Jahressampler 2011 – Die Ergebnisse

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  • #6597127  | PERMALINK

    asgard1980

    Registriert seit: 21.08.2010

    Beiträge: 3,481

    Sorry, is berichtigt.

    --

    Plattensammlung Diskutiere nie mit Idioten. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau herunter und anschliessend schlagen sie dich mit ihrer Erfahrung.
    Highlights von metal-hammer.de
    #6597129  | PERMALINK

    palez

    Registriert seit: 04.01.2007

    Beiträge: 10,795

    Hati-redWar nicht despektierlich gemeint, aber von den vielen Posts, die ich bisher von dir gelesen habe, hast du oft mit Bands um dich geworfen, die mir wohl noch in 20 Jahren zu abstrus vorkommen würden.

    Haha, so geht es mir bei vielen der Bands, die du hörst, aber auch. :haha:

    #6597131  | PERMALINK

    Toxic_Violence

    Registriert seit: 15.07.2010

    Beiträge: 1,631

    Nachdem ich’s schon vor drei Tagen angekündigt habe, und dann leider unerwartet keine Zeit dafür gefunden habe, kommt jetzt hier der erste Teil meiner Bewertung zu palez‘ Sampler! Juhu!!

    Briefbombe mit Schleifchen
    01. Tom Waits – Hell Broke Luce
    02. Heinali & Matt Finney – Ain’t No Night
    03. True Widow – Jackyl
    04. St. Vincent – Surgeon
    05. EMA – The Grey Ship
    06. Fleet Foxey – The Shrine/An Argument
    07. PJ Harvey – On Battleship Hill
    08. The Slaves – You Could Save Me
    09. Wolves In The Throne Room – Thuja Magus Imperium
    10. Ash Borer – My Curse Was Raised In The Darkness Against A Doomsday Silence
    11. SubRosa – Beneath The Crown
    12. Ga’an – Arms They Speak
    13. Nils Petter Molvær – Barboon Moom
    14. La Dispute – Wildlife

    01. Tom Waits – Hell Broke Luce (Bad As Me)
    Treibende, groovige Percussions starten den Song, ich fühle mich spontan an einen Indianertanz um ein Feuer erinnert, dann steigt früh diese Stimme, diese unglaublich markante Stimme ein, baut mit den Percussions und einigen irgendwie im HIntergrund verschwindenden Gitarrentönen eine unglaubliche Soundwand auf, die mich fast übermannt.
    Dann Zusammenbruch der Wand, kurz bevor sie auf mich fällt, und ich unter ihrer Last zusammenbreche. Trompeten spielen ein kleines Zwischenspiel, ein Loch in der Wand, vielleich ein schönes Bild. Dann wieder die Wand. Als würde ich an ihr vorbeigehen und ab und an so ein Bild anschauen. Ein Museum? Jetzt Gewehrschüsse und Schreie im Hintergrund, von der Wand verdeckt. Mir wird klar, dass es sich um einen Soldatenmarsch handelt, und nicht um tanzende Indianer. Dann löst sich das Lied langsam auf. Man wartet auf einen Höhepunkt, der aber einfach nicht kommt. EIn ziemlich einnehmendes Lied, ja, aber man wartet auf irgendetwas, und wird am Ende enttäuscht. Oder ich habe ihn noch nicht entdeckt. Das kann auch sein. Habe bei jedem Hören irgendwas neues gehört, was ich absolut großartig finde. Das hatte ich zuletzt bei Pensées Nocturnes‘ Grotesque, und das ist immer noch eines meiner Lieblingsalben. Tom Waits wird also wahrscheinlich eingesackt. Und in Hoffnung den O(h)rgasmus in diesem Song noch zu entdecken gebe ich mal 8 von 10 Punkten für Hell Broke Luce. Hätte ich wohl die Lyrics lesen sollen?

    02. Heinali & Matt Finney – Ain’t No Night (Ain’t No Night)
    Langgezogene Riffschnüre, irgendwie ein bisschen shoegazig, erwarten mich im zweiten Song, Ain’t No Night von Heinali and Matt Finney. Das ganze wirkt ein bisschen abgehoben, schwebend irgendwo zwischen Stratosphären und Mesosphäre. EIn sanftes Schlagwerk begleitet die Saitenfraktion als eine Arat haltendes Seil, damit sie nicht noch weiter nach oben steigen. Dann setzen die Instrumete aus und eine Stimme erzählt eine Geschichte. Ich kann gar nicht alles erfassen, weil ich immer noch so hoch über dem Boden schwebe, und nur teilweise ein paar Worte aufschnappe, aber ich will mehr erfahren. Doch dann setzen die Instrumente wieder ein. Etwas später wieder die Erzählerstimme. Diesmal war ich drauf gefasst, schnappe mehr auf. Er kann sich an nichts mehr erinnern, scheint ziemlich gelitten zu haben. Mehr bekomme ich nicht mit, bevor mich Riffs erneut in höhere Sphären befördern. Ein ziemlich packender Song, erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Die Stimmung die der Erzähler (ja, hier wird tatsächlich kein Wort gesungen) verbreitet, ist allerdings oftmals nicht das, was ich so brauche. Das drückt die Punktzahl etwas: 7 von 10 Punkten

    03. True Widow – Jackyl (As High As the Highest Heavens and From the Center to the Circumference of the Earth)
    „Und der Preis für den beschissensten Albumtitel des Jahres geht an….“ …
    „True Widow!“ – Ja, das beschreibt so ziemlich den ersten Eindruck den ich hatte, als ich den Samplerordner geöffnet habe, und das sah. Aber auf der anderen Saite (ha ha, toller Wortwitz ) hat es mich auch gereizt. Ich wollte wissen, was es damit auf sich hat.
    Nicht all zu viel, wie sich schnell herausstellte. Einige nette Ansätze waren da, z.B. die schön dunklen Gitarren, das doomige halt, aber im Endeffekt fehlte mir da der Kern, das Erdige, das Lebendige. Insgesamt wirkte der Song auf mich eher einschläfernd und bekommt somit nur 5 von 10 Punkten.

    04. St. Vincent – Surgeon (Strange Mercy)
    Eine süßlich säuselnde Stimme begrüßt mich hier, und mir wird klar, dass Annie Clark bzw. St. Vincent an der Reihe ist. Im Hintergrund tönen Synthies oder verzerrte Gitarren vor sich hin, die im Laufe des Songs noch von einigen netten Bassläufen untertützt werden. Die Instrumentfraktion klingt in jedem Ton durchdacht, teils als eigenständiges Stück, teils als Tischbein für den Gesang. Letzterer klingt in diesem Song überraschend abwesend, beinahe träumerisch. Den Refrain presst sie beinahe extatisch, erschrocken aus, und setzt dem inneren aufgeräumten Durcheinander die Krone auf. Ein igrendwie fesselnder Song, mit erschreckend fröhlich erschrockener Stimmung. Das gefällt mir. 8 von 10 Punkten,

    05. EMA – The Grey Ship (Past Life Martyred Saints)
    Von ähnlichem Kaliber ist auch der nächste Song. Irgendwo zwischen Harmonie und Disharmonie, unglaublicher Spannung und Entspannung, Freundlichkeit und Verachtung schwebt das graue Schiff umher, das den blauen Himmel grau und silber färbt. Der Song beschwingt mich, lässt mich ähnlich wie Ain’t No Night schweben, und doch zu keiner Sekunde habe ich das Gefühl zu fallen. Es ist ein tolles Gefühl, dass der Song mir bringt, aber hinter meinem Rücken fühle ich mich bedroht. Ziemlich interessant. 7 von 10 Punkten.

    06. Fleet Foxes – The Shrine/An Argument (Helplessness Blues)
    Endlich mal ein Song, den ich auch in meiner Auswahl hatte. Oh ja, die Fleet Foxes Scheibe kenne ich, habe ich, mag ich, verzehre ich oft. Bei dem ausgewählten Song fühle ich mich, nachdem mich der letzte Song hat schweben lassen, zurück auf die Erde befördert. Als wäre ich kurz in Ohnmacht gefallen, und dann in einer perfekten Welt aufgewacht. Ja, ein atmosphärisch, harmonischer Song ist das, aber nicht der beste vom Album. Wenngleich er im Zusammenhang mit diesem Sampler wohl doch super passt. Das gibt 8.5 von 10 Punkten.

    Da mir die Tipplust nun ziemlich vergangen ist, mache ich hier erstmal eine Pause, und mache die Tage ™ weiter 😈

    --

    Last.fm
    Xere0XaosJuhu, jetzt bin ich der Forenstricher!
    #6597133  | PERMALINK

    Axe To Fall

    Registriert seit: 18.10.2009

    Beiträge: 9,142

    Zweiter Teil von Kiwipos Sampler:

    8. Adolescents – One Nation Under Siege
    Weiter geht es mit Punk der alten Schule. Ich hatte gar keine Ahnung dass es Adolescents immer noch und schon wieder gibt. Der Text klingt politisch, der Gesang rotzfrech. Dazu kommen die melodisch-eingängigen Riffs, und fertig ist der Wohlfühl-Punk-Song. Der trotzdem irgendwo kratzt. Was ja auch so sein soll, ist ja schließlich Punk. Sehr schöne Musik zum Nebenbeihören und von herrlich nostalgischer aber nicht altbackener Machart. Gefällt.
    7,5/10

    9. The Universe Divide – Of Realism – The Lead Artery
    Mit The Universe Divide geht es wieder in proggige Bereiche. „Of Realism“ verbindet bombastische aber nicht aufdrängliche Synths und Effekte mit modern-technischem Riffing und hymnisch anmutenden Melodien. Die Band kann aber brutal und schnell. Dabei bleiben die gut sechs Minuten rein instrumental, verkommen aber glücklicherweise nicht zur reinen Show-What-You-Got-Veranstaltung. The Universe Divide konzentrieren sich auf den Song und machen ihre Sache gut. Vor allem die eingestreuten Melodien sind sehr schön.
    7,5/10

    10. Unexpect – Orange Vigilantes
    Den Name kenne ich natürlich, zum reinhören bin ich aber nie gekommen. Und dabei steh ich auf jede Art von verrrückte bis chaotischen Metal. Umso gespannter war ich nun auf Unexpect. Die Band bringt Taktwechsel am laufenden Band, wechselt das Thema im Zehn-Sekunden-Takt und bietet dazu noch recht anstrengenden weiblichen Gesang. Aber als krass und besonders verrückt empfinde ich das nicht. Nur als etwas überambitioniert, zusätzlich mag ich den Gesang einfach nicht wirklich. Nicht verkehrt, aber für mich eine klare Enttäuschung.
    6,5/10

    11. Heinali & Matt Finney – Tinderbox
    Es wird noch schwieriger. Verdammt atmosphärisch, abweißend und kalt. Sprechgesang der mir widerwillig aber doch bestrebt eine Geschichte erzählen will, immergleicher Rythmus, dann surren die Gitarren auf. Klasse. Ein toller Moment. Dann schweigen die Gitarren wieder und der Song klingt aus. Fantastisch. Ein Samplerhighlight. Dennoch ein Song, für mich ein kleines Kunstwerk, der mir Angst vor dem Album macht. Muss ich aber weiter reinhören.
    9/10

    12. Aliases – The Reality Of Beliefs
    Jetzt eine Portion moderner Frickel(core), das core kann man aber auch weglassen. Was jetzt relativ einfallslos beginnt, setzt mit gelungenen Cleans erste Akzente. Der Rest ist halt mehr oder weniger business as usual auf hohem Niveau. Der letzte Kick fehlt irgendwie, solide ist das ganze trotzdem.
    6,5/10

    13. Rashomon – Jigora
    Der Albumtitel verrät mir, dass es sich um Filmmusik handelt? Die ersten Minuten klingen nämlich durchaus so. Hat fast schon etwas 007-Artiges. Funktioniert mit entsprechenden Bildern sicher sehr gut, so ist es eine durchaus schöne Melodie.
    -/10

    14. Scale The Summit – Emersion/The Levitated
    Mal wieder ein bekannter Name. Das Album hab ich, glaube ich, auch schon mal zumindest auszugsweise gehört. Geboten wird gut gemachter instrumentaler Metal der durch Abwechslunsg glänzt. Dennoch fehlen dem Song die Melodien, die die neue Animals As Leaders so stark machen. Dennoch fällt es schwer etwas negatives über dieses grundsolide Stück Musik zu sagen. Denn gerade die ruhig gehaltene zweite Hälfte gibt dem Song einen Kick. Gelungen, definitiv.
    7,5/10

    15. Circle Takes The Square – Rites Of Initiation
    Klar, es war keine Reihenfolge vorgesehen, aber es gibt sicher keinen monumentaleren Abschluss als diesen 23 Minüter. Der Anfang erinnert dann tatsächlich etwas an den Opener der jüngsten Moonsorrow. Doch vollkommen verkehrte Richtung, hier handelt es sich um finsteren Screamo mit verschiedensten Genre-Einflüsse. Der Sänger ist fantastisch, man merkt ihm die Leidenschaft zu jedem Zeitpunkt an. Der Song ist dann die fast perfekte Mischung aus Ruhe und Storm. Die teils fast meditative Stille steht in einem genauso krassen wie großartigen Kontrast zu den stürmisch-chaotischen Wutanfällen. Großartig! Chapeau, genau meinen Geschmack getroffen. Die weiblichen Vocals sind auch ziemlich sick! Absolutes Highlight!
    10/10

    Fazit:
    Ein sehr interessanter Smapler mit vielen neuen Namen und einigen Highlights und Neuentdeckungen, also genau das was ich mir versprochen hatte.

    --

    Musik-Sammler „I met God and he had nothing to say to me.“
    #6597135  | PERMALINK

    xkillwithpowerx

    Registriert seit: 25.12.2003

    Beiträge: 7,966

    Bei The Universe Divide bringst du die Stärken meiner Meinung nach gut auf den Punkt, nur hätte ich nach dem Review mit einem halben oder ganzen Punkt mehr in der Bewertung gerechnet. 😉

    Für deine Erwartungen war Orange Vigilantes von Unexpect wohl tatsächlich nicht die optimale Wahl, aber das ist dann auch das gesamte Album tendenziell nicht, da sich dieses im Vergleich zu den Vorgängern durch kompaktere und, wenn man so will, etwas poppigere Songs auszeichnet. Wenn du es lieber etwas verrückter haben und der Band noch eine Chance geben willst, könntest du mal bei In a Flesh Aquarium reinhören, vielleicht auch bei der We, Invaders EP.

    Mit Aliases tue ich mich teilweise auch etwas schwer und kann deine Meinung voll und ganz nachvollziehen. Eigentlich macht die Band auf ihrer Debüt EP so ziemlich alles richtig, eigenständig und relativ originell klingt das Ganze auch, aber der letzte Kick fehlt auch mir noch. Obwohl ich mich bei jedem Hören frage, wieso…

    Wenn ich da nichts falsch verstanden habe, ist die Musik von Rashomon übrigens nur von Filmen inspiriert und an diese angelehnt, Filmmusik im klassischen Sinne ist es nicht. Das Label sagt „FILE UNDER : Sinister soundtracks / Sound Library / Giallo / Exotica“ und irgendwie klingen diese Bezeichnungen stimmig, vor allem Sound Library.

    Schön, dass ich mit Circle Takes the Square so einen Volltreffer gelandet habe. Es handelt sich bei dem Lied übrigens um die gesamte aktuelle EP, deren vier einzelne Tracks ich zu einem zusammengeschnitten habe, um das komplette Teil auf den Sampler zu mogeln. 😉 Wie unschwer zu hören ist, ist es ja auch als zusammenhängendes Gesamtwerk konzipiert. Wenn dir das gut gefällt, solltest du dir UNBEDINGT ihr bisher einziges Album As the Roots Undo besorgen:
    http://www.youtube.com/watch?v=_SqYoJhs7Tk
    Die Scheibe gehört vielleicht in meine All Time Top 10 und ehrlich gesagt finde ich Rites of Initiation im direkten Vergleich sogar schon etwas enttäuschend. Ach ja, die Band ist übrigens ab nächster Woche das erste Mal in Europa auf Tour und zwar als Support für Kylesa. Sollte man sich nicht entgehen lassen.

    Freut mich sehr, dass dir mein Sampler insgesamt gefallen hat, letztes Jahr musste sich ja ein eher mäßig begeisterter SirMetalhead mit meinem Schrott herumärgern. Auch im Hinblick auf den mir zugewiesenen Sampler war dieses Jahr eine Steigerung um mehrere hundert Prozent – so macht die Geschichte hier auf jeden Fall Spaß. Um solche Situationen grundsätzlich wahrscheinlicher zu machen, werde ich übrigens auch beim nächsten Mal wieder eine Vorsortierung beziehungsweise eine nicht rein zufällige Samplerverteilung vorschlagen. Vielleicht bin ich dann wieder ein arrogantes Arschloch, aber vielleicht kommt dann auch einigen die Erkenntnis, dass jeder einzelne Teilnehmer davon profitieren würde.

    #6597137  | PERMALINK

    Lazarus_132

    Registriert seit: 18.05.2009

    Beiträge: 19,104

    o ich schreib jetz auch mal was zu Tonitastesns Sampler.

    Trackliste:

    1. Giles Corey – The Haunting Presence
    2. M.atana Roberts- Kersalia
    3. K.S.H.E. (Kami- Sakunobe- House Exolosion aka Terre Thaemlitz)- Hobo Train
    4. Sharon Jones & The Dap- Kings- What If We All Stopped Paying Taxes?
    5. Feist- Get It Wrong Get It Right
    6. Der Blutharsch & The Infinite Church Of The Leading Hand + Aluk Todolo- A Collaboration I
    7. Uncle Acid & The Deadbeats- I´ll Cut You Down
    8. EMA- Endless Nameless
    9. Lana Del Rey- Video Games
    10. David Lynch (feat. Karen O)- Pinkys Dream
    11. The Raveonettes- Ignite
    12. PJ Harvey- The Words That Macketh Murder
    13. Amplifier- Interglacial Spell
    14. SubRosa- Borrowed Time, Borrowed Eyes
    15. La Dispute- King Park

    1. Giles Corey – The Haunting Presence
    Irgendwie kommt mir der Name bekannt vor. Gehört habe ich von dem Herren aber noch nie etwas. Da der Toni ja gern „andere“ Musik zu hören scheint, bin ich also schonmal sehr gespannt. Es beginnt mit ruhigen Akustik Gitaren klängen und geht während des Songes immer weiter in Ambient Richtung. Hier und da gesellen sich auch mal folkige elemente hinzu. Sehr sphärisch das ganze. Gefällt mir auf jeden Fall schonmal recht gut. Klingt der immer so?
    8/10

    2. Matana Roberts- Kersalia
    Ah ein Saxophon. Ist das Jazz? Ich kenne mich da nicht so wirklich aus.
    Auch dieser Song ist wieder sehr chillig gehalten, wie übrigens so ca 90% des Samplers.
    Hmm jetzt rede die Dame irgendwelchen Kram. Das langweilt mich dann doch eher. So hat der Song bis auf eine schöne Melodie nichts was mein interesse wecken könnte.
    Ich mag solche Sprechszenen in Musik eh nicht sonderlich gern. Keine Ahnung, gibt mir fast gar nichts. Diese Rummelplatz Melodie am Ende ist noch ganz witzig.

    3/10

    3. K.S.H.E. (Kami- Sakunobe- House Exolosion aka Terre Thaemlitz) – Hobo Train
    Wie schon angedeutet wieder ein sehr chilliger Song. Leider etwas anstrengend. Klingt ein wenig wie sehr softer techno, house oder wie man das nennen mag. Ich finde das jetz weder gut noch schlecht, eher beliebig. Die Synthies im Hintergrund sind ganz nett. Weiß nicht was ich groß dazu schreiben soll. Der Song dauert 12 Minuten und verändert sich wärend dessen nur in Nuancen. Das sich ewig wiederholende Sample geht mir sogar ein wenig auf die Nerven. Hier und da gesellen sich mal ein par neue Elemente hinzu.
    Wenn ich mal wieder nicht einschlafen kann ist das wohl meine zukünftige Medizin. Nicht wirklich mein Fall.
    5/10

    4. Sharon Jones & The Dap- Kings – What If We All Stopped Paying Taxes?
    Hmm das ist jetz wohl Funk oder Soul, wie? Auch so Musik die ich weder nervig noch irgendwie toll finde. Von der Instrumentierung her natürlich recht gut auch der Gesang ist an sich nicht schlecht. Es klingt nach einer recht allten Aufname aber ich denke mal das war auch die absicht der Muiker. Allerdings geht es hier um meinen persönlichen Geschmack und der sagt mir halt, dass mich die Musik völlig kallt lässt. Sorry.

    5/10

    5. Feist- Get It Wrong Get It Right
    Ok das hier finde ich dafür schonwieder etwas interessanter. Eine schöne weibliche Stimme begleitet von Akustischer Musik. Recht atmosphärisch und auch eingängig das Ganze. Die süßlichen Melodien weben einen förmlich ein. Schöne Musik für ruhige Stunden.
    Last.fm sagt mir das die Dame scheinbar ziemlich bekannt ist. Ich habe nie was von ihr gehört. komisch.
    egal: 7,5/10

    6. Der Blutharsch & The Infinite Church Of The Leading Hand + Aluk Todolo- A Collaboration I

    Auch so interessant ist Der Blutharsch. Last.fm sagt mir etwas von psychedelic- und Krautrock. Für mich klingt das ganze aber eher nach ambienten Drone(kann man sicher so sagen). Die Musik erzeugt eine sehr dunkle Atmosphäre. Langsam baut sich dieser Brocken immer mehr auf, bis er einen letzten Endes verschlingt. Sehr tolle Sache die ich bei Zeiten vieleicht mal weiterverfolgen sollte.
    8,5/10

    7. Uncle Acid & The Deadbeats- I´ll Cut You Down

    Ah, die Band die der Andie scheinbar sehr zu mögen scheint.
    Geboten wird oldshooliger Rock mit 70’er Flair. Die produktion ist sehr erdig geraten. sehr coole Riffs und das ein oder andere Solo ebnen den Weg zum „gut finden“. Ich kann dazu jetzt zwar auch nicht viel mehr sagen da die ganz Sache ja doch sehr eingängig und einfach gehalten ist aber es gefällt mir durchaus.
    8/10

    8. EMA- Endless Nameless
    Den Namen habe ich schonmal iwo gelesen. Ich wusste aber nicht was mich da denn so erwarten würde. Das Ding klingt aber schonmal sehr nett. Eine recht schmutzige Produktion + teils übersteuerter Gesang erzeuen eine dunkle und bedrohliche Atmo. Muss ich mich definitiv mal näher mit auseinander setzen. Klingen die immer so?
    Irgendwie bin ich heute recht unkreativ as das schreiben anbelangt. Sorry dafür und danke für den coolen Song. ^^
    9/10

    9. Lana Del Rey- Video Games
    Der Song beginnt mit ruhigen Klaviermelodien. Eine weiblche Stimme setzt ein. Alles recht verträumt, melancholisch und eingängig. Im hintergrund verneme ich weitere Intrumente u.a. geigen und synths. Ganz schöne Sache eigendlich.
    7/10

    10. David Lynch (feat. Karen O) – Pinkys Dream

    Der verwirrte Regisseur versucht wohl die Stmmung seiner Filme auf musikalischer Ebene festzuhalten. Dabei gelingt ihm hiermit zumindest ein ziemlich cooelr Song mit nettem Spannungsbogen. Die Gastsängerin leistet dabei sehr gute arbeit. Wenn der Rest des Albums auch hier mithalten kann werde ich mir das evtl mal zulegen.

    11. The Raveonettes- Ignite
    Das ist jetz entweder eine verdammt dreißte Kopie oder eine Ode an die Band, denn bis auf den Gesang klingt der Song 1:1 wie Joy Division. Nagut nicht komplett denn zur Mitte hin werden noch ein par eigene Elemente eingebracht. An scih ein guter Song aber ich weiß auch nicht wirklich was ich davon halten soll.
    7/10

    12. PJ Harvey- The Words That Macketh Murder
    Ah ok, die Dame ist ja relativ bekannt. Die Stimme klingt am afang des Songs sogar etwas nach Björk. Wieder so eine Singer /Songwriter Geschichte. Schwer zu beschreiben wenn man solche Musik in der Regel nicht hört. Mir gefällts zumindest recht gut.

    7,5/10

    13. Amplifier- Interglacial Spell
    Von den prog. Rockern habe ich wirklich viel erwartet, da ich bisher fast nur positives zu ihren Alben lesen konnte. Aus finanziellen gründen muste ich ihr neues Opus namens „The Octopus“ leider wieder stornieren. Nun ja, Ein treibenes Riff (das mich etwas an Manowar erinnert *g*) führt den Song voran. Der Sound ist etwas eigenatig, der Gesang steht weit vorne und die Klampfen wirken irgendwie dumpf. Die dargebotene Musik kann sich auf jeden Fall hören lassen. Im Gesamtkontext des Albums kommt es sicher auch nochmal eine Nummer besser zu geltung. Das Solo gegen Mitte des Tracks kann sich auch hören lassen und zum schluss bäumt sich die Band nochmal richtig auf.
    Schönes Ding!
    9/10

    14. SubRosa- Borrowed Time, Borrowed Eyes
    Ja, die Band kenne und vergöttere ich ja bereits. Ich glaube ich zitiere mich ier einfach mal selbst:

    Schon der erste Track „Borrowed Times, Borrowed Eyes“ zieht den Hörer mit seiner träumerischen Atmosphäre in seinen Bann und man vermutet nicht mal annähernd, dass es sich hier noch um den schwächsten Song der Platte handelt.

    Kann man so stehen lassen. Eine schöne Kombination aus harten, doomigen Gitarrenriffs und wuundervollen Geigenklängen bildet hier eine unverwechselbare Atmo.
    8,5/10

    15. La Dispute- King Park
    La Dispute und vor allem ihr Song King Park ist wohl eine der Entdeckungen des Jahres für mich gewesen. Diese ergreiffende geschichte, die mit absolut passiger musik unterlegt erzäht wird, sucht ihres Gleichen. Über das Genre kann man sich streiten. Auf jeden Fall hat es was mit Hardcore zu tun. Die Stimme des Sängers ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich finde es zumindest absolut genial.
    10/10

    Danke für diesen schönen Sampler. Das mir nicht alles gefallen konnte war ja sicher schon vorweg klar. Gefreut habe ich mich vorallem darüber dass er sich wirklich schön flüssig gehört hat. Die Übergänge haben immer gut gestimmt. Den David, Giles, EMA und Blutharsch werde ich mal weiterverfolgen.

    --

    [COLOR=#ff0000]Last.fm[/COLOR] [COLOR=#ffa500]Musiksammlung[/COLOR] [COLOR=#00ffff]Filmsammlung[/COLOR] [COLOR=#00ff00]Comicsammlung[/COLOR] "Die Bestie hat meine Parkanlagen verwüstet! Das verzeihe ich dir nie! NIEMALS King Ghidorah!!!"
    #6597139  | PERMALINK

    tonitasten

    Registriert seit: 13.08.2011

    Beiträge: 1,998

    Giles Corey klingt mitunter sehr akustisch, mit Einsprengseln aus Ambient/Drone. Auf jeden Fall klingt das Ganze sehr dunkel und neblig. Hier würde der Begriff Endzeitballaden wie die Faust aufs Auge passen. Dürfte dir gefallen.

    http://www.youtube.com/watch?v=mXPp_5Q5CHk

    Die Spoken Word- Parts machen einen Teil von Matana Roberts Faszination aus. Ich glaub, ich kann dich eher nicht dazu bewegen, sie zu mögen.

    Bei K-S.H.E. ist dieses monotone, repetitive halt sehr präsent. Die Musik ist im Grunde voll mit Zitaten gespickt. Das Konzept rund um Transgender- Identität, Multikulti und den damit verbundenen Konflikten find ich aber ganz interessant. Zumal sich Terre Thaemlitz, der hinter den Pseudonym steckt, ja selber nicht so für Ernst nimmt. Das Album wurde in Japan schon 2004 veröffentlicht (2011 weltweit). Terre lebt auch selber in Tokio. Von der Musik halt her klassischer, einnehmender Deep- House. Es gibt aber auch klassische Piano-Sachen von ihn. Terre hat selber eine klassische Ausbildung genossen, was ja im elektronischen Bereich schon eher die Ausnahme darstellt. Ich glaub, das ist aber auch nicht so dein Fall. Versuch ist´s wert.

    http://www.youtube.com/watch?v=nPv4zFpXzP8

    Sharon Jones klingt halt sehr nach 60´s. Kennst du einen, kennst du alle. Trotzdem mag ich ihre kraftvolle, soulige Stimme. Es kam dieses Jahr eine Compilation mit B-Seiten und Live-Klassikern. Manches auch erstmal offiziell auf CD erhältlich. Die Dap- Kings waren übrigens schon mal die Begleitband von Amy Winehouse.

    Ja Feist. Schöne Musik für ruhige Stunden. Da macht das neue Album Metals keine Ausnahme. Schön ist es ja allemal.

    Der Blutharsch, ja. Ich kann Albin Julius einfach nicht ausstehen (er hat zu oft unreflektiert mit denkwürdigen Symbolen und Statements von sich reden lassen). Aber die Infinite Church soll ja mit den alten Blutharsch kaum noch was zu tun haben. Wichtiger ist es, dass es eher ein Aluk Todolo– Album ist. Diese einnehmenden Drones findest du auch auf seinen Veröffentlichungen.

    http://www.youtube.com/watch?v=-vXyP0Ivc58&feature=related

    Bei Uncle Acid bewegt sich das ganze Richtung einprägsamer 70´s-Rock mit Hommage an Hammer-Horror-Produktionen. Kann man mit den Album nicht viel falsch machen.

    EMA ist eine Frau, Erika M. Anderson. Das Album klingt wie der dreckige Low-Fi-Bruder aus PJ Harvey und Velvet Underground. Check mal das:

    http://vimeo.com/28938236?height=80%&iframe=true&width=80%

    Von Lana Del Rey kommt das Album in 2 Wochen. Bis dahin abwarten, ob es eine Eintagsfliege bleibt. Mit Video wirkt das noch besser.

    http://www.youtube.com/watch?v=HO1OV5B_JDw

    Bei David Lynch hör vorher erstmal rein. Pinky´s Dream bildet da schon echt die Ausnahme. Der Rest ist nämlich schwerer zu verdauen.

    http://www.youtube.com/watch?v=qgoFtLLtwD0

    The Raveonettes ist halt von diesen Post-Punk/Shoegaze- Sound sehr geprägt. Die früheren Sachen klingen nicht ganz so dunkel. Dafür noisiger.

    http://www.youtube.com/watch?v=HbFX-J2KDYM&feature=related

    Über PJ Harvey ist ja im Grunde schon alles geschrieben worden. Let England Shake ist imho ein guter Einstieg, wenn man sich mit der Dame genauer beschäftigen will.

    Von Amplifier kann man ja alles kaufen. Wo Amplifier drauf steht, ist auch Amplifier drin. The Octopus ist aber trotzdem ein sehr tolles Album geworden. Auf Augenhöhe mit den Debut.

    SubRosa und La Dispute kennst du ja schon. Hast du schön auf den Punkt gebracht.

    --

    #6597141  | PERMALINK

    Moloch

    Registriert seit: 15.02.2006

    Beiträge: 4,288

    Nezyraels Sampler

    Tracklist:

    1. Lady Gaga – Heavy Metal Lover
    2. Fetus Stench – Stillborn Son
    3. Fleet Foxes – The Shrine / An Argument
    4. Facing The Swarm Thought – Luna
    5. SubRosa – Beneath The Crown
    6. Young And In The Way – The Should Greet Me With Howls Of Execration
    7. The pains Of Being Pure At Heart – Belong
    8. Trap Them – The Facts
    9. Tom Waits – Chicago
    10. Oathbreaker – Glimpse Of The Unseen
    11. PJ Harvey – The Words That Maketh Murder
    12. La Dispute – King Park
    13. Shabazz Palaces – An Echo From The Hosts That Profess Infinitum
    14. Hymns From Nineveh – So Mournful The Elegy, So Comforting The Hymn
    15. Arch/Matheos – Incense And Myrrh
    16. The Weeknd – High For This

    Schöne Mischung aus mir bekannten und ein paar unbekannten Bands.
    Und ja, sind 16 Tracks. Ist mir aber relativ schnuppe, da der Sampler verhältnismäßig kurz ist (ca. 75 Minuten).

    1. Lady Gaga – Heavy Metal Lover

    Miss Germanotta bleibt für mich ja persönlich immer musikalisch ein wenig hinter ihrem Image hängen, hatte trotzdem in der Vergangenheit immer den einen oder anderen Song der mir echt gut gefallen hat (hab nicht ohne Grund die Alejandro 7′ hier stehen). Vom neuen Album hab ich aber bewusst noch gar nichts gehört.
    Der Heavy Metal Liebhaber fällt vor allem gleich durch seinen krassen Retorten-Beat auf, der sich stumpf im 4/4 Takt vorarbeitet. Der recht unspektakuläre Refrain bleibt trotzdem schnell im Gedächtnis kleben, einzig nerviger Punkt für mich ist der etwas überflüssige Einsatz von Vocoder-Effekten. Alles in allem leider nur so halb toll, hat zwar seine Momente, aber der Überhit ist das hier IMO nicht.

    6/10

    2. Fetus Stench – Stillborn Son

    Krasser Stilbruch und wir sind im DM angekommen. Musik und Name erinnern mich doch teilweise an Cannibal Corpse, grad der Sänger grunzt in ähnlichen Gefilden wir Fisher rum. Allerdings bleibts einigermaßen gediegen und nicht so over the top technisch wie bei CC. Schönes Geballer, welches mal überhaupt nicht nach Demo-Status klingt. Eigentlich machen die Jungs hier wirklich nichts falsch, aber solche Musik geb ich mir persönlich nur noch Recht selten, wenn ich mal wirklich in der Stimmung dazu bin, deswegen „nur“

    7/10

    3. Fleet Foxes – The Shrine / An Argument

    Der Anfang ist mal super Scheiße, für mich ne schlechte Mischung aus kitschigem irischem Folk plus poppige alternativ Anleihen. Ab 2:20 wirds zwar besser, aber immer noch nicht so wirklich toll. Ne schippe Drive hier, paar sphärische Momente da, bevor man den Song künstlich ausbremst und einen Anthony Braxton Verschnitt lostrompeten lässt. Weiß nicht, hab ja per se nichts gegen diese ganze alternative Singer-Songwriter/Folkschiene (wo ich Fleet Foxes jetzt mal dreist reinstecke), aber hier passt sovieles einfach nicht. Am schlimmsten fällt mir der Gesang auf, der oftmals (vor allem im Mittelteil) arg übersteuert. Schade, denn einige isolierte Ideen und Momente sind nicht schlecht, aber in der Summe find ich das hier etwas enttäuschend..

    2/10

    4. Facing The Swarm Thought – Luna

    Alles anders machen dann Facing The Swarm Thought. Wieder krasser Rücksprung in extremere Gefilde. Irgendwo zwischen Posthardcore, Mathcore und Sludge sitzend, arbeitet man bei Luna viele Ideen ab ohne dabei in irgendeiner Art und Weise den roten Faden zu verlieren. Der Klargesang zwischendurch sitzt, die abrupten Taktwechsel und melodischen Einsprengsel fügen sich gut ein ohne aufzufallen und trotz allem Chaos und Gehacke geht der Song gut rein und man hat
    nicht das Gespür für gute Riffs verloren.
    Schönes Ding

    9/10

    5. SubRosa – Beneath The Crown

    Nach dem ganzen durcheinander lassen SubRosa nun die Konturen der Sludge Ecke vollends zerlaufen, gehen dabei teilweise aber eher in die Drone und Stoner Ecke. Das fällt vor allem von Anfang an auf wo sich die dröhnenden Frequenzen immer weiter in den Boden schrauben, während man oben drüber leicht pathetische Streichersätze schaufelt und alles mit sehr passenden weiblichen Vocals zudeckt. In seiner Gesamtheit perfekt, ich bereue es ein wenig mich mit der Band nicht schon früher intensiv auseinandergesetzt zu haben.

    10/10

    6. Young And In The Way – The Should Greet Me With Howls Of Execration

    Zur Abwechslung wieder eine Aggro-Hülse. Soundmäßig und irgenwie auch strukturell kommt man zwar nicht auf den Punkt, da allea ein klein wenig zerfahren klingt, aber das Endprodukt überzeugt. Sehr angepisst, kompakt ohne dabei in blindes Gebolze zu fallen, holzt man sich gar nicht mal im Uptempo Bereich durch die knapp zweieinhalb Minuten. Abwechslung brauchts nicht, wenn der Hass metertief aus den Boxen quillt.

    8/10

    7. The pains Of Being Pure At Heart – Belong

    Kurzfazit: Flockige, kurzweilige Nummer, die aber leider trotz Noise-Rock Anleihen arg harmlos und nichtssagend rüberkommt. Leider so nichtssagend das mir nicht sonderlich viel dazu einfällt.

    5/10

    8. Trap Them – The Facts

    Trap Them habens ja mittlerweile einigermaßen geschafft sich zu etablieren. Zu Recht wie man auch wieder auf dem neuesten Output hört. Alles was die Band großartig macht kommt wieder zusammen. Geile, geile Riffs, top Sound, guter Songaufbau, passt!

    9/10

    9. Tom Waits – Chicago

    Kompakter Tom Waits Song. Nachdem ich im Vorfeld so viel verschiedenes über die Platte gehört hab (von verzichtbarer Partyplatte bis tiefgehendem Seelenstriptease), muss ich sagen das ich sogar beide extreme in diesen kurzen knapp 2 Minuten raushören kann. Textlich typische Waitsche Reminiszenzen an vergangenes und gegenwärtiges (hier halt Chicago), musikalisch hektisch, verdreht, aber halt auch erstaunlich zu- und eingängig. Also kein kauziges avantgarde Geschwurbel,
    sondern fast schon Mainstream (im Tom Waits Kosmos). Das Feuilleton streitet sich, die Fans sind zufrieden, ich finds gut, aber muss noch mehr von der neuen Platte hören um mir ne vollstädnige Meinung zu bilden (muss mir sowieso noch mehr von Herrn Waits zulegen…).

    8/10

    10. Oathbreaker – Glimpse Of The Unseen

    Erstmal macht sich nach dem grandiosem, aufschwelendem Anfang etwas enttäuschung breit. Das Brett vor den Kopf kommt etwas plötzlich, einige Momente hätte man viel besser ausnutzen können. Allerdings kriegen Oathbreaker nach ungefähr der Hälfte des Songs für mich noch die Kurve, indem sie sich konstant innerhalb der Songdynamik weiterentwickeln. Young And In The Way, hab das was die Jungs hier in über 6 Minuten versuchen in knapp zweieinhalb wesentlich besser hingekriegt. Trotzdem kein schlechter Song, könnte ich bei Gelegenheit mal nachharken.

    7/10

    11. Pj Harvey – The Words That Maketh Murder

    Ratlosigkeit. Klingt zwar definitv nach Pj Harvey, aber irgendwie auch gar nicht. Besonders der Hintergrundgesang fühlt sich unglaublich fremd an, zudem sich der Song stark um den Refrain deht und somit besonderer Fokus drauf gelegt wird. Somit auch irgendwie das poppigste was ich je von ihr hören durfte, gerade die Instrumentierung verkommt zumindest hier ein wenig. Einzig der eingängige Rhythmus macht sich noch bemerkbar.
    Aber das macht den Song im ganzen nicht schlecht, halt nur merkwürdig. Steht sowieso auf meiner Liste noch zu kaufender/hörender Alben, da bin ich dann mal gespannt auf eine Einordnung im gesamten Albumkontext.

    7/10

    12. La Dispute – King Park

    Song war mir vorher schon bekannt, bzw. hab das Album aus der Visions auch hier. Ist bei mir nicht auf dem Sampler oder auf meiner Liste gelandet, weil ich nicht genug Zeit hatte mich vernünftig mit dem ganzen auseinanderzusetzten. Hab mir im übrigen das Album /die Zeitschrift nur geholt weil ich einige der Lyrics im vorraus gelesen hab und die mich sehr beeindruckt haben. Was mich dann überrascht hat war die fast unspektakuläre Instrumentierung. Macht aber Sinn, so wird ein sehr starker Fokus auf die Lyrics gelegt. Am Anfang konnt ich mich auch nicht so wirklich mit den Vocals anfreunden, aber mittlerweile hab ich gefallen an dem Album gefunden.
    Zum Song: Sehr starkes Stück, welches die Gedanken die sich der Protagonist über ein Drive-By macht welches ein unschuldiges Kind erwischt sehr glaubhaft rüberbringt. Sehr emotionsgeladen, ohne ins rein depressive abzurutschen. Neben You And I In Unison der Song der mich am meisten vom Album beeindruckt hat.

    9/10

    13. Shabazz Palaces – An Echo From The Hosts That Profess Infinitum

    Auch hier Ratlosigkeit, aber anderer Natur. Die hier vorhandenen Elemente wollen für mich einfach nicht so richtig ineinander überfließen. Die Beats mit den Soundspielereien und Samples wirken erstmal sehr willkürlich. Das darauf gepappte gerappe sehr seltsam und ziellos. Weiß nicht, selbst nach mehreren Durchgängen will mir das nicht reinlaufen, seltsames Ding. Für den Mut mal was anderes zu machen

    3/10

    14. Hymns From Nineveh – So Mournful The Elegy, So Comforting The Hymn

    Hier keine Ratlosigkeit, sondern vorerst Langeweile. Der Gesang erinnert mich unangenehm an Coldplay, die höflich gesagt sehr weit an meinem Geschmack vorbeigehen. Das anfängliche Pianogeklimper löst sich dankenswerterweise in Wohlgefallen auf und macht einigen Rhythmusspielereien platz, die den Song über die zweite Halbzeit retten. Sprich, gegen Ende kann der Song doch noch ein wenig was. Mehr davon wär schön gewesen. So bleibt kein besonders toller Song, aber zumindest nette, neutrale Hintergrundbeschallung.

    6/10

    15. Arch/Matheos – Incense And Myrrh

    Gleich vorweg: Ich kann mit FW nicht sonderlich viel anfangen, so geht mir auch der Background des Albums ein wenig ab. Aber wollen wir mal unvoreingenommen an den Song herantreten.
    Der balladeske Anfang klingt ein wenig egal. Stimmlich ist das ganze eine gradwanderung. Sehr, sehr hart an meiner Toleranzgrenze, ohne die aber nie merklich zu überschreiten. Mit einsetzen der Gitarren wird ein guter Kontrastpunkt eingebracht, ohne in Kitsch abzurutschen. Für Abwechslung ist gesorgt, einige Leads zwischendurch klingen gar nicht verkehrt und der kurze Part mit etwas mehr drive gegen Ende kann sogar sehr viel, sprich der Aufbau ist gut gelungen. Letztendlich trotzdem bisschen durchwachsene Mischung für mich, die ich mir wahrscheinlich nie sonderlich oft anhören würde, auch wenn der Song seine Momente hat.

    6,5/10

    16. The Weeknd – High For This

    Hab den Indie-Hipster-Hype um das Album so ein bisschen am Rande mitbekommen, da aber nie so wirklich reinlauschen können. Lass ich mich mal überraschen, was die ganze Aufruhr ausgelöst hat.
    Nach ein paar Durchgängen lässt sich mir der Song in folgende Bestandteile aufbröseln: Eine stark abgepeckte Variante von Massive Attack mit einigen dezenten Dubstep anspielungen plus einem sehr poppigen R&B Gesang. Hm, letztendlich gar nicht mal so schlecht zusammenaddiert, aber in der Summe auch (noch) ein wenig nichtssagend. Mir fehlt etwas besonders hinausstechendes, der Song tut nämlich überhaupt nicht weh, verdient so für mich leider das auch das etwas beschämende Label Radiotauglich. Vielleicht zu unrecht?

    7/10

    Fazit: Guter Sampler, der mich gezwungen hat mit vielem zu beschäftigen was ich sonst nicht angehört hätte. Nicht alles war heraussragend, aber in der Summe überwiegen klar die guten Momente. Ich bedanke mich!

    #6597143  | PERMALINK

    Big Exit

    Registriert seit: 06.08.2009

    Beiträge: 1,751

    tonitastenWeiß das irgendwie schwer einzuordnen, was ja auch nicht groß das Problem sein soll. Bei Gojira passiert innerhalb dieser modernen Struktur verdammt viel und das zählt. Bitte mehr davon. 🙂

    Versuchs mal hier
    http://www.youtube.com/watch?v=KnaClnVnj_c

    http://www.youtube.com/watch?v=drALbzXjHK4

    #6597145  | PERMALINK

    tonitasten

    Registriert seit: 13.08.2011

    Beiträge: 1,998

    Benblast kann ich ja schon mal ausgiebig testen. Gojira hab ich dir ja auf´s Tape gepackt. Hast du im anderen Forum bestimmt schon gesehen. 🙂

    --

    #6597147  | PERMALINK

    Deathbanger

    Registriert seit: 06.01.2011

    Beiträge: 912

    So, hiermit präsentiere ich euch den Sampler von attoparsec! Vorweg ist zu sagen, dass der Sampler wirklich seeehr lang ausgefallen ist, um genau zu sein ca. 3(!) Stunden. Es war zwar teilweise anstrengend, sich durch die Songs zu kämpfen aber insgesamt hat es mir doch sehr viel Spaß bereitet. Neben einigen Bands, welche ich bereits kannte, sind auch Bands auf dem Sampler vorhanden, von welchen ich vorher noch nie gehört hatte. Durch Hören des Samplers durfte ich also viele tolle Bands entdecken und meine Meinung hat sich gegenüber Bands, denen ich vorher nichts abgewinnen konnte, sogar teils stark geändert.
    Hier nun die Ergebnisse:
    Deafheaven-Violet: Der Song der amerikanischen Post Black Metal Band beginnt mit einem ruhigen, hypnotisierenden Intro. Kurz darauf folgen wunderschöne Gitarren, gefolgt von Post Black Metal typischem Tremolo Picking. Der Song steigert sich, bis völlige Poliphonie herrscht und Blastbeats im Vordergrund stehen. Danach klingt der Song langsam aus und lässt mich überwältigt zurück. Gefällt mir wirklich sehr gut!
    8,5/10 Punkte
    Dirge-Elysean Magnetic Fields
    Die Musik der folgenden französischen Band kann man wohl am besten als Post Metal mit starkem Doom Einfluss beschreiben. Nach dem 2 minütigen, noisigen Intro folgt das erste Riff. Hier wird der Doom Einfluss deutlich: die Gitarren brummen stark, sind sehr langsam und der sehr schleppende Rhythmus unterstreicht dies nur. Nach kurzer Zeit wird der Song durch melancholische Melodien aufgelockert. Besonders gut gefallen hat mir das coole Bass Riff in der Mitte des Songs, welches mit einem Sprachsample verfeinert wurde. Es gibt jedoch auch 2 Kritikpunkte: man hätte mehr aus dem Gesang holen können. Den ganzen Song hinweg ist der Gesang, irgendwas zwischen Growls und Shouts, sehr monoton ausgefallen und generell spricht er mich nicht an. Zudem vermisse ich wirkliche „Aha-Momente“. Der Song dümpelt etwas vor sich hin, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu erreichen. Ansonsten: doch, ist ganz nett, in das Album werde ich definitiv nochmal reinhören.
    7/10 Punkte
    Falls Of Rauros-Banished
    Eine weitere mir unbekannte Band also. Hmm, das Lied startet gleich voll durch. Geboten wird melodischer, leicht melancholischer/athmosphärischer Black Metal. Damit meine ich jedoch keinen Post Black Metal, sondern eher Black Metal mit kleinem Folk Einschlag. Der Gitarrensound gefällt mir wirklich sehr gut, da er ungewohnt wenig verzerrt ist. Teilweise wirkt das Lied durch seine schönen Melodien sehr optimistisch, als Vergleich fällt mir hier Agalloch. Schönes Lied, mit der Band werde ich mich weiter beschäftigen!
    8/10 Punkte
    Fen-Half Light Eternal
    Uh, die Band kenne ich. Nach dem Hören eines (wahrscheinlich eher langweiligen) Songs habe ich die Band als langweilig befunden und mich nicht weiter mit der Musik beschäftigt. Doch diesmal läuft etwas anders: Der Anfang wirkt, vor allem auch wegen den Clean Vocals, sehr sphärisch. Der Übergang in die verzerrten Gitarren gelingt prima und kurz danach setzen vergleichsweise tiefe Black Metal Vocals ein, welche zu überzeugen wissen. Besonders gut gefällt mir hier das abwechslungsreiche Drumming und der Drumsound an sich. Zum Schluss gibt es noch ´ne echt epische Melodie. So muss das sein! Ich werde mich auf jeden Fall nun doch noch mit der Band/dem Album beschäftigen.
    8,5/10 Punkte
    Fyrnask-Ins Fenn
    Zu dem Song ist nicht viel zu sagen. Geboten wird solider, athmosphärischer Black Metal, welcher durch seine Rohheit an frühe Darkthrone erinnert. Das Lied bewegt sich im schnellen Bereich und wird teilweise durch langsamere Parts aufgelockert. Das Album wollte ich mir sowieso kaufen, nun habe ich noch mehr Lust auf das Teil.
    7,5/10 Punkte
    Grown Below-The Long Now
    Das nächste Stück ist mit seinen fast 17 Minuten eine wahre Hymne. Der Anfang ist sehr chillig, die klaren Vocals wirken sehr beruhigend auf mich. Der Song nimmt an Fahrt an und wirkt sehr verträumt, erinnert mich teilweise sogar an die langsamen Stücke Heretoir´s. Der Stimmung des Songs ändert sich nach ein paar Minuten schlagartig. Kratzige, an Mikkael Akkerfeldt erinnernde Growls setzen ein und auch die Gitarren dudeln Opeth-ähnlich vor sich hin. Gegen Ende hin sorgen noch weibliche Clean Vocals für eine nette Überraschung. In welche Schublade sollte man diesen Song am besten einordnen? Insgesamt ist es wohl ein bunter Mix aus Sludge, Post Metal und Doom. Für mich persönlich ist der Song jedoch zu zäh. Vielleicht werde ich nochmal reinhören, interessant klingt das nämlich allemal.
    6,5/10 Punkte 
    Kodiak+N-RN
    Als nächstes wird mir ein Stück aus dem Sektor Drone Doom serviert. Ich kann mit dieser Art von Musik jedoch absolut nichts anfangen. Die Atmosphäre, die aufgebaut wird, wirkt zwar überzeugend und auch die Melodien sind ganz nett. Über eine Viertelstunde kann ich mir so eine Musik jedoch nicht anhören.
    Wegen den teilweise gelungenen Melodien und der angenehmen Produktion aber:
    4/10 Punkte 
    Kokomo-Epochs And Archives
    Ja, ein Lichtblick! Dieser instrumentale Post Rock Song packt mich von Anfang an! Die melancholischen Melodien gehen direkt in´s Ohr, die Produktion ist sehr gelungen und die bollernden Drums gegen Ende tun ihr übriges. Ich werde mir das Album definitiv besorgen!
    9/10 Punkte
    Light Bearer-Armoury Choir
    So, hier haben wir eine interessante Mischung aus Post Metal und Drone Doom. Dieses Stück gefällt mir viel besser als der Song von Kodiak. Der Song startet recht melodisch, ab 4 Minuten setzen die Vocals ein. Diese sind recht Hardcore typisch und sagen mir zu. Das Lied wirkt in seinem Aufbau sehr dramatisch, wodurch Spannung aufgebaut wird. Der Song endet ruhig und lässt mich zufrieden zurück.
    6,5/10 Punkte 
    Rwake-Was Only A Dream
    Ah, nun gibt es wieder Sludge. Ich bin wahrlich kein allzu großer Fan dieses Stils, doch das Lied gefällt. Der Song fängt (wie so oft in diesem Sampler) sehr ruhig und entspannt an. Die Ruhe währt nicht lange und schon krachen die ersten fetten Riffs über mich hinein. Der dreckige Gitarrensoung gefällt mir sehr, auch die „gebrüllten“ Vocals wissen zu überzeugen. Besonders cool finde ich die Rocksoli, die wirklich gut eingespielt sind und dem Song das gewisse etwas verleihen. Am Ende wird das Lied wieder ruhig, schon fast nachdenklich.
    So langsam werde ich mit Sludge warm.
    7,5/10 Punkte
    Solstafir-Fjara
    Hmm, mochte die Band irgendwie nie, die 2 Songbeispiele vor einiger Zeit fand ich total öde. Das Lied hat mir von Anfang an aber sehr gut gefallen. Die melancholische Grundstimmung fällt mir sehr, auch der sehr eigene Gesang kann mich vollends überzeugen. Der Song wirkt insgesamt sehr emotional, schon fast etwas kitschig, aber mir gefällt er. Solstafir sind wohl doch nicht so öde, wie ich dachte.
    8/10 Punkte
    Syven – Ne Jotka Selviävät Talvestamme
    Boah, 19 Minuten… Wieder so ein epischer Monster-Song. Nun gut, ran an das Stück. Das Lied wird durch eine Ambient-Melodie und einer Folk typischen Stimme eingeleitet und nach einiger Zeit stoßen cleane Gitarren hinzu. Selbst E-Gitarren sind zwischendurch immer wieder zu vernehmen, was übrigens sehr gut zu dem treibenden Drumming passt. Das ganze Lied wirkt sehr episch, vor allem durch den hymnenhaften Charakter. Die Atmosphäre, die aufgebaut wird, ist echt faszinierend. Sagt mir zu, kann man hören!
    7,5/10 Punkte 
    The Atlas Moth – Holes in the desert

    Nun, jetzt ist wieder Sludge dran. Die Riffs sind wirklich sehr fett, die ganze Zeit ist im Hintergrund ein tiefer Gesang zu vernehmen. Der Song ist ziemlich eingängig und durch den Klargesang auch ziemlich abwechslungsreich. Ist ungefair auf dem gleichen Level wie der Rwake Song.
    7/10 Punkte
    Verwüstung – Beyond the Watercolor Sunset, We Feel New Life
    Wtf??? Ein 30-minütiges Lied? Der Sampler wird nun echt anstrengend. Dachte ich, denn der Song startet wirklich sehr beruhigend und verträumt. Die Gitarren sind wunderschön und volelr Hall, im Hintergrund ist die ganze Zeit ein Wasserrauschen zu hören. Die Atmosphäre ist wunderbar. Nach 6 Minuten setzt ein Blastbeat und eine sehr schöne Melodie ein. Das ganze wird nach und nach immer poliphoner, bis das Lied plötzlich viel ruhiger wird. Das liegt an den nun einsetzenden Akustik Gitarren, welche bis zum Schluss erklingen. Eines der Highlights des Samplers! Super!
    9/10 Punkte
    Wolves in the Throne Room – Prayer of Transformation
    Zum Schluss darf ich mir noch eine mir bereits bekannte Band anhören, das Lied kannte ich vorher aber noch nicht. Das Intro ist sehr bedrohlich, die Riffs sind sehr doomig. Nach 3 Minuten setzt eine elegante, packende Tremolo Picking Melodie ein. Besonders gut gefällt mir der Gesang, welcher sich prima in die schleppende Soundkulisse einfügt. Genau so und nicht anders muss progressiver Black Metal klingen. Das Album wird so oder so noch eingetütet.
    ———————————————————————————————
    So, das war´s ! Mal abgesehen von 2-3 Songs, welche nicht so ganz meins waren, hat mir der Sampler von attoparsec wirklich sehr gefallen und oft total meinen Nerv getroffen. Attoparsec hat mir sehr guten Geschmack bewiesen, was Musik angeht und mit viele neue Bands gezeigt und mir viel Spaß beim Hören bereitet. Ich habe zu danken!

     

    --

    [SIZE=2][COLOR=red]Musiksammler[/COLOR][/SIZE]
    PainajainenLazarus ist halt einfach ein asozialer Penner, der nur gut ist, wenn er selbst profitiert :haha:
    #6597149  | PERMALINK

    Bahl

    Registriert seit: 13.09.2005

    Beiträge: 1,745

    Ich hatte den Sampler von Eddie 1975, auf geht’s. Zwei Bands kannte ich vom Namen nicht und von vielen habe ich noch keine Musik gehört, das ist auf jeden Fall schon mal gut.

    Warbringer – Living Weapon
    Wolf – Road to Hell
    Flogging Molly – A Prayer for Me in Silence
    Machine Head – Who We Are
    Crowbar – The Cemetery Angels
    Dalriada – Hajdútánc
    Desultory – This Broken Halo
    Hell – On Earth as It’s in Hell
    Kampfar – Blitzwitch
    Morbus Crohn – Creepy Creeping Creep
    Social Distortion – Gimme the Sweet and Lowdown
    Vomitory – Hate in a Time of War
    Wolves in the Throne Room – Prayer of Transformation
    Autopsy – Macabre Eternal
    Solstafir – Þín Orð

    Warbringer – Living Weapon
    Die Band sagt mir vom Namen etwas, habe aber noch keine Musik von denen gehört. Ist das Metalcore? Der Einstieg gefällt mir schon mal gut: Die Instrumente sind klar produziert, nach einem Break setzt der Sänger ein. Den finde ich nicht mehr ganz so gut, etwas zu kreischig die Stimme, wirklich stören tut das aber nicht. Sehr positiv finde ich den Refrain (ich hatte mit einem dieser ewigen Refrains mit Klargesang gerechnet). Insgesamt geht der Song gut ab, vor allem bei 2:30, wirklich begeistern tut er mich aber nicht. Dafür, dass diese Musik normalerweise aber nicht meine Baustelle ist, ist der Song wirklich ordentlich.
    6

    Wolf – Road to Hell
    Das ist schon eher mein Sound! Über die Band habe ich schon viel Gutes gehört, wirklich angetestet habe ich sie aber nie und weiß gar nicht genau warum. Die Band spielt klassischen Heavy/Power Metal, klingt wirklich gut, vor allem die Gitarren gefallen mir. Der Sänger singt vielleicht ein bisschen zu hoch für meinen Geschmack, beherrscht sein Handwerk aber wirklich gut. Besonders gut finde ich das Solo!
    8

    Flogging Molly – A Prayer for Me in Silence
    Die erste Band, die mir gar nichts sagt, ist leider auch die erste, die mir wirklich nicht zusagt. Der Song klingt für mich nach einem Seemannslied, wie man sie sich halt so vorstellt, und wie 1000 Mal gehört. Sorry, aber damit kann ich mich nicht so gut anfreunden, auch wenn der Song handwerklich sicher nicht schlecht gemacht ist.
    3

    Machine Head – Who We Are
    Burn My Eyes ist auch nach vielen Jahren immer noch eins meiner Lieblingsalben, damit hat die Band sich sehr früh ihr Denkmal erschaffen. The More Things Change … war auch noch ganz gut, alles was danach kam konnte mich nicht mehr begeistern. So auch hier, leider. Angefangen beim dümmlichen und um Authentizität buhlenden Songtitel. Mir ist das Ganze zu melodiös, Robert Flynn schreit mittlerweile in der Gegend rum, als hätte er ein paar Liter Bier intus. Das macht den Song ziemlich übertrieben pathetisch und kitschig, der Kindergesang dazu macht die Sache noch schlimmer. Mag ja sein, dass die Jungs gute Musiker sind, aber dass daraus so etwas entsteht, ist schon konsternierend. Zum Ende hin wird es immer schlimmer, weil immer mehr „This is who we are“ rumgegrölt wird. Mein Gott, und am Ende das elende Rumgefiedel, mehr Trief kann man ja kaum in einen Song packen. Leider kann ich mich den sehr positiven Reaktionen auf diese Platte überhaupt nicht anschließen. Allein der Umstand, dass hier doch relativ fähige Musiker am Werk sind, rettet den Song vor der Nullnumer. Nein, so geht es wirklich nicht.
    1

    Crowbar – The Cemetery Angels
    Crowbar gehören zu den Bands, die ich wirklich gern höre. Ein paar Platten habe ich von denen auch im Regal stehen. Mit dem neuen Album konnte ich mich bisher noch nicht so anfreunden, da das Tempo recht deutlich angezogen wurde und mir die Schwere der älteren Platten etwas fehlt. Der Song hier gefällt mir gerade aber sehr gut. Gitarren und Schlagzeug haben sich definitiv verändert, aber vielleicht doch nicht zum Schlechten, ich sollte wohl doch noch mal in die gesamte Platte reinhören. Kirk Windstein klingt so wie eh und je, was diese Band nach wie vor absolut unverwechselbar macht. Beim Schlusspart setzt auch wieder die Schwere ein, die man von Crowbar sonst immer gewohnt war. Der Part ist extrem simpel, man hat ihn schon 1000 Mal gehört – und doch funktioniert er hier wunderbar. Als ich den Song gestartet habe, hatte ich keinerlei Erwartungen daran, bin jetzt aber wirklich positiv überrascht und muss mir die Platte unbedingt noch mal anhören.
    10

    Dalriada – Hajdútánc
    Die zweite Band, die ich überhaupt nicht kenne, hat leider auch sehr schlechte Karten. Die Querflöten und im Allgemeinen der Humppa-Rhythmus gehen mir extrem auf den Sack, und der weibliche Klargesang in Kombination mit männlichen Shouts sind ja auch etwas ausgelutscht bzw. nicht so meine Baustelle. Der Song erinnert mich an irgendwelche Viking- und Mittelalterbands, die ich allesamt zum Kotzen finde. Sorry, klingt vielleicht blöd, aber mehr fällt mir dazu leider nicht ein.
    2

    Desultory – This Broken Halo
    Ach, die hatte ich für 2011 gar nicht mehr auf dem Schirm, ich dachte, die Platte sei 2010 rausgekommen, so lange ist das schon wieder her. Vor Kurzem habe ich die CD noch mal rausgekramt und mir gedacht, dass ich ihr noch eine letzte Chance gebe, danach stelle ich das Teil bei Ebay rein. So kam es dann auch. Auf dieses Album hatte ich mich ewig gefreut, da ich Bitterness und vor allem Into Eternity zum besten schwedischen Death Metal der 1990er-Jahre zähle. Umso größer ist die Enttäuschung: Counting Our Scars will bei mir einfach nicht zünden, da macht This Broken Halo leider keine Ausnahme. Der Spirit der 90er ist hier überhaupt nicht vorhanden und die Trademarks der beiden ersten Alben der Band sind hier m. E. völlig verloren gegangen. Dazu kommt ein relativ staubiger Sound von Tore Stjerna, dessen Produktionen ich normalerweise immer sehr gut finde (man höre sich bspw. die aktuellen Monster von Unanimated und Tribulation an). Alles in allem ist der Song sicher nicht schlecht gemacht, aber wie gesagt, der Funke springt leider nicht über.
    5

    Hell – On Earth as It Is in Hell
    An dieser Band kam man im Laufe des Jahres wohl kaum vorbei, so intensiv wurde sie promotet. Reingehört habe ich bisher trotzdem nie. Die mit einer modernen Produktion ausgestattete Musikkommt ziemlich oldschoolig daher und beim Sänger muss ich ein ums andere Mal an den großartigen Ronnie James Dio denken. Der Song geht wirklich gut nach vorn und ist gut gemacht, den Unterschied macht für mich aber der Sänger aus. In das Album höre ich auf jeden Fall noch rein.
    8

    Kampfar – Blitzwitch
    Von denen habe ich schon eine Menge gehört, nur die Musik nicht, Zeit wird es also. Der Song beginnt recht schleppend und eine düstere Atmosphäre wird erzeugt, der harsche Gesang tut dazu sein Übriges. Aus irgendeinem Grund hatte ich diese Band immer in die Viking-Dudel-Schublade geschoben, dies aber völlig zu Unrecht, die Musik gefällt mir durchaus gut und erinnert mich ein bisschen an eine meiner absoluten Lieblingsbands Enslaved. Ein rauer Song für kalte Wintertage, in die Platte wird noch reingehört!
    9

    Morbus Crohn – Creepy Creeping Creep
    Oh, jetzt wird es richtig schön asozial. Die Produktion ist schön rumpelig, der Sänger klingt, als würde er gleich kotzen und die Instrumente werden mit dem Charme eines Abrissarbeiters bedient, es gibt keine technischen Spielereien, sondern es geht einfach nur auf die Fresse. Der Sänger beeindruckt mich hier besonders und erinnert mich ein wenig an Matti Kärki in frühen Tagen. Sehr gut ist der Mittelpart, der die nötige Abwechslung bietet und von einem klassischen, gut funktionierenden Solo gefolgt wird. Zum Schluss gibt der Sänger noch mal alles und ätzt ein bisschen rum. Sehr schöne Neuentdeckung!
    9

    Social Distortion – Gimme the Sweet and Lowdown
    Zum ersten Mal höre ich von dieser doch bekannten Band einen Song und hatte mir eigentlich etwas so ganz Anderes unter denen vorgestellt. Anscheinend bin ich auf einem Kindergeburtstag oder beim Dreh eines amerikanischen Teenie-Films gelandet, derart zuckersüß ist der Song. Sorry, aber diese Art von Musik finde ich einfach nur ekelhaft und kann ihr absolut gar nichts abgewinnen.
    0

    Vomitory – Hate in a Time of War
    Eine der vom Sound her „unschwedischsten“ Bands aus Schweden, die hier gewohnt gute Kost abliefert. Wirklich verändern tun die sich von Album zu Album ja nicht, trotzdem funktioniert deren Mucke immer, allerdings brauche ich dadurch nicht alles von ihnen. Gewohnt gut!
    8

    Wolves in the Throne Room – Prayer of Transformation
    Eine Band, dessen drittes Album Black Cascade auch in meinem Regal steht, mit allem, was davor kam, kann ich mich nicht anfreunden. Insofern ist es eine gute Sache, dass ich mal etwas vom neuen Material zu hören bekomme.
    In den elf Minuten des Songs passiert leider herzlich wenig. Dabei sind die Trademarks, die mir bei der Band so gut gefallen, vorhanden: atmosphärische Riffs, passender Sound, gutes Gekreisch. Es hätte aber alles viel kompakter sein können, dann wäre das Resultat sicher besser, so will der Funke (noch) nicht überspringen. Vielleicht funktioniert der Song im Kontext des gesamten Albums ja besser, deswegen werde ich sicher da mal reinhören. Von diesem einzelnen Song bin ich allerdings nicht völlig überzeugt.
    6

    Autopsy – Macabre Eternal
    Eine Platte, in die ich große Hoffnungen gesetzt hatte, war das Comeback-Album von Autopsy, vor allem, nachdem der Vorab-Song (kann mich auf den Namen jetzt nicht mehr besinnen) in meinen Ohren viel besser als die The Tomb Within-EP. Das gesamte Album ist mir jedoch deutlich zu lang geworden für diese Art von Musik. Der Death Metal, den Autopsy spielen, gehört ja nicht zur besonders abwechslungsreichen Sorte, jedenfalls auf Macabre Eternal nicht. Dazu kommt, dass Chris Reifert stimmlich doch stark abgebaut hat, mit seiner jetzigen Stimme komme ich jedenfalls nicht so gut klar. Das alles trifft auch auf den Titelsong zu: simple Standard-Riffs und Chris Reifert, der scheinbar in einen Blecheimer kotzt. Was ich bei dieser Platte hingegen extrem gut finde (aber wirklich saugut), ist der Sound, vor allem des Schlagzeugs. Selten ist das m. M. n. so gut produziert worden. Das kann diesen Song – und auch die restliche Platte – leider jedoch nicht über den Durchschnitt hieven.
    5

    Solstafir – Þín Orð
    Oha, das Beste hast Du Dir wohl für den Schluss aufgehoben! Ich kenne die Band seit der Masterpiece of Bitterness, allerdings habe ich mich nie zu einem Plattenkauf durchringen können, da deren Musik zwar sicher immer gut, mir aber Musik immer einen Tick zu pathetisch und zu langatmig war (irgendwie musste ich oft an Primordial denken, mit denen ich seit einigen Jahren auch meine Mühe habe).
    Aber jetzt ist alles anders, zumindest bei diesem Song. Allein der Beginn des Songs ist einfach unverschämt gut: diese Gitarrenklänge lassen einen nach ganz weit weg entschwinden, unglaublich. Und wenn die anderen Instrumente einsetzen, wird genau diese Atmosphäre unheimlich gut weitergetragen, ich kann überhaupt nicht genug davon kriegen. Und hat der Sänger seinen Stil geändert oder ich meine Meinung zu seinem Gesang? Egal, früher hat der Gesang bei Solstafir mich immer gestört, aber hier ist er einfach so gut und passend, Wahnsinn! Also wenn die restlichen Songs dieser Platte auch nur annähernd so gut sind wie dieser, kommt die sofort ins Haus. Ich kann und will da jetzt gar nicht viel mehr zu sagen, da mir nur ein Superlativ nach dem anderen einfällt, deswegen will ich es hierbei belassen. Eigentlich müsste ich die Benotung der anderen Songs noch mal korrigieren, da hier jegliches Verhältnis völlig über den Haufen geworfen wird. Lange ist es her, dass mich ein Song auf Anhieb derart vom Hocker gerissen hat, ich bin begeistert!
    10

    Fazit:
    Keine Ahnung, ob das Absicht war, aber der Sampler ist wirklich mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen, der alle anderen Songs deutlich überragt. Trotzdem waren noch ein paar andere für mich „verwertbare“ und unbekannte Songs dabei und dann natürlich auch ein paar, mit denen ich so gar nix anfangen konnte. Sorry für die teilweise schlechten Bewertungen und meine gehässigen Kommentare, ist nicht persönlich gemeint und rein subjektiv! Also, hat wieder Spaß gemacht (ja, auch das „Verreißen“), bis zum nächsten Jahr.

    --

    Wurstberge sind auch juristisch schwer einzuordnen.
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    Tripp Den Store

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 11,373

    Wolves In the Throne Room – Thuja Magus Imperium

    Schöne Nummer vom neuen Album. Fängt sehr ruhig an, bevor es in das typische WITTR Riffing übergeht. Da die Band auch bei meinem Sampler vertreten war, sind hier auch positive 8/10 Punkte zu vergeben. Guter Einstieg.

    Alda – Tearing Of The Weave

    Und schon eine Truppe, von der ich noch nie etwas gehört habe. Das akkustische INtro gefällt, wobei der Übergang ins eigentliche Lied sehr holprig und ungelenk wirkt. Ansonsten wird hier an Skagos/Panopticon erinnernder Black Metal geboten. Tippe mal auf eine amerikanische Band. Ist keine Übernummer, vermerken tu ich die Band aber auf jeden Fall mal.

    6/10

    Dødsengel – Intra-re (Entrance) – A Trail I Leave, Through The Nine…

    Nächste unbekannte Truppe. Scheint ein schwarzmetallischer Sampler zu werden – sehr fein. Rockig, groovige Nummer, welche mich jetzt nicht aus den Socken haut. Es sind gute Elemente vorhanden aber alles in allem bleibt sehr wenig hängen – auch nach mehrern Durchgängen.

    5/10

    Echtra – Paragate II

    Uff. 23 Minuten. Geht mit Rauschen los, viel rauschen. Kodiak/N Split lässt grüßen. Danach folgt ein sehr stimmiger, akkustischer Teil, welcher von leichtem Gesang begleitet wird. Bis es dann mal losgeht, vergehen mehrere Minuten, durch Leads und Spielerein wird das Stück aber immer weiter ausgebaut und spannend gehalten. Danach folgt ein weiteres Black Metal Stück, welches von einer akkustischen Gitarre begleitet wird. Erinnert mich entfernt an Panoticons „Lay of Grimmnir“.
    Der Song geht in einen weiteren akkustischen Teil über, bevor ein Doom Part kommt. Hier wird einiges geboten. Schlussendlich endet der Song wieder ruhig und hinterlässt einen sehr guten Eindruck.

    9/10

    Ordo Obsidium – Nequaquam Vacuum

    Und wieder Black Metal aber bisher kein Ausfall und der letzte Song war angenehm genreübergreifend, weswegen mich die etwas einseitige Samplerauslegung kein bischen stört.
    Die Nummer hier gibt aber leider wenig her. Langweilige Riffs, keine Überraschungen aber hier und da schöne Melodien. Der Gesang ist leider ser eintönig und schwach.

    6/10

    Shaidar Logoth – Mashiara Shai’tan

    Haben wohl bei Fenriz im Keller aufgenommen. Extrem räudig und stumpfes Geballer mit viel Satan/Weltende/etc. Handwerklich ne gute Nummer, mir persönlich ist das aber etwas zu stumpf auf dauer. Es wird zwar mit melodischen MIdtempo Parts für Abwechlsung gesorgt, aber auch hier reisst es mich nicht vom Hocker. Dafür ist der Song wohl auch einfach zu lange.

    4/10

    Negative Plane – The NUmber of the Word

    Ugh, die feiern ja einige total ab. Live fand ich die Musik unterirdisch. Auf Konserve kann das einiges mehr und geht weitaus besser ins Ohr (und ich muss die Pfeifen auch einfach nicht in Wintermontur auf der Bühe vermumt vor mir sehen). Das eigenwillige Riffing und der in den Hintergrund gemischte Gesang sind gewöhnungsbedürftig und heben die Band vom Einheitsbrei ab. Hätte ich sie mir vor dem Konzert einmal angehört, hätten sie mir wohl besser gefallen. Auf dauer ist mir das ganze aber zu dudelig.

    6/10

    Blut aus Nord – Epitome II

    Extrem atmosphärisches Stück, welches instrumental daherkommt. Normal haben die ja Gesang dabei. Lockert den Sampler hier aber schön auf und ist einfach extrem gut gemacht.

    9/10

    Rammesses – Sol Nocivo

    Sehr räudiges, langsames Stück, welches sich mehr in Richtung Doom bewegt. Taugt mir erwartungsgemäß gut. Generell der wohl beste Sampler, seit Ewigkeiten. Mit meine Lieblingsgenres und dennoch fast nur mir unbekannte Sachen. Der Song selber bewegt sich schleppend, düster vorran und endet in einem schönen depri Teil. Gerade der Gesang kann hier viel, auch wenn der Knabe hinterm Mikro die Welt nicht neu erfindet.

    8/10

    Ash Borer – My Curse Was Raised In the Darkness Against A Doomsday Silence

    Fick ja man!!! Elendig geile Truppe, von der ich bisher leider nur den SPlit mit Fell Voices besitze. Brauch unbedingt noch das Album.Song beginnt melodisch mit zwei Gitarren, bevor das ultimative Chaos ausbricht. Wildes Geschrei, hektisches Schlagzeug und das elendig geile Riffing. Für die Nummer könnte ich dich küssen Leo! Generell war das Niveau des Samplers bisher überdurchschnittlich hoch aber hier regent es jetzt dann einfach mal verdiente 11/10 Punkten.

    Sólstafir – Fjara

    Nach Ash Borer kann man nur verlieren und ich bin sehr froh, dass es eine der kürzeren Sólstafir Nummer ist. Die Band schreibt so gute Lieder und verrennt sich mMn viel zu oft in minimalistische Klangcollagen und driften so in die Monotonie ab. Etwas mehr Rotz würde der Band sehr gut tun, ohne ihr das atmosphärische zu nehmen. Der Song ist hier zwar ein schöner Kontrast zu Ash Borer, die besagten Kritikpunkt treffen hier aber trotzdem zu. Mit der Meinung stehe ich wohl sehr alleine da aber ich hab es schon oft mit ihnen versucht und man muss ja auch mal etwas hippstern dürfen 😉

    4/10

    Flight of Sleipnir – The Seer in White

    Vollkommen verdrängt, dass da ein neues Album rauskam. Schöner, ruhiger Song, der in 4;5 Minuten alles sagt und am Ende nochmal leicht anzieht und mit verzerrter Gitarre. Um mich nochmal in Blasphemie zu üben. Hier sollten sich Sòlstafir eine Scheibe abschneiden.

    7/10

    Loss – Cut Up, Depressed And Alone

    Blümchensex Nummer für Doomfans. Demo wie Album stehen bei mir im Schrank und neben Mournful Congregation DAS Doom Album 2011. Auch gleich der „Hit“ der Platte, welcher die Demo schon veredelte. Hier muss nicht viel gesagt werden, da den meisten auch bekannt. Ultra depressive Stimmung, langsam schleppend und am Ende der „Doom – Slam“ schlechthin. Hier stimmt Alles! und es gibt zum zweiten mal 11/10 Punkten. Spinal Tap wären stolz auf dich, Leo.

    Oskoreien – Transcendence

    Nach drei bekannten Bands mal wieder etwas total Neues. Sehr fein. Fängt sehr gediegen und ruhig an, bevor es in einen doomigen Einstieg übergeht. Hammer Melodie mit Double Bass und ich bin ansich schon überzeugt, dass die nächsten 13 MInuten super werden. Mit Einsatz des Gesangs muss ich wieder etwas an Panopticon denken (kommt da nicht auch bald was neues?). Die Mischung aus Raserei und Atmosphäre ist sehr gut gelungen und der Sänger macht ebenso einen super Job. Nach einem gelungenen zweistimmigen Teil geht es wieder in das Hauptriff über, welches mit dem Gesang nicht langweilig wird. Leo, da hast du mir schon die zweite Band sehr nahe gebracht. Bin sehr begeistert von dem Stück und werde die Band auf jedenfall weiter antesten.

    9/10

    Under Acid and the Deadbeats – Death’s Door

    Es wird nochmal rockig! An Kyuss und Co erinnernder Stoner Rock. Ultra verzerrter Bass, brummige Gitarren und 70er Gesang. Sehr geil und überraschend. Rundet den größteneils schwarzmetalischen Sampler angenehm überraschend und locker ab. Die Nummer bietet ansich wenig Neues, ist in sich aber stimmig und unterhält über die 7 Minuten, ohnelangweilig oder eintönig zu werden.

    7/10

    Le Fazit:
    Wie schon erwähnt, der wohl beste Sampler, denn ich hier je vor mir hatte. Ansich kein totalausfall und viele neue, unbekannte Sachen, welche ich mir zukünftig näher anschaun werde. Insofern ein voller Erfolg für mich (und wohl auch Leo) und ich freue mich nun umso mehr auf 2012.

    #6597153  | PERMALINK

    h0az

    Registriert seit: 27.06.2010

    Beiträge: 4,198

    So, ich bin dran mit Toxic_Violences Sampler, dem er kreativerweise auch einen Namen verpasst hat:


    Weltuntergangsfeier mit Gratisballons

    Playlist:
    01: Yellowcard – For You And Your Denial (3:34)
    02: Of Monsters and Men – Little Talks (4:24)
    03: Stoned Jesus – Drunk and Horny (2:17)
    04: Red Fang – Throw Up (6:33)
    05: Ganglians – Faster (3:02)
    06: Wizard Smoke – Growing (10:49)
    07: Mogwai – How to be a Werewolf (6:23)
    08: The Earth is a Man – Dymaxion (4:52)
    09: This Will Destroy You – Communal Blood (8:14)
    10: Stangala – Doom Rock Glazik (3:10)
    11: Orchid – Cosmonaut of Three (5:44)
    12: Skeleton Gong – Old Man Gong (12:27)
    13: Uncle Acid & The Deadbeats – 13 Candles (7:05)
    14: sleepmakeswaves – …and so we destroyed everything (12:20)
    15: Bohren & Der Club Of Gore – Beileid (14:23)
    Gesamt: 1:45:10

    Yellowcard – For You And Your Denial
    Die versprochene Apokalypse startet mit einem neuen Song der Band, die ich von allen wohl mit Abstand am längsten kenne und mit der ich so nicht gerechnet habe. Ich habe Yellowcards Karriere nicht mitverfolgt und wusste nichts von einem neuen Album, aber wirklich neu klingt das nicht: Rein aus meinen Erinnerungen heraus könnte ich den Song auch genauso in Ocean Avenue packen. Geboten wird demnach poppiger Punkrock mit Violine – dem Trademark der Band. Ich mag den Song schon irgendwie, aber wirklich besonders ist das Ganze nicht, Album-of-the-year-Material noch weniger. Ist halt eine eingängige Nummer nach Schema F, die schon Spaß macht, aber bei mir mehr durch Nostalgie-Faktor punktet als durch den Song an sich, aber gerade dort umso mehr trifft. Nicht umsonst höre ich heute noch gelegentlich WIZO oder Offspring ^^.
    6/10

    Of Monsters And Men – Little Talks
    Bei diesem Song muss ich am ehesten an die quietschbunten Luftballons aus dem Samplertitel denken. „Little Talks“ ist fröhlicher Indie Pop/Folk mit Bläsern und Akkordeon. Eine markante Frauen- und eine recht zurückhaltende Männerstimme wechseln sich in den Strophen ab und lassen sich dabei beide nicht anmerken, dass sie aus Island kommen – normal merkt man das ja recht schnell am Akzent. Für „Indiekram“ finde ich das Gebotene außergewöhnlich hörbar, nur die männlichen Vocals haben im direkten Vergleich zur Frau keine Chance; Solange sie nicht zugleich singen fällt das doch sehr auf.
    7/10

    Stoned Jesus – Drunk and Horny
    Nun die erste der recht vielen Stoner-Nummern auf dem Sampler. Kurz und knackig fliegen einem flotte Riffs entgegen und schon hört man den Sänger rauh „Got a hard-on, babyyyy“ ins Mikro gröhlen, der mich zum Glück nur in dieser Zeile nach einem heiseren Volbeat-Fronter erinnert. Unterhaltsame 2 ½ Minuten, nicht mehr und bestimmt auch nicht weniger.
    5/10

    Red Fang – Throw Up
    Hier werden die Riffs schon schleppender und die Untergangspartystimmung lässt kurz nach (oder nimmt zu, wie man’s sieht). Die erste Hälfte der 6 Minuten kommt schon recht groovy daher, aber insgeheim ist das schon fast zu schleppend und langweilt mich eher. Zum Glück ändert sich das in der zweiten Hälfte schlagartig. Dort fällt es mir schon recht schwer, Kopf und Fuß stillzuhalten. Das todgeweihte Volk kann wieder abfeiern. Wäre die erste Hälfte außer dem Groove nicht so schrecklich ereignislos hätten wir hier den ersten Treffer. So ist’s halt Überdurchschnitt, wie bis jetzt eh alles.
    6/10

    Ganglians – Faster
    Dieser Track stellt sich als kurze Verschnaufpause innerhalb der ersten Stoner-Attacke des Samplers heraus. Nach kurzem Plätschern von Fieldrecordings ertönt eine recht lo-fi mäßig produzierte Nummer, was für mich als Wavves-Fan schon mal sehr gut ist. Der Sound, speziell bei den Gitarren, erinnert mich irgendwie an „Bohemian like you“. Der Song macht schon irgendwo Laune, aber auf Albumlänge kann ich mir das gerade nicht vorstellen. Mal sehn, vielleicht findet sich ja irgendwann die Zeit dafür. Fürs Zeigen bin ich auf jeden Fall dankbar.
    6/10

    Wizard Smoke – Growing
    Mit Western-Wüsten-Feeling startet der Song mit einer Gitarrenmelodie, die mich in den kommenden 10 Minuten noch öfter erwarten sollte. Jetzt gibt’s Stoner Doom, dementsprechend bereitet mir der Subwoofer auch eine schöne Fußmassage und meine Ohren bekommen auch was ab. Doom – beziehungsweise langsame Musik generell – ist halt so eine Musik, die nur in gewissen Gefühlslagen, „Zuständen“ und Momenten zieht, dann dafür umso mehr. Der Song gefällt mir aber doch sehr, der Hauptriff bleibt schön im Ohr hängen und ist auch sonst ein guter roter Faden, der zuverlässig durch die Groovewalzen führt. Da werd ich mal nachbohren.
    8/10

    Mogwai – How to be a Werewolf
    Vor diesem Sampler hatte ich noch das Gefühl, viel Musik zu kennen. Auch wenn Google mir tröstend verraten hat, dass viele Sachen auf dem Sampler doch sehr undergroundig sind, hat sich dieses Gefühl dennoch ein wenig verzogen.
    Jetzt endlich wieder eine Band, die ich kenne. Auch wenn ich beim letzten User-Battle schon die Erkenntnis gewonnen hatte, dass ich hier unbedingt mehr brauche, bin ich Mogwai-technisch immer noch so schlau wie vorher. „How to be a Werewolf“ ist nun der zweite Appell, diese Bildungslücke zu füllen. Der Song baut sich Stück für Stück auf und hinterlässt in mir nichts anderes als ein gutes Gefühl. Ein wirklich gutes Gefühl, wie ich es nach einem einzelnen Song selten habe. Super!
    9/10

    The Earth is a Man – Dymaxion
    Und nochmal Post-Rock, diesmal mit Math-Attitüde. Der Song (kann man das Wort bei instrumentalen Stücken überhaupt benutzen? :D) hat durchwegs nette Ideen und ist auch technisch einwandfrei umgesetzt. Wie bei Mogwai herrscht auch hier eine überaus positive Grundstimmung vor. Langsam wird’s für eine Weltuntergangsparty fast schon zu glücklich und ausgelassen, muss wohl am steigenden Alkoholpegel liegen. Oder an den paar Luftballons, die immer noch heil sind. Dochdoch, das gefällt, da bin ich mir recht sicher.
    7,5/10

    This Will Destroy You – Communal Blood
    Jetzt komme ich zum ersten und einzigen Song des Samplers, den ich schon kannte. This Will Destroy You kannte ich schon seit dem Debüt, bloß spielten sie damals noch den typischen, zu oft kopierten 3rd Wave Post-Rock a la Explosions in the Sky, God is an Astronaut, If these Trees Could Talk, etc. Aber auf dem neuen Album wurde es schlagartig sperrig und düster. Drone und Ambient ersetzten den ehemaligen „Crescendo-core“, Genrebezeichnungen wie Doomgaze tauchten plötzlich auf. Der Song selbst nimmt sich sehr viel zeit, die Grundstimmung aufzubauen. Sehr langsam und fließend nimmt das Schwergewicht Form an. Ich habe dem Album mehrere Chancen gegeben, der Funke ist bis jetzt aber noch nicht übergesprungen. Zu zäh und widerspenstig ist das ganze. Die Atmosphäre in diesem Track passt aber auf jeden Fall.
    7/10

    Stangala – Doom Rock Glazik
    Stoner/Doom-Parade Teil 2. Eine sehr seltsame, vorher noch nicht gehörte Kombination ist es, die Stangala aus Frankreich hier bieten. Zu den Stoner-Riffs gesellen sich nämlich keltische Instrumente und Melodien. Die Mischung klingt in der Theorie interessant, aber zumindest dieser Song gibt mir gar nichts. Der Song auf dem Sampler, der mir am wenigsten zusagt. Immerhin ist er in sich schlüssig, nicht unnötig lang und hat seinen Groove. Bloß nützt das im Endeffekt nichts, das Gedudel (ich bin normal schon Folk Rock/Metal Fan) geht gar nicht.
    3/10

    Orchid – Cosmonaut of Three
    Da klingt das schon besser. Allerdings erinnert mich „Cosmonaut of Three“ vom Aufbau her stark an den Song von Red Fang. Langsamer Auftakt, Strophe-Refrain-Schema bis zur Hälfte, danach wird’s schneller. Bloß gefällt mir die erste Hälfte hier wesentlich besser als bei Red Fang und die Zweite nicht ganz so sehr wie bei der „Konkurrenz“. Ausgleich quasi.
    6/10

    Skeleton Gong – Old Man Gong
    Der Untergang rückt näher, die Partylaune unter den Gäste ist endgültig vorüber. So scheint es zumindest, wenn sich dieses 12 ½ Minuten lange Ungetüm bedrohlich und langsam einleitet. Langsam bleibt es auch den ganzen Song über. Doomig-düster ebenfalls, wenn man von einigen melodischen Riffs absieht, 3:04 ist ein super Beispiel. Im Großen und Ganzen passiert mir hier aber in mehr als 12 Minuten Zeit zu wenig und das Drumming nervt stellenweise fast schon. Auch nach dem ca 10. Hörgang plätschern Teile des Songs an mir vorbei.
    4,5/10

    Uncle Acid & The Deadbeats – 13 Candles
    Yeah! Die Neuentdeckung dieses Samplers ist ganz klar dieser Onkel hier. 13 Candles ist einfach eine super retro-Nummer irgendwo zwischen Black Sabbath und Stoner-Kapellen. Der Sänger säuselt herrlich vor sich hin, speziell der Refrain ist ein einziger Ohrwurm. Diese ganzen Dinge hätte man ohne Einbußen zwar auch in weniger als 7 Minuten untergebracht, man merkt dem Song seine Länge aber nicht an.
    Danke dafür 😉
    8,5/10

    sleepmakeswaves – …and so we destroyed everything
    Die Party neigt sich dem Ende zu. Der Song ist eine schöne, instrumentale Post-Rock Nummer in XL. Dafür ist der Track aber auch schön abwechslungsreich, hinter jeder Ecke lauern neue oder abgeänderte Parts. Insgesamt hat der Song aber eine recht positive und locker-leichte Grundatmosphäre. Der Song schwebt regelrecht, von ein paar „härteren“ Stellen mal abgesehen. Deshalb kann ich das Gehörte nicht wirklich mit dem Songtitel in Verbindung bringen, das spielt aber auch nicht wirklich eine Rolle.
    Vom Songwriting her wird zeitgemäßer Post-Rock Standard geboten: Lockere Parts bauen sich zu einem Crescendo auf und kollabieren daraufhin wieder. Gelungene elektronische Soundspielereien gibt es auch manchmal, eine recht bunte Wundertüte also. Gefällt!
    8/10

    Bohren & Der Club Of Gore – Beileid
    Hier finden sowohl der Sampler als auch jegliche Fröhlichkeit ihr Ende. „Beileid“ ist einfach nur eine viertel Stunde lange, (sehr!) langsame, düstere Doom(-Jazz)-Walze. Ich kenne ja ein paar Stücke von Bohren, aber keines davon war so langsam und minimalistisch wie das hier. Der Bass dröhnt durchs Zimmer, begleitet von sphärischen Ambient-Soundflächen, Orgel und gelegentlich Percussion. Und das in einer „Vielfalt“, die andere in 30 Sekunden aufbringen. Dass es darum auch gar nicht geht ist mir schon klar.
    Auch wenn die bedrückende Atmosphäre durchaus ankommt: Das waren sehr lange Viertelstunden. Derart minimalistische Musik gibt mir wohl wirklich nur dann etwas, wenn ich wirklich down bin und Beileid *badum-tss* nötig habe.
    6/10, bei richtiger Stimmung bestimmt 8 oder 9.

    Fazit:
    Ein sehr interessanter Sampler, der – bis auf 2 Songs – immer über dem Durchschnitt und in manchen Momenten sogar verdammt super war.
    Ich habe bei weitem mehr neue Bands kennengelernt als ich es mir vor dem Battle jemals erträumt habe. Wie schon gesagt, ich war mir eigentlich sicher, 2011 im Metal und Indie-Sektor gut mitbekommen zu haben, da ich viel im Forum, auf /mu/ und bei Anthony Fantano unterwegs war. Dass man sich immer täuschen kann wurde mir hier sehr schön bewiesen.
    Bis zum nächsten Jahr, gerne wieder! :haha:

    --

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    puritan81

    Registriert seit: 01.09.2004

    Beiträge: 9,964

    So dann hier mal die ersten 8 Songs von Xere0Xaos Sampler. Es ist der kläglich Versuch, den Black Metal lastigen Sampler zu beurteilen. Die beiden Arschbomben, die er mir da untergejubelt hat sind dann auch im ersten Review vertreten. Außerdem sind da auch einige perlen dabei. Die hab ich auch schon auf dem Einkaufszettel vermerkt. Bekannt waren mir immerhin 2 Songs, die im zweiten Teil auftauchen werden. Let’s roll:

    Aaskereia – Als der Blick erlosch
    Der Sampler beginnt gleich mit einem knackigen 12 1/2 minütigen Song. Und dieser Song startet gleich sehr stimmungsvoll. Die Gitarrenmelodie wird von Regenfall, Eulengeschrei und Gewitter begleitet, um danach in einen Blastbeat überzugehen. Der Knackpunkt von Als der Blick erlosch liegt ganz klar in der Stimme von Sänger Grim. Die verhagelt die ganze Stimmung des Songs. Der Gesang klingt mir persönlich irgendwie zu aufgesetzt. Im Mittelteil wirds wieder ruhiger. Der Einsatz der Geige vermittelt Traurigkeit. Der Geigeneinsatz wird dann auch bis zum Schluss durchgezogen, wobei auch die Geschwindigkeit des Song wieder zunimmt. Musikalisch wäre das für mich eine glatte 8. Mit Abzügen für die Stimme gebe ich 5/10

    Burzum – Vanvidd
    Tja, nun kommt es also zu meiner ersten Begegnung mit Burzum. Zunächst besticht der Song durch ein eingängiges Riff. Dazu gesellt sich harscher Gesang der immer wieder durch klare Gesangspassagen aufgelockert wird. Das Ganze wird dann auch 7 Minuten durchgezogen. Hervorzuheben ist hier die wirklich gute Gitarrenarbeit. Ein wenig mehr Abwechselung würde dem Song mehr Dynamik verleihen. Würde hier 7/10 Punkte verteilen.

    Dir en Grey – Yokusou ni DREAMBOX aruiwa seijuku no rinen to tsumetai ame
    Davor hatte ich im Vorfeld Angst. Es haut mich nicht aus den Socken. Die Gitarren klingen teilweise nach Korn. Hier wechselt der Musikstil öfter als ich meine Unterhose. Black Metal Versatzstücke, Doom, Deathcore und Gothic. Die wollen alles auf ein Mal. Und deshalb klingt das in meinen Ohren auch ziemlich unausgegoren. Gesanglich geht das einigermaßen klar, bis auf die pseudo irren Ausflüge des Sängers. Das Stück spricht mich Null an. 3/10

    Dornenreich – Der wunde Trieb
    Eine im Forum durchaus beliebte Band. Ähnlich wie bei Aaskereia wird mit einer Geige gearbeitet. Blastbeats dominieren den Song. Die Vocals sind auch wesentlich angenehmer als die von Kollege Grim. Zumal sie auf eine Art und Weise Dramatik versprühen. Die gitarren sägen sich durch den Song. Alles in Allem ist das ein grundsolider Song, wobei der Einsatz der Geige klar hervorsticht. Dadurch erhält der Song eine gewisse Eingängigkeit. 7,5/10

    Eisregen – Ich, Zombie
    Auweia Eisregen. Manachmal ist es wirklich einfach besser, nicht auf deutsch zu singen. Ich, Zombie ist ein ziemlich einfach gestrickter Song. Es gibt diverse Tempovariationen, Glockengeräusche und Keyboardeinsätze. Textlich ist das natürlich unter aller Sau. Es ist nicht witzig, es klingt nicht besonders böse (falls es das sein soll, es ist einfach lächerlich. Da haben Dir En Grey noch mehr Spannung aufgebaut. Für diese abwechselungsarme Arschbombe 1/10

    Hexvessel – I Am The Ritual
    Und schon wirds gleich viel besser. Geboten wird richtig guter Folk, der von einen klasse Gesang gekrönt wird. Dieser Song ist schwer in Worte zu fassen. Die Instrumente rollen auf jeden Fall den Teppich für die glockenklare Stimme aus. Durch den Refrain wirkt das Ganze dann schon fast hypnotisch und somit eingängig. Bevor ich hier noch weiter dummes Zeug sülze, bebe ich 8,5/10 Punkte und setzt Dawnbearer auf meinen Einkaufszettel.

    Mitochondrion – Trials
    Unfassbarer böser Sound. Klingt wie eine Mischung aus Black und Death. Melodien fehlanzeige. Hier regiert die maschinelle Kälte. Der Song ist ziemlich komplex, so dass ich nach mehreren Durchläufen immer noch etwas erschlagen bin. Man entdeckt immer wieder etwas neues. Hier wird in 5:30 alles zerlegt. Kann ich mir nicht immer anhören, hat in der passenden Stimmung durchaus seinen Reiz. 7/10

    Oranssi Pazuzu – Komeetta
    Im Gegensatz zum finsteren Gekloppe von Mitochondrion wirkt der Beginn von Komeetta total abgefahren (spacig, alte Monster Magnet). Das gesamte Klangbild vermittelt Angst. Der keifende Gesang gefällt mir. Den Song würde ich jetzt spontan mal in die Psychedelic Schublade stecken.
    Was mir besonders gut gefällt, ist die drogengeschwängerte Atmospähre. Die Jungs behalte ich auch mal im Auge. 7,5/10.

    --

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