First Act
    3. Thrice – Promises
    4. Wolves Like Us – Secret Handshakes
    5. Defeater – Cemetery Walls
    6. Touché Amoré – Home Away From Here
    7. La Dispute – King Park
    8. Mastodon – Spectrelight
    9. Oathbreaker – Glimpse Of The Unseen
    10. All Pigs Must Die – Third World Genocide
    11. Trap Them – Every Walk A Quarantine
    12. Darkest Hour – Terra Solaris
    13. Protest The Hero – Tandem
    14. Vildhjarta – Traces
    15. Between The Buried And Me – Augment Of Rebirth

    1. Frank Turner – I Am Disappeared

    Der Sampler beginnt mit Frank Turner und Akustikgitarren. Relativ schnell gesellt sich der Gesang dazu, der ein bisschen nach dem Gaslight Anthem Fronter klingt, nur ein bisschen englischer. Sehr schöne Stimme, die leicht melancholisch daherkommt, irgendwie typisch englisch. Dann baut sich der Song, unter dem wirklich tollen Gesang, immer weiter auf, es gesellt sich ein Schlagzeug dazu. Dann kommt ein wunderbarer Part bei dem die Stimme nur durch ein Piano unterlegt ist, wunderschön! Dann gehts wiederum rockiger weiter, nun packt der Herr schon die elektrische Gitarre aus. Ich muss sagen, dass der Songaufbau richtig richtig gut ist, vorallem dann, wenn das ganze rockige Fundament wieder in sich zusammenfällt und der Song wieder ruhig weitergeht. Auch die Pianoparts sind wirklich grosses Kino.
    Frank Turner zeigt mit „I Am Disappeared“ richtig guten Singer/Songwriter Rock und brilliert mit seiner Stimme und tollem Songaufbau. Ich bin sehr begeistert!
    9.5/10

    2. Thursday – A Gun In The First Act

    Über Thursday bin ich bei meiner Beschäftigung mit Thrice schon öfters gestossen, bin aber nie richtig zum reinhören gekommen. Bei „A Gun In The First Act“ musste ich mich zuerst mal an die Produktion gewöhnen, die irgendwie schwammig und undifferenziert schien. Doch nach ein paar Durchläufen stellte sich heraus, dass genau dies dem Song ein tolle Note verleiht. Irgendwie ist der Songs teilweise fast schon post-rockig angehaucht, wiederum mit grossartigen Vocals, einem wunderbar epischem Refrain und grossen Melodien. Man scheint irgendwie zu schweben, ist in dieser eigen scheinenden Produktion gefangen und wird durch die variablen Vocals richtig mitgerissen. Grundsätzlich passiert nicht viel, das Lied scheint wie ein grosser Fels zu sein, der mit seinen vielen, relativ schwer zu erkennenden Details fasziniert. Wiederum ein sehr guter Song!
    9/10

    3. Thrice – Promises

    Kommen wir zum ersten Song, der mir schon im Voraus bekannt war. Das neuste Werk hat mich endlich dazu gebracht, mich mit dieser Band zu beschätigen. „Promises“ ist dabei ein sehr repräsentativer Songs für das Album. Irgendwie kommen Thrice hier wunderbar unaufgeregt rüber, verlassen sich auf das Eindringliche das dem Songs zugrunde liegt, will heissen die grossartigen Melodien und die wunderbar rauchige Stimme des Frontsängers. Die Lyrics sind, wie auf der ganzen Platte, grossartig und werden perfekt rübergebracht. Der Song besitzt eine mitreissende Dynamik, hervorgerufen durch das famose Gitarrenspiel und den Refrain, der wiederum leicht episch daherkommt. Grossartige Band, grossartiges Album und grossartiger Song! Unglaublich schade, dass sie sich zurückziehen wollen.
    9.5/10

    4. Wolves Like Us – Secret Handshakes

    Irgendwie, aus welchem Grund auch immer, habe ich die Band immer als eine billige Kvelertak Kopie abgestempelt, ohne wirklich reinzuhören. Ein Fehler, wie mir scheint. Wiederum wird der Song durch tolle Melodien eröffnet, bevor die Band dann gleich mal mit dem Refrain einsteigt. Schöner Gesang, der im Mix ein bisschen untergeht, leider. Im Gegensatz zu Thursday empfinde ich die schwammige und undurchsichtige Produktion hier ein bisschen störend, genauso wie den stark repetitiven Songaufbau. Wolves Like Us scheinen sich bei diesem Song sehr stark auf den Refrain, der ja auch gut ist, zu verlassen. Irgendwie fehlt mir persönlich hier ein bisschen der Höhepunkt des Songs oder schlichtweg der Punkt, der mich richtig mitreisst. Nichtsdestotrotz ein guter Song, der nunmal ein bisschen höhepunktarm ist.
    7/10

    5. Defeater – Cemetery Walls

    Und die nächste Band, die mir bereits im Vornherein bekannt war. Defeater spielen höchst emotionalen, mitreissenden Hardcore, der mir immer wieder aufs Gemüt schlägt. Die Lyrics bei „Cemetery Walls“ sind mitreissend, emotional und durch die Musik perfekt wiedergegeben. Defeater schaffen es aber auch einen richtig guten Song zu schreiben, der stellenweise auf eine Laut/Leise Dynamik setzt, genauso wie auf sehr vordergründige Gitarren. Letztere brillieren durch starke Melodien und den Fakt, dass sie es schaffen dem ganzen Song eine Richtung zu verleihen und die Marschrichtung vorschreiben können. Grundsätzlich halte ich das neuste Album ja eher für eines, das man am besten am Stück hört, was aber nicht an der Qualität dieses Songs ändert.
    9.5/10

    6. Touché Amoré – Home Away From Here

    Kommen wir zu der Band, die oft mir oben genannten Defeater in einem Atemzug genannt wird. Auch Touché Amoré verstehen sich offensichtlich noch als Hardcore, setzen aber auch auf emotionale Lyrics. Der Song ist mit 1:50 relativ kurz gehalten und setzt die erste Minute leidglich auf repetitives Gitarrenspiel und kehligen Schreigesang, bevor es dann ein bisschen „offener“ zu und her geht, wobei der Gesang teilweise zu sehr im Vordergrund steht. Und dann ist der Song auf schon fertig.
    Irgendwie kann mich das Ganze hier zu keiner Zeit so mitreissen wie die oberen Songs, es fehlt mir persönlich der Spannungsbogen und die kleinen, aber feinen Details.
    5/10

    7. La Dispute – King Park

    Mit La Dispute konnte ich mich knapp zwei oder drei Tage bevor ich diesen Sampler bekommen hatte, anfreunden. Doch auch so hätte mich „King Park“, der warscheinlich der meistvertretene Song im diesjährigen Samplerspiel sein dürfte, wohl mitgerissen, denn was La Dispute hier bieten ist einfach songwriterische und lyrische Kunst auf höchstem Niveau.
    Grundsätzlich mag ich es ja eigentlich nicht so, wenn man gleich mit einem Höhepunkt des Lieds einsteigt, doch so wie es La Dispute hier präsentieren ist es einfach grossartig. Man wird sofort mitgerissen, in die Geschichte aufgesogen, vorallem auch dank dem wunderbar variablen und emotionalen Gesang. Nach diesem ersten Überraschungsangriff, der gleich am Anfang stattfand, geht es dann gemässigter, aber nicht weniger mitreissend zu und her. Bei diesen Parts möchte ich vorallem die stark gespielten Gitarren hervorheben, die neben dem Gesang und den Lyrics eindeutig für weitere Farbtupfer im La Disput’schen Soundgewand sorgen. Und so wird man immer weiter in diese Geschichte hineingezogen, La Dispute verstehen es perfekt, den Hörer von Höhepunkt zu Höhepunkt zu geleiten, schaffen es auch perfekt den Song auf ebensolche aufzubauen. Man zieht den Hörer mit, man weiss genau wie man die Akzente zu setzen hat, sodass die Höhepunkte des Songs, lyrisch wie auch musikalisch, perfekt zur Geltung kommen, ohne dabei den Rest langweilig scheinen zu lassen. Dieses emotionale Hin-und Her kulminiert dann in den letzten zwei Minuten, bei denen man als Hörer, emotional von dem bisher gehört schon stark mitgenommen, noch einmal auf eine Zerrreissprobe gestellt wird. Der Sog nimmt zu, man fühlt sich hilflos, kann gar nicht anders als mit offenem Mund diese beschriebene Szenerie zu beobachten. Jedes Wort hat seine ganz eigene Sprengkraft, man wird immer weiter und tiefer hineingesogen bis dann die Explosion kommt: „Can I still get into heaven if I kill myself?“ Alles bleibt stehen, La Dispute haben es geschafft, in knapp sieben Minuten fast alles zu hinterfragen, was in diesem Song von Bedeutung ist. Die Existenz eines Gottes, die moralische Weltansicht des Einzelnen und die Schuldfrage in diesem Disaster. Man bekommt ein unangenehmes Gefühl im Magen, beginnt mit dem Mörder zu sympathisieren, Mitleid zu haben. Und letztendlich wird man mit all diesen Fragen zurückgelassen, ohne zu wissen, was nun genau passiert ist.
    Ganz ehrlich? Ein völlig grossartiger Song, der wohl der meistgehörte Song meinerseits in den letzten Wochen war.
    10/10

    8. Mastodon – Spectrelight

    Eigentlich ist es ja gemein. Zuerst diese emtionale Bombe bei La Dispute und nun kommen Mastodon, eine Band mit der ich mich schon immer schwertue. Und die Stellung dieses Songs, nach ebenjenem von La Dispute, ist sicher auch nicht hilfreich, zumindest nicht für die Bewertung. Mastodon gehen gleich mal in die Vollen, vertracktes Riffing, sludgige Produktion und Schreigesang. Das Tempo stimmt und der Refrain geht schneller ins Ohr als jeder Radiosong. Alles paletti also? Eben genau nicht. Ich bemerke die songwriterische Qualität dieses Stück zweifellos, höre, dass Mastodon ihre Instrumente perfekt beherrschen und grossartige Refrains schreiben können. Aber irgendwie ist mir das egal. Es reisst mich nicht mit, es begeistert mich nicht. Irgendwie klingt es mir zu konstruiert, zu gewollt, als dass hier eine höhere Bewertung dringewesen wäre. Ich glaube, das zwischen mir und Mastodon wird in diesem Leben nichts mehr.
    5.5/10

    9. Oathbreaker – Glimpse Of The Unseen

    Wer hat damit eigentlich angefangen? Mit diesem ganzen Crust/Sludge, der momentan alle Jahreslisten stürmt? Vielleicht waren es ja Oathbreaker, ich weiss es nicht. Aber Fakt ist, dass die Band wohl relativ angesagt ist in diesem Jahr, das habe ich zumindest aus einigen Jahresrückblicken herauslesen können. Und in das vorhin genannten Schema passen sie auch.
    Nun ja, Oathbreaker präsentieren mir die geballte Ladung doomigen Crust (das ist es doch, oder?), der richtig überwälzend daherkommt. Das Tempo ist, bis auf einige Ausbrüche in schnellere Gefilde, gemächlich gehalten, was dem Song eigentlich gut steht. Auch der Sänger, der wohl knapp vor dem Exitus stand, macht seine Sache sehr gut. Auch die Gitarrenarbeit ist positiv herauszuheben, kann sie doch für einige gute Akzente in diesem Song sorgen.
    Alles in allem ist das, was Oathbreaker hier bieten, relativ schwer einzuschätzen. Natürlich, es ist pechschwarz und richtig fies, doch ich habe mich teilweise auch dabei erwischt, dass ich mich bei diesem Song gelangweilt habe. So ganz hat mich dieser Stil eben doch noch nicht gepackt. Aber Oathbreaker servieren hier doch einen tollen Hassbatzen.
    7/10

    10. All Pigs Must Die – Third World Genocide

    Vor diesem Song hatte ich irgendwie am meisten Angst. Und zwar davor, dass es einfach stumpflangweilige Haudrauf Mucke sein würde, doch falsch gedacht. All Pigs Must Die machen zwar ihrem Band namen alle Ehre und lassen keinen Stein auf dem anderen. Musikalisch finde ich das relativ schwer einzuordnen, würde es aber wegen diesen „Uffta“ Parts am ehesten in die Core Ecke stecken. Ansonsten ist „Third World Genocide“ einfach tolle Abrisskeule, die auch technisch nicht von schlechten Eltern ist, will heissen, dass die Herren ihre Instrumente eindeutig beherrschen. Auch der in der Mitte eingebaute langsame Parts zerstört einfach alles, was sich ihm in den Weg stellt.
    Eine gelungene Abrissbirne ist das, was All Pigs Must Die hier präsentieren allemal, auch wenn ich mir solche Musik nicht allzu oft geben kann.
    6.5/10

    11. Trap Them – Every Walk A Quarantine

    Ähnlich wie bei Oathbreaker bin ich schon öfter über diese Band gestossen, habe aber nie richtig das Bedürfnis verspürt mich damit zu beschäftigen. Trap Them sind einerseits noch ein Stückchen schneller und technischer als Oathbreaker, scheinen andererseits aber auch ihre Hardcore Wurzeln mehr auszuspielen. Und letzteres stört mich an diesem Songs doch stark und zwar in Form dieser Moshparts. Der Song ist mir einfach zu sehr auf Party (vielleicht das falsche Wort) ausgelegt. Und ich mag weder Moshpits noch bin ich ein Partyfan. Aber technisch ist das schon gut.
    5.5/10

    12. Darkest Hour – Terra Solaris

    Kommen wir zum absoluten Lowlight des Samplers. „Terra Solaris“ ist das Ergebnis, das herauskommt wenn sich eine Modern Metal Band entscheidet, atmosphärische Songs zu schreiben. Das hier sind einfach 8 Minuten vertonte Langweile. Ausgelutschte Melodien treffen auf Soli, die sogar Machine Head zu blöd gewesen wäre. Natürlich ist dieser Song instrumental gehalten, damit die Atmosphäre zur Geltung kommen kann. Nur blöd, dass es so etwas hier gar nicht gibt. Es tut mir leid, aber dieser Song geht bei mir schneller aus dem Ohr, als er reinkann. Und da können nicht einmal die Streicher noch was retten, und Streicher können bei mir eigentlich immer was retten.
    -/10

    13. Protest The Hero – Tandem

    Juhu, die Qualitätsspirale geht wieder stark aufwärts. Nach den langweiligen Darkest Hour folgen nun die hyperaktiven Kanadier von Protest The Hero, die mit „Scurrilous“ ein super Album vorgelegt haben. Mit „Tandem“ zeigen sie, dass man technisch herausragend spielen und trotzdem noch gute Songs schreiben kann. Hier herrscht fünf Minuten lang die totale Prog-Keule. Ein Riff jagt das nächste, eine Melodie ist besser als die andere. Und dennoch bleibt das Ganze relativ eingängig, wird zu keiner Zeit zu verschachtelt. Jede Note sprüht nur so von Spielfreude und jeder dieser Herren beherrscht sein Instrument absolut perfekt.
    Das Sahnehäubchen stellt dabei der grossartige Gesang in Verbindung mit den starken Lyrics dar. „Tandem“ ist, genauso wie der Rest des Albums, ein grossartiges Beispiel wie moderner, durchdachter und progressiver Metal zu klingen hat. Hier passiert so viel, dass man auch nach dem x-ten Durchlauf noch Neues entdecken kann.
    9.5/10

    14. Vildhjarta – Traces

    Mit Vildhjarta hat die Djent Szene ja nun ein neues Zugpferd gefunden, das überall recht stark gelobt wird. Das Problem, das ich mit dieser Band und dem Genre im allgemeinen habe, ist schon in den ersten paar Sekunden dieses Songs zu hören. Es ist dieses eklige Meshugga Riffing, das mir extrem auf die Nerven geht. Dieses mechanische, durchstrukturierte und stocksteife Riffing, das irgendwie immer gleich klingt und mich einfach nervt. Ich habe eigentlich nichts gegen Polyrhythmik und Stakkato Riffing, aber dieses Riffgeschiebe, in Verbindung mit der Produktion, das geht einfach nicht.
    Abgesehen davon ist der Song aber relativ gut. Vorallem die atmosphärischen Parts und der Gesang wissen zu überzeugen. Erstere verleihen dem Song eine tolle Dynamik, die dann aber immer wieder durch das oben genannte Riffing kaputt gemacht wird. Ansonsten finde ich auch diese flirrenden Gitarren toll, aber eben, über Albumlänge würde ich so etwas wohl nie aushalten. Wenn nur dieses Riffing nicht wäre,
    5/10

    15. Between The Buried And Me – Augment Of Rebirth

    Juhu, noch eine Band die ich kenne. BTBAM sind wohl eine der kreativsten und eigenständigsten Band, die momentan so in der progressiven Szene ihr Dasein fristen. „Augment Of Rebirth“ zeigt dabei perfekt, was diese Band so einzigartig macht. Man steigt sofort ein und wird in diesen Strudel aus extremem Songwriting und kaputten Vocals gezogen. Technisch ist das Ganze hier so over-the-top, das geht schon fast gar nicht mehr. Vertracktes Riffing, Gitarrengewichse par excellence und Richtungswechsel, dass einem fast schon schwindlig wird. Dabei finden BTBAM aber immer einen Weg, dass sie nicht zur blossen Angebertruppe verkommen sondern gute, mitreissende und völlig begeisternde Songs schreiben, die mit ihrer extremem technischen Finesse und den grossartigen Einfällen brillieren. Jeder Song ist ein Trip und bei „Augment Of Rebirth“ ist das nicht anders. Hier gibt es unglaublich viel zu entdecken, unglaublich viel Details und Ideen, dass einem der Kiefer runterfällt. Zum Beispiel die Bläser bei 3:40, oder die später auftretenden Klargesangspassagen. Und spätestens wenn die Tiergeräusche und die Zirkusmusik auftauchen, verabschiedet sich mein Gehirn, sodass hier nur eins zu sagen ist:
    10/10

    Fazit:
    Vielen Dank an Puritan für diesen tollen Sampler. Vorallem der (Post-)Hardcorebereich hielt einige Neuentdeckungen bereit, neben Frank Turner. Es scheint, dass es im Post-Hardcore noch so einiges zu entdecken gibt für mich, nachdem ich nun erfahren durfte, wie toll Thursday doch sind. Es war eine spannende Reise in Gefilde, in denen ich mich nicht allzu gut auskenne, die mir aber grösstenteil viel Spass bereitet haben. Dankeschön 🙂

    #6597079  | PERMALINK

    Daray

    Registriert seit: 18.04.2004

    Beiträge: 31,943

    Sampler von SirMetalhead

    Taake – Fra vadested til vaandesmed
    Symphony X – When All Is Lost
    Staind – Failing
    Riot – Crawling
    Primordial – Death Of The Gods
    Jag Panzer – Overlord
    Helheim – Dualitet Og Ulver
    Falkenbach – Runes Shall You Know
    Einherjer – Alter På Malmtings Blodige Voll
    Dream Theater – Build Me Up, Break Me Down
    Dornenreich – In allem Weben
    Cruachan – Pagan Hate
    Belshazzar – Das Urteil
    ICS Vortex – The Blackmobile

    Taake – Fra vadested til vaandesmed
    Taake sind bei mir recht gut bekannt. Ich selber habe die Doedskvad, die Nattestid und die Over Bjoergvin… im Regal stehen. Alles Scheiben, die ich gut gemacht finde, aber nicht viel mehr. Ein Blick auf iTunes bestätigt mir meine Erinnerung. Abgesehen von II auf der Over Bjoergvin… habe ich keinen einzigen Song als überdurchschnittlich gut eingestuft oder gar als super.
    Wohl auch ein Grund, dass es völlig an mir vorüber gegangen ist, dass Taake einen neuen Release draussen haben.

    Der Anfang ist recht melodisch aber auch sehr repetitiv und wenig aufsehenerregend. Daran ändert auch der Krächzgesang nichts oder die herausstechende Bassline. Mooooment. Bassline… so habe ich Taake aber nicht in Erinnerung. Keines der Alben die ich von Taake besitze hat eine trve kvlt statisches Rauschen Produktion, aber ebensowenig hat eines davon eine solche Hochglanzproduktion (im positiven Sinne) wie dieser Song hier.
    Etwas kurz bevor die 2 Minuten Grenze gebrochen ist, wechselt der Song den Charakter und wird von einem BM Song mit melodischen Gitarrenwänden zu Black’n’Roll. Oder zumindest das was ich darunter verstehe^^Und das weiss schon mehr zu gefallen. Nach zwei Minuten dreht der Song wieder die Richtung und holt den Rhythmus und die Melodie der ersten zwei Minuten wiederhervor. Diesmal ohne Gesang, dafür haben sie noch ein Keyboard ausgegraben und spielen darauf in einem grauenhaft billig klingenden Sound eine Melodie für die doch sicher zwei Finger erforderlich sind. Das sogar ich die Melodie nachspielen könnte, macht ja eigentlich nichts, denn die Idee ist eigentlich gut und die Melodie, die sich den Gitarren entlang bewegt aber ihnen nicht immer ganz folgt, würde den Song wirklich bereichern, aber die Soundauswahl ist voll daneben.
    Ich mochte wirklich den B’n’R Part und ich würde den letzten Teil mit dem Keyboard mögen, wäre der Sound anders gewählt. Aber so ist es Alles in Allem halt dann doch nur ein weiterer Taake Song. Eigentlich ganz gut, aber irgendwie auch ziemlich unspektakulär und innovativ wie schwarze Socken.
    Wertung: 6/10

    Symphony X – When All Is Lost

    Auch diese Band kenne ich. In meiner sammlung befindet sich jedoch nur die „The Divine Wings Of Tragedy“ und eine Live CD, die ich mal sehr billig gekauft habe. Die Divine Wings hat absolute Göttersongs drauf und daran liegt es wohl auch, dass es meine erste und einzige geblieben ist. Wann immer ich in ein anderes Album reingehört habe, dachte ich: das ist nicht so gut wie die Divine Wings und habe es wieder ins Regal gestellt.
    Nun also haben Symphony X wieder ein Album veröffentlicht und der Sir legt mir eines der Lieder davon in meine Playlist. Und um es kurz zu machen: es ist wieder derselbe Effekt.
    Und das obwohl dieser Song von der Art her doch schon recht weit entfernt ist von den Songs auf der Divine Wings. Sie haben Ihren Stil gewandelt aber dabei ihre Idendität nicht verloren. Einige Passagen sind unverkennbare Symphony X. Die Stimme des Sängers scheint sich etwas verändert zu haben, aber Metal-Archives sagt mir, dass es derselbe ist. Ich habe an der Stimme auch nichts auszusetzten, sie ist sehr angenehm und ausreichend markant.
    Den balladesken Einstieg in den Song mit dem Piano und den Konservenstreichern finde ich etwas langweilig. Ich habe das Gefühl der Song braucht eeeeewig um wirklich anzufangen (tatsächlich sind es nur 1:40). Einmal angefangen ist er dann auch noch recht konventionell. Recht behäbig geht es weiter bis dann bei 4:44 die Hammond Orgel und die komischen Rythmen ausgepackt werden und sich so die Spannung bei mir etwas steigert. Ab 6:30 und mit dem Einsetzen der Gitarrensoli und der Zunahme der progressiven Elemente, gefällt mir der Song dann sehr gut.
    Es ist ein Song den ich mir immer problemlos anhören könnte. Aber es ist kein Song den ich mir bewusst auflegen würde (abgesehen jetzt zur Bewertung dieses Samplers).

    Wertung: 5/10

    Staind – Failing
    Auch eine Staind CD befand sich mal in meiner Sammlung, ist aber dem grossen Ausmisten von 2010 zum Opfer gefallen.
    Der Sing ist im unteren Tempobereich angesiedelt und hat über weite Strecken extrem massentaugliche Melodien und einen Sänger mit einer Stimme, die einsame Sekretärinnen träumen lässt. Kurz der Song könnte im Radio auch nach Nickelback und den Foo Fighters laufen… aber nur, wenn der Sender bereit ist einige Hörer etwas hart ranzunehmen. Denn einige Passagen sind weitaus derber als man das sonst von Radio Rock gewohnt ist. Diese Stellen scheinen mir zum Teil sehr stark vom Grunge inspiriert.
    Ich habe gesagt der Song ist massentauglich und ich will mich da nicht ausnehmen. Ich kann mir das wirklich gut anhören. Aber auch hier gilt ähnliches wie für den Symphony X Track. Ich muss und will diesen Song eigentlich nicht wirklich in meiner Musiksammlung haben.

    Wertung: 5/10

    Riot – Crawling
    Jetzt eine Band, die ich nur vom Namen her kannte. Wobei ich gestehen muss, dass ich vor dem Anhören nicht einmal mehr wusste welches Genre bedient wird.
    Geboten wird traditioneller Metal orientalisch angehaucht. Auch hier wieder eher langsam bis Midtempo. Der Sänger macht nichts falsch. Etwas mehr Dreck in der Stimme hätte zwar mehr meinem Geschmack entsprochen, aber ich kann auch mit dem was er hier bietet gut leben. Ich bezweifle aber, dass ich ihn wieder erkennen würde.
    Was wirklich schlimm ist, das ist das Songwriting. Es ist unglaublich langweilig. Und bei einem langweiligen Song müssen die Musiker schon aussergewöhnlich exzellent sein, dass da doch noch was draus wird.
    Hier bleibts ein Song, dem jegliches Highlight, jegliche Spannung fehlt. Ich musste mich wirklich zwingen den Song mehr als zweimal anzuhören.

    Wertung: 3/10

    Primordial – Death Of The Gods
    Ah, Primordial. Bis auf das dritte Album und die neue Veröffentlichung, die ich verpasst habe, steht jedes Album von ihnen bei mir im Regal, wobei The Gathering Wilderness mein Favorit ist.

    Wie alle Songs vorher ist auch dieser Song in gemässigtem Tempo gehalten. Aber hier keinerlei Spur von langeweile. Der Song ist episch as fuck. Sowohl vom Songwriting als auch von den Lyrics her, die wie immer von dem Mann mit dem komischen Namen gesungen werden in einer markanten Stimme in der immer ein Hauch von Verzweiflung steckt. Der Song zieht mich so mit rein, dass ich es kaum glauben konnte, als ich sag dass er 9 Minuten und ein paar Zerquetschte dauert. Ich hätte auf 4 Minuten getippt.
    Dabei können die hymnischen Melodien nicht darüber hinwegtäuschen, dass ist das Songwriting eigentlich recht simpel und kaum Abwechslung zu finden ist. Ich denke, wenn man alle Wiederholungen streicht kommt man auf etwa 30-45 Sekunden Musik (dies ist eine reine Behauptung, geäussert ohne jegliches musikalisches Fachwissen).
    Aber ganz ehrlich, es könnte mir nicht egaler sein. Ein Song muss im Ohr gut wirken, nicht auf dem Papier. Und das tut dieser in meinem Ohr sehr intensiv.

    Wertung 9/10

    Jag Panzer – Overlord
    Jag Panzer kenne ich von einigen wenigen Songs. Und nie hatte ich das Bedürfnis dies zu ändern.
    Gespielt wird traditioneller Metal dezent erweitert mit einer Geige (oder Bratsche?).
    Damit ist alles gesagt. Wirklich. Klingt wie tausende andere. Handwerklich absolut prima. Die Geige dürfte aber stark unterfordert gewesen sein mit den paar Tönen. Vermutlich wurde die Geigenmelodie am Keyboard geschrieben und nicht von einem Geiger. Wäre der Melodiebogen der Geige interessanter, hätte das noch was reissen können, aber so muss der Song dafür büssen, dass ich einfach schon zu viel ähnliches gehört habe.

    Wertung: 5/10

    Helheim – Dualitet Og Ulver

    Die Band ist mir ebenfalls bekannt. Die „Av Norron Aett“ und die „Yersinia Pestis“ sind in meinem Besitz.
    Ich würde das als hymnischen Black Metal bezeichnen, was ich hier höre. Und es gefällt. Die Produktion ist nicht gut, aber der Musik angemessen vermittelt sie Kälte. Vielleicht ist es auch nicht angemessen, denn da ich die Sprache nicht beherrsche, könnten die Lyrics auch vom Auftragen von Sonnencreme auf leichbekleidete Strandschönheiten handeln.
    Der Song macht eigentlich vieles richtig, aber etwas abwechslungsreicher dürfte er Song sein. Gerade die Drums sind etwas öde. Und wenn es dann mal Abwechslung gibt wie bei 2:44 wirkt der Übergang etwas arg holprig.
    Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist das Gekrächze, es haut mich nicht vom Hocker.

    Wertung: 6/10

    Falkenbach – Runes Shall You Know
    Nur ein Album von Falkenbach steht in meinem Regal, nämlich „Ok Nefna…“, doch in den vergangenen 8 Jahren scheint nicht viel im Hause Falkenbach passiert zu sein. Du Grundzutaten blieben unverändert. Sehr hymnische Melodien voller Fern- oder wahlweise Heimweh, gemässigtes Tempo, wenig Härte, Klargesang. Ich weiss nicht wie der Mann aussieht, der singt, aber in meinem Kopf ist es Mann nordischen Aussehens um die Dreissig mit zwei Zöpfchen, die ihm das Gesicht rahmen. Er steht auf an einer Steilküste und blickt aufs Meer hinaus. Hab ich immer im Kopf das Bild wenn ich Falkenbach höre.
    Und Musik die Bilder auslöst ist immer gut.

    Wertung: 8/10

    Einherjer – Alter På Malmtings Blodige Voll
    Ich hatte mal die „Dragons Of The North“. Jetzt nicht mehr. Ich habe keine Ahnung mehr, wie die geklungen hat. Aber anscheinend nicht überzeugend genug.
    Kann mir nicht vorstellen, dass die qualitativ oder stilistisch so war, wie dieser Song hier mit dem Titel, der nach irgendwas klingt, das ein besoffener deutscher Jugendlicher sagen würde. Denn der Song ist doch gar nicht übel. Viking Metal, gute Mischung aus melodiegetragen und rhythmusgetrieben und so ein bisschen der zu Jähzorn neigende harte Bruder von vorherigem Falkenbach Song.
    Der Song ist abwechslungsreich ohne inkohärent zu wirken, Produktion passt, Instrumente passen, Kreischmensch passt.
    Eine solide Leistung

    Wertung: 8/10

    Dream Theater – Build Me Up, Break Me Down
    Dream Theater kann man ja fast nicht nicht kennen. Denn sie schaffen es wie wenige Progressivität und Eingängigkeit zu verbinden, so dass man es auch als Nicht-Musiker geniessen kann.
    So auch in diesem Song. Der aus recht unterschiedlichen Elementen besteht und manchmal ( z.B. ab 4:02) sogar ein wenig nach Rammstein klingt… Aber diese Diversität passt schlussendlich dann doch wieder zusammen.
    Es ist für mich kein Übersong, ich hätte nichts verpasst, wenn ich gestorben wäre ohne ihn zu hören, aber er unterhält mich.
    Er gibt mir aber auch Kopfzerbrechen. Denn eigentlich wollte ich ihn mit 7/10 bewerten, aber würde ich ihn mir eher anhören als den Taake Song oder als den Helheim? Nein, würde ich nicht.

    Wertung: 6/10

    Dornenreich – In allem Weben
    Dornenreich sind eine der Bands deren Beliebtheit ich einfach nicht nachvollziehen kann. Ich hatte es versucht, mir „Nicht um zu sterben“ und „Her von welken Nächten“ gekauft und fand sie einfach nur grauenhaft. Gerade die „Knüppelparts“ fand ich bei Dornenreich extrem schlecht gemacht. Für mich hatten die Songs null Atomsphäre, sie haben mich nur genervt.

    Bei diesem neuen Song ist es ein bisschen anders. Er erinnert mich vor allem an irgendeinen anderen Song einer anderen Band (nicht deutschsprachig,) aber ich komm nicht drauf.
    Die Drums nerven auch hier in den schnellen Parts. Die Geige schafft etwas Abwechslung, der Gesang stinkt.
    Aber das kann ich mir doch schon besser anhören als die alten Alben.

    Wertung: 5/10

    Cruachan – Pagan Hate
    Hui hier gehen Cruachan aber heftiger zu Werke, als ich sie sonst kenne. Naja, mit dem Titel Pagan Hate kann man ja auch kaum eine Ballade à la „Ride On“ erwarten. Aber das hier ist ein BM Song und erst in der Mitte des Songs kommt dann das Folk Element in Form einer bzw. mehrerer Geigen ins Spiel.
    Eines steht auf jeden Fall fest: das ist qualitativ um Welten besser als frühere Versuche der Band in ähnlichen Gefilden.
    Der Song ist ziemlich cool, aber definitiv nicht dass, was ich erwartet habe. Macht definitiv Lust sich das ganze Album mal anzuhören.

    Wertung: 8/10

    Belshazzar – Das Urteil
    Argh… das ist jetzt hart… denn ich mag Malte ja sehr. Aber Tatsache ist: sein Gesang bei diesem Song ist unerträglich. Ich habe die s/t von Belshazzar und da habe ich kein Problem mit dem Gesang. Aber das hier… ganz ehrlich, wäre es nicht für diesen Sampler gewesen, ich hätte den Song nach Sekunde 38 ausgemacht.
    Der Gesang ist so dominant und penetrant, dass ich mich auch ernsthaft schwer tu, meine Konzentration auf die Musik zu lenken. Was ich aber davon mitkriege finde ich eigentlich richtig gut. Die Drums (Drumcomputer nehme ich an?) klingen etwas komisch, aber der Rest ist wirklich gut.
    Es ist schade, aber in der Form, kann ich mir das nicht geben und für etwas, das ich mir auf keinen Fall anhören möchte gibt es eigentlich nur eine Note. Trotzdem gibt es noch einen Sympathie-Bonus-Punkt. Ist wirklich nicht böse gemeint, Malte, aber dennoch:

    Wertung: 2/10

    p.s. @Malte: falls du den Song noch als Instrumental hast, kannst du ihn mir zukommen lassen, dann gibt’s noch eine Alternativbenotung^^

    ICS Vortex – The Blackmobile
    ICS Vortex hat also ein „Solo Album“ veröffentlicht. Dabei weicht er nicht gross vom Arcturus/Borknagar Pfad ab. Soll an dieser Stelle aber keine Reklamation sein, denn Blackmobile hat nicht nur einen coolen Namen, sondern der Song selber noch wesentlich cooler.
    Sehr unterhaltend, aber – und das sage ich nun wirklich äusserst selten – zu kurz. Der Song ist abwechslungsreich und hätte locker eine bis zwei Minuten mehr Spielzeit hergegeben.
    In das Album werde ich definitiv mal reinhören.

    Wertung: 9/10

    Fazit: Ich habe mich selber dieses Jahr nicht so extrem mit Metal beschäftgigt und promot die neue Primordial verpasst. Die kommt mir sicher ins Haus. Einige andere werden wohl mal genauer geprüft.
    Danke SirMetalhead, ich wusste mit dir als Sampler-Donator muss ich nicht viel leiden :mrgit:

    --

    Treat everyone the same until you find out they're an idiot. http://www.last.fm/user/daray
    #6597081  | PERMALINK

    palez

    Registriert seit: 04.01.2007

    Beiträge: 10,795

    Seit genau 3:00 Uhr morgens bin ich wach. Zeit, etwas mit meinem Leben anzufangen und etwas gegen Lazarus‘ Sampler zu unternehmen.

    Playlist of the Dead:

    1. Cynic – Carbon Based Anatomy
    2. Dark Suns – Ghost
    3. Tesseract – Acceptance – Concealing Fate Part One
    4. Devin Townsend Project – Sumeria
    5. Between the Buried and me – specular reflection
    6. Obscura – Prismal Dawn
    7. Vildhjarta – shadow
    8. Vallenfyre – desecration
    9. Necros Christos – Necromatik Nun
    10. Amorphis – Crack in a Stone
    11. Moonsorrow – Huuto
    12. Nucleus Torn – Death’s Triumphant
    13. Defeater – Quiet the Longing
    14. Light Bearer – Prelapsus
    15. Lantlôs – Intrauterin

    Los geht es mit den mit dem Fortlauf ihrer Karriere scheinbar immer jünger werdenden Cynic und „Carbon Based Anatomy“, wie ich hier gelernt habe, dem Titelsong ihrer aktuellen EP. Für Death Metal ist hier kein Platz mehr, für Metal generell auch nur sehr wenig, damit und mit dem Vocoder sind auch die Nerdträume von „Focus“ verschwunden. Gleichzeitig klingt der Song entschlackter und fokussierter als alles, was ich von „Traced In Air“ in Erinnerung habe. Was bleibt dann von Cynic übrig? Sehr feingliedriger und hypnotischer, progressiv angehauchter, metallisch glänzender Rock, bei dem die eigenartig (gut eigenartig!) junge Klargesangsstimme die Brücke zur Vergangenheit sprengt. Cynic sind angekommen „in absentia“ (so um 2007 rum habe ich diesen alternativen Kuschelprog öfter gehört und mir wären bessere Vergleiche eingefallen). Die Bassarbeit klingt angenehm nach den 90ern, wenn sie sich am Anfang aus dem Nichts anschleicht, die zart Luft aufwirbelnden Drums schicken das Stück in weit entfernte Sphären. Vorsichtig und gewissenhaft arbeitet man aber auch an der Songdramaturgie, ohne den Mindestabstand zwischen Füßen und Boden zu vergessen. So ergibt das Solo am Ende genauso viel Sinn wie die gelegentliche Chorunterstützung und die minimal schwereren Gitarren.
    Fand ich schön, werde mir die EP mal anhören, hoffe, dass die Tendenz für ein eventuell kommendes weiteres Album beibehalten wird.

    Ist es falsch, sich an keinen einzigen Ton einer Band erinnern zu können und sie trotzdem in einer bestimmten mentalen Schublade zu behalten? Hier die Schublade „lascher Düsterprogmetal“, Karteikarte „Opeth-Kopisten“. Irgendetwas muss ich beim Sortieren damals richtig gemacht haben, denn einige Jahre nach „Existence“ ist Opeth immer noch der erste Bandname, der mir bei Dark Suns einfällt. Ich muss ihnen dabei zugestehen, dass sie die Verbeugung auf „Ghost“ gar nicht mal so ungeschickt gestalten. Der Vibe ist eigentlich immer da, aber schwer bis unmöglich zu fassen. Vermeintliche Déjà-vu-Momente zerrinnen einem zwischen den Fingern. Nach einem versucht breitbeinigen Einstieg mit einer lustigen Schweineorgel ist die jazzig angehauchte Pianoklimpereinlage gleich der erste davon. Sie klingt so schmückend wie nutzlos. Ein bisschen besser und eleganter wirkt sie im Hintergrund, wenn der suggestiv harmlose Klargesang die Ohren mit Goldfäden umwickelt. Wird Progrock/Metal eigentlich auf dem Wiener Opernball gespielt? Sollte man sich vielleicht mal überlegen, hierzu kann man sicher gut tanzen. Zwischendurch wird es immer wieder lauter und der Sänger klingt fortan vor allem wie eine nicht überkandidelte Version von Daniel Gildenlöw (Pain of Salvation, aber als sie sich noch nicht in Feinrippunterhemden auf die Straße trauten). Angst haben, dass der Boden unter den eigenen Füßen plötzlich wegbricht, braucht man aber nicht, das Stück ist sehr fließend und die Taktvariationen zaghaft und überschaubar. Ganz zum Schluss kann die fette Orgel nochmal Pluspunkte sammeln und fertig ist ein Song, an dem ich nichts zu beanstanden habe und den ich mir hiernach vermutlich nicht wieder anhören werde.

    Die folgende Anmerkung ist nicht als Kritik an der Songreihenfolge oder als Verbesserungsvorschlag zu verstehen, denn mir ist aufgefallen, dass diese dir wirklich ausgesprochen gut gelungen ist. Aber es wäre für mich wahrscheinlich praktischer gewesen, wenn Vildhjarta vor Tesseract an der Reihe gewesen wären, denn dann hätte ich die gesamte Songrezi daran aufziehen können, wie man es richtig macht (umgekehrt ist irgendwie nicht so das Wahre…). Okay. Aber anstatt zu sagen, dass sie es besser machen, kann man ja sagen, dass die Gallionsfiguren der, äh, Djent-Szene (gibt es die schon?) ihre Sache einfach sehr gut machen. Natürlich finden hier taktgewordene Matheaufgaben und Beweisführungen zum Thema technisches Können statt, aber nichts, wovor ich bei Prog/Math Metal Angst habe. Das mit Synthesizer gespielte Leitmotiv (ja, ich nenn’s hier mal so) klingt wie der Prolog zu einer langen Geschichte, und im Grunde haben Tesseract damit schon bei mir gewonnen. Es folgt die wahrscheinlich obligatorische Meshuggah-Polyrhythmikhirnmassage, böses Metalcoregeschrei, das nicht stört, und ein Ausblick darauf, wie frühe Linkin Park und ex-zeitgenössischer Mädchenemocore hätten klingen können, wenn sie würdevoll älter und weiser geworden wären. Das wirklich Besondere und Faszinierende sind hier aber nicht die Bestandteile selbst, sondern ihre Summe. Die Kunstfertigkeit dieser Komposition ringt mir tatsächlich höchsten Respekt ab. Hier gibt es keine Nahtstellen, jeder Part ist so sehr an der richtigen Stelle, dass ich ihn gar nicht mehr als Part wahrnehme. „Acceptance – Concealing Fate Part One“ atmet, pulsiert, lebt, es könnte all diejenigen Lügen strafen, die Prog Metal Atmosphäre und emotionale Ausdruckskraft absprechen. Grund dafür ist vor allem das bewundernswert geschickte Einbinden dieser sehr einfachen verwunschenen Leitmelodie, die von Variationen und Nebenschauplätzen flankiert wird und am Ende zu einem großangelegten Finale auswächst. Nicht einmal der gelackte Sound und das knabenhafte Timbre des Sängers gingen mir hier auf die Nerven. Überraschend großartig (beim Erstkontakt habe ich noch eher verhalten reagiert, glaube ich), wird umgehend weiter verfolgt.

    Wo wir grad bei gelungenen Übergängen waren…der folgende ist zumindest abenteuerlich, ergibt auf eine nicht näher bestimmbare Weise jedoch tatsächlich Sinn. Dem kontemplativen Chromprog von Tesseract wird nun der latent wahnsinnige Chelsea Smile-Prog von Devin Townsend gegenübergestellt. Wobei „Sumeria“ mich darin auch irgendwie enttäuscht. Zu sehr ist das musikalische Gerüst ein behäbiger Hybrid aus entseeltem, elektrofiziertem Modern Metal-Gestampfe und Dimmu Borgir-an-die-Wand-Chören, zu lange bleibt alles auf gleichem Lautstärke- und Intensitätslevel. Innerhalb dieser Materialschlacht werden zwar durchaus auch sehr brauchbare Melodieansätze verschleudert, die der Chose den antizipierten Rummelplatzwahnsinn beimischen. Aber es hilft wenig: Dieses tonlose virile Braten der Gitarren ist bei derart maßlosem Einsatz ein absoluter Stimmungskiller. Okay, „schlecht“ oder auch nur „belanglos“ will ich es nicht nennen (der Kommentar ist als Kapitulation und nicht als Verriss zu lesen), aber ermüdend ist es und absolut die falsche Musik im falschen Moment. Da halte ich mich im Zweifelsfalle lieber an sein Dancepop-Album mit Anneke van Giersbergen.

    Auch wieder so ein famoser Übergangsmoment: An die letzte Minute von „Sumeria“, dominiert von ankündigenden Synthies, sonniger Akustikgitarre und jungenhaftem Klargesang, schließt „Specular Reflection“ mit böse verstimmtem Klavier, paranoiden Pizzicato-Streoichern und gruseligen Blechbläsern an. Dass der HevyDevy-Song längst aufgehört und der Between the Buried and Me-Song angefangen hat, merke ich erst nach ungefähr einer Minute, als die Band effektvoll unerwartet ihr Death Metal-Programm abzuspulen beginnt.
    Okay, kennt man ja schon von „The Great Misdirect“, die sitzt man aus und kommt irgendwann an die verdiente Karamellfüllung. Der erste interessante und vielversprechende Part kommt kurz vor der zwei-Minuten-Marke, da fällt dem Bassisten nach seinem großen Auftritt der Scheinwerfer auf den Kopf. Ansonsten halt wie immer: Eine dezidiert moderne Auslegung von Death Metal, die Cut-Up-technisch Subgenre-Querverweise einbaut und um die Geschichte der Band (irgendwas mit Core, sagen die Banausen) weiß. Virtuose, aber brutal tonlose Krakenarmmusik, die alles weiß und gesehen hat, sich windet und im Sekundentakt neu erfindet, aber zumindest in meinem Kopf nichts ergeben will. Der erste Cleangesangsversuch geht dann auch entsprechend unter, ein kurzer, aber grundloser Blick Richtung Sonnenuntergangspanorama, und dann geht’s auch schon weiter mit Zermürbung und Kopfschmerzen. Leider gelingt der Band der clean gesungene Refrain diesmal nicht so spektakulär wie zum Beispiel auf „Swim To The Moon“. Doch bei 4:45 erfüllen sich die hohen Erwartungen; auf erwartungsvoll angespanntem Drumfundament und vibrierender Tool-Bassline löst das Stück sich vom Boden, Sänger Tommy Rogers schaut in einen leuchtenden Himmel. Auf dieser Welle von Wärme und Hochgefühl schwebt zeitweise sogar die spätere Death Metal-Attacke kurzzeitig dahin, bis man irgendwann doch noch mit dem Gesicht auf heißem Asphalt aufschlägt. Aber ab hier gerät sogar das einigermaßen mitreißend. Nach der neun-Minuten-Marke erschließt sich die Band nochmal die Möglichkeit eines erneuten Höheflugs, verpasst diese und schließt „Specular Reflection“ mit dem Refrain ab, der dem Song nicht gerecht wird. Und so Geräuschen halt.

    Ach Mensch, man kann nicht sagen, dass ich es nicht versucht hätte. Wahrscheinlich ist ihre Interpretation von Death Metal ziemlich einwandfrei und technisch wie kompositorisch bewundernswert, aber meine Ohren sind halt leider taub für sowas. Und natürlich sind Between The Buried and Me eine überaus spannende und talentierte Band, aber sie werden vermutlich nie wirklich meine sein.

    Okay, ich gebe zu: Vor Obscura hatte ich im Vorfeld vermutlich am meisten Angst. Vorurteile sind nicht nett, ich weiß, aber wir haben uns einfach komplett auseinandergelebt, der Progressive Death Metal und ich. Nicht grad die besten Vorzeichen, möchte man meinen, aber andererseits wird man mit einer so niedrigen Erwartungshaltung manchmal umso schöner überrascht.

    Der Anfang ist noch ein geschickter und durchaus zweckdienlicher Etikettenschwindel. Die Einleitung ist so ein Opeth-meets-Mastodon-Part mit angespannter Akustikgitarre und Märchenonkelmelodie, die schließlich in irgendetwas Lauteres und Gitarrenschülerartiges, aber nichtsdestotrotz Hochmelodisches umschlagen. Ich wusste erst nicht, ob ich das richtig oder billig finden sollte, aber angesichts dieses beispiellos flüssigen Überganges beantwortet sich die Frage eigentlich von selbst. Aus der Einleitung habe ich die Grundentspanntheit in den Prog Death-Mainpart mit rübergenommen, aber der ist auch ohne abschweifende Gedanken zu meiner großen Überraschung ziemlich unterhaltsam. Das Gaspedal wird recht plötzlich ganz durchgetreten, und schon befindet man sich in einem Cabrio mit zerschlagener Frontscheibe und 200 km/h auf der schlaglochversehenen Hauptstraße der Hölle – als Geisterfahrer. Es gibt durchaus weniger spaßige Möglichkeiten, seinen Freitagabend zu verschwenden. Natürlich geht auch hier nichts ohne fliegende Wechsel im Rhythmusbereich, eine aus der Reihe tanzende Bassrampensau, Soli und andere Sperenzchen, aber man hat nie den Eindruck, dass die Qualität des Songs von der Band vorab daran gemessen wurde. Es ist adrenalintreibend, aber überhaupt nicht anstrengend, weil die einzelnen Glieder so sorgsam und konzise gleich Perlen auf dem roten Faden aufgezogen wurden. Einzig das etwas unmotivierte Ende finde ich komisch; der vorangegangenen Hyperaktivität wird das Feedbackrauschen irgendwie nicht gerecht.

    Gefällt mir wesentlich besser als erwartet. Wenn ich nicht mehr so wahnsinnig müde bin (wie gesagt, auf die Sekunde genau um drei Uhr nachts aufgewacht), höre ich da mal intensiver rein.

    Okay, was wollte ich sagen…müde…müde…ich dürfte das erste Mal in meinem Leben froh darüber sein, dass ein Song lediglich 3:38 Minuten dauert. Vildhjarta (ich höre doch keine Bands, deren Namen ich nicht aussprechen kann!) zeigen uns, wie Djent nicht…na gut, wie Djent auch geht, während des Tesseract-Reviews hatte ich definitiv mehr Anlass, über „Shadow“ zu schimpfen. Auch die hier haben ein hübsches und stilvolles Synthie-Intro, welches seinem Potential zum Trotz hier aber in den Hintergrund verbannt wird. Ganz vorne im Wahrnehmungsfeld dürfen die Meshuggah-Gitarren (Bestimmt kann keine Band aus dem Bereich diesen Vergleich mehr hören. Entschuldigung!) wieder ran, sie winden sich und fräsen durch den eigenen Aluminiumüberzug, während offenbar zwei zugegebenermaßen talentierte Vertreter ihrer Zunft sich beim Keifen abwechseln. Was ich an diesem Song mag, ist die Schwere, beziehungsweise: Ich würde sie mögen, wenn ich gerade nicht ziemlich starke Kopfschmerzen hätte. Was mich stört, ist die klinische Sauberkeit, die „Shadow“ weder überwinden noch zum eigenen Vorteil umdeuten kann.
    Und bei ungefähr 2:20 Minuten geschieht etwas Seltsames. Wirklich ganz wunderbare melodische Gewitterwolken verdecken den Himmel, zumindest kurzzeitig bekommt der Song eine für mich nachvollziehbare Atmosphäre. Und doch: Wie die Melodie in die klangliche Umgebung eingelassen wurde, hat etwas Unnatürliches. Und mit der Art, wie sie sie im weiteren Songverlauf (nicht wirklich) verarbeitet, verspielt die Band viele Chancen. Schade-Marmelade.

    Das klingt jetzt zugegebenermaßen alles viel mehr nach Verriss, als ich eigentlich beabsichtigt hatte. Die meiste Zeit über fand ich den Song ja sogar gut (jetzt grad nicht, okay, aber sonst…), aber er hat es vorerst nicht geschafft, bei mir Interesse für die Band zu erwecken. Passiert.

    Weil ich ein Weichei bin, ist hier erstmal Schluss. Den zweiten Teil gibt’s auch irgendwann. Bestimmt.

    #6597083  | PERMALINK

    SirMetalhead
    Moderator

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    Beiträge: 30,318

    @ Daray: Hui, schön geschrieben. Hab mir noch überlegt, den Sampler abzuändern, als du gezogen wurdest (also den traditionellen Metal rauszunehmen), aber dann wärs ja langweilig 🙂 Insgeheim wusste ich natürlich, dass man dich damit nicht sondernlich beeindrucken kann – nicht weiter tragisch :haha:
    Dass dir Symphony X nicht gefallen, kann ich verstehen, wenn The Divine Wings Of Tragedy deine Messlatte ist. Diesen frischen und unbekümmerten Charme haben sie leider nicht mehr. Das neue Zeug ist härter und finsterer, weswegen ich mich für diesen Song entschieden habe. Zwei Minuten weniger hätten mir hier allerdings auch genügt.
    Umso mehr freut es mich natürlich, dass mit Primordial, ICS Vortex, Cruachan, Einherjer und Falkenbach wenigstens ein paar Tracks auf dem Sampler waren, die dir gefallen haben.

    Daray Helheim – Dualitet Og Ulver
    Ich würde das als hymnischen Black Metal bezeichnen, was ich hier höre. Und es gefällt. Die Produktion ist nicht gut, aber der Musik angemessen vermittelt sie Kälte. Vielleicht ist es auch nicht angemessen, denn da ich die Sprache nicht beherrsche, könnten die Lyrics auch vom Auftragen von Sonnencreme auf leichbekleidete Strandschönheiten handeln.

    😆 vielen Dank, diese Bilder muss ich beim Hören erstmal wieder loswerden.

    Daray
    Einherjer – Alter På Malmtings Blodige Voll
    Ich hatte mal die „Dragons Of The North“. Jetzt nicht mehr. Ich habe keine Ahnung mehr, wie die geklungen hat. Aber anscheinend nicht überzeugend genug.
    Kann mir nicht vorstellen, dass die qualitativ oder stilistisch so war, wie dieser Song hier mit dem Titel, der nach irgendwas klingt, das ein besoffener deutscher Jugendlicher sagen würde. Denn der Song ist doch gar nicht übel. Viking Metal, gute Mischung aus melodiegetragen und rhythmusgetrieben und so ein bisschen der zu Jähzorn neigende harte Bruder von vorherigem Falkenbach Song.

    haha, solche Aussagen können auch nur im Userbattle entstehen. Ingesamt muss ich sagen, dass du dir mit der Bewertung sichtlich Mühe gegeben hast. Das mit Maltes Song ist natürlich dumm gelaufen – hatte nicht vor, so eine Reaktion zu provozieren. Mir gefällt der Song eigentlich ganz gut. Wenn dich der Gesang dort schon stört (ne Instrumentalversion fänd ich im Übrigen auch sehr reizvoll!), dann solltest du mal die neue Hören 😈

    Wie auch immer – gut gemacht, hat mich gefreut 🙂

    #6597085  | PERMALINK

    Lazarus_132

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    Beiträge: 19,104

    palezSeit genau 3:00 Uhr morgens bin ich wach. Zeit, etwas mit meinem Leben anzufangen und etwas gegen Lazarus‘ Sampler zu unternehmen.

    *viel cooles geschreibsel*

    Weil ich ein Weichei bin, ist hier erstmal Schluss. Den zweiten Teil gibt’s auch irgendwann. Bestimmt.

    Ha coole Sache, ich hätte ehrlich gesagt nach deinen Worten vorab mit ner schlechteren „Wertung“ der Songs gerechnet. Besonders freut es mich, dass dir der Tesseract und der Cynic Song gefallen. BTBAM sind natürlich recht speziel und daher eben ziemliche Geschmackssache bei Vildhjarta kann ich deine Worte ebenso nachvollziehen. Beim Devin Townsend Project habe ich extra diesen „Allstar-song “ genommen da dort noch der Gojira und der Cyic Sänger (da am ende weisste?) auftauchen. An sich ist das Album aber schon Abwechslungsreicher. Das hier ist eher einer der geradlinigen Songs. Die einzige Sache die ich nicht so recht nachvollziehen kann ist dein Opeth vergleich bei Dark Suns. Ich finde die Leute haben sich da schon meilen weit von entfernt. Beim ersten Album war es natürich noch mehr als deutlich aber jetz? Nunja ich habe das Album auch schon zig mal gehört und daher habe ich da sicher auch eine andere Wahrnemung was das angeht.^^
    Übrigens find ich es auch toll dass es dir aufgefallen ist wie ich versucht habe den Sampler möglichst flüssig klingen zu lassen. Das war anhand der (vor allem im 2. Teil) ziemlich unterschiedlichen Stilistiken doch recht schwer.
    Ich bin mal gespannt was du zum Rest sagen wirst. 🙂

    --

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    #6597087  | PERMALINK

    attoparsec
    Moderator

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    Beiträge: 4,613

    So, ich hab den Sampler von mors_lucis bekommen… mehrheitlich Bands aus dem Black Metal, ansonsten nur wenige Ausreißer in Genrefremdes. Die meisten Bands kenn ich schon/irgendwie/vom Namen. Kein wirklich langer Titel dabei, oft sind sie recht kurz gehalten. Die Tracklist im Einzelnen:

    01. absu – earth ripper – abzu
    02. obscura – septiagint – omnivium
    03. forgotten tomb – spectres over venice – under saturn retrograde
    04. raate – sameaa vettä – menetyksen tie
    05. kampfar – nattgang – mare
    06. alda – in the wake of an iron wind – tahoma
    07. ghost brigade – breakwater – until fear no longer defines us
    08. shining – i nattens timma – född förlorare
    09. opeth – slither – heritage
    10. wolves in the throne room – astral blood – celestial lineage
    11. skeletonwitch – the infernal resurrection – forever abomination
    12. burzum – vanvidd – fallen
    13. the brains – apres cette nuit – zombie nation
    14. taake – nordbundet – noregs vaapen
    15. vinterbris – the unrested – vinterbris

    01. Absu – Earth Ripper

    Trommeln, ein Schrei, der von Rob Halford stammen könnte. Spielen Absu nicht Black/Thrash? Dachte ich zumindest – doch dafür klingt der Titel zu gemäßigt und hat einen recht progressiven Einschlag. Der Trommler verrichtet eine ordentliche Arbeit. Technisch recht anspruchsvoll, aber irgendwie rauscht der Titel nur so an mir vorbei, es bleibt nichts hängen. 04/10

    02. Obscura – Septiagint

    Hm, ist das nicht ne deutsche Band? Kenn ich irgendwoher… Egal. Titel beginnt stimmungsvoll mit Akustikgitarre, dann mit einer netten Melodie – und schon wird losgebrettert. Technischer Death Metal, knackig gespielt, nicht zu verfrickelt. Oh, kleines Zwischenspiel mit Akustikgitarre und Klargesang. Nicht allzu lange aufgehalten, und schon geht es weiter. Schönes kleines Solo der Leadgitarre, hätte durchaus etwas länger sein dürfen. Generell bin ich zwar nicht der große Technical-DM-Fan, aber der Titel ist nicht allzu sperrig/frickelig, und zusammen mit den Auflockerungen auch nicht wirklich anstrengend. 06/10

    03. Forgotten Tomb

    FT spielen doch Black/Doom? Offenbar, denn der Anfangsriff hört sich genau danach an. Die Akustikgitarre als Begleitung gefällt. Titel gefällt mir bisher ganz gut. Schöne Leadgitarre. Break, Akustikgitarre – noch kurz hört sich der Track wie in der ersten Hälfte an, aber der Black-Anteil verschwindet dann fast komplett, und zum Vorschein kommt fast klassischer Heavy/Doom. Interessante Wendung. Ich hab irgendwie das Gefühl, der Titel könnte insgesamt noch einen Tick besser sein, dennoch: 07/10

    04. Raate – Sameaa Vettä

    Raate mal, was das sein könnte… Folk/Pagan/Black Metal. Erinnert stellenweise an Bergtatt von Ulver, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. BM-typischen Gesang gibt es keinen zu hören, nur Klargesang. Der Titel plätschert an mir irgendwie vorbei, ohne Höhepunkte, ohne Abwechslungen in Tempo oder Gesang. Auch die Instrumentierung ist recht dünn gehalten. Wenn das vor 15 oder vielleicht 10 Jahren erschienen wäre, wärs sicher nicht schlecht, für 2011 ist das aber einfach zu simpel gestrickt. Daher nur 03/10

    05. Kampfar – Nattgang

    Die Gitarren sägen (mitunter melodisch), der Sänger knurrt, der Schlagzeuger spielt immer das Gleiche – passiert da noch was? Ah, ein Break, jetzt vielleicht? Ne, geht so weiter wie bisher. Abwechslung Fehlanzeige. Für Genrefreunde ganz nett, aber mit etwas Anspruch muss man sagen, dass der Titel einfach zu eintönig ist. 04/10

    06. Alda – In the wake of an iron wind

    Die Band kenn ich nicht, weiß also nicht, was mich erwartet. Akustikgitarre, der Wind rauscht im Hintergrund, Trommeln. E-Gitarre setzt ein, und urtümlicher Black Metal stürmt los, der an frühe WITTR erinnert. Leicht verwaschener Sound, simpel gehaltenes Schlagzeug, Riffs der Sorte ‚einfach, aber effektiv‘, insgesamt recht hymnisch. Hier herrscht keine Eiseskälte wie bei den meisten nordischen Vertretern, eher lodert das Feuer, das Leben pulsiert… der Titel gefällt mir. 08/10

    07. Ghost Brigade – Breakwater

    Recht kratziger Beginn. Musikalisch kann ich das noch nicht einordnen. Doom/Death der melodischen Sorte? Hm. Atmosphärisches Zwischenspiel. Weiter geht es, aber nach kurzer Zeit wechselt sich die kratzige mit einer melodisch gehaltenen Passage ab. Von der Instrumentierung und Songaufbau her ist das zweifelsfrei gut gemacht, aber irgendwie will mir das nicht gefallen. 05/10

    08. Shining – I nattens timma

    Shining spielen doch (grob gesagt) DSBM? Klavierintro. Klargesang. Akustikgitarre. War wohl nix mit BM. Ich schätze, den Titel muss man im Albumkontext sehen? Ganz nett, aber sonst… 03/10

    09. Opeth – Slither

    Die Frühwerke von Opeth gefallen mir eigentlich ganz gut, hab aber gelesen, dass sie mit dem aktuellen Album jegliche Überreste von Death Metal über Bord geworfen haben. Was ja nicht schlecht sein muss. Zu hören bekommt man … ja, was denn? Progressive Metal? Progressive Rock? Ich weiß es nicht. Der Titel wirft einen ordentlichen 70er-Schatten. Ganz nett, aber irgendwie begeistern kann mich der Titel nicht. 05/10

    10. Wolves in the throne room – Astral Blood

    Gut, den Titel kenn ich, hab auch ein Stück des Albums auf meinen Sampler gepackt. Ein Riff baut sich auf, und schon beginnt der durchaus rasante Teil. Auch die wenigen Synths im Hintergrund tragen zur Atmosphäre bei. Nach einem kurzen Zwischenspiel mit Akustikgitarre, durch Wind unterlegt, kehrt der Titel alsbald in die von vorher bekannte Struktur zurück. Und klingt dann langsam aus. Guter Titel, könnte vielleicht etwas abwechslungsreicher und packender sein. 07/10

    11. Skeletonwitch – The infernal resurrection

    Ah, jetzt gibt es Thrash Metal zu hören. Hm, der Sänger keift ganz gut. Irgendwie unspektakulär. Nach nicht mal 3 Minuten ist der Song schon vorüber. Bei mir bleibt da nix hängen. Langweilig. 03/10

    12. Burzum – Vanvidd

    Ach, sieh da, Burzum… jetzt wird es trve. Klingt wie in den 90ern, mit einer wenig besseren Produktion. Neben dem normalen Gekeife gibt es noch eine Art beschwörenden Gesang. Der nudelt auch immer das gleiche Riff durch. Zeit vergeht, nichts passiert. Wer brüllt denn da noch ins Mikro? Wölfe? Ein Höhlentroll? Langweilig, die zweite. 03/10

    13. The Brains – Apres cette nuit

    I need brains… hoppla, da tobt der Punk. Französisch, ich versteh kein Wort. Nuja, gefällt mir nicht wirklich. 02/10

    14. Taake – Nordbundet

    Kalt wird es mit Taake. Anfangs keine nordische Raserei, eher nordisch-stampfend. Hoest kreischt, was das Zeug hält, die Gitarren sägen, später wird das Tempo etwas angezogen. Die Leadgitarre gegen Ende gefällt mir. Ganz nett, aber doch irgendwie eintönig und unspektakulär. 05/10

    15. Vinterbris – The unrested

    So, die Band kenn ich jetzt gar nicht, beim Bandnamen muss man aber an BM denken. Einleitung mit Akustikgitarre. Das zieht sich aber. Hm, die Riffs erinnern mich an irgendwas… Der Sänger versucht wohl, Abbath zu imitieren, schafft es aber nicht. Klingt stellenweise wie der Versuch einer melodischen Kopie neuerer Immortal, was aber nicht ganz klappt. Hm, alles in allem unterer Durchschnitt und (daher) uninteressant. 03/10

    Wie schon erwähnt: recht BM-lastiger Sampler mit ein paar kleineren Ausreißern. Ein paar schlechte Titel, viel Durchschnitt, und mit Alda eine Band, die ich mir genauer anhören muss. Man dankt, mors_lucis.

    --

    Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.
    #6597089  | PERMALINK

    mors lucis

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    Beiträge: 3,637

    Ich wusste schon, dass mein Sampler dolle eingängig, wenn nicht sogar „mainstreamig“ ist. Ich hänge euch alten Hasen eben um Welten hinterher, was die Kenntnis von zahlreichen und technisch hochwertigen Bands betrifft :haha:

    Zu Raate muss ich aber noch dazusagen, dass das neue Album schlecht ist. Ich hab halt einen Song davon draufgepackt, weil ich die Band an sich ganz gut finde (auch wenn sie stellenweise sehr nach Burzumkopie klingt). Hör mal in ein paar alte Lieder rein.

    #6597091  | PERMALINK

    attoparsec
    Moderator

    Registriert seit: 08.12.2003

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    mors lucisIch wusste schon, dass mein Sampler dolle eingängig, wenn nicht sogar „mainstreamig“ ist. Ich hänge euch alten Hasen eben um Welten hinterher, was die Kenntnis von zahlreichen und technisch hochwertigen Bands betrifft :haha:

    Naja, mainstreamig oder eingängig… würd ich jetzt nicht sagen. Ein paar bekanntere Sachen waren schon dabei, aber wenigstens die Hälfte ist nicht Mainstream-kompatibel, von daher… Und um technische Hochwertigkeit gehts doch nicht: Alda haben mir gut gefallen, und auf meinem Sampler ist beileibe nicht alles so.

    mors lucisZu Raate muss ich aber noch dazusagen, dass das neue Album schlecht ist. Ich hab halt einen Song davon draufgepackt, weil ich die Band an sich ganz gut finde (auch wenn sie stellenweise sehr nach Burzumkopie klingt). Hör mal in ein paar alte Lieder rein.

    Wenn es schlecht ist – wieso packst dus dann auf den Sampler? 😆 😉 Aber gut, ich werde dem Vorschlag folge und mal reinhören.

    --

    Auge um Auge lässt die Welt erblinden There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.
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    tonitasten

    Registriert seit: 13.08.2011

    Beiträge: 1,998

    Emigrate´s Jahressampler

    Songs:

    Architects – Delete, Rewind
    Bad Meets Evil – Take From Me
    Casper – XOXO
    Chickenfoot – Different Devil
    Dir en Grey – Different Sense
    Gojira – Of Blood And Salt
    Haken – Visions
    Jonnah – Blue White Red
    Machine Head – Who We Are
    Noctem – Invictus
    Recturning We Hear The Larks- Vendetta (Instrumental)
    TesseracT – Nascent
    The Ghost Inside – Fortunate Son (CCR Cover)
    Volumes – The Columbian Faction
    Warbringer – Echoes From The Void

    01. Architects – Delete, Rewind

    Hektisch-mathematische Riffs treffen auf ein Wechselbad aus Shouts und cleanen Passagen. Hier mal ein bisschen Technik, dort ein bisschen Mosh. Nichts was meine Aufmerksamkeit erregen würde, da zu kalkuliert und unspektakulär. Eine vermeintliche Stärke ist, dass alles seinen festen Platz besitzt und in sich sehr homogen ist. Daraus besteht aber meines Erachtens die Schwäche, weil man dadurch auf besondere Überraschungen und Wendungen vergeblich wartet.

    02. Bad Meets Evil – Take From Me

    Hier haben wir es mit ziemlich handzahmen Hip Hop zu tun. Die Raps wissen zwar zu überzeugen, die Beats bollern auch tief aus den Boxen. Nur wirken die Pianosamples und der auf R&B getrimmte Refrain so leider völlig kontraproduktiv und eklig, dass man das Ganze auch im Formatradio spielen könnte, ohne dass sich jemand daran stören würde. Das hier klebt so vollkommen an der Oberfläche.

    03. Casper – XOXO

    Casper macht die Sache schon besser. Der Song baut durch die dominierenden Gitarren eine gewisse Dynamik auf. Der Song vermittelt durch die positiven Lyrics auch eine zu spürende Euphorie. Da liegt auch das Problem Caspers. Es ist Musik für den Moment. Ein 27-jähriger, der so naiv rappt, wie ein aus der Pubertät entschlüpfter Jugendlicher, dann Thees Uhlmann als Feature, damit auch gleich jeder mitbekommt, dass sowohl der primitive Jugendliche als auch der intellektuelle Student sich auf diese Musik einigen können. Für eine aktuelle Bestandsaufnahme ist das auch wirklich gelungen, aber in 5 Jahren herrscht wieder ein ganz anderes Feeling.

    04. Chickenfoot – Different Devil

    Klassischer Hardrock mit Mitgröhl-Qualität. Würde bei mehr Dynamik und einen anständigen Sänger auch was bringen. Das hier macht auf dicke Hose, scheitert aber an seiner eigenen Oberflächlichkeit und Formathaftigkeit. Könnte man nebenbei im Radio dudeln lassen. Einen kalkulierteren und lustloseren Sänger hab ich in den Bereich auch kaum gehört. Nicht mal das Solo reißt es.

    05. Dir en Grey – Different Sense

    Hier ein bisschen Verrücktheit, dort ein bisschen Zugeständnis. Die Riffs haschen Progressivität vor, die Growls sind weder authentisch und der Refrain wirkt wie auf die teils pubertierende, weibliche Anhängerschaft zugeschnitten. Hier hält mich nichts. Das hier machen Mudvayne zum Beispiel tausendmal besser und emotionaler.

    06. Gojira – Of Blood And Salt

    Das hier ist zwar auch alles fett und übersteuert, weiß aber mitzureißen. Dafür ist das Grundgerüst zu treibend, die Vocals zu aufbrausend und die Struktur zu interessant, anstatt man Gojira eine gewisse Kalkuliertheit vorwerfen könnte. Das hier lebt spürbar von seinen Ausbrüchen, Wendungen, Emotionen und ist im hiesigen Corebereich gottlob ein positives Beispiel, wie man es auch richtig machen kann. Hier kann innerhalb eines Songs alles passieren. Dass es noch so fett klingt, kommt den Ganzen eher zugute. Gojira hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr auf den Zettel, aber das macht Lust auf mehr.

    07. Haken – Visions

    Ganz fürchterlicher Track. Fängt in verhaltener, seeliger Porcupine Tree- Manier an. Der Sänger geht mit seinen überkandidelten Getue aber spätestens nach zwei Minuten auf den Sender. Was aber dann nach den Gitarreneinsatz folgt, spottet jeder Beschreibung. Dream Theater in Scheiße. Die Riffs gaukeln Scheinprogressivität vor, der Keyboarder scheitert kläglich an seinen kalkulierten Geklimper. Leider Gottes wird die Mitte des Tracks von diesen klebrigen Geklimper dominiert. Und leider erstreckt sich das Ganze über eine Gesamte Viertelstunde. Dabei ist das hier auch noch so in Intro- Gewichse vs. Geklimper- Höhepunkt, der keiner ist, aufgebaut, dass es eher nervig statt fördernd ist. Da brauch ich jetzt erstmal eine Verschnaufpause.

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    #6597095  | PERMALINK

    Leo-suomi

    Registriert seit: 16.03.2010

    Beiträge: 1,934

    attoparsecAlda haben mir gut gefallen, und auf meinem Sampler ist beileibe nicht alles so.

    Das weitere Reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Ein sehr stimmiges Album und der hier rezensierte Song ist in meinen Augen nicht mal der beste.

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