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Emigrate´s Jahrestape Teil 2
08. Jonnah – Blue White Red
Meshuggah- Riffs, derbe Shouts und cleane Vocals bauen auf einen Überwältigungseffekt, der mehr Effekthascherei ist, denn wirkliches Können. Was hilft das fetteste Grundgrüst, wenn einen die Atmosphäre kein bisschen mitreißt.
09. Machine Head – Who We Are
Bei Machine Head dachte ich, man weiß was man bekommt. Das ist zwar sowas von berechenbar und stumpf, wie ein Bulldozer, macht aber durchaus Spaß. Machine Head sind gerade in den Momenten am schwächsten, wenn sie auf Biegen und Brechen neue Wege beschreiten. Hier wird das typische Neo-Thrash-Geriffe mit Kinderchören und minuenlangen Solos, die die Welt nicht braucht, garniert. Aber die Band will ja auch zu den ganz Großen gehören. Nur fehlt es ihnen an Spannung und auch wirklich mitreißenden Momenten. Da wünscht man sich auch mal so einen primitiven Stampfer wie Davidian zurück, der in 5 Minuten alles abdeckt, was das Metalherz begehrt, inklusive Moshpart für die Nackenmuskulatur, primitiv, aber immer noch effizient. Übrigens hätte man aus den Streichern am Ende viel mehr rausholen können.
10. Noctem – Invictus
Das hier ballert in allerbester Death-Metal-Manier nach vorne, dass es eine helle Freude ist. Der Vorteil im Gegensatz zu den meisten Songs auf den Tape ist, dass es keine Gefangenen nimmt, schnell auf den Punkt kommt und somit kompakt wirkt. Auf Albumlänge ist mir das vielleicht doch zu kalkuliert, aber als kurze Abrissbirne erfüllt es seinen Zweck mit Bravour. Ja, macht Spaß.
11. Recturning We Hear The Larks- Vendetta (Instrumental)
Ja, nee. Monotones, instrumentales Gitarrengeklimper, ohne dass es einen bestimmten Reiz auf mich ausüben würde. Die Spannung tendiert hier doch stark gegen Null. Das Metalgeriffe wirkt aber auch stark wie aus den F-F einstudiert. Der Song scheitert letztendlich an seiner eigenen Monotonie. Hier passiert nicht viel weltbewegendes. Ich hätte die Nummer dann doch lieber mit Gesang gehört, aber vielleicht hätts das noch mehr runtergerissen.
12. TesseracT – Nascent
Hier kann ich an der mathematischen Gitarrenarbeit, an den verschrobenen Gesangsstil einiges an Potential erkennen, dass zu oft auf den Überwältigungseffekt setzt, aber auch sowas wie eine mitreissende Struktur und manches an überraschenden Wendungen offenbart. Könnte aber vom Aufbau weniger kalkuliert sein. Die cleanen Passagen wirken mitunter kontraproduktiv, statt förderlich. Etwas Schuss Kompromisslosigkeit könnte das Ganze gut vertragen.
13. The Ghost Inside – Fortunate Son (CCR Cover)
Eine bekannte CCR- Melodie ohne Gespür auf Melodiösität, Catchiness oder Tonlage runtergebrüllt. So macht das keinen Spaß.
14. Volumes – The Columbian Faction
Besitzt auch wieder dieses Meshuggah- Geriffe ohne großen Widererkennungswert. Sowas wie ein Fluss will bei diesen monotonen Gemalme auch nicht so richtig aufkommen. Die eingesträuten cleanen Passagen wirken hier auch eher kontraproduktiv. Furchtbar übersteuert hört sich das auch an. Mit diesen Djent- Stil werde ich auch nicht mehr so richtig warm. Ich bin für sowas wohl schon zu alt oder zu öde.
15. Warbringer – Echoes From The Void
Hab mich schon gefragt, ob da noch was passiert. Und dann kommt diese Abrissbirne in oldschooliger, thrashiger Manier daher. Es ballert und knallt hier einfach primitiv durchs Gebälk, dass es eine wahre Freude ist. Auch finden sich einige melodische Gitarrenmomente, die das Klangbild etwas auflockern, aber den alles zermalmenden Härtegrad, der alles niedermäht, was nicht bei drei auf den Baum ist, auch kein bisschen schmälert. Und da denkt man, ein Solo würde das Ganze noch reißen (was es auch tut), kommt schon der nächste Moshpart daher, noch dazu durchgängig Shouts in bester Sodom- Manier. Das hier ist wenigstens schön assi.
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Highlights von metal-hammer.deToll geschrieben Toni. Nur muss ich noch erwähnen dass Gojira mit core so garnix zu tun haben. ^^
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[COLOR=#ff0000]Last.fm[/COLOR] [COLOR=#ffa500]Musiksammlung[/COLOR] [COLOR=#00ffff]Filmsammlung[/COLOR] [COLOR=#00ff00]Comicsammlung[/COLOR] "Die Bestie hat meine Parkanlagen verwüstet! Das verzeihe ich dir nie! NIEMALS King Ghidorah!!!"Lazarus_132Toll geschrieben Toni. Nur muss ich noch erwähnen dass Gojira mit core so garnix zu tun haben. ^^
Weiß das irgendwie schwer einzuordnen, was ja auch nicht groß das Problem sein soll. Bei Gojira passiert innerhalb dieser modernen Struktur verdammt viel und das zählt. Bitte mehr davon. 🙂
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tonitasten
04. Chickenfoot – Different Devil
und einen anständigen SängerDu weißt dass der Sänger Sammy Hagar ist?
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06. Gojira – Of Blood And Salt
im hiesigen Corebereich gottlob ein positives Beispiel, wie man es auch richtig machen kann.Hihi. Corebreich. Gojira sind mehr Melodeath gepaart mit etwas thrashigem… so sehe ich das.
tonitasten
Gojira hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr auf den Zettel, aber das macht Lust auf mehr.Dann hat es ja seinen Effekt nicht verfehlt.
tonitasten07. Haken – Visions
Hm. Ich dachte dieser wäre drin gewesen:
http://www.youtube.com/watch?v=Q97gsNppY7g--
Musik Sammler | Last.fmRejrokNaja. Wenn wir nur die Landschaft und den Todesstern im Hintergrund hätten, wäre das ein Klasse Cover. Aber der Dirty Schwan ist dann doch ein wenig Overkill.
Also ich habe den Sampler von P4Z1F1S7 erhalten. Aufgrund der Länge hat er sich entschieden nur 14 Tracks draufzupacken.
Die Tracklist:
01. Cloudkicker – Explore, Be Curious
02. This Will Destroy You – Little Smoke
03. Opeth – Folklore
04. Altar Of Plagues – All Life Converges To Some Center
05. Yob – Adrift In The Ocean
06. Scale The Summit – The Levitated
07. Vektor – Tetrastructural Minds
08. The Black Dahlia Murder – Carbonized In Cruciform
09. Obscura – Ocean Gateways
10. Wolves In The Throne Room – Astral Blood
11. Vildhjarta – Benblðûst
12. Pestilence – Sinister
13. Mournful Congregation – The Catechism Of Depression
14. Her Name Is Calla – Dreamland01. Cloudkicker – Explore, Be Curious
Von Cloudkicker wusste ich nur, dass er seine Sachen selbst produziert und mehr die instrumentale Progressive-Schiene fährt. Ähnlich wie Devin Townsend scheint er sich wohl in diesem Jahr an Ambient-Geschichten versucht zu haben. Während mir das Loop-Album zu kurz geraten war, hat es mir dieser Track umso eher angetan. Er ist sehr bedächtig und dient hervorragend als vorsichtiges Intro. Da hat Pazi zielsicher meinen Lieblingstrack des Albums herausgepickt, auch wenn es eh nicht viele Kandidaten dafür gegeben hätte. Damit der Song nicht zu einlullend wirkt, gibt es am Ende noch eine kleine Verschnaufpause, bevor wieder mit lieblichen Gitarrenzupfern der Schluss eingeläutet wird. Ich kann eigentlich nichts daran aussetzen.
10/1002. This Will Destroy You – Little Smoke
Mit nachdenklichem Geklimper startet dieser Track hier durch, bevor er von gemächlichen Riffs verstärkt wird und trotz des rauschigen Flairs nie wirklich irreführend oder einschüchternd wirkt, sondern eher… erhaben. Der Titel passt da schon sehr. Da hier anscheinend viel Wert auf Atmosphäre gelegt wird, kann ich nicht mal sagen, ob manche Rauschpassagen unendlich-verzerrte Vocals sind oder nicht. Je länger der Track dauert, desto mehr Effekte gesellen sich zum Hauptthema hinzu, bis am Ende der ganze aufgebaute Druck wieder verdampft und sich in den letzten zwei Minuten wieder in alle Winde verstreut. Hat mich neugierig auf mehr gemacht!
08/10
03. Opeth – Folklore
So blasphemisch das auch klingen mag: Ich konnte noch nie viel mit Opeth anfangen. Bei dem neuen Album habe ich es daher gar nicht erst versucht und mehr als zu einem lustlosen Durchhören habe ich es nicht gebracht. So muss ich jedoch sagen, dass dieser Song aus dem Albumkontext gerissen doch noch irgendwie angebracht ist und trotz der Retro-Riffs und der sauberen Produktion nicht ganz aus der Reihe tanzt, wie bei meiner anfänglichen Vermutung, als ich auf die Sampler-Tracklist geschaut habe. Aber der Song als alleinstehende Einheit prallt leider eher an mir ab, als dass bei mir irgendwas hängen bleibt. Er nimmt öfters mal Anläufe, nur um sich dann wieder hinter ruhigeren Passagen zu verstecken und ganz verkleidet wieder aufzutauchen. Erst zum Ende hin, wo mir die Riffs irgendwo in meinem Hinterkopf bekannt vorkommen, bietet es mir doch noch einen Grund, Gefallen daran zu finden. Nur hätte man meiner Meinung nach auch schneller zum Ziel kommen können, aber bei Opeth ist wohl der Weg das Ziel und für Fans sind diese Ausflüge wohl von höherem Mehrwert als mich.
05/10
04. Altar Of Plagues – All Life Converges To Some Center
Der nächste Über-10-Minuten-Klopper, was ja per se nicht schlecht ist, aber bei Altar of Plagues manchmal auch seine Längen haben kann. Das Album hatte bei mir nicht sehr viele Durchläufe, aber der langatmige Aufbau ist mir dennoch aufgefallen. Für Post-BM-Fans der ersten Stunde natürlich kein Problem, aber mir ist es dann doch lieber, wenn die Tremolopassagen ohne 2-Minuten-Geschrammel vorher beginnen. Die Vocals sind genre-bewusst auf Kreischen reduziert, welches je nach Laune mal flehend, mal eindringlich und mal wütend klingen kann. So ganz wahllos, wie ich den Song in Erinnerung hatte ist er am Ende gar nicht. Es entpuppen sich logische Konsequenzen aus manchen Strukturen und ich glaube sogar einige Stellen als Strophen ausmachen zu können. Zum Ende hin braucht es natürlich das unausweichliche minutenlange Ausbremsen, wo alles wieder zum Stillstand kommt und einem noch die letzten Riffs vor dem geistigen Auge erscheinen. Der berühmte Paukenschlag beendet diesen Tumult und lässt mich weniger ratlos als erwartet zurück.
06/10
05. Yob – Adrift In The Ocean
Man merkt, dass der Sampler jetzt langsam an Fahrt aufnimmt und die instrumentalen Klangfarben immer konzentrierter daherkommen. So beginnt die mir nur vom Namen bekannte Band Yob mit einem Gitarrenspiel, was nicht mehr emotionalem Rauschen ähnelt und füllt die ihre 13 Minuten mit Abwechslung. Ob das ein kräftiger Bass im Hintergrund ist, kann ich nicht ausmachen, doch scheint dieser der Hauptantrieb des Songs zu sein und führt zu den ersten Vocals, die sich auf verzerrte Cleans beschränken, die zu der psychedelischen Szenerie, die der hypnotische Bass bis dahin gezeichnet hat, durchaus passen. Am Ende gehören den leidenschaftlichen Leads die ganze Aufmerksamkeit und diese sind es auch, die dieses massive Werk in einen sicheren Hafen manövrieren. Eine weitere intensive Truppe, die ich mir näher anschauen will.
07/10
06. Scale The Summit – The Levitated
Nach der ganzen schweren Kost lässt man es jetzt mit einem lockeren Gitarrenstück von Scale The Summit ausklingen. Nachdem ich mich jedoch so sehr an diese neuartige Idylle gewöhnt habe, ist mir dieses Stück dann doch zu knapp und freundlich, als dass es an diese Stelle des Samplers passt. Als Song an sich ist es sehr nett, aber zu mehr als einem gelungenen Interlude würde ich es nicht einsortieren. Vielleicht ist es auch nur eine Einläutung der nun Leadgitarren-dominierenden Phase des Samplers. Ich weiß es nicht^^
06/10
07. Vektor – Tetrastructural Minds
Der erste Song, der auf die Kacke haut und mit wilden und aggressiven Gitarren mal wieder zeigt, dass solche extremen Abwandlungen des Thrashs mehr Zuwendung meinerseits benötigen. Der Sänger klingt eigenwillig und am Anfang hätte ich erst auf eine Frau getippt, aber zum Ende hin schwingt dieses Knurren mit, dass den Vokalisten dann doch verraten hat. Ansonsten steht hier das Gitarrenspiel im Vordergrund und es wird tempomäßig einiges geboten, bevor es mit einem wahnsinnigen Crescendo und gleichzeitigem letzten Refrain vorbei ist. Alles in allem genau mein Ding!
09/1008. The Black Dahlia Murder – Carbonized In Cruciform
Gleich vorneweg: Ich kann mich eigentlich nicht mit viel von BDM anfreunden, aber auch diese Band hat ihre Glanzmomente wie ich finde. Diese sind auf dem neuen Album eher vorhanden als auf dem Vorgänger, doch war mir dabei dieser spezielle Song nie auf dem Schirm. Dafür war mir dann irgendwie das Grundriffing zu simpel und das durchaus sympathische Solo überzeugen mich auch nicht so wirklich. Nach so einem technischem Song von Vektor ist eine Band wie BDM vielleicht als Übergang gar nicht so schlecht, aber wenn es um den Track an sich geht, muss ich wohl eher ablehnen.
04/10
09. Obscura – Ocean Gateways
Nach dem ganzen Lob hier im Forum, war es eigentlich klar, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, irgendwann auf Obscura zu treffen. Das neue Album ist mir aber komischerweise viel zu ausufernd und zu sperrig. Bevor man die Vocals auf dem Album über Bord wirft und mit zugegeben gutem Bassspiel das Ding alleine dreht, ist mir so ein halbwegs übersichtlicher Song wie dieser dann doch lieber. Vergleiche wie Gorod covern Bloodbaths Eaten kommen mir da in den Sinn. Die instrumentale Leistung mag über jeden Zweifel erhaben sein, aber hier halten sich die Abschweifungen in Grenzen, die mir auf dem restlichen Album zu oft den Spaß verdorben haben. So ein (ok)kultiges Growling als Outro ist ein netter Effekt, reicht aber nicht, um meinen Eindruck noch irgendwie zu bessern. Im Grunde gefällt mir dieser Song, aber das sind dann doch nicht die Obscura, die ich auf dem Voralbum so gut fand. Da spricht aus mir wohl der Nicht-Musiker^^
06/10
10. Wolves In The Throne Room – Astral Blood
WITTR waren schon immer so eine Sache. Anscheinend habe ich immer die falschen Tracks gehört, denn während mir die Band eigentlich immer viel zu anstrengend klang, gefällt mir dieses Riffing, das sich durch die ganzen 10 Minuten ziehen, sehr. Die Synths sind mir früher auch nicht so aufgefallen, aber das kann auch nur daran liegen, dass es einer der hinteren Songs auf dem Album ist, zu denen ich noch nicht so oft gekommen bin. Auch hier gibt es einige Stellen, wo etwas die Luft aus dem Song genommen wird, aber natürlich immer nur, umso stärker wieder einzusteigen. Eigentlich eine gute Mischung aus rohem BM und Atmosphäre, den ich versuchen werde weiter in den alten Alben zu erforschen.
07/10
11. Vildhjarta – Benblðûst
Ein Phänomen, mit dem ich bisher weniger anfangen konnte. Komischerweise bringt es ausgerechnet Palez in ihrem Review über Lazarus‘ Sampler auf den Punkt, was mir so suspekt an dieser Musik vorkommt. Neben Decapitateds neuem Album, das für mich am sterilsten produzierte Album, das ich dieses Jahr gehört habe und mit diesen ganzen Djents spielen diese Skandinavier sowieso total an mir vorbei. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
03/10
12. Pestilence – Sinister
Ein Nackenbrecher, wie er im Buche steht, würde ich mal sagen. Sehr roh und dennoch mit Charme. Die rauhen Growls sind dann aber doch nichts für mich und auch einer der Gründe, wieso ich mich noch nicht mit älteren Death Metal Sachen auseinandergesetzt habe. Die Riffs sind pointiert und haben schon teilweise einen slapstick-artigen Unterton. Aber von Bands wie Macabre ist das natürlich noch weit entfernt. Aber neugierig auf mehr macht mich der Song dann doch nicht. Als unterhaltsame Nebeneinlage durchaus interessant, aber mehr nicht.
06/1013. Mournful Congregation – The Catechism Of Depression
Jetzt kommt der Endgegner, würde ich mal sagen: geballte 19:19 Minuten. Dass jetzt nicht die ganze Zeit durchgeballert wird, kann man sich schon denken. Meistens mit der Begründung, dass man es live nicht aufrecht erhalten könnte. Das Growling am Anfang erinnert sehr an das End-Growling des Obscura-Songs, daher hätte ich diesen Titel eher direkt hinter jenem erwartet, aber naja. Ziemlich doomige Riffs, die mich an Runemagick erinnern, röhren hier um jede Ecke und kommen im ersten Viertel sehr gelassen daher, bis dann die Grundstimmung ins Dramatische umschwankt, um am Ende mit sehr schönen und markanten Riffs durch die letzten Minuten zu läuten. Ein sehr intensiver Track, der mich trotz der Länge beeindruckt hat.
08/10
14. Her Name Is Calla – Dreamland
Das ist dann wieder ein Song, mit dem ich weniger anfangen kann. Generell sind diese Jammer-Vocals nichts für mich und in Kombination mit den verstörenden Hintergrundgeräuschen, die in der Mitte irgendwie an Ulver erinnern, packt mich das ganze Spektakel nicht so wirklich, auch wenn ich ahnen kann, wie sich die Effektemacher das gedacht haben. Hier scheitert es dann ganz klassisch am Hörer und weniger an den Machern. Zusammen mit dem Intro ist das eh der unmetallischste Song des Samplers, doch während Cloudkicker bei mir einen Nerv getroffen hat, ist mir Her Name Is Calla dann doch zu krass. Extremes Rauschen gefolgt von niedlichem Geklimper; so ungefähr stelle ich mir The Angelic Process vor (immer nur Beschreibungen gehört, aber nie selbst ein Ohr riskiert). Das sind wohl noch Welten, denen ich mich langsamer nähern will. Als Rausschmeißer war es mir dann doch zu viel.
05/10Alles in allem hat mir der Sampler viel Spaß gemacht. Viele Alben kannte ich schon vorher, aber ich habe auch einige neue Bands für mich entdeckt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Pazi selbst Musiker (?), dies würde zumindest die Wahl einiger Tracks auf dem Sampler erklären und das beschränkte Verständnis dafür meinerseits. Ich habe den Sampler ungefähr eine Woche lang gehört, um auch genug Substanzielles schreiben zu können und dies wiederum damit der Sampler-Owner nicht darum bangen muss, dass er seinen durchaus durchdachten Sampler an ignorante Ohren abgegeben hat.
Wer orthografisch-missglückte Phrasen findet, kann sie behalten^^
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Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...
Ich auch nicht, Sina. Ich auch nicht.Ich habe Skarrgs Sampler bekommen. Hier meine Bewertungen Teil 1:
Defeater – Dear Father
Der Song ist mor natürlich bekannt. „Empty Days & Sleepless Nights“ habe ich unzählige Male gehört und das Album ist eines meiner absoluten Highlights aus 2011. Die große Stärke der Band liegt meiner Meinung nach in den unglaublich intensiven Vocals. Dazu kommt der hohe Grad an Emotionen (aber nicht weinerlich!). Dear Father ist ein unglaublich guter Song.
Die gesamte Platte ist sehr zu empfehlen. Gerade wegen seiner mitreissenden Story und vielen tollen Ideen.MUSS: 10/10
Architects – The Blues
Hah! Mein Lieblingssong von „The Here and Now“. Auch dieses Album hat mich 2011 laaange begleitet. Ich liebe es einfach. Power, super Vocals und eine Melodie zum Niederknien. Der Part gegen Ende, wenn er seine rauhe Stimme auspackt ist göttlich. Das Konzert zusammen mit BMTH war überigens die beste Show die ich in 2011 erleben durfte. Super!
10/10 (aber sowas von)
Polar Bear Club – Screams in Cave
Wollte ich mir schon länger mal anhören. Hier ist die Möglichkeit 🙂
Die rauhe Stimme gefällt. Es wird Melodisch und bleibt „simpel“. Aber sowas mag ich schon gerne.
Klingt auf jeden Fall nach Spass und ich glaube ich sollte mir mal das Album anhören.
Das einzige was ich dem Song vorwerfen kann ist, dass er nicht unbedingt „neues“ bietet. ABer hey, mir doch wurst 😀
Trotzdem hätte man sich das „Wohoo Gedudel am Ende sparen können“Kann man sich gut geben!
p.s. hatte ich schon erwähnt das ich „Gang-Shouts/Parts“ sehr mag? nein? ^^07/10
All Shall Perish – Procession of Ashes
Hab das aktuelle Album nur 2-3 mal gehört. Das klang auch alles wirklich gut und drückend. Doch momentan (und auch bereits seit einiger Zeit) reisst mich soetwas nicht mehr wirklich mit. Der vorliegende Song ist handwerklich durchaus gut gemacht.. aber er ist einfach langweilig und klingt wie eine B-Seite. ASP habe ich schonmal besser gehört als auf diesen langen Breakdown.
Einzig das Ende lässt aufhorchen, auch wenn es imo nicht zum restlichen Song passt. Nunja.
Deswegen leider nur:04/10
Vildhjarta – Shadow
Oh, etwas neues 🙂 Name sagt mir überhaupt gar nichts. Wollen wir mal horchen…
Erinnert mich irgendwie an die Hintergrundmusik aus Diablo 1 ^^ Doch dann komme ein „Shuggah-Riff“ vor dem Herrn.
Ja, um den Meshuggah vergleich kommt man nicht drumherum. Trotz aller verspieltheit kann ich dem Songverlauf gut folgen. Gefällt mir gut. Vor allem, dass der Track nicht zu lang ist. Sehr kompakt aber trotzdem atmosphärisch.Tesseract – Concealing Fate Part Two
Es geht weiter mit „Djent“ (wie ich das Wort hasse).
Concealing Fate ist schon ein echt guter Track, dass kann ich nicht bestreiten. Gehört habe ich es komischerweise selten. Auf CF geht es sehr technisch zur Sache und die Ideen sprudeln nur so aus der Band heraus. Dennoch ist mir die Produktion zu klinsch und der Sänger geht mir leicht auf die Eier. Instrumental würde mir das mehr zusagen.
Fazit: guter Song (Part) aber mir fehlt ein bisschen der Biss.06/10
Cynic – Box Up My Bones
Hach, Cynic. Ich habs immer noch nicht gepackt mich mal mit denen auseinander zusetzen.
Das ist die neue/aktuelle EP oder? Cover und Name machen definitiv Lust auf mehr.
Es bebinnt sehr atmosphärisch, unverzerrte Gitarren, Wunderbare Produktion.
Als dann die Bassdrum einsetzt nimmt der Song mehr Form an. Toll ist auch der eingebettete Gesang der absolut harmonisch ist.
Cynic spielen sehr gelassen auf, davon lässt man sich doch gern anstecken.
Wirklich eine schöne Sache. Muss ich mir holen.09/10
Nocte Obducta – Wenn Ihr die Sterne seht
Puh, hatte schon immer leichte Probleme mit denen. Nicht das ich sie nicht mag, ich versuche es wirklich ^^
Die Vocals klingen aber einfach irgendwie unfreiwillig komisch. Die Knüppelparts reissen mich auch nicht vom Hocker.
Aber: was mir gefällt -> die Atmosphärischen Parts klingen toll. Vor allem dann wenn der Schreihals ruhig ist. Macht gut was her.
Mit zunehmender Spielzeit komme ich auch immer besser auf die Vocals klar. Zack, ist der Song auch schon vorbei und irgendwie komisch… war doch ganz gut. Ich bin verwirrt.^^Nach 2-3 mal anhören bin ich zum Entschluss gekommen: hat seine Momente und vllt. teste ich das mal auf Albumlänge an!
hmmm 06/10
Rest kommt noch heute oder diese Woche.
Wenn jemand Rechtschreibfehler findet… mir egal, hab jetzt nicht nochmal drübergelesen. 🙂Auf den Sampler war ich definitiv sehr gespannt, halte ich doch recht viel von ihm und seiner Meinung. Der Sampler zu gut 70% aus mir unbekannten Namen, also rein ins Vergnügen!
Kiwipo hat keine spezielle Reihenfolge vorgesehen, also nehm ich als Tracklist einfach mal die Liste des Entpackten:
1. Kinit Her – Mosaic Of The Hyacinths/Storm of Radiance
2. Monumental Torment – Element Of Chaos
3. Rainbowdragoneyes – Heavy Weather: The Storm Ov The Undead
4. Acid Witch – Stoned To The Grave
5. Manilla Road – Brethren Of The Hammer
6. The Decemberists – Down By The Water
7. Gorod – Transcendence
8. Adolescents – One Nation Under Siege
9. The Universe Divide – Of Realism – The Lead Artery
10. Unexpect – Orange Vigilantes
11. Heinali & Matt Finney – Tinderbox
12. Aliases – The Reality Of Beliefs
13. Rashomon – Jigora
14. Scale The Summit – Emersion – The Levitated
15. Circle Takes The Square – Rites Of Initiation1. Kinit Her – Mosaic Of The Hyacinths/Storm of Radiance
Puh, was für ein Teil. Ein über zehnminütiges Monstrum allerlei Soundscapes. Der vollkommen verrückt rüberkommende Stimme und die teilweise absurde Nutzung von Streichern, Synthies und Rythmen verwirrt micht nahezu vollkommen. Dennoch hat dieses hässliche Stück dennoch eine gewisse Schönheit. Den Song werde ich mir maximal einmal pro Jahr ernsthaft anhören können, dann aber mit Spannung und Interesse. Keine Ahnung ob das jetzt Ambient oder sonstwas ist, kenn mich da nciht wirklich aus.
7/102. Monumental Torment – Element Of Chaos
Der Name lässt schon erahnen was hier auf mich zukommt. Nämlich übertechnischer Death Metal der Marke „Frickeln ‚til death!“. Das erinnert beiweilen an eine Mischung aus Hate Eternal und Necrophagist. Die Kinnlade klappt die kompletten 4 Minuten runter und geht so schnell auch nicht wieder hoch. Was die Jungs dan ihren Instrumenten draufhaben, alle Achtung. Dabei wird nie die Brutalität vergessen. Sehr nett für Zwischendurch auch wenn ich die finster-verschachtelte Methode à la Ulcerate mehr schätze.
7/103. Rainbowdragoneyes – Heavy Weather: The Storm Ov The Undead
Alter. Was ist das? Ein Mischung aus Low-Budget-Asia-Jump’n’Run und Takashi’s Castle Japano Pop. Dazu noch etwas Elektronika hier und absurde Geschwindigkeit da, fertig ist die musikalische Komplettfolter. Einmal lachen, wieder ausmachen.
0/104. Acid Witch – Stoned To The Grave
Mit diesem Namen wurde man im Forum ja immer mal wieder konfrontiert. Nur zum Reinhören hat es bei mir nie gereicht. Mich empfängt eine sumpfige Mischung als 70ies Doom und katakombenähnlichen Old-OId-Old-School-Death-Metal. Klingt gewöhnungsbedürftig, ist es aber überraschenderweise zu keiner Zeit. Im Gegenteil, hier fließt alles ineinander. Von der Orgel zum Gruftgesang zu den groovenden Riffs. Das alles umgibt eine kultige Atmosphäre, klasse. Hier werde ich definitiv mal näher reinhören.
8/105. Manilla Road – Brethren Of The Hammer
Den Name kenn ich natürlich. Aber mit dem neueren Zeug habe ich mich nie intensiv beschäftigt. Dasselbe gilt auch für „Playground Of The Damned“. Warum eigentlich? Das Album und auch dieser Song hat alles was Old School Heavy Metal braucht. Kernige Riffs, kultiger Gesang und hymnische Refrains. Dazu natürlich die obligatorischen breitbeinigen Soli. Die Produktion ist aber, *räusper*, sehr eigen. Ziemlich leise, dumpf und fast schon demoartig. Gewöhnt man sich daran, bekommt man aber gutklassigen Heavy Metal.
7,5/10
6. The Decemberists – Down By The Water
Vor den Decemberist hab ich immer halt gemacht. Warum? Die Bezeichnung Country schreckt mich vollkommen ab. Wird immer so bleiben. Entsprechende Angst hatte ich vor „Down By The Water“. Zu Unrecht, denn der Song kann einiges. Trotz Mundharmonika und Ü50-Fernfahreratmosphäre überzeugt die Melodie, der Refrain bleibt im Ohr. Zwar ist hier alles komplett klischeetriefend, doch eine schöne Prise Indie macht das Ganze deutlich angenehmer bwz. schwungvoller. Schöner Song.
7,5/107. Gorod – Transcendence
Mit Gorod habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich kenne zwar nur einen einzigen Song vom letzten Album, der mir als seelenlose Frickelorgie in Erinnerung geblieben ist, aber das hat mir irgendwie gereicht. Nun muss ich mich nochmal mit dem Thema beschäftigen, und wie! 15 Minuten gilt es zu durchforsten. Sofort überrascht mich (gelungener) Klargesang in Zusammenhang mit netten Gitarrenmelodien. Zugleich wird es härter und ungemütlicher, auf die Hektik folgt aber wieder Ruhe. Nach etwa 6 Minuten kommt ein großartiger Groove der dennoch technisch extrem anspruchsvoll ist. Tatsächlich wird die Viertelstunde nicht langweilig, denn das Hauptthema bringt stets wieder Schwung in den Song. Zum Ende wird nochmal frickelig, aber das gehört ja auch irgendwie dazu. Ein äußerst positive Überraschung!
8,5/10--
Musik-Sammler „I met God and he had nothing to say to me.“So, los geht’s mit dem ersten Teil von Hellcommanders Sampler.
Dream Theater – Lost not Forgotten
Los geht’s mit den Progkönigen von Dream Theater. War ja klar, dass ich irgendwann mal was von denen hören werde, was nicht „Endless Sacrifice“ ist.
Nach schönem Klavierintro setzen die Gitarren ein und erschaffen schon nach einer Minute eine Atmosphäre epischen Ausmaßes. Dann kommen auch Bass und Schlagzeug hinzu, bevor das ganze frickelig wird. Aber es gibt ja auch noch einen Sänger – der mich sogar überzeugen kann. Allerdings nur in tiefen Stimmlagen, andernfalls wirkt das recht kraftlos.
Nach 10 Minuten ist das Stück dann vorbei. Ging ja doch ziemlich schnell. Sonderlich spektakulär find ichs jedoch nicht. Geht hier rein, da raus. Schade, ich steh eigentlich auf so Frickelzeug. Der Refrain ist aber wirklcih gut. Mal sehen, vielleicht hör ich irgendwann nochmal rein. Schlecht ists ja nicht..Septic Flesh – Mad Architect
Wieder mit schönem Intro, wieder eine Band, von der ich im Vorfeld nur ein Lied kannte. Und wieder ein Lied, was keineswegs schlecht ist, aber auch nicht wirklich gut. Die Verbindung aus Extremmetal und Orchester ist durchaus gelungen, allerdings gefallen mir die Vocals absolut nicht. Hinzu kommt, dass mir einfach zu wenig Abwechslung drin ist, vorallem was die Gitarren betrifft.
Lantlos – Bloody Lips and Paper Skin
Die beiden Vorgängeralben hab ich und mag ich sehr. Das Lied hier klingt dann aber doch ganz schön anders als .neon. Auch nach gefühlten 20 Durchgängen will es mir nicht so recht gefallen. Mir fehlt die Atmosphäre des Vorgängers, ich fühle mich irgendwie an Isis erinnert. Bevor der Gesang eingesetzt hat dacht ich mir sogar „Huh, dass HellCo Sonic Youth hört hätt ich nicht gedacht“. Die Ansätze, die vorhanden sind, sind gut – keine Frage. Aber im Vergleich zu den ersten Alben bin ich doch irgendwie enttäuscht, das mag alles nicht zusammenpassen.
Shining – Tillsammans Är Vi Allt
Die aktuelle Shining ist die einzige, die ich bisher nicht besitze. Aber ich glaub, das muss ich ändern. War mir der Vorgänger auf Dauer etwas zu schwach auf der Brust, zieht mich das Lied sofort in den Bann. Sei es das Klavierintro oder die Strophe, sei es Kvarforths verzweifeltes gekreische oder der Klargesang, der mir persönlich sogar einen Tacken besser gefällt als bei Songs wie „Ohm“. Top. Aber naja, ein guter Song muss ja auch auf dem Sampler drauf sein. :haha:
Taake – Nordbundet
Fand ich live ziemlich lahm, das Lied hier ist leider auch nicht viel spektakulärer. Das Hauptriff wird mir zu sehr ausgereizt, der Sänger ist mir zu emotionslos. Erst der Part nach ca. 3 Minuten gefällt mir – sowohl die Raserei als auch der zwischenzeitliche „ruhigere“ Part. Nach 4 Minuten wirds jedoch leider wieder belanglos.
Nocte Obducta – Niemals gelebt
Einer von zwei mir im Vorfeld bekannten Songs. Das Album ist äußerst gelungen, kommt jedoch nicht an alte Glanzzeiten ran. Das Midtempo passt allerdings sehr gut, vorallem in diesem Lied. Mit knapp 2 Minuten hat es auch genau die richtige Länge und kommt auch ein wenig crustig daher. Eine der besten Veröffentlichungen 2011 in dem Bereich.
Craft – Succumb to sin
Wieder Midtempo-BM, diesmal allerdings so, dass mir weder was positives noch was negatives dazu einfällt. Das Lied plätschert einfach so vor sich hin, ohne nennenswerte Ausbrüche oder ähnliches. Tragisch, tragisch. Tut mir auch dezent Leid, da HellCo sicher eine anständige Bewertung sehen wollte. Aber das fällt mir schwer bei dem Lied
Der zweite Teil des Samplers ist jedoch deutlich besser, hat jedoch auch noch eine große Enttäuschung parat.
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trikerganz klar Mr. BLACKMORE. Kenne keinen anderen, mit einem dermaßen gefühlvollen Stiel.
Musiksammlung RYMAxe To Fall
Auf den Sampler war ich definitiv sehr gespannt, halte ich doch recht viel von ihm und seiner Meinung.
Oho, dankeschön. 🙂 Ich hoffe mal, dass der Sampler das nicht ruiniert hat.
Das Wort Monstrum wäre mir zwar nicht unbedingt in den Sinn gekommen, beschreibt den Kinit Her Titel aber schon irgendwie ziemlich passend. Als hässlich hingegen nehme ich ihn dabei fast gar nicht war, wohl als fremdartig und entführend, aber eben auf eine sehr positive Weise. Wenn ich gerade so drüber nachdenke, würde das Cover von Vildhjartas Masstaden eigentlich ganz gut dazu passen. Auskennen tue ich mich mit solcher Musik übrigens auch überhaupt nicht, aber Gerüchten zufolge nennt man das Neofolk.
Freut mich, dass dir Monumental Torment gefällt. Ich hatte leichte Bedenken, dass der übertriebene Anfangspart dazu verleitet, das Lied und damit die Band vorschnell in die Schublade „sinnloses Gefrickel“ einzuordnen, während sie meiner Meinung nach weit mehr zu bieten hat und bei der Symbiose aus Schnelligkeit, Brutalität und Songgespür stellenweise absolutes Weltklasseniveau erreicht, was sich auch im weiteren Verlauf von Element of Chaos zeigt. Habe ich ja auch im Jahresrückblickthread schon so ähnlich geschrieben.
Mich würde ja mal interessieren, ob du mir wirklich zutraust, so etwas wie Rainbowdragoneyes zu hören… 🙂 Guten Chiptune mag ich ja sehr gerne und bei der Suche nach solchem bin ich irgendwann über dieses Projekt gestolpert, welches so absurd klingt, dass ich es zumindest mal auf der Festplatte gelassen habe. Um bei Gelegenheit Leute damit zu schocken und zu quälen, so wie hier. 😉
Bei Acid Witch finde ich auch bemerkenswert, wie homogen die auf den ersten Blick etwas abenteuerlich anmutende Mischung dann doch klingt.
Der Sound auf Playground of the Damned ist ja für viele eine Katastrophe und auch wenn er definitiv eher nach einer Demo klingt, finde ich ihn absolut super, vor allem den verhassten Drumsound. Wobei das, was ich an dem mag, wohl eher vom Spiel als vom Mix kommt. Etwas schade, dass Cory Christner ausgestiegen ist, live fand ich Neudi als Nachfolger noch nicht so besonders überzeugend. Das ist bei der anscheinend recht kurzen Vorbereitungszeit aber auch verständlich, andererseits spielt er schon einen anderen Stil, der mir weniger zusagt. Bin da mal auf das nächste Album gespannt. Brethren of the Hammer ist meiner Meinung nach übrigens mit Abstand der beste Song auf Playground of the Damned, allenfalls Art of War kommt da noch heran, ansonsten ist die Scheibe eigentlich eine der schwächeren von Manilla Road.
Zwischen Folk und Country kann man ja schon unterscheiden und insofern musst du bei The Decemberists auch grundsätzlich keine Angst vor ihren Alben haben. Empfehlen würde ich das progressiv angehauchte Konzeptepos The Hazards of Love, beim aktuellen Album solltest du besser vorher noch einmal genauer hereinhören, mir persönlich gefällt neben Down by the Water nur ein weiteres Lied, der Rest ist sehr poppig und in meinen Augen belanglos.
Ich glaube, mich an eine kurze Auseinandersetzung mit dir bezüglich Gorod im PotW Thread zu erinnern, bei der du die Band als seelenloses Gefrickel bezeichnet hast. In diesem Sinne habe ich ja dann genau den richtigen für diesen Track des Samplers erwischt. Zugegebenermaßen ist das letzte volle Album Process of a New Decline trotz einiger Highlights in zu großen Teilen weniger von gutem Songwriting als von Effekthascherei und Lückenfüllung geprägt. Die Transcendence EP gibt aber allen Anlass zur Hoffnung, dass dieser Kurs mit der kommenden Langrille korrigiert wird. Die ersten beiden Alben Neurotripsicks (etwas thrashiger) und Leading Vision (recht abwechslungsreich) könnten dir jedenfalls auch gefallen, auch wenn Transcendence schon ein gutes Stück eklektischer ist.
Ich freue mich schon auf den Rest deiner Reviews. 🙂
Hati-red11. Vildhjarta – Benblðûst
Komischerweise bringt es ausgerechnet Palez in ihrem Review über Lazarus‘ Sampler auf den Punkt, was mir so suspekt an dieser Musik vorkommt.Äh, wie meinst du das? ^^
Hati-red14. Her Name Is Calla – Dreamland
Extremes Rauschen gefolgt von niedlichem Geklimper; so ungefähr stelle ich mir The Angelic Process vor (immer nur Beschreibungen gehört, aber nie selbst ein Ohr riskiert).Ich glaube, an dieser Stelle wolltest du gar nicht lesen oder hören, wie The Angelic Process klingen. Okay.
http://www.youtube.com/watch?v=TYtQe2XjkQs
Also weniger sperrig, mehr ein Schlag ins Gesicht.
Lazarus_132Ha coole Sache, ich hätte ehrlich gesagt nach deinen Worten vorab mit ner schlechteren „Wertung“ der Songs gerechnet.
Das war natürlich Absicht. :haha:
Lazarus_132Die einzige Sache die ich nicht so recht nachvollziehen kann ist dein Opeth vergleich bei Dark Suns. Ich finde die Leute haben sich da schon meilen weit von entfernt. Beim ersten Album war es natürich noch mehr als deutlich aber jetz? Nunja ich habe das Album auch schon zig mal gehört und daher habe ich da sicher auch eine andere Wahrnemung was das angeht.^^
Fand ich auch weder richtig offensichtlich noch wirklich schlimm, Dark Suns sind nicht Ikuinen Kaamos. Ist schon manchmal blöd, sich vor anderen für seine komischen Assoziationen zu rechtfertigen, wenn man sie sich selber nicht mal erklären kann…
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trying to leave [COLOR=#808080]a mark more permanent than myself[/COLOR]palezÄh, wie meinst du das? ^^
Ich glaube, an dieser Stelle wolltest du gar nicht lesen oder hören, wie The Angelic Process klingen. Okay.
http://www.youtube.com/watch?v=TYtQe2XjkQs
Also weniger sperrig, mehr ein Schlag ins Gesicht.
War nicht despektierlich gemeint, aber von den vielen Posts, die ich bisher von dir gelesen habe, hast du oft mit Bands um dich geworfen, die mir wohl noch in 20 Jahren zu abstrus vorkommen würden. Und dass dann jmd, mit dem ich gar nicht so viele Geschmacks-Überschneidungen habe, eine ähnliche Einstellung zu Vildhjarta hat, hat mich dann schon überrascht. Das hast du bei dem Review über Lazarus‘ Sampler besser auf den Punkt gebracht, als ich es könnte^^
Und das AP-Video werde ich mir nachher in Ruhe geben; nur um dann nicht in Klammern darauf verweisen zu müssen, dass ich die jeweilige Vergleichsband nicht mal kenne.
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Edgirl &Ich dachte ja eigentlich das die Jungs Erwachsen sind, insbesondere Tobi aber nach der Aktion,... das ist Kindergartennivou. Als das heißt das die Jungs zu Kleinkindern Motieren oder was? ich blick echt nicht mehr durch...
Ich auch nicht, Sina. Ich auch nicht.So hier mal der erste Teil zu Molochs Sampler:
— Esben and the Witch – Marching Song
— Virus – Call of the Tuskers
— Blackwaves – 0143 IC
— Seefeel – Making
— Sun of Nothing – Hearthealer
— Master Musicians of Bukkake – Failed Future
— Sonic Youth – Thème d’Alice
— Floex – Forget-me-not
— Omega Massif – Im Karst
— Anna Ternheim – What Remains?
— Æthenor – One Number Of Destiny In Ninety Nine
— Ira – Hydrophobia
— Fennesz &Ryuichi Sakamoto – 0425
— The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble – White Eyes
— Yob – Before we Dreamed of TwoEsben And The Witch – Marching Song
So den Einstieg in Molochs Sampler machen also Esben and the Witch. Höre den Namen zum ersten Mal und muss nach mehrfachem hören auch sagen das ich nicht wirklich einordnen kann was die da Fabrizieren.
Sehr Atmosphärisch das ganze, verströmt eine gewisse Aufbruchstimmung, der Songname passt also perfekt. Angenehmer Frauengesang, gefällt mir recht gut. Instrumental ist das ganze sehr repetitiv und funktioniert so wunderbar.
Sehr angenehmer Einstieg in den Sampler, wobei mir bei diesem Song der Höhepunkt fehlt, ein Ausbruch oder so. Müsste ich mir wohl in Albenkontext mal geben.
7/10Virus – Call Of The Tuskers
Auch Virus waren mir vorher völlig unbekannt. Das Lied startet bereits sehr technisch verspielt. Sehr interessante Rhythmik, erinnert mich etwas an die typischen „Djent“ Polyrhythmen. Mit Djent hat das aber weiter nichts zu tun, spätestens wenn der Gesang einsetzt. Dieser ist ziemlich, kauzig ist wohl das richtige Wort. Gefällt mir relativ gut. Ab der Hälfte verändert sich der Song etwas, wird fordernder, die Bassline ab der dritten Minute ist wahnsinnig geil, instrumental gefällt mir das wirklich gut. Der Gesang ist etwas gewöhnungsbedürftig und auf Albumlänge befürchte ich das mich das schnell stören könnte. Wird aber mal angetestet.
8/10Blackwaves – 0143 IC
Nun begeben wir uns in Sludgige Gefilde. Schon von Anfang an beherrschen Dreck und Schlamm die erdrückenden Riffs. Sehr cooler Groove und schöne auflockernde Zwischenspiele. In der Mitte wird das ganze nochmal ein paar Tonnen schwerer was mir sehr gut gefällt. Erinnert mich etwas an die schwereren Omega Massif momente. Das ganze Walzt sich Schlammlawinen mässig die ersten 6 Minuten durch alles was im Weg steht und reisst alles mit. Die letzten 1,5 Minuten sind ruhig, wie nach einem Unwetter und offenbaren die ganze Zerstörung.
Ah ja habe ich erwähnt das es Instrumental ist? Auf jedenfall fette Sache, gefällt mir gut.
8/10Seefeel – Making
Song Nummer vier und ich kenne immer noch keinen Interpreten, find ich wirklich toll, danke soweit.
Was Seefeel hier machen hört sich für mich ziemlich Trip-Hop mässig an. Zumindest das Grundgerüst und der Gesang erinnern mich schon stark an Massive Attack. Im vordergrund spielt sich aber etwas viel nervöseres ab, klingt teilweise wie das „scratchen“ einer Platte plus eine sehr seltsame elektronische Melodie. Das Grundgerüst gefällt mir zwar, aber das was da im Vordergrund passiert stört mich nach einer Zeit dann doch ziemlich. Gegen Ende wird’s zwar besser, aber im grossen und ganzen leider doch relativ Langweilig.
4/10Sun of Nothing – Hearthealer
Auch dieser Song kristallisiert sich ziemlich schnell als was Sludgiges heraus. Diesmal jedoch mit Vocals und mit einer böseren Atmosphäre. Vorallem die Vocals sind der Wahnsinn, Anfangs heftiges Gekreische/gegrunze und ein recht Basslastiger Sound. Gefällt mir sehr gut mit dem vordergründigen Bass. Nach etwa 4 Minuten nimmt der Song etwas mehr fahrt auf und die Schreie werden extremer. Auch die Atmosphäre wird drückender, böser. Nach einem beschwörenden Mittelteil wird der Sound Post-Metal lastiger was aber relativ schnell wieder in einen wütenden Sludgeteil mündet. Ich kann nicht oft genug betonen wie geil der Basssound ist. Was ab ca. Minute 8 passiert kommt wirklich überraschend als das Lied plötzlich in einen ziemlich slammigen Brutal Death teil übergeht. Sick! Gegen schluss wirds wieder Postiger, mit wunderbar krankem gekreische, was dann in einer kurzen Noiseeruption endet. Extrem fette sache, gefällt mir sehr gut und kannte ich bisher nicht!
10/10
Master Musicians Of Bukkake – Failed Future
Von dieser Band habe ich tatsächlich schonmal gelesen, wusste aber nicht wie sie klingen und war entsprechend gespannt.
Das ganze beginnt ziemlich Psychodelisch und überrascht mit ziemlich schicken und bösartig klingendem Geflüster. Das erklingt leider viel zu selten für meinen Geschmack, an sonsten verändert sich der Song nicht grossartig. Es kommen zwar immer wieder neue Elemente dazu. Ab der Hälfte verstummt ein Grossteil und nur eine Synthiemelodie mit einigen „Windgeräsuchen“ bleibt, was gegen Ende hin in einen „rockigeren“ Teil mit einem seltsamen Solo übergeht. Anfangs klingt das zwar noch wie eine Gitarre, aber gegen Ende erinnert es mich mehr an eine verzerrte Geige. Alles schön und gut, wirklich mitreissen tut mich das aber nicht. Ist zwar interessant aber es vermittelt mir nicht sonderlich viel ausser das die Band gerne mit etwas spezielleren Sounds experimentiert.5/10
Sonic Youth – Thème d’Alice
Auch von Sonic Youth habe ich schon einiges gelesen, aber nie reingehört. Was mir hier um die Ohren saust lässt sich wohl in diese Ominöse Post-Punk Schublade stecken. Indiemässige Gitarren treffen auf einen sanften Bass und recht zahmes Drumming. Relativ lange verbleibt man in der gleichen Psychedelisch anmutenden Melodie bis gegen Ende etwas mehr Fahrt auf kommt und alles etwas Hektisch wird. Der Schluss hört sich dann doch etwas anders an, Atmosphärischer, verträumter. Wäre das ganze Lied wie die letzten paar Minuten, der Song würde mir viel mehr geben. Ganz Nett anzuhören aber gibt mir leider auch nicht sonderlich viel. Ah ja, der Song ist Instrumental gehalten, ich denke Vocals hätten hier ganz gut getan.
5/10
Floex – Forget-me-not
Forget-me-not fängt wunderbar verträumt an und gefällt schon von Anfang an sehr gut. Sehr spezielle Leadmelodie, klingt entfernt nach Saxofon, angenehmer Hintergrund Sound und die „Störgeräusche“ sind passend eingebaut und nicht zu Präsent. Mit der Zeit baut sich eine etwas „World-Music-mässige“ Stimmung auf, weiss aber zu gefallen. Könnte mir gut vorstellen sowas morgens auf dem Weg zur Arbeit zu hören. Was ich allerdings zu bemängeln habe ist, das die Musik schnell in den Hintergrund gerät, ich sowas nicht konzentriert hören kann. Ist halt Hintergrundmusik von der ich mich gerne Beschallen lasse, aber bewusst hören könnte ich das nicht über längeren Zeitraum.
7/10
Omega Massif – Im Karst
So Omega Massif war mir natürlich schon im vorraus bekannt, die Geisterstadt hör ich auch sehr sehr gerne. Weshalb es mich mehr wunder die Karpatia verschwitzt zu haben. Im Allgemeinen hat sich kaum etwas geändert am Soundgewand, höchstens das man etwas „Postiger“ geworden ist und die Doomteile kamen mir auch schon schwerer vor. Nichts desto trotz machen Omega Massif hier alles richtig, anfangs noch sehr doomig gehalten explodiert der Song in der Hälfte förmlich. Wunderbarer groove, toller Spannungsaufbau. Der Höhepunkt am Ende zeigt auch wunderbar wieso Omega Massif z.B. den Blackwaves überlegen sind, die haben mir zwar gefallen, aber was hier produziert wird ist Wahnsinnig toll.
10/10
Anna Ternheim – What Remains?
Der entspannte Singer/Songwriter kram (oder wie man das sonst nennt) von Anna Ternheim kommt nach der Aufwühlenden Musik von Omega Massif gerade recht. Wie ich wieder mal merke bin ich in diesem Gebiet überhaupt nicht bewandert, was ich auch sehr schade finde. „What Remains?“ ist ein melancholisches, aber leichtes Lied das an einen sonnigen Herbstspaziergang im Wald erinnert nach dem es eine Woche dauergeregnet hat. Die Stimme und auch die Musik gefällt mir sehr gut, würde ich mir sehr gerne Live ansehen. kann ich mir auch gut vorstellen das Album zu hören.
9/10
Æthenor – One Number Of Destiny In Ninety Nine
Nun sind wir wohl bei düsterem Ambient angelangt. Bereits von Anfang an treffen mehrere Geräusche aufeinander die eigentlich nicht zusammenpassen wollen oder sollten (vorallem das geblaste im Hintergrund), es aber trotzdem irgendwie tut. Nach einiger Zeit artet das ganze ziemlich aus, das Schlagzeug und der Bass verfallen in eine Raserei und auch der restliche Sound wir nervöser. Kurz darauf wendet sich der Sound wieder und wird straighter, doomiger. Besonders dieser Teil gefällt mir sehr gut, auch wenn der Bass etwas drönender hätte sein dürfen. Auch ein ganz klein wenig Drone und Noise dürfen in dem Gemisch natürlich nicht fehlen, war auch abzusehen in diesem bunten, aber in sich erstaunlich stimmigen Mischmasch. Hat sich mir aber erst nach einigen Durchläufen offenbart.
ps: Ich sehe gerade aufgrund von Last.fm das hier unter anderem O’Malley von Sunn O))) und Rygg von Ulver am Werk sind, von dem her eigentlich fast logisch wie das hier klingt.
7/10Ira – Hydrophobia
Hui was Ira hier fabrizieren lässt sich wohl grob als eine Mischung aus Prog Rock/Metal, Sludge, und etwas Shoegaze beschreiben. Der Gesang ist sehr stimmig und gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Zu beginn ist das ganze Musikalisch noch relativ eingängig zwar ein oder andere Ausbrüche aber immer gut fassbar. Ab der Hälfte wird man von einem „noise“ part in Post-Rockig anmutende Gefilde geleitet. Dazu kommt ein auf Deutsch gesprochener Text welcher, wie der Name Hydrophobia vermuten lässt von Wasser, mit Betonung auf das Ertrinken, handelt.
Irgendwie erinnert mich der danach einsetzende Gesang irgendwie an Katatonia oder Ghost Brigade.
Sehr toll, werd mal danach Ausschau halten, möchte gerne das Album davon hören.10/10
Fennesz &Ryuichi Sakamoto – 0425
Wieder zurück in den Ambient bereicht. Das ganze weiss schon mit den Atmosphärischen, leicht spacigen Elektronikeinsätzen zu beginn zu gefallen. Dass dazukommende und die Führung übernehmende Piano gefällt ebenfalls sehr gut, ich steh auf langsam gespieltes Piano. Durch die leicht wabernde Elektronik im Hintergrund und etwas das wie statisches Rauschen klingt wird die Weltraumatmosphäre nur verstärkt. Herr Moloch damit haben sie genau das getroffen worauf ich momentan Atmosphärentechnisch extrem draufstehe. Auch die Zeitdauer passt mit knapp 7 Minuten gut und wird nicht langweilig.
9/10
The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble – White Eyes
Das Kilimanjaro Darkjazz Ensemble also. Sehr schön standen lange auf meiner „Muss ich mal reinhören“ Liste und so klappt das auch endlich mal.
Was ich höre lässt mich als erstes an eine Mischung aus Bohren & Der Club of Gore und Crippled Black Phoenix denken, wobei CBP die überhand haben. Hätte ich so nicht erwartet, bin von mehr Bohren, mehr „Grossstadtneonlichterindernacht-Jazz“. Gefällt mir aber gut, so vergehen auch die Achteinhalb Minuten im Flug und hinterlassen den Wunsch das ganze Album zu hören.9/10
too be continued….
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Ich brech mit meiner Nase deine Faust! Yüah!Ich habe mich mit TwistOfFates Sampler beschäftigt:
1. Primordial – Death Of The Gods
2. Heretoir – Graue Bauten
3. Falloch – To Walk Amongst The Dead
4. Vic Anselmo – Put Your Spell On Me
5. Les Jupes – Myth # 3 (The Mountain)
6. White Lies – Holy Ghost
7. Lykke Li – I Follow Rivers
8. Universe217 – Nothing
9. Novembers Doom – Buried
10. Forgotten Tomb – Shutter
11. Black Sun Aeon – Brothers
12. Isole – Come To Me
13. Lifelover – Resignation
14. Crowbar – Let Me Mourn
15. Draconian – The Quiet StormPrimordial – Death Of The Gods
Zum Einstieg eine Band, mit der ich durchaus vertraut bin. Nach ihrem sehr überzeugenden letzten Album liefern sie hier neues Material ab, in das ich aber bisher noch nicht reingehört habe. Formal scheinen alle Elemente noch vorhanden zu sein, auf die Primordial auch beim Vorgänger gesetzt haben. Das Lied beginnt mit etwas seichten Akustikgitarren und es folgt bald der Einsatz der charismatischen Stimme des Sängers. Das Ganze bewegt sich permanent im Mid-Tempo-Bereich und kann weiterhin als progressiver Pagan Metal bezeichnet werden. Insgesamt mangelt es diesem Song doch ein wenig an herausragenden Stellen. Das Songwriting ist nicht ganz so überzeugend, wie auf einigen Songs von „To The Nameless Dead“ und die Stimmung wirkt etwas pseudo-episch. Die Band ist zwar bemüht, aber auf einen größeren Ausbruch, eine erhabene Melodie oder ein anderes spannungsaufbauendes Element wartet man leider vergeblich. Nichtsdestotrotz bewegt sich der Song doch auf solidem Niveau, obwohl da schon ein paar bessere Lieder dabei sein müssen, damit ich mir das Album besorge. 7/10
Heretoir – Graue Bauten
Auch Heretoir sind mir natürlich bekannt, gleichzeitig bisher aber nicht unbedingt durch einen besonders großen Einfallsreichtum aufgefallen. Mal sehen, ob mich „Graue Bauten“ umstimmen kann. Die Musik klingt im Prinzip genauso wie ich sie mir vorgestellt habe. Seichte, an Shoegaze und gelegentlich auch an Post-Rock erinnernde Gitarren treffen auf einen etwas schleppenden Rhythmus, verträumte Melodien und eine hintergründige Cleanstimme, die von gelegentlichem Krächzgesang unterstütz wird. Hm, irgendwoher kenne ich das. Ach ja, Alcest haben diese Mischung auf ihrem letzten Album in wirklich exzellenter Form vorgeführt. Hier ist die Stimmung vielleicht mitunter ein wenig dunkler und die Schreie ein wenig verzweifelter als bei Alcest, aber insgesamt sind doch riesige Parallelen erkennbar. Das muss natürlich nicht gleich heißen, dass Heretoir ein Reinfall sind, denn die Band hat offenbar doch ein recht gutes Gespür für schöne, melancholische Melodien. Allerdings ist diese Art von Musik doch etwas, das wirklich in allerbester Qualität und absolut stimmig präsentiert werden muss, damit es mich nicht nervt. Dabei sind Heretoir nicht mal wirklich nervig (obwohl mich diese süßlich-verzweifelte Stimmung nach einigen Durchläufen möglicherweise doch deutlich mehr stören würde), auch nicht so belanglos, dass man sie als durchgehend langweilig bezeichnen könnte, aber irgendwie will der Funke nicht so recht überspringen und der Song verliert sich dann doch ein wenig in der nichtssagenden Masse der Veröffentlichungen dieser Art. Durchaus stimmig, aber alles andere als etwas besonderes 6/10
Falloch – To Walk Amongst The Dead
Erneut ein Name, der mir schon über den Weg gelaufen ist. Reingehört habe ich auch schon, war damals allerdings ähnlich wenig überzeugt wie bei Heretoir. Der Song beginnt mit unaufgeregten und auch unspektakulären Gitarren, die dann in einen etwas ruhigeren, von der fast poppigen Cleanstimme getragenen Part münden. Dieser ist durchaus gelungen, vor allem weil das kurze, schnellere Schlagzeugspiel am Ende des Parts überraschend passend wirkt. Der seichte, etwas progressive Metal erinnert mich sogar gelegentlich ein wenig Opeth. Alles wirkt recht gut strukturiert und stimmig, allerdings kommt ungefähr zur Mitte des Songs dann doch deutliche Langeweile auf, da die richtig guten Melodien einfach nicht auftauchen wollen. Interessant, da zunächst sowohl die einzelnen Parts für sich als auch die Gesamtkomposition absolut stimmig und durchdacht wirkt (außer die Vocals, dir mich doch ein wenig nerve). Trotzdem kann mich eigentlich keine einzige Stelle wirklich mitreißen. Als dann zwei Minuten vor Schluss noch etwas Violinenartiges ertönt, das gemeinsam mit dem Schlagzeug wohl einen gelungen Spannungsaufbau darstellen soll (was allerdings etwas schiefgeht), ist’s dann aber doch vorbei mit dem Wohlwollen, da die drauf folgende Streicher-Melodie doch zu kitschbeladen ist, als dass ich sie ertragen könnte. Fazit: Komischer, durchschnittlicher Song; Ende sehr störend. 5/10
Vic Anselmo – Put Your Spell On Me
So, nun der erste Interpret, der mir gar nichts sagt. Einordnen kann ich das Ganze überhaupt nicht. Der Song wird hauptsächlich von der weiblichen Stimme getragen. Die Melodien könnten für mich teilweise auch einem Radio-Popsong entsprungen sein, die Stimmung soll wohl ein wenig im (neueren) Gothic-Bereich liegen. Die eingängigen, aber nicht umwerfenden Melodien in Kombination mit der etwas durchschnittlichen Stimme und den gelegentlichen, rockigeren Ausbrüchen wirken auf mich einfach völlig nichtssagend. Es gelingt der Band nicht nur nicht, irgendwelche Gefühle in mir hervorzurufen, ich weiß auch gleichzeitig überhaupt nicht, auf welche Emotionen die Band mit diesem Song überhaupt hinaus will. Teilweise nervig, teilweise extrem langweilig…. 2,5/10
Les Jupes – Myth #3 (The Mountain)
Erneut etwas, das mir absolut nichts sagt. Der Einstieg in den Song ist mit seinem spannungsaufbauenden Schlagzeugspiel schon mal gelungen, leider nach wenigen Sekunden wieder vorbei. Darauf folgt dann eine tiefe Männerstimme, bei der mir leider direkt Assoziierungen mit modernen Kitsch-Gothic-Kapellen in den Kopf kommen. Glücklicherweise entwickelt sich der Song aber nicht in diese Richtung. Der erste Teil ist noch ruhiger und mit seinem prägnanten Bassspiel noch am ehesten auszuhalten. Leider folgt dann eine absolut langweilige Melodie, die mich an diverse, ebenso langweilige Indie-Bands erinnert, die allerdings noch von einer weitaus schlimmeren, extrem eingängigen Kirmes-Melodie(das ist jetzt zwar ein wenig übertrieben, aber ich bin bei sowas recht empfindlich) abgelöst wird. Außer diesen beiden Melodien gibt’s dann auch nicht viel mehr in diesem nervigen Song, dessen Ziel mir ebenso verschlossen bleibt wie bei Vic Anselmo, der aber glücklicherweise schnell wieder vorbei ist. 2/10
White Lies – Holy Ghost
Auch dieser Name sagt mir nichts, die Band reiht sich aber perfekt bei ihren zwei Vorgängern ein. Nach einem langweiligen, seichten Indie-Rock-Einstieg folgt eine für mich absolut grauenhafte Melodie, die wegen ihrer extrem aufdringlichen Keyboardunterlegung jetzt tatsächlich Kirmes-Assoziationen nahelegt. Die sehr eingängigen Melodien in Kombination mit den grausamen Keyboards, schon fast an Elektro-Krams erinnernden Drums (nutzen die am Ende sogar noch Autotune?) und einer an Partystimmung erinnernden „Atmosphäre“ sind für mich leider der absolute Overkill. Kann ich absolut gar nichts mit anfangen. 1,5/10
Lykke Li – I Follow Rivers
Dieser Name sagt mir immerhin etwas. Habe ich als durchaus nicht besonderes Indie-Irgendwas in Erinnerung. Leider ist das Ganze dann doch deutlich näher an gängigem Pop, als ich gedacht habe, auch wenn auflockernde Elemente wie kurz eingesetzte Trommeln davon ablenken sollen. Die langweiligen Strophen werden dann von nervigen, auch hier sehr eingängigen Refrains unterbrochen. Auch wenn das Ganze absolut uninteressant und langweilig ist, gibt’s immerhin keinen so hohen Nervigkeitsfaktor wie bei den vorherigen Interpreten und es können auch Pluspunkte durch die gute, etwas müde wirkende, interessante Stimme gesammelt werden. 3,5/10
Universe217 – Nothing
Weiter geht’s mit Universe217. Der erste Teil des Songs besteht hauptsächlich aus orientalisch anmutenden Klängen und erinnert somit ein wenig an World-Music, ist aber auch wegen der zwar angestrengten, aber nicht besonders herausragenden Stimme recht unspektakulär. Irgendwann folgt dann der Ausbruch in Metal-Gefilde, der mit plötzlich einsetzenden, durchaus harten Riffs gestaltet wird. Hier steigt dann auch die Stimme der Sängerin weiter an und es wird deutlich auf eine recht epische Stimmung abgezielt. Das Ganze ist durchaus recht passend gestaltet, wobei die Kombination der beiden Liedteile auf mich etwas befremdlich wirkt, obwohl der Übergang sehr gut gestaltet wird. Nichtsdestotrotz hat dieses plakativ Epische und der immer damit verbundene Kitsch keinen besonders großen Reiz auf mich und die Melodien nutzen sich auch sehr schnell ab. Trotzdem kann ich immerhin nachvollziehen, warum man das überhaupt gut finden kann. 4,5/10
Novembers Doom – Buried
Novembers Doom sind mir als Death Doom-Band bekannt, die das Genre auch allen Klischees entsprechend praktiziert. Zu Anfang hört man cleane, stimmungsvoll-düstere Gitarren, die eine recht angstvolle Atmosphäre aufbauen. Interessant ist, dass sich der Sänger entschieden hat, zu Beginn des Songs bei den ruhigeren Stellen Growls und bei den härteren Stellen Clean-Gesang zu verwenden. Ist aber gar nicht mal so unpassend, wie es sich anhört und die trostlose, dunkle Stimmung des Doom Metals wird allgemein sehr solide vorgetragen. Auch die Melodien sind nicht schlecht und ermöglichen doch ein tieferes Eintauchen in den Song. Die wirklich tollen Momente sind dann aber leider nicht vorhanden und die Band bleibt dann doch nur bemüht. Auch der Kitsch ist natürlich allgegenwärtig, was ich im Doom aber bis zu einem gewissen Punkt vertragen kann, der hier vielleicht annähernd erreicht wird. Insgesamt ist der Song durchaus ok, haut mich allerdings keineswegs um und legt einer weitere Beschäftigung mit der Band nur bedingt nahe. 6,5/10
Forgotten Tomb – Shutter
Forgotten Tomb sind eine Black Metal-Band, bei der ich es bisher aus völlig unerfindlichen Gründen versäumt habe, mich mit ihr zu beschäftigen. Zeit, das nachzuholen. Der Song fängt mit einem durchaus gelungen, dissonanten Riff an, das in eine etwas obskure Mischung aus hartem Schlagzeug- und Gitarrenspiel und leisen Akustikgitarren übergeht. Die Vocals gefallen mir auch recht gut und ein wenig Stimmung kommt auf. Leider versäumt es die Band, ihren durchaus gelungenen Spannungsaufbau mit einem passenden Ausbruch zu vollenden. Stattdessen setzt sie in der Mitte des Songs auf eine kurzzeitige Ausblendung der Instrumente, die dann mit dem Einsatz völlig langweiliger Standard-Riffs endet, die später zu meinem Entsetzen noch von unglaublich unpassenden, rockigen Clean-Vocals unterstütz werden. Der Song endet dann auch völlig unspektakulär mit diesen Langweiler-Riffs. Fazit: Erster Teil durchaus ok und ambitioniert (mit einem passenden zweiten Teil vielleicht auch wirklich gut), zweiter Teil leider ein absoluter Reinfall. 5/10
Black Sun Aeon – Brothers
Black Sun Aeon sind mir als Nebenprojekt von Namenvergessen, dem Mastermind von Before The Dawn und diversen anderen Nebenprojekten, bekannt. Ähnlich wie bei seinen anderen Bands setzt man hier auf eine Stilmischung verschiedener Subgenres des Metals, die alle eine gewisse Nähe zum „Dark Metal“ besitzen. Zu Anfang hört man progressive Gitarren, die dann irgendwann von härteren Gitarren und den Growls abgelöst werden, zwischendurch aber immer mal wieder auftauchen. Leider kriegt man auch hier keine besonders guten Melodien zu hören, die das Ganze durchaus unterhaltsam gestalten könnten, da eine übermäßige Eingängigkeit in Kombination mit Kitsch hier glücklicherweise nicht auftaucht. Trotz oder gerade wegen des Fehlens von großen Melodien baut sich eine leicht epische Stimmung auf, die sich dann im letzten, dem besten Teil des Songs, der von Akustikgitarren getragen wird, entlädt. Erst hier erschließt sich einem der Song dann auch in Gänze und seine Qualität wird deutlich angehoben. Recht cool, auch wenn ich mir sowas glaube ich kaum besorgen werde. 7,5/10
Isole – Come To Me
Den Namen Isole ordne ich im Epic Doom ein, ein Genre, das mich bisher fast überhaupt nicht überzeugen konnte. Es geht allerdings mit einem durchaus schönen, melancholischen Riff los, das mich durchaus auf das Folgende gespannt macht. Leider ist das schöne Riff nach 40 Sekunden auch schon wieder vorbei und es folgen eher dissonante Riffs, die allerdings auch nicht wirklich drückend sind. Die Cleanstimme tötet die schöne Atmosphäre dann vollständig. Keine Ahnung, was an einer solchen Stimme schön sein soll. Vielleicht liegt’s aber auch nur an der Kombination von dieser komischen Männerstimme und den unpassenden Riff. Denn kurz darauf werden dann wieder melodischere Strukturen eingearbeitet, bei denen die Stimme weitaus weniger unpassend wirkt. Allerdings fehlen auch bei diesem Part die richtig guten Melodien und es dauert nicht lange bis die unmelodischen Riffs wieder ertönen und nervig vor sich hin holzen. Der ruhige Part gegen Ende sorgt dann noch einmal für Auflockerung und ist mit seiner Mündung in einen recht epischen Teil durchaus schön. Ein Song, der in seiner Gesamtheit leider kein bisschen stimmig ist, jedoch teilweise ganz nette Parts aufweist. 6/10
Lifelover – Resignation
Mh, Lifelover. Während Konkurs trotz seiner unglaublichen Eingängigkeit, trotz der süßlichen Melodien, dem Keyboard, dem Kitsch, den einfachen Songstrukturen und der extrem plakativen Depressions-Stimmung ein für mich sehr wichtiges Album ist und auch die anderen Lifelover-Album bei mir durchaus hoch im Kurs stehen, machen Lifelover auf Sjukdom so ziemlich alles falsch, was sie auf den Vorgängern richtig gemacht haben. Es war zwar keine wirklich Enttäuschung, da ich die Entwicklung schon kommen sah, aber es ist doch ein wenig schade. Und „Resignation“ bringt das, was ich an Sjukdom nicht mag, größtenteils doch recht deutlich zu Tage. Eigentlich sind alle bekannten Elemente noch vorhanden. Die cleanen Gitarren, die einfache, einprägsame Melodien vortragen, der treibende Rhythmus, der hier allerdings doch übertrieben wird, die durchgeknallten, abwechslungsreichen Vocals und der einfache Songaufbau. Allerdings klingt das Ganze auf eine etwas unterbewusste, subtile Art und Weise weitaus weniger intensiv, weniger echt als auf den Vorgängern. Hinzu kommt, dass auch das Songwriting stark nachgelassen hat. Während in anderen Songs die süßlichen Melodien nicht mehr wie ein sarkastischer Vorwurf und eine Beleidigung an die Welt klingen, sondern eher in die Beliebigkeit und Lächerlichkeit abrutschen, finden sich hier leider gar keine besonderen, aufregenden Melodien, was es nicht wirklich besser macht. Dieser Song hier läuft eigentlich komplett an mir vorbei und auch die Vocals, die nicht mehr so völlig gestört wie früher klingen, können das Ganze nicht annähernd retten. Zwar schade um die Band, aber ich weiß auch nicht, wie viel solche Musik die Welt wirklich benötigt. Übrigens klingt der Song kein winziges bisschen wie eine Resignation, anders als einige frühere Lifelover-Songs. 5/10
Crowbar – Let Me Mourn
Jetzt mal ein bisschen Sludge. Crowbar sind ja durchaus sehr bekannt, ich habe mich allerdings noch nicht wirklich mit ihnen beschäftigt. Die Band brettert dann mal in gewohnter Sludge-Manier drauf los. Drückende, abgrundtiefe Riffs walzen über den Hörer und die etwas entrückte Stimme brüllt dagegen an. Mehr Abwechslung würde dem Ganzen jedoch ziemlich gut zu Gesicht stehen, da bis auf die durchaus funktionierenden Riffs nicht besonders viel passiert. Irgendwann kommen mal ein paar Variationen vor, die auch etwas Melodisches andeuten, aber so ein richtiger Ausbruch erfolgt leider nicht. Schade, denn das Grundgerüst passt und ist durchaus stimmig. 6/10
Draconian – The Quiet Storm
Zum Abschluss gibt’s mit Draconian noch mal Kitsch-Doom. Der Anfang dient mit einem ruhigen Spannungsaufbau, der durchaus an den Novembers Doom-Einstieg erinnert. Allerdings wird hier eine leichte, süßliche Frauenstimme, die man von Draconian kennt, über das Ganze gelegt. Anschließend gibt’s die gewohnten Growls mit Weltuntergangsriffs, die allerdings auch hier nicht die ganz großen Melodien finden (nicht mal die richtig kitschigen). Irgendwann gibt’s dann ne kleine Veränderung, die recht aufdringliche Keyboard mit ins Spiel bringen, welche den Kitsch dann doch recht gut mitbringen. Im zweiten Teil des Songs wird’s dann anfangs etwas schneller und ein bisschen melodiöser, was dem Song auch gut tut. Kurz darauf verfällt die Band wieder in den düsteren Trott des Anfangs, was hier durchaus passend ist, auch wenn mich die Frauenstimme schon ein wenig nervt. Zwischenzeitlich gibt’s dann auch wieder ziemliche Pseudo-Epik, verbunden mit Keyboards, hintergründigem Frauengesang und viel Kitsch, der für diesen Gothic/Death Doom ohnehin exemplarisch zu sein scheint. Dieser Kitsch steigert sich dann bis zum Duett der Growls und der Frauenstimme am Ende. Mh, weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Manche Teile des Songs sind durchaus nett, andere eher langweilig und wieder andere doch sehr nervig. Insgesamt fällt mir eigentlich kein erdenklicher Grund ein, warum man nicht lieber (statt auf diese Band) auf Doom:VS, das weitaus bessere und weniger kitschige Nebenprojekt eines der Mitglieder, zurückgreifen sollte. 5,5/10
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Der Sampler war für mich insgesamt recht durchschnittlich. Nichts, was mich wirklich richtig überzeugen konnte, auch wenn ich in die Primordial sicherlich noch weiter reinhören werde. Vieles, was ansatzweise gut war, jedoch oft von unterschiedlichen Dingen kaputtgemacht wurde. Und zusätzlich ein paar wirklich sehr störende und anstrengende Sachen. Nichtsdestotrotz in meinen Augen kein richtig schlechter Sampler und es hat mir Spaß gemacht, mich mit den Songs auseinanderzusetzen.
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last.fmSo, hier mal meine Ergebnisse des diesjährigen Samplers. Ich hatte den Sampler vom Deathbanger. Dabei sind viele Tracks, deren Alben ich selber auch im Regal stehen habe. Allerdings auch einige Sachen, in die ich noch mehr reinhören werde und ggf zuschlagen werde. Im Grunde genommen eine gute Mischung aus Death und Black Metal Songs.
Auf Deathbangers Sampler waren folgende Tracks:
1) Obscura – Vortex Omnivium
2) Belphegor – Possessed Burning Eyes
3) Thulcandra – Aeon Of Darkness
4) Opeth – I Feel The Fire
5) Shining – FFF
6) Taake – Fra Vadested Til Vandesmed
7) Nocte Obducta – Tiefrote Rufe
8) Hate Eternal – Lake Ablaze
9) Heretoir – Heretoir
10) Lantlos – Intrauterin
11) Burzum – Valen
12) Agrypnie – Augenblick
13) Farsot – Empyrean
14) Bonjour Tristesse – Wieder Allein
15) Dornenreich – Wolfpuls1) Obscura – Vortex Omnivium
Los geht’s mit der deutschen Prog (Melodic) Death Metal Band Obscura. Hauptarbeitgeber von Thulcandras Steffen Kummerer. Der Song geht gut ab, und wird durch Chöre immer wieder aufgelockert. Dadurch wird er nicht langweilig. Übermässige Soli und Soundfrickeleien bleiben bei diesem Track zum Glück aus. Diese würden den Song nur in unnötige Länge ziehen. Trotz alledem handelt es sich bei Vortex Omnivium um einen sehr melodischen Song. Hab das Album selber im Schrank stehen, hat aber bislang noch nicht wirklich gezündet. Nach diesem Song jedoch werd ich mich mal mehr mit dem Album beschäftigen. 7/102) Belphegor – Possessed Burning Eyes
Zu Anfang des letzten Jahres haben uns die beiden Ösis von Belphegor den bereits 9ten Longplayer kredenzt. Was muss man noch zu Belphegor sagen. Denke wer sich eine Belphegor Platte kauft, weiss was ihn erwartet. Guter Black/ Death Metal – nicht mehr und nicht weniger. Bei vorliegendem Song auch nicht anders. Rasiermesserscharfe Riffs, dazu Helmuths perverse Vocals. Das ganze spielt sich für Belphegor-verhältnisse in ruhigeren Gefilden ab. Kurzum ein guter Song von einem soliden Album. Allerdings: ein zweites Lucifer Incestus wird es wohl nicht mehr geben. 7/103) Thulcandra – Aeon Of Darkness
Thulcandra: seit 2003 die neue Spielwiese von Obscuras Steffen Kummerer. Oft als Dissection Kopie oder gar Abklatsch abgetan. Aber warum auch nicht, schliesslich hat man Jahrelang auf ein zweites „Storm Of The Lights Bane“ gewartet und wurde mit Reinkaos doch recht enttäuscht. Diese Lücke wurde dann recht gut durch das Thulcandra Debut geschlossen.. So auch vorliegendes Liedchen vom Zweitling. Es herrscht eine Atmosphäre wie auf Dissections Storm Of The Lights Bane: Düster, nahezu bedrohlich. Dazu wird dazu technisch sehr guter Blackened Death Metal geboten, den man anno 2006 auf der letzten Dissection Platte erwartet hätte, aber leider nicht bekam. Allerdings finde ich, dass Thulcandra auf diesem Werk nicht mehr ganz so nach am schwedischen Original sind. 9/104) Opeth – I Feel The Dark
Nun folgt an vierter Stelle mal ein Nicht metallischer Song, nebenbei der mit Abstand ruhigste Song des Samplers. Opeth – The Heritage: Ein in unserem Forum sehr diskutiertes Album. Im Grunde genommen ging es meistens um den Weggang der Schweden vom bisher gespielten Progressive Death Metal der hin zum Prog Rock. Auf I Feel The Dark wird recht schnell deutlich, dass es eher in die Richtung Led Zeppelin und Deep Purple geht, als in die Richtung der Vorgänger. Ein relativ hoher Anteil an Akustischer Musik ist zu vernehmen. Im Grunde genommen ein Song, um mit einem guten Buch im Sessel zu versinken. Werd auf alle Fälle mal weitere Songs des Albums anchecken. 6/105) Shining – FFF
Kvarforth und seine depressiven Jungs veröffentlichten im Mai 2011 mit VII: Född Förlorare, wie der Name schon sagt, ihr bereits siebtes Album. Der Song FFF beginnt recht ruhig mit Akustikgitarre und Kvarforths klarem Gesang ehe es nach 1:40 Minuten mit Doublebass und „Kreisch“ Gesang los geht. Im Refrain vernehme ich jammernde Frauen. Zum Schluss des Songs kommt noch eine Orgel zum Einsatz. Kurz gesagt, einer der besseren Songs des Albums. Auch wenn Shining so ziemlich die ersten auf dem Gebiet des DSBM sind, so gibt es viele Veröffentlichungen, die um einiges besser sind als vorliegendes Werk. Kurzum, ein guter Song, aber zum nebenbei Pulsadern aufschneiden reichts dann doch nicht. 6-7/106) Taake – Fra Vadested Til Vandesmed
Im Grunde genommen kann man sagen, wo Taake drauf steht, ist auch Taake drin. Das ist in meinen Augen auch gut so. So ist es auch auf vorliegendem Track Fra Vadested Til Vandesmed. Melodische Gitarren, Drums im Midtempobereich, obgleich das Tempo hier und da mal angezogen wird. Dazu Hoests Gekeife. Gegen Ende des Songs kommt auch noch mal eine Geige zum Einsatz. Guter Song. Werd mal etwas mehr in das Album reinhören, ggf zuschlagen. 8/107) Nocte Obducta – Tiefrote Rufe
Nocte Obducta, wohl die Überraschung des letzten Jahres. Hat sich die Band doch eigentlich aufgelöst, wurde im November 2011 mit „Verderbnis – Der Schnitter kratzt an jeder Tür“ neues Futter im Zeichen der Ananas auf die Fans losgelassen. Geboten wird, wie man es von der Band nicht anders kennt, Avantgarde-BM vom allerfeinsten. Bei vorliegendem Song siehts von daher auch nicht anders aus. Beginnend mit einem Keyboard Intro setzen nach ca 10 Sekunden die Gitarren sein. Das Ganze spielt sich in eher langsamen Gefilden ab. Die Jungs haben ihren Job gemacht. 9/108) Hate Eternal – Lake Ablaze
So, nun kommt mit den Jungs um Eric Rutan mal US Death Metal an die Reihe. Hier ist nix mit Progressive oder Soundfrickeleien, hier gibt’s einfach auf die Fresse. Für zwischendurch ganz Ok. Da ich allerdings eher auf Schwedendeath a la Dismember stehe, nicht so ganz meins. Liegt aber nicht an den Fähigkeiten der Jungs oder an der Qualität der Musik. 3/109) Heretoir – Heretoir
Das Jahr 2011 war wohl das Jahr des sogenannten Shoegaze/ Post-Rock Black Metal (gern auch Studentenblackmetal genannt). Fleißigster Protaonist dieser Szene scheint Neige (Alcest, Amessoeurs) zu sein. Jedoch gab es auch Bands ohne seine Beteiligung. So auch das deutsche Projekt Heretoir. Welches 2011 sein Debut rausgebracht hatte. Allerdings liegen meines Erachtens zwischen Neiges Bandprojekten und Heretoir Welten. So finde ich dümpelt der Titeltrack eher vor sich hin, ohne dass wirklich „Herbststimmung“ aufkommen will. Für Zwischendurch mal ganz nett. 4/1010) Lantlos – Intrauderin
Dies machen die Landleute von Lantlos auf Agape um Längen besser. Mag vielleicht auch dran liegen, dass bei diesem Projekt ebenfalls Neige seine Finger mit im Spiel hat. Beiliegender Song Intrauderin zeigt dies gleich recht deutlich. Nach einem ca 2 minütigen Sample Intro steigen langsame, schwere – fast doomige Gitarren und Growls ein. Ab 5 Minuten wird es ruhiger. Eine recht melanchonische Stimmung umgibt den ganzen Song. 7,5/1011) Burzum – Vallen
Burzum´s Chef hatte ja im Knast reichlich Zeit um an neuem Material zu schreiben. So gab es letztes Jahr mit Belus sein Comeback. Nur ein Jahr später folgt mit Fallen, das nächste Album. Allerdings wird eine gänzlich andere Richtung eingeschlagen wie noch zu Filosofem oder gar Det Som Engang War Zeiten. Den Anfang machte Glemselens Elv vom Belus Album. Die Musik auf Fallen geht eher in Richtung Pagan/ Folk Metal. Varg singt vorranging mit Klarer Stimme. Kreischgesang kommt nurmehr selten bis gar nicht mehr zum Einsatz. Gutes Beispiel dafür ist der Song Vallen. Allerdings ist Vallen definitiv einer der besseren Songs des Albums. Alleinstehend für diesen Song: 8/1012) Agrypnie – Augenblick
Agrypnie: Quasi der kleine Bruder von Nocte Obducta. Spiel(t)en doch einige ehemalige NO Mitgleider bei den Hessen mit. Allerdings müssen sich Agrypnie mit Tracks wie Augenblick nicht hinter Nocte Obducta verstecken. Schlägt die Musik von Agrypnie doch in eine ähnliche Kerbe, wenn auch nicht ganz so Klasse wie Nocte Obducta. Black Metal mit deutschen Texten. Auf Augenblick wechseln sich schnelle und langsame Passagen abmwobei sich der Track maximal im Midtempo bewegt. Macht definitiv Lust auf mehr. Werd mal weiter in die EP reinlauschen. 8/1013) Farsot – Empyrean
Auf Platz 13 hat es auch ein Track vom neuen Farost Output, namentlich Insects auf den Sampler geschafft. Empyrean ist ein sehr schöner Song. Er ist umgeben von einer düster-melanchonischen Atmosphäre. Vom Gesang her wechseln sich Gekreische und beschwörende Chöre im ab. Der Song an sich ist eher schleppend, ohne dass aufs Gaspedal getreten wird. Kurzum, ein interessantes, wenn auch teils schwer zugängliches Werk. In Zukunft gerne mehr davon. 8/1014) Bonjour Tristesse – Wieder Allein
Bonjour Tristesse: wieder ein Projekt aus dem Fahrwasser von Nocte Obducta und Agrypnie. Diesmal wird jedoch DSBM zelebriert, welcher klirrend kalt und atmosphärisch daherkommt. Der Track Wieder Allein vom Album Par Un Sourire ist neben dem Nocte Track auf jeden Fall das Highlight des Samplers. Schöne melodische Gitarren, dazu Nathanael´s Gekreische. Album wird auf jeden Fall noch besorgt. DSBM vom Feinsten 9/1015) Dornenreich – Wolfpuls
Den Abschluss von Deathbangers Sampler macht Wolfpuls von Dornenreichs Flammentriebe. Auf diesem präsentieren sich die Ösis wieder etwas metallischer, obgleich sie an ihre Frühwerke nicht ganz heranreichen. Allerdings ist mit Wolfpuls einer der besseren Songs auf dem Sampler vertreten. Könnte vom musikalischen her auch auf das Her von Welken Album Nächten passen. Langsamer Avantgarde Black Metal mit Violineneinsatz. Dem Song alleine geb ich 7/10—————————————————————————————————————–
Fazit zu Deathbangers Sampler:
Bis auf 2-3 Durchhänger war es ein sehr guter Sampler, an dem ich viel Spass hatte. Vieles kannte ich bereits, da ich entsprechende Platte selber im Schrank habe. In einige Alben/ EPs wird ich weiter reinhören (Agrypnie, Bonjour Tristesse oder Opeth). Im Falle der Obscura werde ich der Platte doch noch mal mehr Aufmerksamkeit widmen. Die Bewertungen zum Schluss beziehen sich nur auf den entsprechenden Song, nicht aufs ganze Album/ die ganze EP.--
Plattensammlung Diskutiere nie mit Idioten. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau herunter und anschliessend schlagen sie dich mit ihrer Erfahrung.Nocte Obducta haben sich bereits 2006 aufgelöst. Das 2008 erschienene Sequenzen einer Wanderung war dann der Abschied.
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trikerganz klar Mr. BLACKMORE. Kenne keinen anderen, mit einem dermaßen gefühlvollen Stiel.
Musiksammlung RYM -
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